Nur Männer für Netzneutralität?

Heu­te Ges­tern mor­gen ist die Initia­ti­ve pro Netz­neu­tra­li­tät gestar­tet. Gute Sache! Und in Win­des­ei­le wur­den aus den 21 Erst­un­ter­zeich­ne­rIn­nen inner­halb eines hal­ben Tages über 3000 Per­so­nen. So weit, so gut.

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Zwei der drei Erst­un­ter­zeich­ne­rin­nen. Und eini­ge der 18 Erstunterzeichner.

Was mich und auch ande­re irri­tiert hat, ist der Ein­druck, der beim Durch­scrol­len der Unter­zeich­ne­rIn­nen-Lis­te ent­steht: da ste­hen fast nur Män­ner. Ich hat­te ja vor ein paar Tagen schon auf die Zah­len zur Netz­nut­zung nach Geschlecht hin­ge­wie­sen, und auch die Erfah­run­gen mit Netz-Arbeits­krei­sen oder dem Außen­bild der Pira­ten­par­tei las­sen eine Ungleich­ver­tei­lung nach Geschlecht erwar­ten – aber so wie da?

Ich habe mal nach­ge­zählt: unter den 600 Unter­zeich­ne­rIn­nen von Nr. 2807 bis 3406 sind 80 per Namen mehr oder weni­ger klar als Frau­en erkenn­bar. Die übri­gen 520 tra­gen männ­li­che Namen, sind Pseud­ony­me und Orga­ni­sa­tio­nen oder ander­wei­tig nicht klar geschlecht­lich zuzu­ord­nen. Zumin­dest für die­sen Zeit­raum sind es also 13% Frau­en­na­men. Das ist schon mal ganz inter­es­sant, weil es höher liegt als mei­ne Schät­zung von 10%, die mir selbst wie­der­um eher zu hoch gegrif­fen erschien. Es sind also ein biß­chen mehr Frau­en unter den Unter­zeich­ne­rIn­nen als mann das wahrnimmt.

Jetzt könn­te das ein Effekt der ver­schie­de­nen Tweets etc. sein, dass bis­her nur Män­ner unter­zeich­net haben. Des­we­gen habe ich noch­mal 100 Ein­trä­ge aus dem Beginn genom­men (400 bis 499): Hier kom­me ich auf acht Namen, die ich jetzt erst­mal als weib­lich wahr­neh­men wür­de (ent­spre­chend also 8% aller Unter­zeich­ne­rIn­nen in die­ser Stich­pro­be). Das ent­spricht schon eher dem ers­ten Eindruck.

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber das gan­ze Spiel noch­mal mit 2200 bis 2299 – hier sind es eben­falls 8%.

Ers­tes Zwi­schen­fa­zit: die Auf­ru­fe, dass auch Frau­en doch bit­te unter­zeich­nen sol­len, schei­nen etwas bewirkt zu haben – all­zu­viel aber auch nicht.

Ein inter­es­san­ter Ver­gleich zwi­schen den drei Stich­pro­ben: in den ers­ten bei­den (400 ff. und 2200 ff.) sind alle als Frau­en iden­tif­zier­te Unter­zeich­nen­de mit vol­lem Namen dabei. In der Stich­pro­be ab 2807 – also bei den neus­ten Ein­trä­gen – fin­de ich unter den 60 wahr­schein­li­chen Frau­en 17, die nur mit Vor­na­men, Vor­na­men und abge­kürz­tem Nach­na­men oder mit Pseud­onym auf­tre­ten. Das ist immer­hin deut­lich mehr als ein Vier­tel in die­ser Gruppe. 

Dar­aus lie­ße sich die The­se ablei­ten, dass die Selbst­ver­ständ­lich­keit, mit gan­zem Namen, also iden­ti­fi­zier­bar auf­zu­tre­ten, im Netz für Män­ner grö­ßer ist als für Frau­en. Also ein: na gut, ich unter­schreib das, aber doch nicht mit vol­lem Namen! Auch das hat eine gewis­se Plau­si­bi­li­tät. Um die­ser The­se nach­zu­ge­hen, müss­te ein­mal gezählt wer­den, wie groß der Anteil pseud­ony­mer Ein­trä­ge bei den als männ­lich iden­ti­fi­zier­ba­ren Namen ist – da es dabei um 85–90% der jewei­li­gen Grup­pe geht, war mir das für einen schnel­len Blog­ein­trag heu­te abend zu auf­wen­dig. Viel­leicht mag ja jemand zäh­len und im Kom­men­tar nachtragen. 

Unab­hän­gig davon, ob es nun 8 oder 13% Frau­en unter den Unter­zeich­ne­rIn­nen sind, bleibt die Fra­ge nach dem War­um. Anders gesagt: wie konn­te sich Netz­po­li­tik – immer­hin ja ein sehr jun­ges Poli­tik­feld – als männ­li­che Domä­ne ent­wi­ckeln? Wel­chen Anteil haben die tech­ni­kaf­fi­nen Wur­zeln (CCC etc.) dabei? Gibt es sowas wie (aktive/​unbewusste) Aus­s­schluss­me­cha­nis­men – Hacker­se­xis­mus als Stich­wort – und am wich­tigs­ten: Wie kann Netz­po­li­tik zu einem Feld wer­den, dass sich die­ser Mecha­nis­men bewusst ist und in dem aktiv dar­an gear­bei­tet wird, struk­tu­rell wie the­ma­tisch den Pfad »Män­ner­bund« zu ver­las­sen? (Neben­bei: auch die Alpha-Blog­gern mit hoher Sicht­bar­keit sind fast durch­weg Män­ner – und tra­gen damit zur Pfad­aus­bil­dung bei).

Gera­de Netz­neu­tra­li­tät ist ein gutes Bei­spiel: denn es ist ja gera­de kein »tech­ni­sches« The­ma, auch wenn es erst­mal tech­nisch daher­kommt, son­dern die gesell­schafts­po­li­ti­sche Fra­ge danach, wie die Netz­in­fra­struk­tur poli­tisch regu­liert wer­den soll, was der Markt darf, und wel­che Mög­lich­kei­ten »unab­hän­gi­ge« Inhalts­an­bie­te­rIn­nen in Zukunft haben wer­den. Das betrifft – mei­ne ich jeden­falls – alle Men­schen, ganz unab­hän­gig vom Geschlecht.

Aber noch­mal: stim­men die­se Über­le­gun­gen? Und was lie­ße sich tun? Oder, anders gefragt: war­um haben die Frau­en (und Män­ner), die inhalt­lich für Netz­neu­tra­li­tät sind, und sich bis­her nicht an der Kam­pa­gne betei­ligt haben, dar­an noch nicht beteiligt?

War­um blog­ge ich das? Weil ich nach mei­ner Schät­zung irgend­wo zwi­schen 90 und 99% Män­ner dann doch mal schau­en woll­te, ob das stimmt – oder ob mir da mei­ne eige­ne Geschlech­ter­erwar­tungs­hal­tun­gen einen Streich in der Wahr­neh­mung spielt. Und nach­dem ich dann schon gezählt hat­te, woll­te ich das – typisch Mann? – auch mit­tei­len, obwohl’s nicht mehr als das Äqui­va­lent einer hek­ti­schen und unge­nau­en Strich­lis­te war …

Nach­trag: Bei der Mäd­chen­mann­schaft wird erör­tert, war­um Netz­neu­tra­li­tät gera­de aus queer-femi­nis­ti­scher Per­spek­ti­ve ein The­ma sein sollte.

29 Antworten auf „Nur Männer für Netzneutralität?“

  1. Tol­le Ana­ly­se, Till. Deckt sich mit mei­nen Beob­ach­tun­gen im Netz.

    Übri­gens noch ne Beob­ach­tung zum »Aus­füll-Ver­hal­ten« bei Internet-Bestellformularen:

    Frau­en tra­gen viel häu­fi­ger sämt­li­che Daten ein, die gefragt wer­den, und küm­mern sich nicht um http:// oder https:// beim Absenden.

    Män­ner geben oft nur das Nötigs­te an und nut­zen öfter den Daten­trans­fer via https://. Wenn aber jemand wie ich (aus Kos­ten­grün­den) ein SSL-Eigen­zer­ti­fi­kat für siche­re Daten­über­tra­gung ver­wen­det, gibt es von Frau­en nur höf­li­che Nach­fra­gen, ob das mit dem Zer­ti­fi­kat so in Ord­nung sei, wäh­rend Män­ner extrem reagie­ren, mit rüpel­haft-pöbeln­den Mails, meter­lan­gen juris­ti­schen Abhand­lun­gen über ihre Rech­te im Netz und die Daten­un­si­cher­heit im All­ge­mei­nen wie im Besonderen.

  2. Denk mal noch ein Stück­chen wei­ter: War­um stellt sich die­se Fra­ge ein Mann?
    Inter­net ist nach außen hin extremst männ­lich, bis­her. Die Gleich­ge­schlecht­lich­keit, bes­ser noch: die Geschlech­te­re­ga­li­tät, die gera­de im Netz eine per­fek­te Chan­ce hät­te haben kön­nen, wurde/​wird leicht­fer­tig verspielt.
    Das wird sich (hof­fent­lich bald) ändern!!

  3. Ich will den Jungs ja nicht wie­der einen vor den Latz knal­len, aber ja, das ken­nen wir ja seit Jah­ren, dass die sich hin­stel­len und Papie­re schrei­ben und dann wahl­wei­se die eine oder die ande­re noch mit rauf­neh­men auf ihre Lis­te. Es gab ja auch nach der re:publica 2009 die Debat­te um Frau­en auf Podi­en und danach zB haben die Ver­an­stal­ter – glau­be ich – schon ein Bewusst­sein ent­wi­ckelt und haben auch bei der Pla­nung der re:publica 2010 sol­ches mit einbezogen.

    Drü­ber reden bringt also durch­aus was, wenn­gleich mög­li­cher­wei­se nur in unse­ren, grund­sätz­lich für Geschlech­ter­fra­gen offe­nen Kreisen. 

    So oder so also: Man muss das The­ma noch mehr zur Spra­che brin­gen und immer wie­der weib­li­che »Vor­bil­der« auf Podi­en und bei sol­chen Papie­ren ein­for­dern. Und auch Ein­bin­den in netz­po­li­ti­sche Arbeit: dass sich die Jungs mal Gedan­ken machen und, bevor sie eine sol­che Akti­on star­ten, auch Frau­en ein­bin­den. (Und nicht nur als Name auf der Lis­te, was aber, wie ich sag­te, schon bes­ser ist als nichts.) Die könn­ten ja übri­gens auch eige­ne, gute Ideen ein­brin­gen, mög­li­cher­wei­se gar geprägt durch ihre weib­li­che Sozialisation! ;-)

    Und war­um es so ist, dass aktu­ell die Netz­po­li­tik so männ­lich ist? Ich glau­be, das hängt schon damit zusam­men, dass es auch um Tech­nik geht bei Netz­po­li­tik, ja. Und lei­der, lei­der … na, das kennt man ja zu Genüge.

  4. Das Pha­e­no­men kennt man nicht nur aus dem Netz. Beim Unter­schrif­ten­sam­meln fuer die BT-Wahl letz­ten Som­mer oder der­zeit fuer die Kam­pa­gne gegen Abge­ord­ne­ten­be­stechung, ist es (gefuehlt) in 9 von 10 Fael­len bei einem Paer­chen so, dass nur der Mann unter­schreibt bzw. Frau erst unter­schreibt, wenn Mann es getan hat. Bei Ein­zel­per­so­nen und gleich­ge­schlecht­li­chen Grup­pen sieht das schon wie­der anders aus. War­um das so ist? Weiss ich auch nicht so wirklich.
    Einen klei­nen Hin­weis geben man­che Frau­en viel­leicht: Grund­saetz­lich sind vie­le Frau­en schwe­rer davon zu ueber­zeu­gen ihren Namen preis­zu­ge­ben auch wenn sie von der Sache an sich ueber­zeugt sind.

    Im Inter­net kommt sicher noch die Nut­zer­struk­tur hin­zu. Und dann stellt sich noch die Fra­ge wie sich die Pro-Netz­neu­tra­li­ta­et-Kam­pa­gne der­zeit am meis­ten ver­brei­tet? Twit­ter? Tech­blogs? Ich wuer­de mal behaup­ten dass auch dort die Nut­zer- und Leser­struk­tur eher maenn­lich ist. Macht schon jemand Wer­bung auf Facebook?

  5. @Turtle: Twit­ter, Face­book sind – ver­mu­te ich – Haupt­ver­brei­tungs­ka­nä­le: das sind nun aller­dings bei­des Medi­en, die inter­net­un­ty­pisch rela­tiv stark von Frau­en genutzt werden. 

    Ich habe übri­gens (an grü­nen Info­stän­den etc.) eher die Erfah­rung gemacht, dass bei Pär­chen Frau­en den Fly­er anneh­men, unterschreiben …

    @Julia: drei der übli­chen ver­däch­ti­gen Frau­en ste­hen ja mit bei den Erst­un­ter­zeich­ne­rin­nen. Aber du hast recht: da liegt ver­mut­lich ein Initi­al­feh­ler. Selbst­kri­tisch muss ich sagen, dass mir das z.B. bei der Netz­po­li­tik-Debat­te in BaWü auch erst im Nach­hin­ein auf­ge­fal­len ist. Eben­so, wie ich erst nach der – deut­lich männ­lich domi­nier­ten Debat­te dazu auf dem Par­tei­tag – mal über­legt habe, wel­che Red­ne­rin­nen (neben der Gast­red­ne­rin Con­stan­ze Kurz) viel­leicht noch­mal direkt hät­ten ange­spro­chen wer­den kön­nen, dass Netz­po­li­tik ja eigent­lich ihr The­ma ist. Kom­pe­tenz dazu gibt es näm­lich durch­aus – nur wird der Trans­fer von »Ich mach Bür­ger­rechts­po­li­tik« oder »Ich mach Arbeits- und Wirt­schafts­po­li­tik« oder »Ich mach Umwelt­po­li­tik« zu »Das hat was mit die­sem omi­nö­sen The­men­be­reich Netz­po­li­tik zu tun« sel­ten gemacht (war jeden­falls mein Ein­druck nach einem kur­zen Gespräch mit einer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten, die sich an der Debat­te nicht betei­ligt hat). Inso­fern ja: es liegt sicher auch dar­an, gleich von Anfang an dar­über nach­zu­den­ken, wie Frau­en und Män­ner betei­ligt wer­den. (Vor­bild­lich hier die Ein­la­dungs­po­li­tik der Böll-Stif­tung, die halt auch für Podi­en eine (wei­che) Quo­te hat. Das heißt dann: bei der Pla­nung einer Netzpol.-Veranstaltung ist jede/​r gezwun­gen, sehr inten­siv zu über­le­gen, wel­che Refe­ren­tin­nen ein­ge­la­den wer­den könnten).

  6. Eine wei­te­re Ver­mu­tung: Frau­en unter­schrei­ben poli­ti­sche Auf­ru­fe vor allem, wenn sie einen ihrer Mei­nung nach gra­vie­ren­den Miss­stand erken­nen. Zum Bei­spiel die Hebammenpetition.
    Sie sind aber zurück­hal­ten­der, wenn es um ein Kon­zept wie das der Netz­neu­tra­li­tät geht, wo sie das Gefühl haben, sie könn­ten von den Autoren über­vor­teilt wer­den, zu schnell einem Ent­wurf für eine Ord­nung zuzu­stim­men, in der Neu­tra­li­tät vor allem ein Plä­doy­er dafür ist im Namen von Frei­heits­rech­ten alles so zu las­sen, wie’s ist.

    Die Erfah­rung von Ulf, dass Frau­en die Anony­mi­tät des Net­zes weni­ger für ver­ba­le Atta­cken miss­brau­chen, tei­le ich.
    Das kann aber auch dazu füh­ren, dass Frau­en, die prin­zi­pi­ell nicht mit Pseud­onym unter­schrei­ben, auf’s Unter­schrei­ben ganz ver­zich­ten. Oder auch auf’s Schreiben.

  7. Klar sind Frau­en meist deut­lich vor­sich­ti­ger, irgend­et­was anzu­ge­ben. Seit Kind­heit wird uns ein­ge­impft, auf unse­re Geträn­ke auf­zu­pas­sen, damit kei­ner was rein­schmeißt, bloß nicht zu sagen, dass wir allei­ne woh­nen, wo wir woh­nen, wenn wir jeman­den ken­nen­ler­nen – nach­her kommt der und ver­ge­wal­tigt uns (neben den genannn­ten War­nun­gen gibt es natür­lich noch x ande­re). Das lässt sich nicht so ein­fach abstellen.

    Und wie alles ande­re ist auch der Umgang mit dem Inter­net mit einer Lern­kur­ve ver­bun­den. Inzwi­schen nut­zen zwar vie­le Frau­en das Inter­net, d.h. aber noch lan­ge nicht, dass alle von ihnen auch schon auf Netz­po­li­tik gesto­ßen sind. Hin­zu­kommt dann lei­der, dass vie­le Ange­bo­te für Frau­en sich auch im Inter­net dadurch aus­zeich­nen, dass sie auf Poli­tik kom­plett verzichten.

    Schließ­lich: Dan­ke für die Erwäh­nung mei­nes Bei­trags, lei­der ist da gar kein Link, den ich hier­mit nachreiche.

    http://maedchenmannschaft.net/netzpolitik-in-feministischem-kontext/

  8. @Helga: So, jetzt ist der Link auch oben da, wo er sein soll­te. (HTML-Syn­tax zwi­schen Kind und Com­pu­ter war dann wohl irgend­wie eine Über­for­de­rung für mich). 

    Neu­gie­ri­ge Fra­ge: ist das mit der »Erzie­hung« zur Vor­sich­tig­keit wirk­lich immer noch so?

    Zur Lern­kur­ve: das erklärt, war­um Frau­en sich nicht betei­li­gen – aber es erklärt nicht, war­um Män­ner sich betei­li­gen. Wie kommt der Link zwi­schen Com­pu­ter­spie­le­rei, Tech­nik, Tech­nik, Tech­nik und dann dem vagen poli­ti­schen Enga­ge­ment im Sin­ne »Peti­ti­on unter­schrei­ben« zustan­de? Auch die meis­ten »Ange­bo­te für Män­ner« sind ja unpolitisch.

  9. @Till: Alle auf­ge­führ­ten Bei­spie­le sind mir tat­säch­lich so gesagt wor­den. Sogar vor knapp einer Woche wur­de mir gera­ten, doch lie­ber nicht gleich nach Haus zu gehen. Nach einer Fei­er stan­den wir noch mit ein paar Leu­ten an der letz­ten gemein­sa­men Kreu­zung und zwei männ­lich Freun­de mein­ten, da sei gera­de so ein „ver­däch­tig aus­se­hen­der Mann” auf dem Bür­ger­steig lang gegan­gen (und das obwohl ich mich in meh­re­ren Kampf­sport­ar­ten aus­ken­ne und einen Metal­l­ei­mer dabei hat­te…, ist aber ne ande­re Geschichte).

    Unpo­li­ti­sche Ange­bo­te für Män­ner, etwa Men’s Health, sind erst in letz­ter Zeit ent­stan­den und ahmen dezi­diert die Frau­en­zeit­schrif­ten nach. Vie­le ande­re Ange­bo­te, die sich nicht expli­zit an Män­ner rich­ten, dafür aber viel über Netz­po­li­tik berich­ten, etwa Hei­se, sind ein­fach lan­ge män­ner-domi­niert. Da kom­men dann sicher auch vie­le klei­ne Fak­to­ren zusammen.
    Die teil­wei­se sehr tech­ni­schen The­men schre­cken die ers­ten Frau­en ab, sexis­ti­sche Kom­men­ta­re sind weit ver­brei­tet (lei­der auch bei SpOn, Faz etc), „Frau­en­pro­ble­me” wie Online-Stal­king und sexua­li­sier­te Dro­hun­gen wer­den sel­ten bespro­chen. Und natür­lich sind Frau­en heu­te noch die­je­ni­gen, die in ers­ter Linie für die Kin­der­be­treu­ung zustän­dig sind, gera­de bei den Debat­ten um z.B. Netz­sper­ren wird das aber völ­lig ver­ges­sen, statt da kon­struk­tiv anzu­set­zen. Das hat sicher vie­le Müt­ter die „Netz­po­li­tik-Bewe­gung” sehr kri­tisch sehen lassen.

  10. @Helga: Du schriebst: »Klar sind Frau­en meist deut­lich vor­sich­ti­ger, irgend­et­was anzugeben.«

    Ich behaup­te­te mit mei­nem Ein­gangs­bei­trag zu die­sem Blog­the­ma das genaue Gegen­teil, und zwar aus der Erfah­rung, die ich im täg­li­chen Umgang mit hier her­ein­tru­deln­den Bestel­lun­gen aus dem Inter­net mache.

    Frau­en geben meis­tens zu allen For­mu­lar­fel­dern Daten an (schrei­ben bei »Fax:« auch schon mal »hab ich 2003 abge­schafft«), wäh­rend Män­ner oft nicht mal ihren Vor­na­men wis­sen oder preis­ge­ben wol­len, geschwei­ge denn ihre E‑Mail-Adres­se. (Die schi­cken dann anschlie­ßend Droh­brie­fe, war­um ich nicht per E‑Mail geant­wor­tet habe.)

  11. Zu den gro­ßen Fra­gen nach den Hin­ter­grün­den des Ungleich­ver­hält­nis­ses habe ich seit der Alpha­blog­ger-Geschich­te kei­ne neu­en Erkennt­nis­se gewon­nen. Und wenn ich lese, wie hier mal wie­der über Män­ner und Frau­en als so und so han­deln­de Groß­grup­pen spe­ku­liert wird, habe ich den Ein­druck, dass es ande­ren da nicht bes­ser geht. ;)

    Mein per­sön­li­cher Grund als weib­lich iden­ti­fi­zier­ba­re und an Netz­neu­tra­li­tät inter­es­sier­te Per­son noch nicht bei die­ser Akti­on mit­ge­macht zu haben, ist: Mir ist bis­her unklar, was es kon­kret für das Anlie­gen bringt, mei­nen Namen auf irgend­ei­ne Web­sei­te zu schrei­ben. Sol­len damit haupt­säch­lich Mail­adres­sen gesam­melt wer­den, um spä­ter zu kon­kre­ten Aktio­nen mobi­li­sie­ren zu kön­nen? Geht es um gro­ße Namen bei den Unter­zeich­nen­den? Eine gro­ße Anzahl Inter­es­sier­ter in mög­lichst kur­zer Zeit? Ich war ein paar­mal auf der Sei­te, ohne dass ich über den Zweck Klar­heit gewon­nen hät­te. Ich muss­te die Erklä­rung drei­mal lesen, bis ich es zum letz­ten Satz geschafft habe, in dem erst­mals eine For­de­rung steht. „Netz­neu­tra­li­tät gesetz­lich ver­an­kern“, juhu, end­lich eine Aus­sa­ge und so kon­kret. Mein Pro­blem ist weni­ger, dass „die Jungs wie­der so ein Papier geschrie­ben haben“, als dass mir Inhalt und Pro­ze­de­re viel zu unkon­kret sind.

    Dann erst kommt hin­zu, dass ich mei­nen Namen ungern ver­brei­te. (Wo dann even­tu­ell die Mecha­nis­men grei­fen, die Hel­ga beschrie­ben hat.) Und bevor ich lan­ge das Für und Wider abwä­ge, hal­te ich mich bei Sachen, die mich nicht gleich über­zeu­gen, meist zurück. Für Off­line-Unter­schrif­ten­ak­tio­nen gilt da ähn­li­ches. Bei E‑Petitionen (Heb­am­men etc.) ist es anders. Was das jetzt ent­schei­dend damit zu tun hat, dass ich „eine Frau bin“…

  12. @Ulf Dun­kel: Ich weiß nicht, in wel­chem Zusam­men­hang Dei­ne Erfah­run­gen ste­hen. Mei­ner Erfah­rung nach ist die spä­te­re Sicht­bar­keit wich­tig, wie auch, wer danach fragt. So sind die Pro­fi­le von Frau­en in sozia­len Netz­wer­ken deut­lich häu­fi­ger nicht sicht­bar für Frem­de und bei solch öffent­li­chen Aktio­nen sind vie­le vor­sich­tig. Geht es um Anga­ben zu Gewinn­spie­len oder wenn die Anga­ben von Fir­men, staat­li­chen Insti­tu­tio­nen etc kom­men, dann sieht das schon wie­der anders aus. Gera­de bei letz­te­rem kommt dann wie­der der Aspekt hin­zu, dass Frau­en es immer allen recht machen und bloß kei­ne Pro­ble­me ver­ur­sa­chen sol­len. Auch das ist lei­der noch eine Vor­ga­be, die bis heu­te klei­nen Mäd­chen ein­ge­impft wird.

  13. @thinkpunk: Dan­ke für die Per­spek­ti­ve – mei­ne eige­ne Pra­xis ist eher ein »schnell mal gucken, klingt sinn­voll, klar, dann unter­schreib ich das auch«. Ohne mir irgend­ei­nen Gedan­ken dar­über zu machen, was mit mei­ner eMail-Adres­se geschieht (klar, die brau­chen die, um »rich­ti­ge« Unter­schrif­ten zu haben, Opt-In; aber die wer­den schon kei­nen Mist damit machen, ste­hen ja für die rich­ti­ge Sache), und – in dem Fall – ohne mir die eigent­li­che Erklä­rung bis ins Detail durch­ge­le­sen zu haben. Und dann noch schnell ret­wee­ten. Mit lei­sen Zwei­feln dar­an, ob das Anlie­gen »zieht« (tut es …), und ob die Akti­ons­form »Unter­schrif­ten­sam­meln« nicht eigent­lich aus­ge­reizt ist. 

    Soweit mei­ne Pra­xis: Als Mann? Als im Netz eher extro­ver­tiert auf­tre­ten­de Per­son? Als (netz)politisch Sozialisierter?

  14. Ich den­ke die Zah­len­ver­tei­lung zeigt vor allem eins: Netz­po­li­tik hat es nicht geschafft sich wesent­lich aus dem Dunst der Nerd­sze­ne her­aus­zu­be­we­gen und spie­gelt des­halb die dort herr­schen­den Verhältnisse.

  15. Unab­hän­gig von der Geschlech­ter­ver­tei­lung, die Sinn­haf­tig­keit die­ser Akti­on ist mir abso­lut nicht ein­gän­gig, da muss ich mich think­punk anschließen.

    Rein tech­nisch betrach­tet: Dass Diens­te oder IP-Adress­be­rei­che mit Packet­sha­ping, Prio­ri­ty Queu­ing etc. run­ter­ge­bremst oder auf bestimm­te Band­brei­ten begrenzt wer­den, ist seit Jahr­zehn­ten üblich. Sowas qua Gesetz ver­bie­ten zu wol­len ist lächer­lich und ein Fall von staat­li­cher Regelungswut.

  16. @blumentopf: So beson­ders ein­leuch­tend fin­de ich »wird schon gemacht« nicht als Grund dafür, von einer Regu­lie­rung abzusehen.

    Aber unab­hän­gig davon: ich gehe nicht davon aus, dass die im Netz akti­ven Frau­en den Auf­ruf des­we­gen nicht unter­zeich­nen, weil sie das Anlie­gen inhalt­lich falsch fin­den (viel­leicht unnö­tig, wie das oben Kat­ja ver­mu­tet hat). Und auch bei ande­ren Netz­ak­ti­vis­men sehen die Zah­len­ver­hält­nis­se ja ähn­lich aus. Inso­fern tut die Sinn­haf­tig­keit der Akti­on hier nur bedingt etwas zur Sache, oder?

  17. Ich habe mich eben ent­schie­den, nicht zu unter­zeich­nen. Ich bin zwar für Netz­neu­tra­li­tät, aber die­ses Mani­fest ist nicht meins.

    »Netz­neu­tra­li­tät ist in unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft sozi­al gebo­ten. Sie ver­rin­gert die digi­ta­le Spal­tung, da die Über­tra­gung von Inter­net­in­hal­ten nicht allein von der finan­zi­el­len Leis­tungs­fä­hig­keit der Anbie­ten­den oder Nut­zen­den abhän­gig ist. Netz­neu­tra­li­tät sichert somit den Zugang zu Wis­sen und Infor­ma­tio­nen unab­hän­gig von Her­kunft, Auf­ent­halts­ort, Ein­kom­men, sozia­ler Schicht und öko­no­mi­scher Leistungsfähigkeit.«

    Das liest sich fast so, als sei Ungleich­heit im Inter­net eine allein mit tech­ni­schen Mit­teln lös­ba­re Fra­ge, und das sehe ich anders. Und wie­so die digi­ta­le Spal­tung »ver­rin­gert« wird, wenn im Prin­zip alles bleibt so wie wir es ken­nen, hat sich wohl nie­mand so genau überlegt…

  18. @Helga: Ich bezie­he mich auf mei­ne Erfah­run­gen als Soft­ware­händ­ler, der fast 100 % sei­ner Bestel­lun­gen über das Inter­net von eige­nen Bestell­sei­ten bekommt und genau sieht, wer was ausfüllt.

    @blumentopf: »[…] die Sinn­haf­tig­keit die­ser Akti­on ist mir abso­lut nicht ein­gän­gig […]« – Wer so for­mu­liert, hat damit sicher Pro­ble­me. ;-) SCNR

  19. @ Julia Seeliger

    Ist das der hip­pe Grü­nen-Style Män­ner mit »Jungs« anzu­re­den. Wo es doch gera­de in dei­ner Par­tei sehr viel um Umgang »auf Augen­hö­he« geht.

  20. Und schon zeigt uns Jan, wes­halb Frau­en im Netz extrem vor­sich­tig sind: kaum betei­ligt sich frau irgend­wo, geht es frü­her oder spä­ter mit aggres­si­ven Kom­men­ta­ren von männ­li­cher Sei­te los, bis die Frau­en kei­nen Bock mehr haben, sich blöd anma­chen zu las­sen. Und mann scheut – wie hier – auch nicht vor klein­krä­me­ri­schem Nit­pi­cking zurück, um Frau­en wegzubeißen. 

    Selt­sa­mer­wei­se ist das in eng­lisch­spra­chi­gen Foren oder Blogs häu­fig weni­ger so, wes­halb sich dort auch wesent­lich eher Frau­en ein­fin­den und mit­ma­chen. Soweit ich weiß, ist das Pro­blem der Pira­ten­par­tei mit ihren dumpf­ba­cki­gen Macho­mit­glie­dern auch nur in Deutsch­land so groß, in ande­ren Län­dern gibt es das so nicht.

  21. @Till:

    Ich hab halt zuneh­mend den Ein­druck, dass es bei die­sen Netz­ak­ti­vis­men nicht mehr um die Sache geht, dass sie zum Selbst­zweck, zur Far­ce ver­kom­men. Bei­na­he im Monats­rhyth­mus läuft eine neue Akti­on, auf die die Poli­tik- und Inter­net-Jun­kies begeis­tert auf­sprin­gen. Letz­tes Jahr war’s die Zen­sur­su­la, im Juni war’s der Gauck, jetzt ist’s die Netzneutralität.

    Skep­tisch stimmt dabei vor allem, dass immer wie­der bestimm­te Per­so­nen wie die »Alpha-Blog­ger«, zuneh­mend aber auch Ver­tre­ter poli­ti­scher Par­tei­en sol­che Aktio­nen zur Selbst­pro­fi­lie­rung nut­zen. Damit mei­ne ich jetzt nicht dich, son­dern die auf den ers­ten Plät­zen die­ser Unter­schrif­ten­lis­te. Ich habe den Ein­druck, hier ran­geln sich eini­ge Leu­te, die als Inter­net­ex­per­ten oder Ver­tre­ter der Com­mu­ni­ty gese­hen wer­den wol­len, um die vor­ders­ten Lis­ten­plät­ze, und alle, die bei sol­chen Netz­ak­ti­vis­men »dabei sein« wol­len, tra­gen sich dann auch gleich mit ein. Mit dem Wort »ran­geln« – so emp­fin­de ich es halt – ist ja so eine gewis­se Ell­bo­gen­men­ta­li­tät kon­no­tiert, und das ist dann doch wie­der irgend­wo typisch Mann.

    In dem Hur­ra­ge­schrei gehen die weni­gen nach­denk­li­chen und skep­ti­schen Stim­men, wie etwa von Lutz Don­ner­ha­cke, prak­tisch unter. Anschei­nend schal­ten die Aller­we­nigs­ten ihr Hirn ein, bevor sie da unterschreiben.

    Aus tech­ni­scher Sicht ist die­se Initia­ti­ve, zumin­dest in der Pau­scha­li­tät ihrer For­de­rung, schlicht Non­sens. Man hat immer Eng­päs­se im Netz, man hat nie immer aus­rei­chend Band­brei­te zur Ver­fü­gung, man kommt also um Prio­ri­sie­rung von Ver­kehr oft nicht her­um. Setzt man daher die For­de­rung die­ser Initia­ti­ve um, ist kein ord­nungs­ge­mä­ßer Netz­be­trieb mehr möglich.

    Für mich wird die Absur­di­tät die­ser Initia­ti­ve in ers­ter Linie dadurch ersicht­lich, weil ich mit den tech­ni­schen Hin­ter­grün­den, also Band­brei­ten­ma­nage­ment, schon zu tun hat­te. Aber man muss das nicht zwin­gend auf der tech­ni­schen Ebe­ne ver­ste­hen, man/​frau kann auch schlicht auf der sozia­len Ebe­ne das Ver­hal­ten der Han­deln­den ana­ly­sie­ren, also die Pro­fi­lie­rung der Alpha-Blog­ger und das »piling onto« der Netz­ak­ti­vis­ten aus der zwei­ten Rei­he und drit­ten Rei­he, und wird zu den glei­chen Schlüs­sen kom­men. Dass frau mehr­heit­lich was Bes­se­res zu tun hat als da mit­zu­ma­chen, ist mir durch­aus verständlich.

  22. @ Glarg­leIn

    Krieg dich mal wie­der ein. Wenn hier ein Kom­men­ta­tor durch­ge­hend von Mäd­chen und Män­nern geschrie­ben hät­te, wie wür­de dei­ne Reak­ti­on dann aus­fal­len, klein­krä­me­ri­sches Nit­pi­cking? Nein, dann wür­dest du, ganz empört, den wider­li­chen Sexis­mus die­ses Kom­men­ta­tors anpran­gern, der es noch nicht ein­mal schafft, erwach­se­ne Frau­en als sol­che wahrzunehmen.

    Aber beim Sexis­mus gegen Män­ner, da haben die selbst­er­nannn­ten Gleich­be­rech­ti­ge­rIn­nen dann ganz viel sozi­al­kom­pe­ten­te Empathie.

  23. @Jan: Ent­spann´ Dich doch ein­fach. Zum einen hat Julia wohl ein biss­chen zuviel Main­stream-Fast­food in letz­ter Zeit genos­sen, davon wird selbst eine See­li­ger nicht seli­ger. Zum ande­ren ist unse­re Spra­che so männ­lich geprägt, dass es für die »Augen­hö­he« völ­lig okay ist, wenn Frau­en uns ab und zu auf das zurück­ho­len, was vie­le von uns tat­säch­lich nur sind: Gro­ße Jungs, die nur spie­len wollen.

  24. @Irene & blu­men­topf: dan­ke für die wei­ter­füh­ren­den Hin­wei­se zum The­ma, fin­de ich durch­aus lesenswert.

    @blumentopf: Hmmm. Du beschreibst das Wie des Ver­hal­tens von (männ­li­chen) Alpha-Blog­gern und Beta/­Gam­ma-Netz­ak­ti­vis­ten im Ver­gleich zu (weib­li­chen) Blog­ge­rin­nen und Netz­ak­ti­vis­tin­nen – aber dem War­um bringt uns das nicht näher, oder?

  25. ich fin­de, Fefe hat es nicht ver­stan­den. Das Inter­net ist eben nicht nur u.a. ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platz, son­dern auch u.a.ein Markt­platz. Und Netz­neu­tra­li­tät ist der Aus­druck, dass neben der Groß­bä­cke­rei auch noch ein klei­ner Bäcker mit ner Spe­zi­al­sor­te Brot den glei­chen Zugang zum Markt­platz hat. Das ist allei­ne schon tw. dadruch auf­ge­ho­ben, dass vie­le nicht in der Lage sind, ordent­lich Sei­ten mit Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung zu pro­gram­mie­ren – mit­hin auch eine Ökonomiefrage.
    Die­ses dog­ma­ti­sche Gere­de vom Online­shop­ping ver­wei­gert sich der Tat­sa­che, dass o.g. Bäcker hier noch ne zusätz­li­che Mög­lich­keit fin­det, sei­ne Ware zu ver­trei­ben oder sich bekannt zu machen.
    Und ich bin in jeder Par­tei froh, wenn sich was bewegt, auch bei uns. Den Vor­wurf an die Län­der, in denen wir mit­re­gie­ren, ist abso­lut berech­tigt. Aber dar­aus aus: »ich glaub euch nicht mehr bis in die Stein­zeit« (zwar an die SPD, aber hier sind wir sicher mit­ge­meint) grenzt aus und über­sieht, dass es auch in Par­tei­en Pro­zes­se gibt, die zu Mei­nungs- und Hand­lungs­än­de­run­gen füh­ren kön­nen. Glaub­te ICH das nicht, hät­te ich nach Afgha­ni­stan oder in Sachen Gen­der­po­li­tik nie bei den GRÜNEN blei­ben kön­nen. »Unser« Inter­net schließt ein, dass es kein »Euer« gibt – denn »wir« sind alle. Jeder hat sei­ne eige­nen Beweg­grün­de, ein Medi­um zu nut­zen. Dies zu (ver-)beurteilen, ist über­heb­lich – und falsch.

  26. Jan, es geht da nicht um Grü­ne. Es geht um die Erst­un­ter­zeich­ner. Ich habe mei­ne Grün­de für die Art und Wei­se zu formulieren.

    Zu dei­ner sehr »per­sön­li­chen« Kri­tik an mei­ner For­mu­lie­rung: Bist du von Hass zer­fres­sen, reflek­tierst du dei­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stil nicht oder hat dein selt­sa­mes Pos­ting noch ganz ande­re Gründe?

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