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Das Blog von Till Westermayer – seit 2002

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Das Webinterface von BlogBooker.com

Habe gerade blogbooker.com entdeckt. Nach eigener Auskunft sollen hier LiveJournal-, Wordpress- und Blogger-Blogs in PDFs (oder bei Bedarf auch in gedruckte Bücher) umgewandelt werden. Klingt als Idee erstmal ganz gut – vollkommen überzeugt hat mich die Ausführung aber bisher noch nicht.

Um ein Wordpress-Blog in ein Buch umzuwandeln, bedarf es zunächst einmal des sogenannten Export-Files – eine XML-Datei, die von der Seite Werkzeuge/Export im Administrationspanel erzeugt wird. Leider kommt Wordpress mit Dateien > 3 MB schlecht klar. Abhilfe schafft Advanced Export, ein Plugin, das die Blog-Datenbank z.B. jahresweise exportieren kann. Die Dateien sind dann klein genug, dass der Wordpress-Export (bei mir 2.8.x) nicht abbricht (was übrigens nicht durch eine Fehlermeldung signalisiert wird, sondern eine XML-Datei ergibt, die dann in Zeile 25015 oder so mit einem Fehler abbricht).

Wenn das XML-Export-File vorliegt, kann dieses in BlogBooker eingelesen werden. Dann noch die URL des Blogs eingeben, auf Start drücken, und etwa eine Minute (bei mir) warten. Fertig ist das PDF, das nun gespeichert werden kann.

Soweit funktioniert das ganz gut. Spannend finde ich vor allem, dass tatsächlich sämtliche Abbildungen im PDF enthalten sind – die stehen nämlich nicht im Export-File, sondern müssen extra aus dem Blog geladen werden. Was mir nicht gefällt, ist etwas anderes. Das ganze basiert auf TeX – und das ist dem entstehenden Buch auch anzusehen. Zum einen angesichts eines TeX-typischen und überhaupt nicht schönen Seitenumbruchs (Text – viel, viel Leeraum – Bild – viel, viel Leeraum – Text beispielsweise), zum anderen, weil die TeX-Standardschrift verwendet wird. Dabei gibt es extra eine ganze Reihe Buttons, die die Papiergröße, die Sprache, die Schriftart etc. festlegen sollen – die scheinen aber nicht unbedingt eine Wirkung zu haben – bei mir kam jedenfalls kein B5-Palatino-9pt-PDF raus, sondern eben das TeX-Standardmodell (mit untypografischen Anführungszeichen und Umlauten, die in Kursivschrift nicht kursiv gesetzt sind). Und wirklich guten automatischen Buchsatz scheint es auch noch nicht zu geben. Schade!

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So sieht das Ergebnis aus – anklicken zum Vergrößern. Und auch im März 2008 gab es um diese Zeit einen Wintereinbruch, sehe ich gerade.

Die Idee gefällt mir jedoch gut – als eine Art zusätzliches Backup für das Blog, beispielsweise. Oder auch, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was so ein Blog eigentlich bedeutet. Ich habe jetzt mal vier PDFs erstellt – eines für die Zeit bis 2006, und dann jeweils eines für 2007, 2008 und 2009. Die letzten drei sind um die 5 MB groß und umfassen jeweils 200-300 Seiten.

… dachte ich jedenfalls. Denn den Prozess für 2009 habe ich im Hintergrund gestartet – und der antwortet mit jetzt nicht mit einem schön abspeicherbaren PDF, sondern mit der lapidaren Fehlermeldung, dass es ein XML-Problem in der Datei gegeben habe, und dass ich das gefälligst in einem Texteditor korrigieren soll. Und um festzustellen, ob es Fehler gibt, und welche das sind, soll ich die – 2 MB große – XML-Datei einfach in einem Browser meiner Wahl öffnen. Da macht BlogBooker es sich für meinen Geschmack doch etwas zu einfach. Mir ist dabei jedenfalls der Browser abgestürzt. Wahrscheinlich wäre es hilfreicher, einen XML-Validator zur Hand zu nehmen. Aber das mache ich jetzt nicht.

Vorläufiges Fazit: so ganz funktioniert BlogBooker noch nicht. Der Ansatz aber ist sinnvoll – und um aus strukturiert vorliegenden XML-Dateien etwas anderes zu machen, gibt es viele, viele Möglichkeiten.

Warum blogge ich das? Als Erlebnisbericht. Bei der Gelegenheit: besteht Bedarf, die Archivbände zum Blog hochzuladen?

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Ehrlich gesagt hatte ich ein bißchen Bauchweh, als ich gesehen habe, dass die taz ihre diesjährigen Sonderseiten zum 99. Internationalen Frauentag dem Thema »Männer und Feminismus« widmen würde. Zu nahe liegt da die Gefahr, dass die provokant-blöde Seite meiner Lieblingszeitung überhand nimmt und daraus eher ein Witz wird. Ist es aber nicht geworden. Vielmehr hat die taz gezeigt, dass sie es immer noch kann – und hat eine auf zwölf Seiten umfassend informierende und pointiert Position beziehende Männerausgabe zum Frauentag geschaffen. Ab hier kann geblättert werden – oder, schöner und mit Fotografien von Daniel Josefsohn illustriert, für 1,50 Euro am Kiosk.

Einige Highlights aus dem Inhalt: Der Kryptofeminist Christian Füller schreibt in erstaunlich zustimmungsfähiger Form sieben Thesen zum emanzipierten Mann auf. Sein Fazit: machen wir’s wie die Pinguine. Heide Oestreich geht mit SINUS der Frage nach, wie emanzipiert Männer tatsächlich sind – und in welchen sozialen Milieus sie sich verstecken (und fragt ein paar Seiten später auch gleich noch den schwedischen Männerforscher Lars Jalmert, wie’s denn in Schweden mit den Feministen so aussieht). Ulrike Winkelmann macht das selbe mit den grünen Vätern und fragt nach, was hinter der Elternzeit junger grüner Politiker steckt. Die dunkleren Abgründe der sogenannten Männerbewegung beleuchtet Thomas Gesterkamp. Geschlechterstereotype in Kindertagesstätten sind das Thema von Anna Lehmann. Und der Transmann Christian Schenk gibt zu Protokoll, wie es tatsächlich um das doing gender im neu gelernten männlichen Alltag steht.

Zusätzlich gibt’s auch noch vier Seiten Sonderbeilage zum Thema Bildung. Also eine taz, in die zu investieren sich tatsächlich lohnt.

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Cutting orange

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2010 7 Mär

Rasmus sagt Hallo

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BüroMeine Partnerin und ich sind derzeit beide Promotionsstudierende. Das hat verschiedene Vor- und Nachteile, um die es hier aber gar nicht gehen soll. Ein Problem dieses Status ist mir heute morgen schmerzlich bewusst geworden. Wir sind nämlich (schon länger) auf der Suche nach einem Kita-Platz für Rasmus. Eigentlich hätten wir gerne schon längst einen – Rasmus ist gerade ein Jahr als geworden – aber da wir ihn nicht vorgeburtlich schon auf Wartelisten setzen lassen haben, zieht sich das alles hin.

Aber zum Statusproblem: die Uni Freiburg hat eine eigene Kita (soweit ja mal gut). Die ist voll, wir stehen auf der Warteliste, haben aber wenig Hoffnung, einen Kita-Platz zu ergattern, weil die Plätze dort in der Reihenfolge »wiss. Mitarbeiterinnen«*, »wiss. Mitarbeiter«, »Promovierende« vergeben werden, wie ich heute morgen erfahren habe.** Das Studentenwerk betreibt auch Kindertagesstätten. Dort ist die Reihenfolge »Studierende im Erststudium« und erst danach »Promovierende etc.«. Macht beides aus sich heraus Sinn – zusammen führt es dazu, dass die Chance, als promovierende Eltern ohne Beschäftigtenstatus einen Kita-Platz an der Uni zu kriegen, ziemlich klein sind. Was – »akademische Rushhour« hin und »familienfreundliche Uni« her – ziemlich blöd ist.

* Nebenbei ein schönes Beispiel für Reifizierungsprobleme: aus der gegenwärtigen geschlechtsspezifischen Arbeitsverteilung heraus erscheint es durchaus sinnvoll, Kita-Plätze bevorzugt an die Kinder von Wissenschaftlerinnen zu geben – gleichzeitig verstärkt diese Reihenfolge aber die gesellschaftliche Annahme, dass Wissenschaftler einen geringeren Bedarf an Kinderbetreuung haben, weil ja im Zweifelsfall die Frau einspringen kann.

** Damit das nicht in den falschen Hals gerät: der Mitarbeiter, der mich darüber informiert hat, war sehr freundlich und hatte durchaus Einsicht in die sich daraus ergebenden Probleme (und nannte auch einige Alternativen außerhalb der Uni) – das strukturelle Problem besteht trotzdem weiter.

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