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Das Blog von Till Westermayer – seit 2002

2010 19 Mai

In eigener Sache: Flattr

Abgelegt unter: Digitales Leben | Tags: , , , , , , | 569 Aufrufe seit 19.05.2010.

Flattr ist ein Versuch, freiwillige Micropayments für Blogbeiträge etc. zu etablieren: wer bei Flattr Mitglied wird, zahlt eine gewisse Monatsgebühr (bisher zwischen 2 und 20 €) und kann dann auf die Flattr-Buttons klicken, die in Blogs, aber auch für andere Inhalte eingebunden werden können. Die eigene Monatsgebühr wird auf alle in einem Monat angeklickten Beiträge umgelegt (wenn ich 10 Sachen angeklickt habe, und 2 € zahle, kriegt jede 20 Cent). Gleichzeitig gibt es entsprechend Geld für eigene Inhalte, die von anderen Flattr-NutzerInnen angeklickt worden sind. Ein bißchen mehr Hintergrund gibt es bei Spreeblick.

Das ganze ist in der Beta-Phase, und viele sind noch ein bißchen skeptisch, wie und ob das den funktioniert. Ich auch. Ich habe jetzt trotzdem mal um eine Einladung gebettelt, und heute dann Flattr in mein Blog eingebaut. Nicht in der Hoffnung auf große finanzielle Erträge, sondern zum Ausprobieren.

Das Einbauen ging einigermaßen einfach: es gibt ein offizielles Plugin für Wordpress, das auch mit Wordpress 2.8.4 zu funktionieren scheint (obwohl es offiziell erst für die neuere Version 2.9 freigegeben ist). Beim automatischen Anfügen der Buttons gab es Konflikte mit anderen Plugins, deswegen sind diese in den Seitentemplates von Hand eingefügt. Daneben habe ich noch einen Button für mein Blog als ganzes angelegt (ganz unten in der Seitenleiste unter »Kaffeekasse«).

Die Buttons funktionieren so, dass sie nur von anderen Flattr-Mitgliedern angeklickt werden können. Beim ersten Mal, dass ein Button erfolgreich angeklickt wurde, wird eine Meldung an Flattr geschickt, die dort den Beitrag samt URL anlegt (wäre schön, wenn das bei der VG Wort auch so einfach ginge – Plugin?).

Wer Javascript ausgeschaltet hat, oder mein Blog per RSS-Feed liest, bekommt von dem ganzen nichts mit. Und wer Anerkennung aussprechen will, das aber nicht mit Geld verknüpfen möchte (eine philosophisch spannende Frage, dieser Zusammenhang), kann auch einfach auf den »Like«-Button (das kleine Gesicht unter jedem Beitrag) klicken. Der zählt lokal die beliebtesten Beiträge und hat auch nichts mit dem derzeit diskutierten Facebook-Like-It-Button zu tun. Den einzubauen war mir dann doch zu blöd.

* * *

Flattr transparent machen:

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 19. Mai 2010 und wurde abgelegt unter "Digitales Leben". Du kannst die Kommentare verfolgen mit dem Kommentarfeed. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

8 Kommentare

  1. 1rebelNo Gravatar am Donnerstag, 20. Mai 2010 um 15:00 – Permalink

    Warum nutzt du Flattr und nicht Kachingle?
    Was sind deine Gründe für deine Entscheidung bzw. wo sind die Unterschiede deiner Meinung nach?

    bis denne
    rebel

  2. 2TillNo Gravatar am Donnerstag, 20. Mai 2010 um 15:56 – Permalink

    @rebel: Hmm, letztlich wohl, weil das »alle« grade nutzen. Und dann finde ich es sympathisch, dass Flattr in Schweden sitzt und in Euro abrechnet.

  3. 3MOSAIQ MEDIA Blog am Dienstag, 25. Mai 2010 um 20:25 – Permalink

    Social Micropayment mit flattr…

    Seit letzter Woche gibt es einen neuen Stern am Social-Web-Himmel: flattr Flattr ist ein Micropayment-Tool, aber im Gegensatz zu Paypal & Co. ist flattr ein Social-Micropayment-Tool. Was das konkret heißt, zeigt dieses Video in gut verständlichem …

  4. 4HenningNo Gravatar am Donnerstag, 27. Mai 2010 um 23:48 – Permalink

    Hab mich jetzt auch mal intensiver damit beschäftigt (wie du ja an dem Trackback siehst) und find’s wirklich interessant – auch fürs Spenden sammeln (Parteien, NGOs etc.).

  5. 5TillNo Gravatar am Dienstag, 1. Juni 2010 um 22:09 – Permalink

    Hinweis auf die Tabelle mit meiner Flattr-Bilanz.

  6. 6JanNo Gravatar am Dienstag, 1. Juni 2010 um 23:28 – Permalink

    Sieht bei mir gerade wesentlich schlechter aus. Könnte aber ganz einfach daran liegen, dass ich nach meiner Einschätzung nur einen winzigen Bruchteil Deiner Leser haben dürfte, die noch dazu wesentlich weniger Web-2.0-affin sind. Und deshalb keinen flattr-Account haben.
    Trotzdem spannend, das ganze.

  7. 7Pottblog am Donnerstag, 1. Juli 2010 um 16:11 – Permalink

    Was brachte Flattr dem Pottblog & Co. im Juni 2010, Datenschutz (auch bei Facebook), vernünftige Nutzung…

    Seit Anfang Juni 2010 (siehe die dazugehörige Hausmitteilung) nutze ich den so genannten Micro-Payment-Service namens Flattr hier im Pottblog. Der Wikipedia-Eintrag zu Flattr beschreibt das Prinzip eigentlich schon recht gut: “Flattr ist ein…

  8. 8ThiloNo Gravatar am Freitag, 2. Juli 2010 um 12:46 – Permalink

    Finde ich super, dass Du Deine Rechnung auf Google Docs offenlegst.

    Ich trommele dafuer, dass flattr aehnlich transparent wie Kachingle wird, und alle Auszahlungen offenlegt, aber das wird wohl am Widerstand derer scheitern, die das nicht wollen.

    https://forum.flattr.com/showthread.php?tid=316

    Hoffentlich kommt wenigstens die Moeglichkeit, freiwillig die Einnahmen seiner Things anzeigen zu lassen (und dann werde ich fuer meinen Teil nur noch solche Things flattern).

    Bis dahin habe ich mich von Dir inspirieren lassen, und angefangen, Leute nach ihren flattr-revenue.csv zu fragen, und diese zu sammeln:

    http://spreadsheets.google.com/ccc?key=0AjhSuZ2aWc3NdGwyVTJyc1BQaVQxeXM3VHkySVZKSFE&hl=en&authkey=CLfC8JQB

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