Archiv der Kategorie: Kinder

Photo of the week: Schneeburg

Schneeburg

 
Die Schneeburg ist eine Ruine, die der Gemeinde Ebringen südwestlich von Freiburg gehört. Von der Haltestelle Vauban-Mitte aus ist sie in etwa 45 Minuten gut zu erreichen (auch wenn ich mich ein bisschen mit meiner Tochter darüber streiten musste, ob der von mir gewählte Weg, der zunächst durch St. Georgen führt, akzeptabel ist, oder ob nicht besser ein Weg um St. Georgen herum mit mehr Grün und Landschaft für den optimalen Ausflugsgenuss zu wählen wäre). Der größte Teil der Strecke führt auf dem Schönberg durch Wald bzw. am Waldrand lang – neben einem Reh und einer Libelle haben wir auch eine Vielzahl unterschiedlicher Schmetterlinge gesehen.

Kurz vor der Ruine besteht noch die Möglichkeit zur Einkehr. Wir waren allerdings an einem Montag – Ruhetag – da, dennoch war der Gastwirt so nett, uns Getränke zum Mitnehmen zu verkaufen. In der Ruine selbst gibt es eine Feuerstelle, die wir allerdings nicht genutzt haben – und den Rundumblick mit Vogesen und Rheintal auf der einen und Freiburg und Schwarzwald auf der anderen Seite (hier im Bild ist links ein Stück Freiburg zu sehen).

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Photo of the week: BUGA XXX

BUGA XXX

 
Der Betriebsausflug der grünen Landtagsfraktion führte am letzten Montag auf die Bundesgartenschau (BUGA) nach Heilbronn. Interessant an dieser Bundesgartenschau erschien mir vor allem das, was auf den ersten Blick nicht viel mit einer Gartenschau zu tun hat: Die Wiedergewinnung einer Industriebrache. Klimaangepasste Pflanzen. Städtebauliche Experimente. Interkulturelle Gärten, ein großer Bienenpavillon, Recyclinginformationen und Experimente mit computerunterstützten Bauweisen (das Gebäude oben ist so eines, das Gerüste besteht aus von einem Roboter versponnenen Fasern). Sehenswert auch das Labyrinth – eine kleine Ausstellung zu biobasierten Materialien. Damit ist hier erst einmal nicht Holz und Kork gemeint, sondern abgedrehtere Dinge: Lampenschirme aus Pilzkörpern, zu Tassen verpresster Kaffeesatz-Kunststoff, in Form gewachsene Möbel – solche Dinge. (Weniger gut gefallen haben mir einige der klassischen gartenbaulichen Ausstellungen – ja, ok, es lässt sich ein Garten auch in Rostrot mit sehr viel Stein anlegen, aber schön erscheint sowas höchstens in Stuttgart …)

Wir waren einen Tag dort und haben eine umfangreiche Führung bekommen – trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, alles gesehen zu haben. Die Bundesgartenschau läuft noch bis Anfang Oktober, zusammen mit der neu eröffneten Experimenta – einem richtig großen Wissenschafts- und Ausprobiermuseum – stellt Heilbronn damit derzeit sicherlich eines der spannendesten Ausflugsziele im Ländle dar.

Ein paar mehr Eindrücke gibt es auf Flickr.

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Photo of the week: First bee I

First bee I

 
Schön, wenn die Kinder das mit der Ökologie auch gut finden. (Und erst recht großartig, wenn heute 300.000 bei Fridays for Future in Deutschland auf die Straße gegangen sind – in Freiburg 5000 trotz Regen und Sturm –, weltweit in über 100 Ländern wohl ein paar Millionen: »Respect existance, or expect resistance« …)

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Kurz: Da bewegt sich was

Pauschalurteile über die Jugend sind immer blöd. Trotzdem muss ich kurz die Beobachtung festhalten, dass sich da aktuell was tut, mit Jugendlichen und Politik. Vielleicht fällt es mir auch nur mehr auf, weil meine Tochter inzwischen 13 ist und da Politik irgendwie so richtig anfängt. Ich sehe jedenfalls an zwei Punkten, dass ein per WhatsApp (und Instagram und – ihh – Youtube) kommunizierende Jugend sich politisch äußert.

Das eine sind die Klimaproteste mit Greta Thunberg als selbst gewählter Galionsfigur. Fridays for Future bringt inzwischen weltweit Schulkinder zum Streik. Dezentral und wenig organisiert, auf Netzwerkeffekte und Klassengruppen setzend, und mit mächtig viel medialer Aufmerksamkeit. Ein paar Monate (Oktober 2018) älter und ein bisschen radikaler (und nicht so jugendlich): Extinction Rebellion – auch das eine globale Bewegung, die Klimaschutz auf die Straßen bringt und auf die politische Agenda setzt.

Das andere sind die Proteste rund um Artikel 13 (»Hilfe, sie wollen Youtube schließen!«), oder anders gesagt: die spezifische Freiheit des Netzes erhalten. Auch hier: eine grenzüberschreitende Mobilisierung, insbesondere auch Teenager und junge Erwachsene fühlen sich angesprochen – und reagieren extrem wütend auf die Vermutung, das seien doch alles nur Bots. Einer der Hashtags der Kampagne: #niewiedercdu

Hier bewegt sich also was. Sehr projektförmig, bei den Protesten rund um die EU-Urheberrechtsreform kann ich mir auch vorstellen, dass das schnell wieder einschläft, wenn der konkrete Anlass – die Abstimmung im EU-Parlament, die jetzt wohl doch Ende März sein wird, rum ist. Das Klima wird Tag für Tag dramatischer. Und beides zusammen könnte den Effekt haben, dass nach einigen Jahren, in denen Jugend eher ein Synonym für konservativ und den Rückzug ins Private war, da so etwas wie eine neue politische und progressive Jugendbewegung entsteht. Wär doch was!

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Kurzes Update zum Minecraft-Arduino-Adventskalender

Vor einiger Zeit berichtete ich über den Adventskalender des Neunjährigen: ein Arduino-Nano-Klon sollte Minecraft (die Java-Edition) auf dem PC mit der realen Welt verbinden. Diesen Adventskalender verkauft Franzis für rund 30 Euro. Hinter den ersten paar Türchen befand sich der Arduino-Klon, ein Steckbrett und eine LED. Nach Installation einiger Software dann das Erfolgserlebnis: die LED ließ sich über Arduino-Sketches – kurze Programme – steuern. Ab dem vierten Türchen sollte dann Minecraft ins Spiel kommen. Das scheiterte, wie die Reaktionen auf den Blogbeitrag zeigten, nicht nur bei mir. Schuld war das von Franzis mitgelieferte Programm, um Einträge aus dem Minecraft-Logfile auszulesen und an den am USB-Kabel hängenden Arduino dann entsprechende Befehle zu senden. Erst als ein Vater spontan einen Ersatz für das Programm ami.exe schrieb (amigo), klappte die Verbindung zwischen Minecraft und Arduino wie vorgesehen.

Inzwischen waren allerdings schon einige Tage vergangen, in denen sich mit dem Adventskalender nichts anfangen ließ. Dann aber die erste LED, die sich erfolgreich durch einen Befehlsblock in Minecraft an- und ausschalten ließ. Ein kleines Erfolgserlebnis. Die folgenden Türchen lieferten dann abwechselnd LEDs (gelb, grün, rot, Multicolor) und Anschlusskabel sowie ganz am Schluss noch einen Piezo-Summer. Okay: nach etwas Kabelgefummel und Bauarbeit in Minecraft war dann das Mischpult für die Multicolor-LED fertig. Wir haben gelernt, dass RGB-Kanäle viele bunte Farben ergeben (noch mehr, wenn nicht einfach an und aus, sondern Werte dazwischen verwendet werden).

Aber so richtig viel Spaß machte der Adventskalender dann weder dem Kind noch mir. Zum einen enttäuschte die Abfolge von immer noch mehr LEDs und Kabeln. Zum anderen ging die Gestaltung auf der Minecraft-Seite nicht über Schalter hinaus. Keine Monsterfalle, die dann eine LED auslöst, … und, der größte Kritikpunkt des Kindes: Kommunikation nur in eine Richtung, prinzipienbedingt. Statt aus Minecraft heraus ein paar LEDs zum Leuchten zu bringen, wünschte sich das Kind den Weg von Aktion in der wirklichen Welt zur Reaktion in Minecraft, zum Beispiel eine Tür, die sich per Knopfdruck am Arduino in Minecraft öffnet – geht natürlich nicht, wenn die Verbindung nur über das Logfile läuft. Insofern: keine Empfehlung!

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