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Das Landgrafenschloss liegt oberhalb der gestapelten Stadt; wir sind an diesem Wochenende sehr viele Treppen gestiegen. |
Spannend fand ich die Mischung aus studentisch geprägter Universitätsstadt mit politischer Geschichte und Haltung und die allgegenwärtige Fachwerkromantik. |
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(Neo-)gotisches Gebäude der Alten Universität. |
Im Inneren der neuen Universitätsbibliothek. |
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Und zum Abschluss ein Blick vom Schloss auf die Stadt (mit Kirche St. Marien) bei Sonnenuntergang – weitere Fotos auf Flickr. |
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Protokollnotiz zur Sonnenfinsternis
Doch, das war ganz eindrucksvoll, auch wenn es hier bei uns „nur“ 90 Prozent Bedeckung gab. Am Anfang eher unscheinbar, war dann irgendwann – genau um 20:17 Uhr – nur noch eine schmale Sonnensichel übrig, und danach wurde die Sonne wieder größer und versank als rosa-orangefarbener Mond im Sonnenuntergang. Zwischendrin wurde es, meine ich, merklich kühler, und die Farben verloren an Sättigung. Angeguckt haben wir das Spektakel am Rebberg in Gundelfingen – auf den Wiesen war recht reger Betrieb; weiter unten im Ort fehlte die freie Sicht nach Westen.
Und weil so eine fast totale Sonnenfinsternis so oft nicht vorkommt, habe ich mal rausgekramt, was ich fast genau 27 Jahre zuvor in mein Tagebuch geschrieben habe – 1999 fand die letzte totale Sonnenfinsternis in Deutschland statt, allerdings lag Freiburg damals nicht im Kernschatten, der über Stuttgart und Karlsruhe verlief:
11. August 1999
„Tag der Sonnenfinsternis“. Es ist bewölkt und regnerisch; meinen ursprünglichen Plan, nach Offenburg zu fahren, habe ich mangels Schutzbrille und mangels Lust auf Zugfahren aufgegeben. Stattdessen mit Mama nach St. Peter bzw. zum Kandel, in der Hoffnung, dort Sonne und den weiten Blick übers Land zu finden. Fehlanzeige: Der Kandel ist nebelumhangen, der weite Blick ins Land ist in St. Peter nicht vorhanden. Statt dessen schauen wir uns St. Peter an und finden dann bei allmählich aufklarendem Himmel einen netten Ort in den Wiesen, von wo aus zumindest die Gegend zu sehen ist.
Ich filme fleißig auf Video, wir gucken abwechselnd durch die Schutzbrille bzw. durch die Wolken, und tatsächlich – die Sonne wird zum Sichelmond. Allerdings wird es zwar merklich kälter und dunkler – aber keinesfalls Nacht. Auch die zwei bis fünf Prozent Sonne reichen für „Gewitterstimmung“ o.ä. aus. Nachher mache ich mir Vorwürfe, doch lieber in Karlsruhe oder Baden-Baden gewesen sein zu sollen – dort soll es richtig dunkel geworden sein. Naja. Vorbei.
Zwischenzeitlich habe ich gehört, dass es auch in Karlsruhe damals alles andere als eindrucksvoll war. Spannend damals fand ich den Zeitpunkt, da war die Bedeckung nämlich mitten am Tag, so dass das Dunkler- und Kälterwerden eben wirklich seltsam wirkte. Anders als heute, als Sonnenfinsternis und Sonnenuntergang sich gut ergänzten.
Die nächste in Deutschland (knapp) sichtbare totale Sonnenfinsternis ist wohl 2081, und selbst die immerhin in Österreich sichtbare ringförmige Sonnenfinsternis 2075 kommt mir ein bisschen spät. Immerhin: die Sonnenfinsternis 2027 ist mit 50% Bedeckung in Deutschland zu sehen und auch 2028 und 2030 folgen weitere partielle Sonnenfinsternisse, die in Deutschland zu sehen sein werden.
Photo of the week: Frankfurt skyscrapers – 15
Das Wochenende haben wir mit einem Städteausflug nach Marburg verbracht. Und weil wir auf dem Weg dahin in Frankfurt ein bisschen Zeit hatten, sind wir da noch Wolkenkratzer gucken gegangen (und haben einen Blick vom Maintower auf die Stadt geworfen). Irgendwo zwischen „Cities: Skylines“ und Metropolengefühl.
Photo of the week: Sunset colours, Gundelfingen
Letzten Donnerstag haben wir mit dem grünen Ortsverband eine Waldführung angeboten. Was wir vorher nicht wussten: dass es einer der heißesten Tage des Jahres werden würde, dass es genau zu Beginn leichten Regen und aufkommende Sturmböen geben würde, und dass es dann im Wald doch überwiegend angenehmen und trocken bleiben würde. Jetzt kenne ich mich noch etwas besser als vorher im „unteren Wald“ in Gundelfingen aus und weiß, wo Waldrefugien und wo Entwicklungszonen liegen.
Das Foto hier ist auf dem Nachhauseweg entstanden. Und gibt nur einen Teil der sommernächtlichen Sonnenuntergangsfarben am Rebberg wieder.
Science Fiction und Fantasy im Juli 2026 (der Rest)
Anfang Juli habe ich die Dandelion Dynasty zu Ende gelesen; dazu habe ich hier einiges aufgeschrieben. Den Restmonat habe ich mit fünf (teilweise kurzen) Romanen und einem, hm, Sachbuch verbracht.
Das Sachbuch heißt How To Build A Dragon Or Die Trying: A Satirical Look At Cutting-Edge Science (2019) und wurde von einem Vater-Tochter-Duo geschrieben (2021 auch als Drachenzucht für Einsteiger auf deutsch erschienen). Paul Knoepfler ist ein Professor für Zellbiologie, seine Tochter Julie Knoepfler hat sich die Frage, ob es möglich wäre, mit Hilfe von Gentechnik etc. zu züchten, in einem Schulprojekt in der 8. Klasse gestellt. Das Ergebnis ist ein Buch, das mal sehr nach Teenager-Vorstellungen eines Drachenhaustiers klingt und mal nach Wissenschaft. Hier und auch in einigen anderen Punkten hätte dem Buch ein etwas strengeres Lektorat gut getan; so gibt es doch den Eindruck vieler unnötiger Wiederholungen und Zwischenzusammenfassungen. Und Satire, die das Buch auch sein will, ist halt keine Satire, wenn vor jedem übertreibenden oder sarkastischen Satz erst einmal darauf hingewiesen wird, dass es sich hier um Satire handelt. Ein bisschen schwing da die Angst mit, dass irgendwer das tatsächlich als Anleitung lesen könnte. Ich fand das Buch trotz dieser sprachlichen Schwächen interessant zu lesen – von den Überlegungen, was wohl eine gute Grundlage wäre, um einen Drachen zu züchten – Eidechsen, Vögel, Komodo-Warane – über Wirbeltierbaupläne, die Genetik von Federn und Schuppen bis hin zur Frage, wie Flugfähigkeit (wenig Gewicht), Intelligenz (großes Gehirn) und Feuerspucken (komplizierte Mechanismen) in ein Tier passen könnten. Bei Wiederkäuermägen zur Methanherstellung (Feuer) fühlte ich mich an Ken Lius Silkpunk-Drachen erinnert. Gut gefallen hat mir der Abschluss des Buchs, der auslotet, welche ethischen Fragen eigentlich damit verbunden wären, einen Drachen in die Welt zu bringen – vom Blick auf das Wohlbefinden des Tiers über die potenzielle Waffentauglichkeit bis zu ökologischen Fragen. Dabei kommen auch die problematischeren Seiten von Crispr/Cas und Klonen als Hype-Technologien der 2010er Jahre nicht zu kurz. Realistischerer Fantasy-Weltenbau wäre eher ein Nebeneffekt der Lektüre, insgesamt geht des den Knoepflers wohl eher um die Aufforderung, mit zellbiologischen Techniken verantwortungsvoll umzugehen.
Drachen, äh, Dinosaurier, tauchten dann auch in der ersten Folge der vierten Staffel von Star Trek: Strange New Worlds (Paramount+) auf. Insgesamt habe ich diese Folge als Hommage an A Princess of Mars und ähnliche Pulp-Geschichten gelesen. Bonus: ein gigantisches Zeitreiseparadox. Weniger gut gefallen hat mir die zweite Folge der vierten Staffel – hier wird zum Stilmittel „Body Horror“ gegriffen. Das wird zwar gut umgesetzt, und genutzt, um die Psychologie einiger Hauptcharaktere auszuloten, aber ist erstens nicht meines und führt zweitens für meinen Geschmack viel zu viel an Übersinnlichkeit in den Star-Trek-Kanon ein. Geister? Wirklich?
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