Kurz: Auf den Rahmen kommt es an

In den aktuellen Deutschlandtrend wurde ein kleines statistisches Experiment eingebaut. Die Frage nach der Zufriedenheit mit der Bundesregierung wurde in drei Varianten gestellt (ich vermute, zufällig entweder so, so oder so). Und zwar wurde einmal nach der Zufriedenheit mit der Bundesregierung, dann nach der Zufriedenheit mit der Regierung Merkel und schließlich nach der Zufriedenheit mit der CDU/CSU-FDP-Bundesregierung gefragt. Je nachdem sind 52, 56 oder nur 38 Prozent der Befragten mit der Regierung zufrieden. Ein schönes Beispiel für den Framing-Effekt: Je nachdem, wie die Frage gerahmt ist – allgemein, auf die Person Merkel oder auf die Parteien CDU, CSU und FDP zugeschnitten – werden andere Erwartungen damit verbunden, und reagieren Befragte anders.

Für den Wahlkampf lässt dieses interessante Experiment der ARD demnach nur einen Schluss zu: Machen wir die Wählerinnen und Wähler aktiv darauf aufmerksam, dass eine Wahl von CDU, CSU und FDP (und der entsprechenden KandidatInnen) tatsächlich dazu führt, dass CDU, CSU und FDP gewählt werden!

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