Photo of the week: Two butterflies and a woodpecker

Lavender with butterfly - V

Stones with butterfly

Woodpecker II

 
Ende Juni – da war es noch unglaublich grün hier, nicht so dürr und ausgeblichen gelb und herbstlich – habe ich diese beiden Schmetterlinge und den Specht vor die Kamera bekommen. Und weil ich in letzer Zeit arg nachlässig mit meinen Fotos der Woche und dem Blog überhaupt war, gibt es jetzt die drei auf einmal.

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Photo of the week: Comet C/2020 F3 NEOWISE

Comet C/2020 F3 NEOWISE

 
Mit bloßen Augen habe ich ihn immer noch nicht gesehen, aber zum Glück ist meine Canon EOS 77D etwas besser darin, Photonen wahrzunehmen. Insofern kann ich jetzt stolz – trotz aller Unschärfe und Körnigkeit – meine NEOWISE-Aufnahme präsentieren.

Den Kometen, der nur alle rund 8000 Jahre von der Erde aus sichtbar ist, konnte ich gegen 23 Uhr fotografieren, Richtung Nordwest über Freiburg-Lehen. Ich hatte das bereits gestern Nacht bzw. heute am frühen Morgen versucht, da aber kein Glück gehabt – erstens waren die Angaben widersprüchlich, wo der Komet den zu finden ist, und zweitens habe ich auf der Suche nach einem guten Aussichtspunkt zwar Jupitermonde, Kaninchen und einen sehr beeindruckenden Mondaufgang gefunden, aber eben nicht den dann doch eher lichtschwachen Kometen. Um 4 Uhr früh war es schon viel zu hell, und gegen Mitternacht habe ich schlicht in der falschen Himmelsrichtung gesucht. Jetzt habe ich meine Kamera gegen 22 Uhr auf den (für diesen Zweck: glücklicherweise) noch unbebauten Feldern im Dietenbach-Gelände direkt neben dem Rieselfeld aufgebaut, und musste dann noch eine ganze Weile warten, bis es dunkel genug war, um etwas zu sehen. Das hatte allerdings den Nebeneffekt, dass auch die bei der Canon eh schwierige manuelle Schärfeeinstellung etc. nicht mehr gut zu erkennen war. Zudem musste ich eine ganze Weile mit verschiedenen Einstellungen herumprobieren (hier: ISO 1600, 6 Sekunden Belichtungszeit, das Bild ist hinsichtlich der Kontraste noch etwas nach bearbeitet …). Soweit also: mein erstes Kometenfoto!

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Kurz: Nudgende Apps

Es fing vor eineinhalb Jahren damit an, dass unsere Diensthandys auf Geräte von Apple umgestellt wurden, Sicherheitsgründe. Serienmäßig läuft auf Apple-Handys »Health« – und diese App zählt unentwegt Schritte, Höhenunterschiede, usw. – solange das Handy dabei ist – und kann auch alle möglichen anderen Daten anzeigen. Eigentlich sollte das keinen großen Unterschied machen, aber zu wissen, dass da eine App mitzählt, und die Möglichkeit zu haben, jederzeit nachzuschauen, wie viele Schritte es waren; das macht tatsächlich etwas mit einem. Mit mir jedenfalls. Beispielsweise hatte ich durch den Weg zum Bahnhof und vom Bahnhof zum Büro in den regulären Arbeitswochen einige Tage mit vielen Schritten, und an den Homeoffice-Tagen nur etwa halb so viele Schritte. Mit Beginn der Corona-Maßnahmen sank meine durchschnittliche monatliche Schrittzahl damit deutlich, was dazu führte, dass ich mir sagte, dass ich doch durch Spaziergänge etc. zumindest den wegfallenden Arbeitsweg ersetzen sollte. Und jetzt spielt das Handy schlechtes Gewissen, weil die Zahl für diese Woche eben doch noch nicht ganz erreicht ist.

Aber »Health« kann nicht nur Schritte zählen. In Verbindung mit anderen Apps zählt »Health« auch, wie viele Kilometer Rad ich gefahren bin, wie viel Wasser ich getrunken habe und wie viele Kalorien ich zu mir genommen habe – letzteres seit etwa eineinhalb Monaten und dem Vorsatz, mal etwas mehr auf mein Gewicht zu achten. Und da ist es die bloße Tatsache, dass ich jedes Nahrungsmittel in der App nachschlagen und eingeben muss (mit teils recht groben Mengenschätzungen – ist ein Pfirsich wirklich 125 g schwer – mehr – weniger?), die mein Verhalten beeinflusst. Essen wird dadurch komplizierter. Mal eben nebenbei eine halbe Tafel Schokolade essen oder die Reste der Sahnesoße auch noch – das würde ja bedeuten, die App (nochmal) aufrufen und das eingeben zu müssen. Insofern esse ich kontrollierter. Ob das im Endeffekt was hilft, bleibt abzuwarten.

Spannend finde ich es allemal, dass ein Smartphone (bzw. eine App) tatsächlich auf diese Art und Weise eine gezielte Wirkung auf mein Verhalten haben kann. Letztlich scheint es sich mir um eine Umsetzung von »Nudging« zu handeln – also der Versuch, durch Hinweise und kleine Schubser Verhalten (zum Besseren) zu verändern. Streiten ließe sich allerdings darüber, wer hier der Anschubser ist – Apple, weil »Health« so wunderbar mitzählt und einfach von Anfang an läuft, wenn ein iPhone verwendet wird, oder ich selbst, weil ich diese Apps nutze und mich davon beeinflussen lasse(n will). Ach ja – und die »Corona Warn App«? Die gehört auch dazu, glaube ich. Da ist es allerdings nicht Apple, sondern der Staat, der schubst.

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Photo of the week: First raspberry

First raspberry

 
Etwas verspätet noch ein Foto der Woche – das hier zeigt die erste reife Himbeere in diesem Jahr auf meinem Balkon vor zwei Wochen. Seitdem sind jeden Tag ein paar Früchte zum Naschen reif – für Marmelade oder Kuchenbacken reicht es nicht, aber es ist trotzdem nett, die Zeit bis zu den ersten richtig reifen Brombeeren so überbrücken zu können.

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Townscaper: Regelgeleitete Kreativität im Städtebau

Screenshot Townscaper

Die Zahl der Computerspiele, die ich wirklich gerne mag, ist sehr begrenzt. In den letzten Tagen ist eines dazu gekommen, das komplett gewaltfrei ist. Ob Oskar Stålbergs Townscaper wirklich ein Computerspiel ist, oder vielleicht eher eine Meditation über den Zusammenhang zwischen Begrenzungen, Ästhetik und Kreativität, ist mir dabei noch nicht ganz klar. Dennoch lässt sich Zeit damit verbringen. Dabei entstehen dann Städte wie die oben gezeigte, die an Venedig erinnern.

Anfangskonfiguration TownscaperDas Spielprinzip ist einfach: am Anfang steht eine scheinbar unbegrenzte Wasserfläche, unter der ein organisch geformtes Gitter liegt. An jedem Punkt dieses Rasters lassen sich per Mausklick Bauelemente platzieren, aufeinander stapeln oder löschen. Auswählbar ist die Farbe aus 15 vorgegebenen Farbtönen, wobei jede Farbe auch subtile Änderungen in der Gestaltung mit sich bringt. Mit der Maus lässt sich die 3D-Ansicht steuern.

Das ist alles. Alles weitere entscheidet ein ausgeklügeltes, aber vorgegebenen Regelwerk – schräges Dach oder Flachdach, Tür oder Fenster, Innenhof mit Begrünung oder Straßenfläche – all das hängt davon ab, welche Elemente in der Umgebung platziert sind. Beispielsweise wird eine von Häusern komplett umschlossene Fläche begrünt, wenn auch nur ein Haus fehlt, wird sie als Platz, Terrasse oder Flachdach dargestellt.

Beispiele für Townscaper

Aus dem Miteinander von hartem Regelwerk (das allerdings im Spiel auch erst entdeckt werden muss), einer ausgesprochen schönen Gestaltung der einzelnen Elemente und kleinen Details wie auffliegenden Tauben oder Schmetterlingen ergibt sich der Reiz dieses Spiels. Die Städte und Bauwerke, die so entstehen, haben eine durchgehende Ästhetik, können aber doch ganz unterschiedlich aussehen – und laden dazu ein, sich Geschichten dazu auszudenken.

Townscaper gibt es als Vorab-Version u.a. bei Steam, kostet dort etwa 5 €.

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