Warum Click-Aktivismus etwas ändern kann

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2015rainbowFacebook-Avatare in Regenbogenfarben – und schon bricht eine Debatte darüber aus, ob das a. nur eine konformistische Modewelle, b. politisches Engagement oder c. ein fieser Trick Facebooks ist, um an noch mehr Daten zu kommen. (Lesenwerter Hintergrund auch zu c. und dazu, wieso Facebook plötzlich ein Tool anbietet, um das eigene Profilbild für »celebrate pride« in einen Regenbogen zu tauchen, findet sich hier). Und dann gibt es noch die Debatte d. darum, ob die Ehe für alle in den USA überhaupt – auch aus progressiver Sicht – das richtige Ziel ist, und ob ein damit verbundenes Färben der Profilbilder nicht letztlich das falsche feiert.

Natürlich ist es »Clicktivism«, wenn jede/r durch ein paar Mausklicks das Profilbild einfärben kann, um damit eine Haltung auszudrücken. Ich bin trotzdem überzeugt davon, dass diese Form des Aktivismus nicht unterschätzt werden sollte. Auch das Demonstrieren auf der Straße, die Teilnahme an einem CSD oder das Tragen eines Anti-AKW-Aufklebers auf der Aktentasche sind nicht mehr – und nicht weniger – als symbolische Handlungen. Und wer eine Unterschriftenliste unterzeichnet, möglicherweise sogar noch anonym, tut ebenfalls etwas, ohne viel zu tun. So scheint es zumindest.

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Photo of the week: Summer evening flowers

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Summer evening flowers

 
Glückwunsch in die USA, wo der Supreme Court heute die Ehe für alle durchgesetzt hat! (Das Bild war das nächste zu einem Regenbogen aus Blumen, das ich grade zur Hand hatte …)

Ich bin gespannt, was Karlsruhe wann tut. Und ob wir dann, im übernächsten Schritt, über die Abschaffung der Ehe reden können. In related notes: Science Fiction ist keine prognostische Literatur, trotzdem interessant zu sehen, welche Elemente gesellschaftlichen Fortschritts, die in der SF-Literatur seit den 1970er Jahren ins Jahr 2000 folgende projiziert worden sind, nun tatsächlich umgesetzt werden. Und welche – gesellschaftlichen wie technischen Elemente – nicht. Und woran das liegen mag.

Und nochmal ganz was anderes: Bei einigen der Blumen oben weiß ich, um was es sich handelt – bei anderen würde ich es gerne wissen. Wer Tipps dazu hat, gerne her damit.

(Zur Identifikation:

1 – 2 Mohn – 3 Johanniskraut? – 4 Margueritte
5 – 6 Ackerwinde – 7 – 8 Borretsch
9 – 10 – 11 Taubnessel – 12 Blutweiderich)

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Bundesjugendspiele, oder: Gesellschaft als Wettkampf

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Mini ski

Über den Sinn und Unsinn von Online-Petionen ließe sich lange streiten. Manchmal helfen sie zumindest, ein Thema auf die Agenda zu setzen. Beispiel: die vor einigen Tagen im Netz – und dann auch in den Medien – aufgeschlagene Petition zur Abschaffung der Bundesjugendspiele. Die »Spiele« gibt es übrigens seit 1951, den Vorläufer seit 1920.

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Kurz: Der lange Arm der Monarchie

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Die Queen besucht Deutschland leibhaftig, und allüberall (bis hin zu Renate-Künast-Gastbeiträgen) verbreitet sich ein eigentümliches Gefühl. Es ist, ja was – eine Mischung aus Bewunderung und Ehrfurcht, und zwischen den Zeilen und Sendeminuten schwingt bei manchen doch fast so etwas wie Sehnsucht nach der Erbmonarchie mit. Da ist jedenfalls mehr als nur Celebrity-Rummel. Und als demokratisch gewähltem Ersatzkönig fehlt Bundespräsident Gauck das gewisse Etwas.

Der lange Arm der Monarchie ist leicht zu erklären: Bevor noch irgendein Kind etwas über Parlamente erfährt, lernt es alles über weise Könige, edle Prinzessinnen, wird vielleicht sogar selbst so genannt, tapfere Ritter-Prinzen und starke Königinnen. Bis zum Alter von fünf Jahren bleibt die Feudalzeit das märchenhafte Leitmotiv der Kindheit, wird Familie und Königsfamilie in eins gesetzt. Die finsteren und blutigen Seiten werden im Märchen wie im Kinderkanal ausgeblendet*, vielmehr sind kleine Könige niedlich. Niemand imaginiert sich als Leibeigener oder als Kammermädchen.

Kein Wunder, dass das ein Schaudern durch das Land läuft, wenn eine solche Märchenfigur sich »in echt« die – respektvoll distanzierte – Ehre gibt. Archetypen werden gemacht – und das gilt auch für Könige und Königinnen.

* Ritter Trenk wäre da eine Ausnahmen

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Photo of the week: Ladybug I

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Ladybug I

 

Sommersonnenwende – das Jahr ist halb vorbei, die Tage werden schon wieder kürzer, aber der Sommer fängt erst richtig an (mal sehen). Wir waren gestern wie fast jedes Jahr beim großen Sommersonnwend-Feuer auf dem Freiburger Mundenhof (kleiner Eindruck, mehr Fotos später). Tagsüber sah’s eher noch grau und regnerisch aus, am Abend blieb es aber trocken und dank des großen Feuers dann auch sehr warm. Ich freue mich, dass es in Freiburg eine Möglichkeit gibt, diesen astronomischen Merkposten als (sehr kindertaugliches) Fest zu feiern. Und wünsche allen einen schönen Sommer!

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