Der Teppich ist gelandet

Veröffentlicht unter Politik und Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , ,  

Crow's view V

Laut SWR hat die Große Koalitionsrunde dem Koalitionsvertrag zugestimmt – vorgestellt wird er Montag Mittag. Dann müssen am Freitag bzw. Samstag noch die Parteitage von CDU und Grünen zustimmen, damit die erste grün-schwarze Koalition die Arbeit aufnehmen kann.

Weiterlesen

Einer Person gefällt dieser Eintrag.
pixelstats trackingpixel


Photo of the week: Bees’ delight IV

Veröffentlicht unter Photo of the week | Verschlagwortet mit , ,  
Bees' delight IV

 
Der 1. Mai kann einiges sein. Gewerkschaftlicher Tag der Arbeit (mit Bratwurst), »Arbeiterkampftag« (mit Steinewürfen in Großstädten), Maifeiertag (mit Maibäumen) oder Beltaine (mit keltischen Blütenranken). Vielleicht brauchen wir mehr solcher Multifunktionsfeiertage, insbesondere dann, wenn sie nicht gleichzeitig auch noch auf einen Sonntag fallen.

Be the first to like.
pixelstats trackingpixel


Kurz: Grüne Angst vor der Wirtschaft?

Veröffentlicht unter So grün, so grün | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , ,  

Eine grüne Sitzung in Berlin, Menschen aus ganz unterschiedlichen Bundesländern sind dabei. Es geht eigentlich um anderes, aber plötzlich stellt sich heraus: Die Gretchenfrage, das ist hier die Frage, wie du es mit der Wirtschaft hältst. Aus baden-württembergischer Sicht (und ja, auch in Hessen stellen und in RLP stellten die Grünen Wirtschaftsminister*innen) verwundert das. Es geht darum, mit grünen Ideen schwarze Zahlen zu schreiben (und das schon seit den 1990ern), selbstverständlich gibt es immer wieder Gespräche zwischen Politiker*innen bis hin zum Ministerpräsidenten und Wirtschaftsverbänden.

Oder, um den Politikbereich zu nehmen, in dem ich mich am besten auskenne: Einigen Hochschulen im Land geht es deswegen besonders gut, weil Stiftungen aus der Privatwirtschaft Baukosten übernehmen – mit Zustimmung der grün-roten Landesregierung. Und dass mit dem Hochschulfinanzierungsvertrag viel Geld in Richtung Wissenschaft fließt, hat in Baden-Württemberg auch etwas damit zu tun, dass Hochschulen für angewandte Wissenschaft gerade auch im ländlichen Raum in Forschung und Entwicklung eng mit kleineren und mittleren Unternehmen kooperieren, und Wissen als Ressource für das Land gesehen wird. Dass, was an unseren Unis gedacht wird, soll auch »den Markt« erreichen und zu Wertschöpfung beitragen. Innovation und Technologietransfer sind keine Schimpfworte, sondern wünschenswerte Ziele. Natürlich geht grüne Innovation weiter – Stichworte wie Gemeinwohlorientierung, Postwachstum und, ja auch: Sharing – zeugen davon. Pioniere des Wandels können auch Unternehmen sein. Und all das zahlt sich in ziemlich guten Werten bei den Kompetenzzuschreibungen aus. Bündnis 90/Die Grünen sind in Baden-Württemberg auch eine Partei, die für nachhaltiges Wirtschaften steht, die »die Wirtschaft« schätzt und Erfindergeist wie Unternehmensfreude positiv hervorhebt. (Und, auch das sei dazugesagt: Wirtschaftskompetenz heißt nicht, den »freien Markt« in höchsten Tönen zu loben und auf Einhegen, Regeln und deren Durchsetzung zu verzichten. Wer das will, muss zur FDP gehen …).

Das scheint mir in der Partei insgesamt teilweise noch ganz anders zu sein. Da existieren in manchen Köpfen noch tiefe Gräben und hohe Mauern. Insofern bin ich sehr gespannt, wie sich die Frage »Wie hältst du’s mit der Wirtschaft« im Bundestagswahlprogramm 2017 wiederfinden wird. In gut einem Monat tagt der Konvent der Bundesarbeitsgemeinschaften, um hier Ideen zu entwickeln – mal sehen, wie innovationsoffen meine Partei sich da zeigt.

Einer Person gefällt dieser Eintrag.
pixelstats trackingpixel


Kurz: Wozu es etwas zu sagen gäbe …

Veröffentlicht unter Politik und Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , ,  

Irgendwie bin ich nicht so recht in der Laune, etwas zu bloggen. Soll vorkommen.

Dabei gibt es einiges, wozu es gerade etwas zu sagen gäbe. Also zum Beispiel dazu, dass der dreißigste Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe wohl insbesondere in Deutschland ein Erinnerungsanlass war. Oder dazu, dass es großer Quatsch ist, wenn der neuen SINUS-Jugendstudie vorgehalten wird, dass sie nichts wert ist, weil sie als qualitative Studie »nur« auf 72 Interviews beruht (ich habe die Studie noch nicht gelesen, insofern kann ich nichts fundiertes dazu sagen, ob sie relevante Aussagen trifft, aber die Kritik an der Methode aufzuhängen, hat, wie ich es bei Facebook las, etwas vom Wissenschaftsverständnis aus den 1950er Jahren). Zu der Exzellenzinitiative und zum Stand transformativer Wissenschaft müsste jemand was schreiben. Und natürlich ließe sich sehr viel zu den baden-württembergischen Koalitionsverhandlungen sagen. Aber solange der Koalitionsvertrag nicht steht – Montag soll es soweit sein – sind Einschätzungen dazu müssig. Spekulationen darüber, wer welches Ministerium erhält, erst recht. Zum Programmprozess der grünen Bundespartei, zum angeblichen »Linksruck«, den Jürgen Trittin ausruft, und dazu, ob ein Kanzlerkandidat Winfried Kretschmann sinnvoll sein könnte, wie es Gereon Asmuth in der taz vorschlägt (nein, falsche Arena und falsche Lehre aus dem baden-württembergischen Wahlerfolg) – auch das könnte bebloggt werden. Oder eben auch nicht. Und ein Debattenbeitrag zur Debatte, wie unnötig die Doppelspitzendebatte und die Debatte über die Doppelspitzendebatte sind, muss auch nicht sein. Und auch zum Niedergang der SPD, zur Bundespräsidentenwahl in Österreich und zur AfD, die demnächst dann also im baden-württembergischen Landtag sitzen wird, schreibe ich jetzt nichts, genauso wie zum xten Versuch der FDP, sich als coolere Alternative zur AfD darzustellen.

Und ja – auch die ganz großen Weltprobleme bleiben heute mal außen vor. Vielleicht ein anderes Mal.

P.S.: Und die re:publica zehn ignoriere ich auch.

Be the first to like.
pixelstats trackingpixel


Photo of the week: Spring forest XII

Veröffentlicht unter Photo of the week, Politik und Gesellschaft | Verschlagwortet mit , ,  
Spring forest XII

 
In wenigen Tagen jährt sich Tschernobyl zum dreißigsten Mal. Ich erinnere mich noch gut daran – elf Jahre alt, warmes schönes Wetter Ende April/Anfang Mai, satte grüne Wiesen voller Sonnenstrahlen, ein Besuch im Allgäu auf dem Bauernhof meines Onkels. Dann Nachrichten über erhöhten Strahlenwerte in Schweden im Radio, später die Gewissheit, dass es in dem sowjetische Reaktor in Tschernobyl einen Super-GAU gab. Bericht über die radioaktive Wolke und den Fallout, »draußen« plötzlich als gefährlicher Ort, gesperrte Spielplätze und Sandkästen, keine Frischmilch und kein Pilzesammeln.

Auch das sind Assoziationen, die der kraftvoll grünende Frühling jedes Jahr wieder in mir auslöst.

Hier am Oberrhein ist der Tschernobyl-Jahrestag Anlass für Demonstrationen und Mahnwachen auf den Rheinbrücken oder bei dem noch immer nicht abgeschalteten französischem AKW Fessenheim. Dieses Jahr bin ich – mit schlechtem Gewissen, weil es sich ja eigentlich gehört (selbst die lokale Gratiszeitung hat’s als Thema auf Seite eins) – nicht hingegangen; zu viele Politiktermine und zu wenig Wochenende in letzter Zeit.

Einer Person gefällt dieser Eintrag.
pixelstats trackingpixel


Seite 1/375    1 2 3 4  …  375