Anders als hier im Bild hängen nur noch letzte Johannisbeeren für die Vögel an den Büschen, nachdem wir reichlich geerntet haben. Was genau Nox, unsere Katze, gerade gesehen hat, weiß ich dagegen nicht genau.
Kurz: Wie halten Sie’s mit AI?
Mit einem gewissen Erstaunen fällt mir immer wieder auf, dass ich doch weiterhin mit recht skeptischem Blick auf AI/KI/LLMs schaue. Erstaunen, weil ich durchaus wahrnehme, dass diese Modelle so etwas wie „instant intelligence“ liefern. Wie auch immer sie das machen, und was auch immer das über menschliche Intelligenz aussagt. Instantkaffee wäre für mich eine Notlösung, maximal. So ähnlich ist es hier. (Oder, um andere Vergleiche zu bemühen: die Plastikliebe der 1970er – und das Naturstoff-Revival).
Jedenfalls wurde mir meine Skepsis jetzt amtlich bestätigt. Unter https://bambamramfan.github.io/ai-compass/ findet sich ein Fragebogen mit 15 Fragen, der einen danach in einen Archetypen einsortiert. Nicht sehr wissenschaftlich, aber immerhin. Ich fand es gut, alleine schon deswegen, weil ein paar der Fragen zum Nachdenken anregen, und weil deutlich wird, dass die Haltung zu AI mehrdimensional ist und ein reines Dafür/Dagegen viel zu kurz greift.
Photo of the week: Clouds over Gundelfingen
Into the heat
Mit Blick auf ein Wiederfinden in zehn Jahren mal kurz aufgeschrieben:
Der Juni 2026 ist heiß, sehr heiß. Grund dafür ist ein „heat dome“ über Europa, und, ein bisschen weiter zurückgeblättert, der Klimawandel. Faktisch heißt es, dass es hier diese Woche tagsüber bis zu 38 Grad hat, nachts sinken die Temperaturen auf – wenn es gut läuft – 24 Grad. Die Apps warnen vor „Hitzewarnstufe rot“.
Die Bahn ruft dazu auf, geplante Fahrten zu stornieren. In Frankreich (dort ist es noch wärmer) werden AKWs abgeschaltet. Es gibt intensive Debatten über Hitzefrei, nicht klimatisierte Schulgebäude und die Frage, wie Kinder betreut werden, wenn die Schule ausfällt. Sportliche Veranstaltungen im Freien werden abgesagt, und auch eine Konferenz zu Extremhitze. Es wird heftig darüber diskutiert, ob es angemessen ist, Hitzerekorde mit plantschenden Badenden zu illustrieren – und was die besten Methoden sind, einigermaßen kühl zu bleiben.
In meiner Dachgeschosswohnung in Esslingen begrüßten mich am Montagabend trotz zugezogener Fensterläden 39,4 Grad; ich war dann schon froh, dass das mit Lüften über die Nacht auf 29 Grad am Morgen abgesunken ist.
Im Haus in Gundelfingen sieht es etwas besser aus. Mit nächtlichem Lüften, Verschattung der Fenster und den recht dicken – und zwischenzeitlich gedämmten – Mauern eines Reihenhauses aus den 1970ern sind es im Schnitt vielleicht 26 oder 27 Grad. Der Keller bietet eisige 20 Grad. Für Mittagessen auf der Terrasse ist es viel zu heiß (der Appetit hält sich bei diesen Temperaturen eh in Grenzen), die Tomaten wachsen prächtig (wollen aber auch ständig gegossen werden) und die Regenwassertonne ist trotz gar nicht so lange zurückliegender heftiger Regenfälle leer.
Am Wochenende soll es dann mit Gewittern zu einem Wetterwechsel kommen. Mal sehen, ob das so eintrifft, und wir den Juli wirklich mit Regen und 25 Grad begrüßen dürfen.



