Mein Wurzelwerk-Tagebuch, Teil III

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Vor eini­ger Zeit war ich zuletzt im Wur­zel­werk, der inter­nen grü­nen Ver­net­zungs­platt­form. Jetzt habe ich mich mal wie­der ein­ge­loggt, und es hat sich tat­säch­lich ein biß­chen was getan. Dar­um geht’s hier – und um die Fra­ge, ob das Wur­zel­werk inzwi­schen als Platt­form zum Schrei­ben von Anträ­gen geeig­net ist.

Aber zuerst mal zum Ein­log­gen sel­ber. Das war aus zwei Grün­den qual­voll. Ers­tens sind wohl die Log­ins zwi­schen­zeit­lich mal unge­stellt wor­den (selbst schuld, wer so lan­ge nicht rein­geht), und zwei­tens gibt es zwar eine Mög­lich­keit, sich ein ver­ges­se­nes Pass­wort zuschi­cken zu las­sen (bzw. neu gene­rie­ren zu las­sen), aber die ist nicht gera­de selbst­er­klä­rend (es gibt kei­nen Link »Pass­wort ver­ges­sen«, son­dern dazu muss erst die Sei­te netz.gruene.de auf­ge­ru­fen wer­den. Ich weiss zwar tech­nisch in etwa, war­um das so ist (weil die Zugangs­da­ten an der Mit­glie­der­da­ten­bank hän­gen und nicht nur für das Wur­zel­werk genutzt wer­den), fin­de es aber trotz­dem unnö­tig umständ­lich. Die ers­te Hür­de bleibt also.

Was mir gut gefällt, ist die Tat­sa­che, dass es eine FAQ gibt – und eine gut sicht­ba­re und zumin­dest ein biß­chen akti­ve Grup­pe Ret­tet das Wur­zel­werk!, die ver­sucht, Neu­lin­gen den Ein­stieg zu erleich­tern und das Wur­zel­werk nut­zer­freund­li­cher zu machen. Das scheint aber ganz ehren­amt­lich und von der Basis her zu lau­fen, wenn ich es rich­tig ver­ste­he. Es gibt, neben­bei bemerkt, inzwi­schen auch einen Twit­ter-Account Wur­zel­werk – der war aber kurz vor der Som­mer­pau­se vor der Bun­des­tags­wahl 2009 zum letz­ten Mal aktiv. 

Zum The­ma Akti­vi­tät: was mich freut, ist z.B. der Bereich des Lan­des­ver­ban­des, auf dem jetzt tat­säch­lich nütz­li­che inter­ne Infos ste­hen – z.B. die Ter­mi­ne und Orte der nächs­ten Par­tei­ta­ge. Hier wer­den aktiv Sachen ein­ge­pflegt, das ist gut so. Ob das intern sein muss oder wie bei der Pira­ten­par­tei nicht ein­fach öffent­lich zugäng­lich sein könn­te, ist eine ande­re Frage.

Bes­ser gewor­den ist defi­ni­tiv die Optik und das Benut­zer­inter­face, auch wenn die arge Klein­schrift noch über­wiegt. Wich­tig ist auch, dass es inzwi­schen die Mög­lich­keit gibt, über Kon­takt­an­fra­gen, Grup­pen­bei­trit­te etc. per eMail infor­miert zu wer­den. Auch wenn ich die letz­ten Mona­te nicht ins Wur­zel­werk gegan­gen war, wuss­te ich, dass da Leu­te ver­sucht hat­ten, mich zu kon­tak­tie­ren. Und auch die Mög­lich­keit, end­lich extern auf inter­ne Sei­ten ver­lin­ken zu kön­nen – auf­ruf­bar natür­lich nur, wenn ein­ge­loggt – hat etwas.

Weni­ger über­zeu­gend fin­de ich die Geschwin­dig­keit – und das, obwohl der­zeit ja immer nur weni­ge gleich­zei­tig ein­ge­loggt sind. Die hat zwei Aspek­te. Zum einen die tat­säch­li­che Geschwin­dig­keit, bis eine Sei­te gela­den und auf­ge­baut ist. Das scheint mir – mit Fire­fox – ziem­lich lan­ge zu dau­ern, selbst im Ver­gleich zu Face­book, dass da manch­mal auch nicht gera­de schnell zu Pot­te kommt. Zum ande­ren gibt es so etwas wie die gefühl­te Geschwin­dig­keit. Damit mei­ne ich z.B., dass iPho­ne und iPad auch des­we­gen so »geschmei­dig« rüber­kom­men, weil nichts ruckelt, son­dern weich und effekt­voll über­blen­det wird – wäh­rend bei­spiels­wei­se noch eine Appli­ka­ti­on gela­den wird. Das Wur­zel­werk ist lei­der noch das genaue Gegen­teil die­ser Smooth­ness. Wenn ich »mei­ne Grup­pen« auf­ru­fe, erscheint bei­spiels­wei­se erst ein­mal zu jeder Grup­pe der Voll­text der Beschrei­bung, der dann wie­der ein­ge­klappt wird. Bis die Sei­te steht, ruckelt es also zunächst ein­mal wild hin und her. Da ist irgend­was an der CSS-Pro­gram­mie­rung nicht so per­fekt, wie es sein könn­te. Es gäbe noch mehr zu bemä­keln, aber das las­se ich jetzt mal.

Ach so – der Grund, war­um ich jetzt doch mal wie­der ins Wur­zel­werk geschaut habe. Der ist pro­fan: ich bin auf der Suche nach einer geeig­ne­ten Platt­form, um Antrags­schreib- und ‑dis­kus­si­ons­pro­zes­se für die baden-würt­tem­ber­gi­schen Grü­nen zu vir­tua­li­sie­ren. Eigent­lich müss­te das Wur­zel­werk die­se Platt­form sein (nicht zuletzt, weil ja auch die grü­nen Lan­des­ver­bän­de dafür zah­len). Zudem hat es den Vor­teil, mit der Mit­glie­der­ver­wal­tung ver­knüpft zu sein und so den Zugang auf Par­tei­mit­glie­der ers­tens ein­schrän­ken zu kön­nen und zwei­tens sicher­zu­stel­len, dass unter dem Account »Till Wes­ter­may­er« auch tat­säch­lich ich schrei­be – und alle betei­lig­ten davon aus­ge­hen kön­nen, dass das so ist.

Für den oben genann­ten Zweck bie­tet das Wur­zel­werk wei­te­re Vor­tei­le. So gibt es ein eini­ger­ma­ßen brauch­ba­re Wiki­tool, das in belie­bi­ge Grup­pen inte­griert wer­den kann. Damit soll­te es mög­lich sein, gemein­sam an Tex­ten zu arbei­ten. Was mir fehlt, ist – neben den bestehen­den Zugangs­hür­den in der Tech­nik und im Inter­face und der Befürch­tung, dass das Sys­tem nicht schnell und flüs­sig genug ist, damit es auch in einer grö­ße­ren Run­de noch Spaß macht, an Anträ­gen zu arbei­ten, vor allem eine naht­lo­se Inte­gra­ti­on ver­schie­de­ner für die Dis­kus­si­on von Anträ­gen wich­ti­gen Funk­tio­na­li­tä­ten. Für mich wären das:

1. Koope­ra­ti­ve Tex­ter­stel­lung und Bear­bei­tung – hier gibt es die Wiki-Funk­tio­na­li­tät. Noch schö­ner fän­de ich sowas wie etherpad.com oder Goog­le Docs, also einen Text­edi­tor, der von meh­re­ren Leu­ten gleich­zei­tig bedient wer­den kann und mar­kiert, was wer schreibt. Wikis sind ok, Ether­pad wäre IMHO attrak­ti­ver, weil echtzeitiger.

2. Dis­kus­si­on – da gibt es Foren, die ich über­kom­plex fin­de, aber die aus­rei­chen. Foren und Wikis kön­nen in einer Grup­pe ver­bun­den wer­den, sind aber trotz­dem zum Bei­spiel nicht gleich­zei­tig sicht­bar. Zudem hat das Wur­zel­werk wohl ein Pro­blem damit, wenn meh­re­re Fens­ter oder Tabs geöff­net sind und in einem davon nichts pas­siert – dann log­gen sich nach 30 Minu­ten alle aus, wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe. Wenn Foren (oder auch ein Chat) direkt neben der Tex­ter­stel­lung lau­fen wür­den, wür­de das mehr Spaß machen.

3. Abstim­mun­gen – es gibt Voting-Tools, die schei­nen mir aber unge­eig­net. Muss also über Wikis/​Foren simu­liert werden.

4. Inter­gra­ti­on: wie schon ange­spro­chen, eigent­lich müss­ten 1, 2 und 3 (und viel­leicht auch 4 und 5) naht­los in einem Sys­tem und bei Bedarf optisch neben­ein­an­der lau­fen, statt an getrenn­ten Stel­len – und mög­li­cher­wei­se auch noch extern – stattzufinden.

Das macht mich etwas skep­tisch, ob das Wur­zel­werk tat­säch­lich gut geeig­net ist. Die Alter­na­ti­ve wäre, sowas wie die »Liquid-Democracy«-Tools der Pira­ten­par­tei, die Abstim­mung und Antrags­er­stel­lung mit­ein­an­der ver­knüp­fen, zu adap­tie­ren. Da stört mich aller­dings die Tat­sa­che, dass die­se ers­tens auch sehr kom­plex in der Bedie­nung sind, und zwei­tens das ver­wen­de­te Abstim­mungs- und Dele­ga­ti­ons­ver­fah­ren für uns nicht unbe­dingt passt. Zudem fällt der gro­ße Wur­zel­werk-Vor­teil der Authen­ti­fi­zie­rung der Betei­lig­ten weg, bzw. die Zugän­ge müss­ten noch mal extra kon­trol­liert und ein­ge­rich­tet werden. 

Anders gesagt: wenn jemand ein mög­lichst frei­es, bedien­freund­li­ches und fle­xi­bles Sys­tem zur kol­la­bo­ra­ti­ven Antrags­be­ar­bei­tung kennt, das mit einem LDAP-Ser­ver zur Authen­ti­fi­zie­rung ver­knüpf­bar ist – bit­te mel­den! Oder wenn jemand ein der­ar­ti­ges Plugin für das Wur­zel­werk hat …

War­um blog­ge ich das? Ein Min­dest­maß an Trans­pa­renz, und die Idee, dass genau hier die Träu­me elek­tro­ni­scher Par­ti­zi­pa­ti­on auf dem Beton des Nut­zer­inter­face zerplatzen.

Ergän­zung: Ich hat­te das zwar zum Jah­res­en­de schon gese­hen, aber wie­der ver­drängt: Ether­pad wur­de von Goog­le gekauft, soll in Goog­le Wave ein­flie­ßen – und ist jetzt Open Source. Es gibt auch schon ein paar Alter­na­tiv-Kopien. Und mit der Offen­le­gung des Source­codes besteht natür­lich theo­re­tisch die Mög­lich­keit, sowas – also einen Echt­zeit­text­edi­tor für Vie­le – in Wur­zel­werk ein­zu­bau­en. Ob das prak­tisch mach­bar ist? Kei­ne Ahnung.

16 Antworten auf „Mein Wurzelwerk-Tagebuch, Teil III

  1. Lie­ber Till,
    vie­len Dank für die­sen Post. Du hast hier die wich­tigs­ten Punk­te zur Wei­ter­ent­wick­lung des Wur­zel­werks super zusammengefasst…sehe ich genauso…und viel­leicht soll­te man in die­sem Zusam­men­hang gleich auch über Mög­lich­kei­ten der Par­ti­zi­pa­ti­on von Außen her nachdenken.

  2. Hal­lo Till,

    super Zusam­men­fas­sung. Wir arbei­ten hier in Thü­rin­gen gera­de in einer AG IT zusam­men, um die elek­tro­ni­sche Par­ti­zi­pa­ti­on zu ver­bes­sern. Wir soll­ten uns da viel­leicht noch­mal inten­si­ver austauschen.

    Grü­ße Thomas

  3. Lie­ber Till,

    Dei­ne Aus­sa­ge zur Ehren­amt­lich­keit der Grup­pe »Ret­tet das Wurzelwerk«
    -> Stimmt genau. Alle inter­es­sier­ten Grü­nen sind ein­ge­la­den, sich dort mit ihren Vor­schlä­gen und ihrer Mit­ar­beit ein­zu­brin­gen. Es fehlt im Moment eher an zen­tra­len haupt­amt­li­chen Res­sour­cen für Projektmanagement.

    Dein Punkt 2., Aus­log­gen wegen Inak­ti­vi­tät in einem offe­nen Fenster
    -> Stimmt lei­der und das ist eine Ärger­nis-Quel­le von aller­ers­tem Rang. 

    »die Idee, dass genau hier die Träu­me elek­tro­ni­scher Par­ti­zi­pa­ti­on auf dem Beton des Nut­zer­inter­face zerplatzen.«
    -> der­zeit lei­der noch teil­wei­se wahr, wenn auch nicht viel fehlt. 

    Die Gemein­de in »Ret­tet das Wur­zel­werk« hat aber die wesent­li­chen Punk­te, die ver­bes­sert wer­den müs­sen, spe­zi­fi­ziert. Vie­les davon wur­de schon realisiert. 

    Mit etwas zen­tra­lem Pro­jekt­ma­nage­ment soll­te es leicht mög­lich sein, zu den offe­nen Punk­ten einen Pro­jekt­plan zu erstel­len und die benö­tig­ten Res­sour­cen abzu­schät­zen, so dass in kur­zer Zeit sich spür­ba­re Ver­bes­se­run­gen ein­stel­len. Eine gewis­se Bereit­schaft zum Inves­tie­ren müs­sen wir aber schon mitbringen. 

    « mit der Offen­le­gung des Source­codes besteht natür­lich theo­re­tisch die Mög­lich­keit, sowas – also einen Echt­zeit­text­edi­tor für Vie­le – in Wur­zel­werk ein­zu­bau­en. Ob das prak­tisch mach­bar ist? «
    -> selbst­ver­ständ­lich ist das prak­tisch mög­lich. Es fragt sich nur, wie­viel Auf­wand man für eine wie enge Inte­gra­ti­on des Edi­tors in das Wur­zel­werk trei­ben will. 

    Gus­tav Lorenz, Mit­in­itia­tor von »Ret­tet das Wurzelwerk«

  4. Hi Till,
    Dan­ke, das war das Pos­ting was ich mir erhofft hat­te. Ver­mut­lich wer­de ich eher dem Wur­zel­werk noch eine Chan­ce geben als mich in Goog­le Buzz ver­lie­ben, auch wenn grü­nes Netz­wer­ken für mich immer­noch am Liebs­ten in der Öffent­lich­keit von Face­book stattfindet.

  5. Dan­ke euch für die posi­ti­ven Kommentare! 

    Trotz­dem bleibt für mich die Fra­ge, was wei­ter mit dem Wur­zel­werk geschieht – und, kon­kre­ter: 1. ob ich dem LV Baden-Würt­tem­berg emp­feh­len soll, sich zu enga­gie­ren, um das Wur­zel­werk so zu ver­bes­sern, dass damit eine Antrags­dis­kus­si­on »flie­ßen« kann – und 2. was die Haupt­an­satz­punk­te wären, um in die­se Rich­tung zu arbeiten.

    (Oder 3. wel­che Alter­na­ti­ven sich anbie­ten würden?)

  6. Hal­lo Till,

    du hast zu Kom­men­ta­ren auf­ge­for­dert, dann kom­men­tie­re ich doch mal :-)

    Ich nut­ze das Wur­zel­werk nicht. Ich hal­te mich für mit­tel­gra­dig tech­no­lo­gie­af­fin, ver­brin­ge z8iemlich viel Zeit mit allen mög­li­chen ›vir­tu­el­len‹ Anwen­dun­gen, mit E‑Mail, Wikis, Face­book, diver­sen Foren und dem Lesen von Blogs, aber beim Wur­zel­werk hat es ein­fach sowas von schnell ›Nein, Dan­ke!‹ bei mir gemacht, dass ich nicht ein­mal mehr mei­ne Zugangs­da­ten finde. 

    Mei­ne bes­ten Erfah­run­gen in Sachen räum­lich ver­teil­ter Text­ar­beit habe ich mit Mai­ling­lis­ten gemacht, inter­es­san­ter­wei­se. Die haben den Nach­teil, leid­lich ›geschlos­sen‹ zu sein. Den Anspruch, wirk­lich trans­pa­rent und par­ti­zi­pa­tiv zu sein, kön­nen Mai­ling­lis­te nur für den begrenz­ten Kreis der auf der Lis­te Ste­hen­den ein­lö­sen. Und ansons­ten ist da noch das Pro­blem der all­ge­mei­nen E‑Mail-Flut – wie oft habe ich schon einen Bei­trag oder Zwsi­chen­stand über­se­hen, weil die E‑Mail irgend­wo in den ca. 150, die ich so pro Tag bekom­me, unter­ge­gan­gen ist. 

    Wikis sind oft­mals eben­falls extrem sprö­de, und, so mein Ein­druck, spre­chen vor allem die kom­man­do­zei­len­af­fi­ne Frak­ti­on an (gehö­re ich selbst bedingt zu, gebe ich zu, aber eben auch nur bedingt). 

    Echt­zeit­zu­sam­men­ar­beit geht mit bei­dem nicht. Aber: Wer jemals ver­sucht hat, mit mehr als drei Leu­ten gleich­zei­tig ech­te Text­ar­beit zu machen, weiß, dass Echt­zeit­zu­sam­men­ar­beit an Tex­ten ohne­hin schwer ist, selbst wenn man sich gegen­über­sitzt. Mei­ne Lösung für sol­che Fra­gen war bis­lang immer Dis­kus­si­on der Text­pas­sa­gen per Chat­cli­ent oder Instant Mes­sen­ger, und eif­ri­ges Hin-und-Her-mai­len. Funk­tio­niert, ist aber lang­sam und, naja, irgend­wie nicht die idea­le Lösung…

    Das Wur­zel­werk hat mich letzt­lich ein­fach über­for­dert. Ich bin nicht gedul­dig mit sol­chen Anwen­dun­gen – ent­we­der, es lässt sich mit ein wenig Nach­den­ken her­aus­fin­den, wo sich nun wel­che Funk­ti­on ver­birgt, oder ich las­se es. 

    … aber viel­leicht soll­te ich dem Wur­zel­werk noch­mal eine Chan­ce geben, und mir neue Zugangs­da­ten zutei­len lassen…

  7. Hal­lo Till,

    zu dei­nen Punk­ten 1. und 2.: 

    Ich wür­de eine offi­zi­el­le Pro­jekt-Anfra­ge an die BGST stel­len und dar­in die funk­tio­na­len und Leis­tungs­an­for­de­run­gen an das Wur­zel­werk benen­nen und nach even­tu­el­len Kos­ten für even­tu­ell not­wen­di­ge Wei­ter­ent­wick­lun­gen und /​ oder Hard­ware­auf­rüs­tun­gen fragen. 

    Dar­über in einen einen Dia­log mit dem Pro­jekt­ma­nage­ment des WW in der Zen­tra­le ein­tre­ten. Auch zu über­le­gen ist, ob ein Teil­pro­jekt in BW gestar­tet wer­den könnte. 

    Ansons­ten emp­feh­le ich, im Wur­zel­werk in der Grup­pe »Ret­tet das Wur­zel­werk« die­se und ande­re Dis­kus­sio­nen zur wei­te­ren Ent­wick­lung und Ver­bes­se­rung des Wur­zel­werks zu ver­fol­gen und even­tu­ell mit eige­nem Know-How zu unterstützen. 

    Sehe ich es eigent­lich rich­tig, dass die Dis­zi­plin des Pro­jekt­ma­nage­ments bei den Grü­nen eher unter­be­lich­tet ist und als etwas betrach­tet wird, dass man so neben­bei machen kann? 

    Dan­ke und schö­ne Grüße,

    Gus­tav

  8. Pira­ten tei­len ja ger­ne, daher an die­ser Stel­le auch noch­mal der Hin­weis auf
    http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabriken
    Ist in einem medi­a­wi­ki umge­setzt, ein­fach mal angucken.

    Ansons­ten gibt es mit Liquid Feed­back in Ber­lin recht posi­ti­ve Efah­run­gen. Aber das funk­tio­niert so natür­lich erst­mal nur ohne ande­res Delegiertensystem.

    Gruß,
    rka

    1. @Anja: ist bes­ser gewor­den, bedarf aber immer noch eini­ger Nachsicht.

      @rka: wenn die Pira­ten schon mal tei­len, … ich schau’s mir an. Nur weil du Liquid Feed­back erwähnst: das fand ich eher über­kom­plex und schlecht bedienbar.

  9. @Anja: Du beschreibst wun­der­bar die Pro­ble­me des gegen­wär­ti­gen Wis­sens­ma­nage­ments der Grü­nen mit einem sehr intrans­pa­ren­ten Ver­hau von unter­schied­lichs­ten, nicht mit­ein­an­der inte­grier­ten Werk­zeu­gen. Zu den vie­len Nach­tei­len gehört sicher nicht zuletzt, dass sehr viel Wis­sen in den Post­ein­gän­gen der Betei­lig­ten ver­schwin­det. Ein ande­res pro­ble­ma­ti­sches The­ma wäre auch die Ver­net­zung von Wis­sen aus unter­schied­li­chen Sach­ge­bie­ten, die in einem The­ma zusammenfließen. 

    M.E. brau­chen wir Grü­ne ein­fach ein inte­grier­tes Werk­zeug für Wis­sens­ma­nage­ment, das all die­se Nach­tei­le nicht hat, um zukunfts­fä­hig zu sein. 

    Das Wur­zel­werk ist sicher noch nicht in einem Zustand, dass es schlag­ar­tig alle bis­he­ri­gen Sys­te­me ablö­sen kann, aber wir soll­ten dar­an arbei­ten, dass wir das im Lau­fe der Zeit schaf­fen. In der schon öfters erwähn­ten Grup­pe »Ret­tet das Wur­zel­werk« arbei­ten wir an den not­wen­di­gen Ver­bes­se­run­gen. Ich kann nur jeden auf­ru­fen, nach Maß­ga­be von ver­füg­ba­rer Zeit und Mög­lich­kei­ten hier mit­zu­hel­fen. Was ist schon die Alter­na­ti­ve? Alles ein­stamp­fen und einen 6‑stelligen Betrag wegwerfen?

  10. Mir wür­de es ja schon mal rei­chen, wenn man ein­fach mal Geld in Arbeits­zeit inves­tie­ren wür­de und das gan­ze erst­mal zu einem dicken Intern-Bereich umfunk­tio­niert; also schon exis­tie­ren­de Inhal­te integriert.
    Dazu gehö­ren schon mal die Pro­to­kol­le von Par­tei­ta­gen, 80% aller Kreis­ver­bän­de, etc.

    Live-Text-Bear­bei­tung und das alles würd ich eigent­lich jetzt nicht for­dern; das gibt es schon an ande­ren Stel­len und ist ja auch noch in der Entwicklung.
    Eine zen­tra­le Stel­le zum Debat­tie­ren wäre schon mal ein huuuge-Step!

    Die Grü­ne Jugend wagt übri­gens am über­nächs­ten WE beim Bun­des­aus­schuss einen Ver­such und macht einen »Wur­zel­werk-Work­shop«

  11. @hagbard: ich fin­de auch, von der Zen­tra­le und den LVs soll­te noch etwas mehr Zeit inves­tiert wer­den, um noch mehr exis­tie­ren­de Inhal­te in das Wur­zel­werk ein­zu­stel­len. Mit gerin­ge­rem Auf­wand kann man kaum den Nut­zen des Wur­zel­werks deut­lich erhöhen. 

    Zur Live-Text-Bear­bei­tung: bei der Zen­tra­le wür­de ich unbe­dingt die­se voll­kom­men legi­ti­me Anfor­de­rung stellen. 

    Das heißt ja nicht, dass es sinn­vol­ler­wei­se auch gleich rea­li­siert wer­den muss. Die Ent­schei­dung dar­über hängt ja stark von den noch abzu­schät­zen­den Kos­ten für die Imple­men­tie­rung ab. Viel­leicht lässt sich das Ether­pad doch rela­tiv kos­ten­güns­tig in das Wur­zel­werk inte­grie­ren. Ein Ergeb­nis der Anfra­ge könn­te aber auch z.B. sein, dass statt Ether­pad ein ande­res Werk­zeug emp­foh­len wird, das sich spä­ter leich­ter in das Wur­zel­werk inte­grie­ren lässt. Ohne Anfra­ge fin­den wir das nie heraus. 

    Und im übri­gen wird das Pro­jekt Wur­zel­werk von unse­ren Mit­glieds­bei­trä­gen finan­ziert. Da haben wir jedes Recht, das es uns so viel Nut­zen wie mög­lich bringt.

  12. @hagbard: Geht’s beim Work­shop der GJ eher um »hal­lo, schaut mal, das kann man mit dem Wur­zel­werk schon machen« oder um eine Dis­kus­si­on über das Wurzelwerk? 

    @Gustav: Mit Zen­tra­le (für eine Anfra­ge zu Ether­pad o.ä.) meinst du die Bun­des­ge­schäfts­stel­le, bzw. eigent­lich ver­mut­lich die dort ange­sie­del­te Öffent­lich­keits­ar­beit? Oder wen? 

    @rka: Ich habe mir die »Antrags­fa­bri­ken« inzwi­schen mal kurz ange­schaut (geht um ein Medi­a­wi­ki-Wiki, bei dem eini­ge Vor­la­gen und Skrip­te dazu füh­ren, dass recht ein­fach »Anträ­ge« mit Glie­de­rung nach Inhalt, Unter­stüt­ze­rIn­nen usw. und ent­spre­chen­de Watch­lists gene­riert wer­den kön­nen) – wie sind da die tat­säch­li­chen Erfah­run­gen? Kannst du mir ein Bei­spiel nen­nen, wo hier (wiki­ba­siert) über kom­ple­xe­re und vor allem kon­tro­ver­se Anträ­ge – sagen wir mal, eine Posi­tio­nie­rung zur Kul­tur­flat­rate dis­ku­tiert wur­de? Das rei­ne Ein­sam­meln von Unter­stüt­ze­rIn­nen geht ja selbst (so hat das der grü­ne Bun­des­ver­band beim Euro­pa­wahl­pro­gramm gemacht) per leicht modif­zier­tem Blog. Aber so rich­tig debat­tiert wur­de da IIRC nicht.

    @alle 1: Neh­me ich das Mei­nungs­bild hier rich­tig wahr, wenn die Ten­denz eher dahin geht, dass der LV BaWü gucken soll, ob er mit dem Wur­zel­werk für sei­ne Antrags­de­bat­te klarkommt?

    @alle 2: Aus den Kom­men­ta­ren (v.a.) bei Face­book zu die­sem Ein­trag ent­neh­me ich den Wunsch, die Dis­kus­si­on auch »in real life« fort­zu­set­zen – evtl. ist das Polit­camp dazu eine Mög­lich­keit. Gene­rell besteht halt das Pro­blem des rela­tiv hohen orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­wands für bun­des­wei­te Tref­fen. Oder was meint ihr?

    @alle 3: A pro­pos Kom­men­ta­re abon­nie­ren: irgend­wer hat sich hier mit einer Mail­adres­se in den Kom­men­tar­feed ein­ge­tra­gen, die ungül­tig ist. bzw. auf eine ungül­ti­ge Adres­se bei soup.io ver­weist – und mir für jeden Kom­men­tar eine Feh­ler­mel­dung zuschickt. Aber das nur nebenbei.

  13. bzgl: Work­shop der GJ weiß ich jetzt nicht ganz, wor­auf es abzie­len wird; den­ke es wird sich bei­des ergeben.
    Vor­hin hat­te ich auch eine inter­es­san­te Dis­kus­si­on mit unse­rer pol. Geschäfts­füh­re­rin, sowie der ange­stell­ten Geschäfts­füh­re­rin. Es gab wohl vor­letz­te Woche eine Schu­lung, und man hat wohl gemerkt, dass die Alt­grü­nen vor allem ger­ne so schi­cki­mi­cki-Kram wie Video usw. haben wol­len, wäh­rend die GJ erst­mal froh wäre, wenn der Intern-Bereich ordent­lich umzie­hen würde.
    Das wird wohl auch in Zukunft pas­sie­ren, dass alte Doku­men­te usw. ein­ge­ar­bei­tet werden.…

    @alle 2:
    das wäre in der Tat eine sehr gute Idee, ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund, dass die vor­stel­lung, was das Wur­zel­werk wer­den soll, schon etwas weit aus­ein­an­der geht… Das Polit­Camp ist halt nicht grün…

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