Photo of the week: BUGA XXX

BUGA XXX

 
Der Betriebsausflug der grünen Landtagsfraktion führte am letzten Montag auf die Bundesgartenschau (BUGA) nach Heilbronn. Interessant an dieser Bundesgartenschau erschien mir vor allem das, was auf den ersten Blick nicht viel mit einer Gartenschau zu tun hat: Die Wiedergewinnung einer Industriebrache. Klimaangepasste Pflanzen. Städtebauliche Experimente. Interkulturelle Gärten, ein großer Bienenpavillon, Recyclinginformationen und Experimente mit computerunterstützten Bauweisen (das Gebäude oben ist so eines, das Gerüste besteht aus von einem Roboter versponnenen Fasern). Sehenswert auch das Labyrinth – eine kleine Ausstellung zu biobasierten Materialien. Damit ist hier erst einmal nicht Holz und Kork gemeint, sondern abgedrehtere Dinge: Lampenschirme aus Pilzkörpern, zu Tassen verpresster Kaffeesatz-Kunststoff, in Form gewachsene Möbel – solche Dinge. (Weniger gut gefallen haben mir einige der klassischen gartenbaulichen Ausstellungen – ja, ok, es lässt sich ein Garten auch in Rostrot mit sehr viel Stein anlegen, aber schön erscheint sowas höchstens in Stuttgart …)

Wir waren einen Tag dort und haben eine umfangreiche Führung bekommen – trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, alles gesehen zu haben. Die Bundesgartenschau läuft noch bis Anfang Oktober, zusammen mit der neu eröffneten Experimenta – einem richtig großen Wissenschafts- und Ausprobiermuseum – stellt Heilbronn damit derzeit sicherlich eines der spannendesten Ausflugsziele im Ländle dar.

Ein paar mehr Eindrücke gibt es auf Flickr.

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Immer Ärger mit der Digitalisierung, hier: DHL

Letzten Freitag bestellte ich mit ein paar Klicks auf der Seite eines großen Spielzeugherstellers mit L ein interessant erscheinendes Bauset. Beim Ausfüllen des Adressformulars bot der Browser mir Ausfüllhilfen an. Manchmal gibt es Felder »Straße plus Hausnummer«, manchmal sind das zwei Felder. Es kam, wie es kommen musste: Im Endeffekt landete wohl keine Hausnummer bei LEGO. Mir fiel das allerdings weder beim Ausfüllen der Felder noch in der Bestellbestätigung auf.

Montag dann die freudigen Mails von DHL: das Paket sei unterwegs, es würde jetzt versandt. So weit, so gut. Mal abgesehen davon, dass mein Wunschzustelltag auf Mittwoch festgelegt worden sei. Das irgendwann mal angegeben zu haben, daran konnte ich mich nicht erinnern. Am Dienstag dann die nächste Mail: nein, eine Zustellung am Mittwoch sei nicht möglich, es werde jetzt doch schon Dienstag zugestellt. Dienstag Abend hieß es dann

»Leider konnten wir sie unter der angegebenen Adresse nicht finden. Wir versuchen es weiter. Sollte die Zustellung nicht gelingen, müssen wir Ihr Paket mit der Sendungsnummer … leider an den Absender zurück senden.«

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Photo of the week: Dreisam after the rain

Dreisam after the rain IIIDreisam after the rain VIII
Dreisam after the rain XDreisam after the rain IX

 
Der letzte Foto-der-Woche-Eintrag fehlte mal wieder – deswegen gibt’s jetzt gleich vier Fotos auf einmal. Alle sind am 16. Juni aufgenommen – am Tag zuvor hatte es heftig geregnet. Die Dreisam, unser Stadt-am-Fluss-Fluss, war entsprechend voll, schnell und turbulent.

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Leseempfehlungen für den Sommer

Dass ich in den letzten Tagen kaum dazu gekommen bin, mich um dieses Blog zu kümmern, hat auch etwas damit zu tun, dass ich einige SF-Neuerscheinungen verschlungen habe. Die Art Bücher, bei denen am Ende Traurigkeit einsetzt, weil das Buch zu Ende ist, und die Geschichte doch eigentlich noch weiter gehen könnte. Falls also noch jemand was zum Lesen für den Sommer sucht, ist hier vielleicht etwas dabei.

Besonders empfehlen möchte ich Semiosis von Sue Burke. Auf den ersten Blick ist das eine dieser Geschichten von einem Generationenraumschiff, das auf einem Planeten landet, um eine neue Kolonie zu gründen. (Dass es von dieser Sorte Geschichten in den letzten Jahren einige gab, mag mir nur so vorkommen. Vielleicht hat es aber auch was mit dem Wunsch, diesem Planeten zu entkommen, zu tun). Interessant wird dieses Buch deswegen, weil wir – über mehrere Generationen hinweg – der idealistisch geprägten Kolonie dabei zuschauen, wie sie zum einen ihre ganz eigenen Regeln entwickelt, für jede Generation immer wieder neu. Zum anderen wird nach und nach klar, dass intelligentes Leben in Pflanzenform durchaus aggressiv sein kann. Aber eben auch lernfähig. Und nach und nach wachsen einem die ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten ans Herz.

Ein bisschen ähnlich hinsichtlich des Einfühlens in wirklich fremde Intelligenzen ist Children of Ruin von Adrian Tchaikovsky, eine Art Parallelquel zu seinen Children of Time. Die damals noch sehr fremdartigen intelligenten Spinnen sind uns jetzt nah – aber was passiert, wenn Tintenfische ganz getrennt und verteilt beginnen, zu denken, und unterbewusst Raumfahrt zu betreiben?

Genug der Generationenraumschiffe und fremden Lebensformen. Ein anderer Trend sind Deep-Tech-Dystopien, irgendwie das Cyberpunk der 2020er Jahre. Neben Cory Doctorows Walkaway (und seiner Novellen-Sammlung Radicalized) passt auch das gerade erschienene Stealing Worlds von Karl Schroeder gut zu diesem Trend. Nach Trump und Klimakrise sind die USA ein vertrauensloses Land am Abgrund. Dafür gibt es überall Sensoren und Überwachungstechnik. Das scheint gutes zu haben, wenn es etwa um eine globale Blockchain zur Überwachung von Umweltproblemen geht, führt aber auch dazu, dass es gar nicht so einfach ist, unterzutauchen. Augmented Reality a la Google Glass ist weit verbreitet, und letztlich ist es ebenso ein Spiel, den Überwachungskameras auszuweichen, wie es ein Spiel ist, zerfallene Häuser wieder aufzubauen. Oder steckt mehr dahinter?

(Etwas weniger Deep-Tech, aber auch near future in einer sehr globalen und diversen Welt: Elizabeth Bears Novelle In the House of Aryaman, a Lonely Signal Burns, eine Art Detektivgeschichte.)

Schon etwas älter und nicht so glaubwürdig, aber nichtsdestotrotz spannend zu lesen, ist ein anderes Untergangsszenario für die USA. In Robert Charles Wilsons Julian Comstock. A Story of the 22nd Century landen wir in einem Land, das sich mehr nach 19. Jahrhundert als nach Zukunft anfühlt, mit Feudalherren und einer strikten Klassengesellschaft, einer gerade eben beginnenden Wiederentdeckung der Industrialisierung (im Post-Öl-Zeitalter), einer alles dominierenden Kirche und radikalen Intellektuellen und Bohemians … Wie gesagt, besonders glaubwürdig finde ich den völligen technologischen Verfall nicht, aber interessant ist das allemal.

Ach ja, industrielle Fantasy: Michael Swanwick beschreibt in The Iron Dragon’s Mother Faery nach der Industrial Revelation, aus der Sicht einer Drachenpilotin, die nach ihrem ersten Flug unehrenhaft entlassen werden soll – und auf der Flucht ganz unterschiedlichen Geschichten und Gestalten begegnet.

Last but not least habe ich Kameron Hurley für mich entdeckt. Ihre Light Brigade spinnt ausgehend von Beamen-als-Waffe eine Nicht-ganz-Military-SF; vielleicht ist’s auch ein Kommentar zu Heinleins Starship Troopers. Faszinierender fand ich The Stars Are Legion, eine sehr eigene Geschichte über biotechnologische Raumschiffwelten, Gebärfähigkeit und Machtspiele.

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Photo of the week: Opfinger See, again

Opfinger See, again

 
Einer der großen Vorteile daran, im Rieselfeld zu wohnen, ist die Nähe zum Opfinger See. Mit dem Fahrrad sind’s maximal 20 Minuten. Und der See ist groß genug, dass es auch an warmen Tagen richtig schöne Flecken gibt, die nicht völlig überlaufen sind. Und manchmal ist es regelrecht leer am See, an Werktagen morgens oder nachmittags beispielsweise.

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