Photo of the week: Winter landscape IV

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Winter landscape IV

 
Raps im Dezember. War das schon immer so?

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Kurz: Für eine Schule mit aussagekräftigeren Beurteilungen!

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Eine der heißen bildungspolitischen Debatten in Baden-Württemberg ist der Konflikt um die »Schule ohne Noten«. Für die, die nicht so tief drinstecken: auch gegen den Protest des grünen Koalitionspartners hat die Kultusministerin in exekutiver Eigenverantwortung verfügt, den diesbezüglichen, an einer Handvoll Grundschulen im Land laufenden Schulversuch abzubrechen – egal, wie positiv die Rückmeldungen aus den Schulen dazu auch ausgefallen sind.

Das Ganze wird aus Sicht der konservativen Bildungspolitik als Teil eines »Leistung muss sich wieder lohnen«-Pakets verkauft. Leider setzt sich diese Rahmung recht erfolgreich durch. Den Tatsachen entspricht sie nicht. Gut gemacht, ist eine Schule ohne Noten nämlich eigentlich eine Schule mit sehr viel mehr und aussagekräftigeren Leistungsbeurteilungen, in der aber auch sehr viel genauer eine Rückmeldung darüber gegeben wird, wo und wie diese erbracht wird, und wo es nicht so gut läuft. Ich kenne das von der Schule meiner Tochter – die Staudinger-Gesamtschule ist eine der drei »Schulen besonderer Art« in Baden-Württemberg, eine in den 1970er Jahren eingerichtete Gesamtschule, in der seit einigen Jahren bis Klasse acht alle Schüler*innen gemeinsam unterricht werden. Es gibt also bis einschließlich Klasse 8 keine niveaudifferenzierten Kurse, sondern eine Binnendifferenzierung im Unterricht.

Dass das mit klassischen Noten nicht funktioniert, ist klar. Deswegen werden andere Instrumente zur Leistungsrückmeldung eingesetzt. Neben regelmäßigen Eltern-Lehrer-Schüler-Gesprächen sind das vor allem recht ausführliche Lernberichte standardisierter Form, die es statt der Zeugnisse gibt. Im Ergebnis steht da dann nicht »Deutsch 2-3«, sondern zum einen wird markiert, welche Kompetenzen auf welchen Niveaus (grundständig, mittel, erweitert) erworben wurden (Beispiel: »Lesen/Textverständnis […] [E] »Du kannst durch die Anwendung von Lesestrategien selbstständig einen Text erschließen und die zentralen Aussagen herausarbeiten. Zu Textinhalten kannst du kritisch und begründet Stellung nehmen.«). Zum anderen werden für einzelne Teilbereiche eines Faches Noten bzw. Punkte vergeben und dargestellt (wiederum mit Angabe des Kompetenzniveaus); faktisch werden hier die Ergebnisse von Klassenarbeiten, Präsentationen, Vorträgen, Tests, Heftnoten etc. dokumentiert (Beispiel: »Gedichtvortrag [E] 2-«). Dazu kommen textliche Beurteilungen zum »individuellen Lernen« in den Hauptfächern, dabei geht es vor allem um das »Wie« des Lernens. Insgesamt ergibt das dann ein deutlich aussagekräftigeres Bild.

Ich weiß jetzt nicht, wie die »Schule ohne Noten« an den Versuchsgrundschulen konkret umgesetzt wurde. Ich gehe aber stark davon aus, dass auch hier andere – wertschätzende, und die Kinder fördernde – Formen der Leistungsbeurteilung und Leistungsrückmeldung gesucht und gefunden wurden. Eine Schule, die genauer hinschaut, die auf die einzelnen Kinder eingeht, und die individuelle Rückmeldungen gibt, statt ein doch recht grobes Raster über alles zu stülpen. Das ist dann nicht laissez-faire. Aber das scheint in einige Köpfe nicht rein zu wollen …

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Photo of the week: Heron

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Heron

 
Die letzten paar Fotos der Woche waren schon Vögel, und jetzt fängt meine Foto-der-Woche-Serie für das Jahr 2018 auch noch mit einem an. Trotzdem wollte ich euch diesen (etwa unterkühlt) am Ufer der Dreisam stehenden Graureiher nicht vorenthalten. Und bevor sich jemand Sorgen macht: Er ist nicht beim heutigen braunschlammig reißenden Hochwasser aufgenommenen. Das Bild ist schon ein paar Tage alt. Genauer gesagt: es stammt sogar aus dem letzten Jahr.

Trotzdem nehme ich’s als Anlass, allen ein frohes Neues Jahr zu wünschen. Ich habe bei Facebook ja geschrieben, dass ich mir wünsche, dass 2018 solide und langweilig wird. Sieht bisher – fire and fury – nicht so aus, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ein bisschen weniger interesting times könnten wir jedenfalls alle mal brauchen.

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… denn die Zeiten ändern sich (bloß wie?)

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Fünfzig Jahre 1968 ist selbstverständlich Anlass für Events. Dem kann sich auch das baden-württembergische Haus der Geschichte in Stuttgart nicht verschließen und zeigt noch bis zum 24.6.2018 in seinem Keller die Sonderaustellung »… denn die Zeiten ändern sich: die 60er Jahre in Baden-Württemberg« (Eintritt: 5 €).

Vorneweg: der Katalog zur Ausstellung (19,80 €) ist fast interessanter als die sehr konventionell-museal gemachte Schau selbst. Archivalien, Tondokumente, Filmausschnitte und der eine oder andere Gegenstand (ein Stuhl, auf dem mal Hendrix gesessen haben soll, ein rotes Kleid, Rudi Dutschkes Aktentasche, etc.) werden präsentiert und erläutert.

Das ist durchaus gefällig. Inhaltlich schlägt die Ausstellung einen weiten Bogen. Die 1960er beginnen hier etwa 1957 und enden vielleicht 1975. Der in schwarz gehaltene Ausstellungsraum gliedert sich in etwa in vier Abschnitte: Rock- und Beatmusik als neue, utopisch angehauchte Jugendkultur – Kleidung und Sexualität – (studentische) Proteste in Heidelberg, Stuttgart und Karlsruhe – Jugendzentren und Clubs in der schwäbischen Provinz (prominent: der Club Alpha 60 aus Schwäbisch Hall). Gezeigt werden vor allem Dokumente und Objekte aus der Jugendkultur und Protestszene, dazwischen das eine oder andere Schreiben der Obrigkeit und der NPD.

Der musealisierende Ansatz verfremdet. Aber er stößt mir doch als schwierig auf.

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Erste Erfahrungen mit dem Anycubic i3 Ultrabase

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Anycubic i3 - I

Das Rattern einer Nähmaschine. Das ist das erste, was mir einfällt, wenn ich meinen neuen 3D-Drucker beim Drucken von Details höre. Anderes erinnert fast an das Fiepsen alter Modems oder an Jahrmarktdrehorgeln.

Aber von vorne: dank der VG-Wort-Nachzahlung fühlte ich mich ermutigt, rund 300 Euro in die Hand zu nehmen und einen Anycubic [Prusa] i3 Ultrabase zu erstehen. Das ist ein Bausatz, nicht ganz so komfortabel wie der etwas teurere Anycubic i3 Mega, hergestellt vermutlich in China, und wenn ich das richtig verstehe, ein evolutionärer Nachfolger der RepRaps, also der Drucker, die sich (minus Metallteile und Platinen …) selbst drucken können.

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