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Freiburger Kommunalwahloptik 2014 (mit Nachträgen)

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ep_IMG_9575Es ist Wahlkampf, und in Freiburg gleich ein doppelter. Das eine, was nicht so sehr auffällt, ist die Wahl zum europäischen Parlament, das andere, was sich im Straßenraum doch durch einige Plakate mehr sichtbar macht, ist die Wahl des Stadtrates. Beides findet am 25. Mai statt, und weil sich seit 2009 doch einiges getan hat, möchte ich gerne ein bisschen was zu den Plakaten sagen.

Das eine, was mir – bevor ich auf Plakate der einzelnen Listen eingehen möchte – auffällt, ist die Tatsache, dass die inzwischen doch recht häufig verwendeten Hohlkammerplakate (also die aus Plastik) zu Vandalismus einladen. Jedenfalls sind doch recht oft zerfetzte und zertretene Plakate zu sehen, und zwar ganz egal, um welche Partei es sich handelt.

Dann habe ich einen (subjektiven) Unterschied im Plakatierverhalten ausfindig gemacht (der möglicherweise erklärt, warum ich eine Zeit lang davon ausgegangen bin, dass FDP, FW und CDU kaum plakatieren) – die einen plakatieren nämlich im »Fußgängerraum« (also z.B. an den Plätzen und Haltestellen des Rieselfeldes), die anderen sind dagegen auf Straßen fixiert. Ob das ein Artefakt der verwendeten Bringtechnik (Auto vs. Fahrrad) ist, oder ideologische Gründe hat, oder Zufall ist, muss offen bleiben.

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Kurz zur grünen Landtagswahlkampagne 2011

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Seit der Landesdelegiertenkonferenz Anfang Dezember erstrahlt die Website der baden-württembergischen Grünen in neuem Glanz (und prompt gibt es gute Kritiken im Handelsblatt zum Online-Wahlkampf). Sichtbar ist hier die »Linie« für den diesjährigen Landtagswahlkampf, mit »ausgerissenen« Textblöcken und einer collagenartigen Gestaltung. Und dem Claim »JETZT!«, der endlich groß und öffentlich über allem prangt und nicht mehr geheim gehalten werden muss. Demnächst wird es dann auch die Plakate geben. Einen Vorgeschmack, wie thematische Positonierung und Gestaltungslinie dort zusammenwirken, gibt das Großflächenplakat, für das jetzt schon SpenderInnen gesucht werden.

Auch wenn mir bei einer Betrachtung im Detail sicherlich Kritikpunkte einfallen würden, muss ich doch sagen, dass ich mit Claim und Gestaltungslinie insgesamt sehr zufrieden bin. »Politik wechseln« ist mein Lieblingsmotiv aus der Plakatreihe, aber nach allem, was ich bisher davon kenne, werden auch die anderen Plakate richtig gut werden. Der Wahlkampf kann kommen!

Plakat "Politik wechseln. Jetzt!"

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Kurz: Fotos in der Hand halten

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"Photo of the week 2008"So prima Digitalfotografie auch ist – manchmal vermisse ich dann doch die anfassbaren, rumzeigbaren und nicht von Festplattencrashs oder Internetausfällen bedrohten Fotos auf Papier. Zusammen mit einer gewissen Neigung zur Gestaltung ist daraus aus meinen Photos of the week aus dem Jahr 2008 ein kleines Fotobuch geworden, mit Hardcover, Format 21 x 21 cm, 34 Seiten. Wenn’s nicht so teuer wäre, würde ich das häufiger machen. Ich bin jedenfalls ziemlich begeistert von dem Ergebnis, das heute in der Post war.

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Innenraumverschönerung

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Ornamental symmetryDie letzten Tage habe ich dazu genutzt, IKEA zu überfallen besuchen und dort ein bißchen Weihnachtsgeld da zu lassen. Ziel der Aktion: Innenraumverschönerung.

U.a. habe ich ein Exemplar des IKEA-Klassikers »PÖANG« erstanden, die rechts abgebildete Original-Kitsch-Lampe durch »RIMFROST« ersetzt (interessant dabei: wer die schönere Lampenfassung haben will, muss eine andere fast vollständige Lampe, nämlich »JANUARI«, kanibalisieren) und ein neues Bücherbrett angeschraubt. Das brauchte ich, um mein überquellende SF-Regal so weit leerräumen zu können, dass ich dort einen kleinen Schrank einbauen konnte.

Dabei habe ich festgestellt, dass die kleinen »BILLY BYOM«-Vitrinentüren eigentlich nur für Aufsatzregale gedacht sind. Was mich nicht daran gehindert hat, in einem ganz normalen »BILLY«-Regal ein Vitrinentürpaar einzubauen, um so das Problem zu lösen, diverse Elektronikprodukte einigermaßen weit oben, d.h. kindersicher, und nicht ganz direkt im Staubeinfall, d.h. hinter Türen, unterzubringen.

Nicht zuletzt habe ich ein »DIGNITET«-Stahlseil aufgespannt, um daran a. Krimskrams aufzuhängen und b. eines meiner Ordnerregale hinter Vorhängen zu verstecken. Das Anbringen von »DIGNITET« war allerdings nicht ganz unproblematisch. Wie oft bei IKEA-Produkten steckt der Teufel im Detail: die Endstücke werden jeweils an der Wand angeschraubt, dann wird das Stahlseil selbst mit Hilfe von zwei winzigkleinen Schrauben (kleinster Inbus-Schlüssel, den ich je gesehen habe), in dem Endstück festgeschraubt. Danach kann es mit Hilfe des einen Endstücks, das so verschraubt ist, dass es durch Drehen verkürzt werden kann, gespannt werden. Der Haken bei der Sache: das Stahlseil muss vorher auf die genaue Länge + max. 3,4 cm abgeschnitten werden, damit es straff gespannt werden kann. Bei mir war es erst zu lang, danach habe ich es dann so abgeklemmt, dass es genau gepasst hat, habe es allerdings zu straff gespannt, so dass es aus der Halterung raus sauste – und ausfranste. Mit ziemlich viel Frickelei ließ es sich dann doch noch irgendwie dort befestigen, wie haltbar dieses Provisorium ist, muss sich allerdings erst zeigen.

Nebenbei bemerkt ist so ein IKEA-Besuch auch aus anderen Gründen interessant. So gibt es ewig lange Schlangen, weil alle Welt wohl zwischen den Jahren dorthin eilt. Hier in Freiburg wohl auch aus Frankreich und der Schweiz, wenn ich die entsprechenden Sprachen und Akzente richtig eingeordnet habe. Auffällig fand ich die mehrfach zu beobachtende typische IKEA-Familie (Mama, Papa, zwei bis maximal drei kleinere Kinder). Sie legt Wert auf Design und sieht auch so aus, er ist gepflegt, großgewachsen und grauhaarig (Beamter, leitender Angestellter, Selbstständiger o.ä.), und auch die beiden Kinder entsprechen den Vorstellungen, wie sie ebenso im Textilkatalog von HESS oder in der JAKO-O-Werbung reproduziert werden, sind also aufgeweckt, eigenständig und ordentlich gekleidet.

Ebenso interessant wie die leibhaftige Zielgruppe (na gut, ich gehöre da wohl auch irgendwie dazu) fand ich die Vermarktungsstrategien, z.B. für massenhaft produzierte handbestickte florale Kissen, die (ebenso wie einige andere Waren) den Touch des Flohmartkfundstücks oder des ruralen Urlaubsmitbringsels, also das Gefühl individueller Alltagsstilisierung wunderbar mit den Produktionsbedingungen eines globalen Multis (überhaupt: die oben genannten IKEA-Produkte, die ich gekauft habe, sind maximal globalisiert: China, Italien, Bulgarien, schwedisch-deutsche Vermarktung. Das System IKEA (samt der »Inter-IKEA-Systems«) wäre glatt mal eine Fallstudie wert) zu vereinbaren. Oder die interne Diversifizierung: fast jede der großen Produktlinien gibt es in zwei, wenn nicht sogar drei Qualitätsabstufungen.

Warum blogge ich das? Als kleines Resultat meines Offline-Seins.

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