Achtung, ein Best Blog Award kommt geflogen

bestblogawardKaum schrei­be ich, dass ich gera­de unter aku­ter Blogun­lust lei­de (ein Bei­trag, dem noch immer die Kom­men­ta­re feh­len!), trifft mich ein gut gewor­fe­nes Blog-Preis­chen Ket­ten­brief­chen Blog-Stöck­chen*.

Und weil die hier eher sel­ten auf­schla­gen, und die Fra­gen span­nend sind, will ich drauf ant­wor­ten. Über den Ket­ten­briefteil (11 Fra­gen beant­wor­ten, 10 Blog­ge­rIn­nen 11 neue Fra­gen stel­len, das Bild ver­lin­ken) muss ich noch nachdenken.

Also hier zunächst ein­mal mei­ne Ant­wor­ten auf Chris­ti­ans Fra­gen. Jeden­falls mehr oder weniger.

  1. wem soll­test du aus tiefs­tem her­zen dan­ken? – Schwie­ri­ge Fra­ge. Es gibt ein paar Leu­te, die in mei­nem Stu­di­um Wel­ten geöff­net haben. Aber viel­leicht neh­me ich einen ande­ren: Ste­fan Map­pus. Bzw. der CDU. Bzw. den Wäh­le­rIn­nen in Baden-Würt­tem­berg. Die alle das ihre dazu bei­getra­gen haben, dass in Baden-Würt­tem­berg ein Regie­rungs­wech­sel mög­lich gewor­den ist, was wie­der­um dazu geführt hat, dass ich das Her­um­pro­mo­vie­ren gelas­sen und mich statt­des­sen bei der grü­nen Land­tags­frak­ti­on bewor­ben habe. Und so einen ziem­lich span­nen­den Job gefun­den habe.
     
  2. wen willst du ein­fach umar­men? – Noch schwie­ri­ge­re Fra­ge. Nicht weil mir da nie­mand ein­fällt, son­dern weil ich ja doch eher scheu, intro­ver­tiert und zurück­hal­tend bin. Also so ziem­lich das Gegen­teil des spon­ta­nen Leu­te­um­ar­mers. (Mal abge­se­hen von mei­nen Kindern …).
     
  3. wer soll­te wie­der von dir was hören? – Hmm, da fal­len mir eine gan­ze Men­ge Leu­te ein. Vor allem die, die nicht in Face­book oder Twit­ter oder ähn­li­chen Medi­en aktiv sind. Oder sich stän­dig auf grü­nen Ver­an­stal­tun­gen her­um­trei­ben. Auch hier also die aus­wei­chen­de Fest­stel­lung, dass das mit der ana­lo­gen Kon­takt­pfle­ge eher schlecht klappt bei mir.
     
  4. wo ist dein platz, an dem du am tiefs­ten zur inne­ren ruhe kom­men kannst? &ndash Im All­tag unter der Dusche (ähn­lich, kommt zur Zeit aber sel­ten vor: auf dem Fahr­rad auf Rou­ti­ne­stre­cken). Ansons­ten: in der Natur, beim Spa­zie­ren­ge­hen. Wobei ich da schnell dadurch abge­lenkt bin, dass ich Din­ge sehe, die unbe­dingt foto­gra­fiert wer­den müssen.
     
  5. wes­sen bade­zim­mer wür­dest du ger­ne ein­mal sehen? – Hat­te bis­her nicht das Bedürf­nis danach, irgend­je­mands Bade­zim­mer zu sehen. Mei­nes müss­te ich drin­gend mal wie­der putzen.
     
  6. wann ist ein tag für dich gelun­gen? – Was so ein biss­chen in die­se Rich­tung geht, ist das Gefühl posi­ti­ver Erschöpft­heit nach dem erfolg­rei­chen Abar­bei­ten von Din­gen. Das sind dann schon eher gelun­ge­ne Tage. Aber ich ver­su­che eigent­lich, mit weni­ger gelun­ge­nen Tagen gelas­sen umzu­ge­hen, und eher die klei­ne­ren Momen­te des Gelin­gens zu würdigen.
     
  7. du hast noch einen satz zu sagen. wel­cher ist das? – »Das Pass­wort für mei­ne digi­ta­len Hin­ter­las­sen­schaf­ten ist …?« Oder wäre das zu profan?
     
  8. wel­chen ort möch­test du noch besu­chen? – Gute Fra­ge, weil ich kaum ver­rei­se, und bei inter­kon­ti­nen­ta­len Rei­sen eher öko­fun­da­men­ta­lis­tisch bin. In Deutsch­land war ich ein­fach durch die Teil­nah­me an irgend­wel­chen poli­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen inzwi­schen in sehr vie­len der grö­ße­ren Städ­te. Was ich, als ich dort vor inzwi­schen auch schon 13 Jah­ren war, sehr fas­zi­nie­rend fand, ist Indi­en. Da könn­te ich durch­aus noch­mal hin­wol­len. In Euro­pa sind’s eher die Bil­dungs­bür­ger­städ­te, die mich rei­zen wür­den. Und was ich auch inter­es­sant fän­de, wäre einer­seits Neu­see­land und ande­rer­seits der Alter­na­ti­ve/­Coun­ter­cul­tu­re-Teil der USA; also San Fran­ciso, Seat­tle, Portland, …
     
  9. was macht dich so rich­tig wütend? – (Gefühl­te (per­sön­li­che)) Ohn­macht bei offen­sicht­li­chen Unge­rech­tig­kei­ten, ins­be­son­de­re wenn Kon­zer­ne und/oder „Respekts­per­so­nen“ die­se verüben.
     
  10. wofür willst du dich 2014 enga­gie­ren? – Neben dem all­ge­mein­grü­nen „die Welt ret­ten“ und dem, was ich in mei­nem Job eh tue**, fal­len mir vor allem zwei Din­ge ein. Das eine ist das inner­grü­ne Ver­hält­nis zu Wis­sen­schaft und For­schung. Das mag nach einer Neben­sa­che klin­gen, ist aber glau­be ich etwas, was die Par­tei drin­gend mal auf­ar­bei­ten müss­te. Da will ich ran. Und das ande­re ist die­ser gan­ze Kom­plex „Post­wachs­tum“, Nach­hal­tig­keit, Suf­fi­zi­enz, … – auch da will ich (theo­rie­be­zo­gen wie prak­tisch) ger­ne akti­ver wer­den, als ich das aktu­ell bin. (Und wer zwi­schen die­sen bei­den Punk­ten einen Wider­spruch fin­det, darf ihn behalten).
     
    (Und dann neh­me ich mir ger­ne vor, auch die loka­le Ebe­ne mal wie­der stär­ker in den Blick zu bekom­men, sprich: wenn ich schon im Rie­sel­feld woh­ne, und das ger­ne tue, könn­te ich mich da auch enga­gie­ren. Zwi­schen gutem Vor­satz und Umset­zung lie­gen hier aber noch ein paar Stufen …)
     
  11. was wird sich 2014 in dei­nem leben ver­än­dern? – Och, bis Sil­ves­ter ist es doch noch ein biss­chen hin. Mit den guten Vor­sät­zen habe ich es eigent­lich nicht so. Und was 2014 alles so pas­sie­ren wird, und wie sich dann Ende 2014 des­we­gen mein Leben ver­än­dert haben wird – oder auch nicht – dass weiß ich natür­lich heu­te nicht. Das sehen wir dann.

Und, wer­fe ich das wei­ter? Nicht alle, denen ich es neu­gie­ri­ger­wei­se zuwer­fen wür­de, haben über­haupt Blogs. Ich mische zunächst mal die Fra­gen neu – ein paar Fra­gen von Chris­ti­an (und ein oder zwei Men­schen wei­ter vor­ne in der Ket­te*) schei­nen mir noch gut brauch­bar für’s Upcy­cling. Und dann noch ein paar neue:

  1. Wo ist dein Platz, an dem du am Tiefs­ten zur inne­ren Ruhe kom­men kannst?
  2. Wel­chen Ort möch­test du noch besuchen?
  3. Was macht dich so rich­tig wütend?
  4. Wofür wirst du dich 2014 engagieren?
  5. Was berei­chert dein Leben zur Zeit am meisten?
  6. Wor­auf freust du dich 2014?
  7. Wel­ches Buch soll­te ich unbe­dingt gele­sen haben?
  8. Wel­ches Buch hast du zuletzt fer­tig gele­sen, und wo?
  9. Ich ver­las­se das Haus nie ohne …?
  10. Was ist für dich Arbeit?
  11. Glaubst du, dass es ins­ge­samt und über­haupt so wei­ter­ge­hen kann? Und wenn nicht: was ziehst du für Schlüs­se daraus?

Zehn halb­wegs aktiv blog­gen­de Leu­te zu fin­den, deren Ant­wor­ten mich inter­es­sie­ren wür­den, ist gar nicht so ein­fach. Mal sehen. Wie wäre es mit Bene­dikt, Ella, Felix, Hen­ning, Julia, Kon­stan­tin, Lukas, Nils? (Bit­te igno­rie­ren, wenn es euch eher stört …)

Die übri­gen zwei Plät­ze las­se ich mal frei, wer sich das Stöck­chen schnap­pen will, darf gerne ;-)

* „Stöck­chen“ sind so Fra­ge­bö­gen, die Blog­ge­rIn­nen Blog­ge­rIn­nen zuwer­fen. Ich habe mir den Spaß gemacht, die Ket­te bzw. die Stöck­chen­staf­fel für die­ses hier mal zurück­zu­ver­fol­gen (und ich hof­fe, damit jetzt nicht bei Akis­met zu landen). 

Die Expe­di­ti­on in unbe­kann­te Wel­ten – von Welt­ver­bes­se­rung zurück über ein Papa­blog zu Mama­blogs zu Schön­heits­blogs mit Fra­gen, die sich dem­entspre­chend im Lauf der Zeit deut­lich wan­del­ten – sieht so aus: Chris­ti­an Hoe­buschHarald Schirm­erSebas­ti­an Thiel­keSte­fan Pfeif­ferUwe HauckJohan­nes Kor­tenSven Traut­weinFran­ziTin­kaa Bel­laBian­ca Klein­stadt­mut­tiKathi Kul­ler­kindWin­ter­ba­byHerz­mut­tertooth­some­bookHave a lookSummer.RainTheJinJin85Cor­vinaLan­diaMila LanusaStraw­ber­ry­gla­zeJas­minFre­ches EtwasVan­na – http://alittlelittlesomething.blogspot.de/ (Blog exis­tiert nicht mehr).

Jeden­falls sind alle Gerüch­te, dass das Medi­um Blog tot ist, völ­lig über­trie­ben, wenn ich mir das so anschaue. Auch wenn’s defi­ni­tiv nicht mei­ne The­men sind, wird da sehr leb­haft gebloggt.

** Apro­pos Job: Dazu gehört auch der Ent­wurf par­la­men­ta­ri­scher Anfra­gen. Also Lis­ten mit Fra­gen an die Regie­rung. Die dür­fen dann aller­dings maxi­mal zehn Fra­gen haben.

War­um blog­ge ich das? Sah nach einem intel­li­gen­ten Spiel aus. Weiß aber nicht, ob ich das wirk­lich so sehe.

6 Antworten auf „Achtung, ein Best Blog Award kommt geflogen“

  1. Hey Till, ich bin dem Ping­back mal neu­gie­rig gefolgt und bin über­rascht, was für einen inter­es­san­tes Blog ich hier gefun­den habe :) Die­ses Stöck­chen Spiel ist doch nicht so blöd wie es auf den ers­ten Blick wirkt – ein­mal ordent­lich durch­ge­rührt… man muß sich wohl nur mal die Mühe machen und durch­bli­cken, vie­len Dank dafür!

    Lie­be Grü­ße, Janina

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