Mein Wurzelwerk-Tagebuch, Teil III

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Vor einiger Zeit war ich zuletzt im Wurzelwerk, der internen grünen Vernetzungsplattform. Jetzt habe ich mich mal wieder eingeloggt, und es hat sich tatsächlich ein bißchen was getan. Darum geht’s hier – und um die Frage, ob das Wurzelwerk inzwischen als Plattform zum Schreiben von Anträgen geeignet ist.

Aber zuerst mal zum Einloggen selber. Das war aus zwei Gründen qualvoll. Erstens sind wohl die Logins zwischenzeitlich mal ungestellt worden (selbst schuld, wer so lange nicht reingeht), und zweitens gibt es zwar eine Möglichkeit, sich ein vergessenes Passwort zuschicken zu lassen (bzw. neu generieren zu lassen), aber die ist nicht gerade selbsterklärend (es gibt keinen Link »Passwort vergessen«, sondern dazu muss erst die Seite netz.gruene.de aufgerufen werden. Ich weiss zwar technisch in etwa, warum das so ist (weil die Zugangsdaten an der Mitgliederdatenbank hängen und nicht nur für das Wurzelwerk genutzt werden), finde es aber trotzdem unnötig umständlich. Die erste Hürde bleibt also.

Was mir gut gefällt, ist die Tatsache, dass es eine FAQ gibt – und eine gut sichtbare und zumindest ein bißchen aktive Gruppe Rettet das Wurzelwerk!, die versucht, Neulingen den Einstieg zu erleichtern und das Wurzelwerk nutzerfreundlicher zu machen. Das scheint aber ganz ehrenamtlich und von der Basis her zu laufen, wenn ich es richtig verstehe. Es gibt, nebenbei bemerkt, inzwischen auch einen Twitter-Account Wurzelwerk – der war aber kurz vor der Sommerpause vor der Bundestagswahl 2009 zum letzten Mal aktiv.

Zum Thema Aktivität: was mich freut, ist z.B. der Bereich des Landesverbandes, auf dem jetzt tatsächlich nützliche interne Infos stehen – z.B. die Termine und Orte der nächsten Parteitage. Hier werden aktiv Sachen eingepflegt, das ist gut so. Ob das intern sein muss oder wie bei der Piratenpartei nicht einfach öffentlich zugänglich sein könnte, ist eine andere Frage.

Besser geworden ist definitiv die Optik und das Benutzerinterface, auch wenn die arge Kleinschrift noch überwiegt. Wichtig ist auch, dass es inzwischen die Möglichkeit gibt, über Kontaktanfragen, Gruppenbeitritte etc. per eMail informiert zu werden. Auch wenn ich die letzten Monate nicht ins Wurzelwerk gegangen war, wusste ich, dass da Leute versucht hatten, mich zu kontaktieren. Und auch die Möglichkeit, endlich extern auf interne Seiten verlinken zu können – aufrufbar natürlich nur, wenn eingeloggt – hat etwas.

Weniger überzeugend finde ich die Geschwindigkeit – und das, obwohl derzeit ja immer nur wenige gleichzeitig eingeloggt sind. Die hat zwei Aspekte. Zum einen die tatsächliche Geschwindigkeit, bis eine Seite geladen und aufgebaut ist. Das scheint mir – mit Firefox – ziemlich lange zu dauern, selbst im Vergleich zu Facebook, dass da manchmal auch nicht gerade schnell zu Potte kommt. Zum anderen gibt es so etwas wie die gefühlte Geschwindigkeit. Damit meine ich z.B., dass iPhone und iPad auch deswegen so »geschmeidig« rüberkommen, weil nichts ruckelt, sondern weich und effektvoll überblendet wird – während beispielsweise noch eine Applikation geladen wird. Das Wurzelwerk ist leider noch das genaue Gegenteil dieser Smoothness. Wenn ich »meine Gruppen« aufrufe, erscheint beispielsweise erst einmal zu jeder Gruppe der Volltext der Beschreibung, der dann wieder eingeklappt wird. Bis die Seite steht, ruckelt es also zunächst einmal wild hin und her. Da ist irgendwas an der CSS-Programmierung nicht so perfekt, wie es sein könnte. Es gäbe noch mehr zu bemäkeln, aber das lasse ich jetzt mal.

Ach so – der Grund, warum ich jetzt doch mal wieder ins Wurzelwerk geschaut habe. Der ist profan: ich bin auf der Suche nach einer geeigneten Plattform, um Antragsschreib- und -diskussionsprozesse für die baden-württembergischen Grünen zu virtualisieren. Eigentlich müsste das Wurzelwerk diese Plattform sein (nicht zuletzt, weil ja auch die grünen Landesverbände dafür zahlen). Zudem hat es den Vorteil, mit der Mitgliederverwaltung verknüpft zu sein und so den Zugang auf Parteimitglieder erstens einschränken zu können und zweitens sicherzustellen, dass unter dem Account »Till Westermayer« auch tatsächlich ich schreibe – und alle beteiligten davon ausgehen können, dass das so ist.

Für den oben genannten Zweck bietet das Wurzelwerk weitere Vorteile. So gibt es ein einigermaßen brauchbare Wikitool, das in beliebige Gruppen integriert werden kann. Damit sollte es möglich sein, gemeinsam an Texten zu arbeiten. Was mir fehlt, ist – neben den bestehenden Zugangshürden in der Technik und im Interface und der Befürchtung, dass das System nicht schnell und flüssig genug ist, damit es auch in einer größeren Runde noch Spaß macht, an Anträgen zu arbeiten, vor allem eine nahtlose Integration verschiedener für die Diskussion von Anträgen wichtigen Funktionalitäten. Für mich wären das:

1. Kooperative Texterstellung und Bearbeitung – hier gibt es die Wiki-Funktionalität. Noch schöner fände ich sowas wie etherpad.com oder Google Docs, also einen Texteditor, der von mehreren Leuten gleichzeitig bedient werden kann und markiert, was wer schreibt. Wikis sind ok, Etherpad wäre IMHO attraktiver, weil echtzeitiger.

2. Diskussion – da gibt es Foren, die ich überkomplex finde, aber die ausreichen. Foren und Wikis können in einer Gruppe verbunden werden, sind aber trotzdem zum Beispiel nicht gleichzeitig sichtbar. Zudem hat das Wurzelwerk wohl ein Problem damit, wenn mehrere Fenster oder Tabs geöffnet sind und in einem davon nichts passiert – dann loggen sich nach 30 Minuten alle aus, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn Foren (oder auch ein Chat) direkt neben der Texterstellung laufen würden, würde das mehr Spaß machen.

3. Abstimmungen – es gibt Voting-Tools, die scheinen mir aber ungeeignet. Muss also über Wikis/Foren simuliert werden.

4. Intergration: wie schon angesprochen, eigentlich müssten 1, 2 und 3 (und vielleicht auch 4 und 5) nahtlos in einem System und bei Bedarf optisch nebeneinander laufen, statt an getrennten Stellen – und möglicherweise auch noch extern – stattzufinden.

Das macht mich etwas skeptisch, ob das Wurzelwerk tatsächlich gut geeignet ist. Die Alternative wäre, sowas wie die »Liquid-Democracy«-Tools der Piratenpartei, die Abstimmung und Antragserstellung miteinander verknüpfen, zu adaptieren. Da stört mich allerdings die Tatsache, dass diese erstens auch sehr komplex in der Bedienung sind, und zweitens das verwendete Abstimmungs- und Delegationsverfahren für uns nicht unbedingt passt. Zudem fällt der große Wurzelwerk-Vorteil der Authentifizierung der Beteiligten weg, bzw. die Zugänge müssten noch mal extra kontrolliert und eingerichtet werden.

Anders gesagt: wenn jemand ein möglichst freies, bedienfreundliches und flexibles System zur kollaborativen Antragsbearbeitung kennt, das mit einem LDAP-Server zur Authentifizierung verknüpfbar ist – bitte melden! Oder wenn jemand ein derartiges Plugin für das Wurzelwerk hat …

Warum blogge ich das? Ein Mindestmaß an Transparenz, und die Idee, dass genau hier die Träume elektronischer Partizipation auf dem Beton des Nutzerinterface zerplatzen.

Ergänzung: Ich hatte das zwar zum Jahresende schon gesehen, aber wieder verdrängt: Etherpad wurde von Google gekauft, soll in Google Wave einfließen – und ist jetzt Open Source. Es gibt auch schon ein paar Alternativ-Kopien. Und mit der Offenlegung des Sourcecodes besteht natürlich theoretisch die Möglichkeit, sowas – also einen Echtzeittexteditor für Viele – in Wurzelwerk einzubauen. Ob das praktisch machbar ist? Keine Ahnung.

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16 Kommentare zu Mein Wurzelwerk-Tagebuch, Teil III

  1. Lieber Till,
    vielen Dank für diesen Post. Du hast hier die wichtigsten Punkte zur Weiterentwicklung des Wurzelwerks super zusammengefasst…sehe ich genauso…und vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang gleich auch über Möglichkeiten der Partizipation von Außen her nachdenken.

  2. Thomas Blankenburg sagt:

    Hallo Till,

    super Zusammenfassung. Wir arbeiten hier in Thüringen gerade in einer AG IT zusammen, um die elektronische Partizipation zu verbessern. Wir sollten uns da vielleicht nochmal intensiver austauschen.

    Grüße Thomas

  3. Gustav Lorenz sagt:

    Lieber Till,

    Deine Aussage zur Ehrenamtlichkeit der Gruppe »Rettet das Wurzelwerk«
    -> Stimmt genau. Alle interessierten Grünen sind eingeladen, sich dort mit ihren Vorschlägen und ihrer Mitarbeit einzubringen. Es fehlt im Moment eher an zentralen hauptamtlichen Ressourcen für Projektmanagement.

    Dein Punkt 2., Ausloggen wegen Inaktivität in einem offenen Fenster
    -> Stimmt leider und das ist eine Ärgernis-Quelle von allererstem Rang.

    »die Idee, dass genau hier die Träume elektronischer Partizipation auf dem Beton des Nutzerinterface zerplatzen.«
    -> derzeit leider noch teilweise wahr, wenn auch nicht viel fehlt.

    Die Gemeinde in »Rettet das Wurzelwerk« hat aber die wesentlichen Punkte, die verbessert werden müssen, spezifiziert. Vieles davon wurde schon realisiert.

    Mit etwas zentralem Projektmanagement sollte es leicht möglich sein, zu den offenen Punkten einen Projektplan zu erstellen und die benötigten Ressourcen abzuschätzen, so dass in kurzer Zeit sich spürbare Verbesserungen einstellen. Eine gewisse Bereitschaft zum Investieren müssen wir aber schon mitbringen.

    « mit der Offenlegung des Sourcecodes besteht natürlich theoretisch die Möglichkeit, sowas – also einen Echtzeittexteditor für Viele – in Wurzelwerk einzubauen. Ob das praktisch machbar ist? «
    -> selbstverständlich ist das praktisch möglich. Es fragt sich nur, wieviel Aufwand man für eine wie enge Integration des Editors in das Wurzelwerk treiben will.

    Gustav Lorenz, Mitinitiator von »Rettet das Wurzelwerk«

  4. Hi Till,
    Danke, das war das Posting was ich mir erhofft hatte. Vermutlich werde ich eher dem Wurzelwerk noch eine Chance geben als mich in Google Buzz verlieben, auch wenn grünes Netzwerken für mich immernoch am Liebsten in der Öffentlichkeit von Facebook stattfindet.

  5. Till sagt:

    Danke euch für die positiven Kommentare!

    Trotzdem bleibt für mich die Frage, was weiter mit dem Wurzelwerk geschieht – und, konkreter: 1. ob ich dem LV Baden-Württemberg empfehlen soll, sich zu engagieren, um das Wurzelwerk so zu verbessern, dass damit eine Antragsdiskussion »fließen« kann – und 2. was die Hauptansatzpunkte wären, um in diese Richtung zu arbeiten.

    (Oder 3. welche Alternativen sich anbieten würden?)

  6. Anja sagt:

    Hallo Till,

    du hast zu Kommentaren aufgefordert, dann kommentiere ich doch mal :-)

    Ich nutze das Wurzelwerk nicht. Ich halte mich für mittelgradig technologieaffin, verbringe z8iemlich viel Zeit mit allen möglichen ›virtuellen‹ Anwendungen, mit E-Mail, Wikis, Facebook, diversen Foren und dem Lesen von Blogs, aber beim Wurzelwerk hat es einfach sowas von schnell ›Nein, Danke!‹ bei mir gemacht, dass ich nicht einmal mehr meine Zugangsdaten finde.

    Meine besten Erfahrungen in Sachen räumlich verteilter Textarbeit habe ich mit Mailinglisten gemacht, interessanterweise. Die haben den Nachteil, leidlich ›geschlossen‹ zu sein. Den Anspruch, wirklich transparent und partizipativ zu sein, können Mailingliste nur für den begrenzten Kreis der auf der Liste Stehenden einlösen. Und ansonsten ist da noch das Problem der allgemeinen E-Mail-Flut – wie oft habe ich schon einen Beitrag oder Zwsichenstand übersehen, weil die E-Mail irgendwo in den ca. 150, die ich so pro Tag bekomme, untergegangen ist.

    Wikis sind oftmals ebenfalls extrem spröde, und, so mein Eindruck, sprechen vor allem die kommandozeilenaffine Fraktion an (gehöre ich selbst bedingt zu, gebe ich zu, aber eben auch nur bedingt).

    Echtzeitzusammenarbeit geht mit beidem nicht. Aber: Wer jemals versucht hat, mit mehr als drei Leuten gleichzeitig echte Textarbeit zu machen, weiß, dass Echtzeitzusammenarbeit an Texten ohnehin schwer ist, selbst wenn man sich gegenübersitzt. Meine Lösung für solche Fragen war bislang immer Diskussion der Textpassagen per Chatclient oder Instant Messenger, und eifriges Hin-und-Her-mailen. Funktioniert, ist aber langsam und, naja, irgendwie nicht die ideale Lösung…

    Das Wurzelwerk hat mich letztlich einfach überfordert. Ich bin nicht geduldig mit solchen Anwendungen – entweder, es lässt sich mit ein wenig Nachdenken herausfinden, wo sich nun welche Funktion verbirgt, oder ich lasse es.

    … aber vielleicht sollte ich dem Wurzelwerk nochmal eine Chance geben, und mir neue Zugangsdaten zuteilen lassen…

  7. Gustav Lorenz sagt:

    Hallo Till,

    zu deinen Punkten 1. und 2.:

    Ich würde eine offizielle Projekt-Anfrage an die BGST stellen und darin die funktionalen und Leistungsanforderungen an das Wurzelwerk benennen und nach eventuellen Kosten für eventuell notwendige Weiterentwicklungen und / oder Hardwareaufrüstungen fragen.

    Darüber in einen einen Dialog mit dem Projektmanagement des WW in der Zentrale eintreten. Auch zu überlegen ist, ob ein Teilprojekt in BW gestartet werden könnte.

    Ansonsten empfehle ich, im Wurzelwerk in der Gruppe »Rettet das Wurzelwerk« diese und andere Diskussionen zur weiteren Entwicklung und Verbesserung des Wurzelwerks zu verfolgen und eventuell mit eigenem Know-How zu unterstützen.

    Sehe ich es eigentlich richtig, dass die Disziplin des Projektmanagements bei den Grünen eher unterbelichtet ist und als etwas betrachtet wird, dass man so nebenbei machen kann?

    Danke und schöne Grüße,

    Gustav

  8. rka sagt:

    Piraten teilen ja gerne, daher an dieser Stelle auch nochmal der Hinweis auf
    http://wiki.piratenpartei.de/Antragsfabriken
    Ist in einem mediawiki umgesetzt, einfach mal angucken.

    Ansonsten gibt es mit Liquid Feedback in Berlin recht positive Efahrungen. Aber das funktioniert so natürlich erstmal nur ohne anderes Delegiertensystem.

    Gruß,
    rka

    • Till sagt:

      @Anja: ist besser geworden, bedarf aber immer noch einiger Nachsicht.

      @rka: wenn die Piraten schon mal teilen, … ich schau’s mir an. Nur weil du Liquid Feedback erwähnst: das fand ich eher überkomplex und schlecht bedienbar.

  9. Gustav Lorenz sagt:

    @Anja: Du beschreibst wunderbar die Probleme des gegenwärtigen Wissensmanagements der Grünen mit einem sehr intransparenten Verhau von unterschiedlichsten, nicht miteinander integrierten Werkzeugen. Zu den vielen Nachteilen gehört sicher nicht zuletzt, dass sehr viel Wissen in den Posteingängen der Beteiligten verschwindet. Ein anderes problematisches Thema wäre auch die Vernetzung von Wissen aus unterschiedlichen Sachgebieten, die in einem Thema zusammenfließen.

    M.E. brauchen wir Grüne einfach ein integriertes Werkzeug für Wissensmanagement, das all diese Nachteile nicht hat, um zukunftsfähig zu sein.

    Das Wurzelwerk ist sicher noch nicht in einem Zustand, dass es schlagartig alle bisherigen Systeme ablösen kann, aber wir sollten daran arbeiten, dass wir das im Laufe der Zeit schaffen. In der schon öfters erwähnten Gruppe »Rettet das Wurzelwerk« arbeiten wir an den notwendigen Verbesserungen. Ich kann nur jeden aufrufen, nach Maßgabe von verfügbarer Zeit und Möglichkeiten hier mitzuhelfen. Was ist schon die Alternative? Alles einstampfen und einen 6-stelligen Betrag wegwerfen?

  10. hagbard sagt:

    Mir würde es ja schon mal reichen, wenn man einfach mal Geld in Arbeitszeit investieren würde und das ganze erstmal zu einem dicken Intern-Bereich umfunktioniert; also schon existierende Inhalte integriert.
    Dazu gehören schon mal die Protokolle von Parteitagen, 80% aller Kreisverbände, etc.

    Live-Text-Bearbeitung und das alles würd ich eigentlich jetzt nicht fordern; das gibt es schon an anderen Stellen und ist ja auch noch in der Entwicklung.
    Eine zentrale Stelle zum Debattieren wäre schon mal ein huuuge-Step!

    Die Grüne Jugend wagt übrigens am übernächsten WE beim Bundesausschuss einen Versuch und macht einen »Wurzelwerk-Workshop«

  11. Gustav Lorenz sagt:

    @hagbard: ich finde auch, von der Zentrale und den LVs sollte noch etwas mehr Zeit investiert werden, um noch mehr existierende Inhalte in das Wurzelwerk einzustellen. Mit geringerem Aufwand kann man kaum den Nutzen des Wurzelwerks deutlich erhöhen.

    Zur Live-Text-Bearbeitung: bei der Zentrale würde ich unbedingt diese vollkommen legitime Anforderung stellen.

    Das heißt ja nicht, dass es sinnvollerweise auch gleich realisiert werden muss. Die Entscheidung darüber hängt ja stark von den noch abzuschätzenden Kosten für die Implementierung ab. Vielleicht lässt sich das Etherpad doch relativ kostengünstig in das Wurzelwerk integrieren. Ein Ergebnis der Anfrage könnte aber auch z.B. sein, dass statt Etherpad ein anderes Werkzeug empfohlen wird, das sich später leichter in das Wurzelwerk integrieren lässt. Ohne Anfrage finden wir das nie heraus.

    Und im übrigen wird das Projekt Wurzelwerk von unseren Mitgliedsbeiträgen finanziert. Da haben wir jedes Recht, das es uns so viel Nutzen wie möglich bringt.

  12. Henning sagt:

    Danke für den Eintrag, Till. Ich will mit diesem Kommentar nun vor allem die weiteren Kommentare abonnieren.

  13. Till sagt:

    @hagbard: Geht’s beim Workshop der GJ eher um »hallo, schaut mal, das kann man mit dem Wurzelwerk schon machen« oder um eine Diskussion über das Wurzelwerk?

    @Gustav: Mit Zentrale (für eine Anfrage zu Etherpad o.ä.) meinst du die Bundesgeschäftsstelle, bzw. eigentlich vermutlich die dort angesiedelte Öffentlichkeitsarbeit? Oder wen?

    @rka: Ich habe mir die »Antragsfabriken« inzwischen mal kurz angeschaut (geht um ein Mediawiki-Wiki, bei dem einige Vorlagen und Skripte dazu führen, dass recht einfach »Anträge« mit Gliederung nach Inhalt, UnterstützerInnen usw. und entsprechende Watchlists generiert werden können) – wie sind da die tatsächlichen Erfahrungen? Kannst du mir ein Beispiel nennen, wo hier (wikibasiert) über komplexere und vor allem kontroverse Anträge – sagen wir mal, eine Positionierung zur Kulturflatrate diskutiert wurde? Das reine Einsammeln von UnterstützerInnen geht ja selbst (so hat das der grüne Bundesverband beim Europawahlprogramm gemacht) per leicht modifziertem Blog. Aber so richtig debattiert wurde da IIRC nicht.

    @alle 1: Nehme ich das Meinungsbild hier richtig wahr, wenn die Tendenz eher dahin geht, dass der LV BaWü gucken soll, ob er mit dem Wurzelwerk für seine Antragsdebatte klarkommt?

    @alle 2: Aus den Kommentaren (v.a.) bei Facebook zu diesem Eintrag entnehme ich den Wunsch, die Diskussion auch »in real life« fortzusetzen – evtl. ist das Politcamp dazu eine Möglichkeit. Generell besteht halt das Problem des relativ hohen organisatorischen Aufwands für bundesweite Treffen. Oder was meint ihr?

    @alle 3: A propos Kommentare abonnieren: irgendwer hat sich hier mit einer Mailadresse in den Kommentarfeed eingetragen, die ungültig ist. bzw. auf eine ungültige Adresse bei soup.io verweist – und mir für jeden Kommentar eine Fehlermeldung zuschickt. Aber das nur nebenbei.

  14. hagbard sagt:

    bzgl: Workshop der GJ weiß ich jetzt nicht ganz, worauf es abzielen wird; denke es wird sich beides ergeben.
    Vorhin hatte ich auch eine interessante Diskussion mit unserer pol. Geschäftsführerin, sowie der angestellten Geschäftsführerin. Es gab wohl vorletzte Woche eine Schulung, und man hat wohl gemerkt, dass die Altgrünen vor allem gerne so schickimicki-Kram wie Video usw. haben wollen, während die GJ erstmal froh wäre, wenn der Intern-Bereich ordentlich umziehen würde.
    Das wird wohl auch in Zukunft passieren, dass alte Dokumente usw. eingearbeitet werden….

    @alle 2:
    das wäre in der Tat eine sehr gute Idee, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die vorstellung, was das Wurzelwerk werden soll, schon etwas weit auseinander geht… Das PolitCamp ist halt nicht grün…

  15. Gustav Lorenz sagt:

    @Till: am besten an die organisatorische Bundesgeschäftsführerin, Dorothea Staiger.

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