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»Das offenbare Geheimnis der elektronischen Medien ist ihre mobilisierende Kraft«

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Phone

Es ist vollkommen klar, daß die Bewußtseins-Industrie in den bestehenden Gesellschaftsformen keines der Bedürfnisse, von denen sie lebt und die sie deshalb anfachen muß, befriedigen kann, es sei denn in illusionären Spielformen. Es kommt aber nicht darauf an, ihre Versprechungen zu demolieren, sondern darauf, sie beim Wort zu nehmen und zu zeigen, daß sie nur kultur-revolutionär eingelöst werden können. Sozialisten […] die die Frustration der Massen verdoppeln, indem sie ihre Bedürfnisse zu falschen erklären, machen sich zu Komplizen eines Systems, das zu bekämpfen sie angetreten sind.

Hans-Magnus Enzensberger hat 1970 seinen »Baukasten zu einer Theorie der Medien« veröffentlicht. Eigentlich ist dieser Baukasten ein Text über die elektronischen Medien, der Brechts Radiotheorie samt ihres utopischen Gehalts aufnimmt und aktualisiert. Und es ist ein erstaunlich klarsichtiger Text über die Ambivalenz der Medien, die Utopie der Entfesslung ihrer emanzipatorischen Möglichkeiten und die Gefahr, auf der Suche nach Reinheit als linke Bewegung eine Position einzunehmen, die elektronische Medien verdammt – eine Position, die Enzensberger zurecht sowohl als sektiererisch als auch als unproduktiv bezeichnet.

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Kurz gelesen: Pat Murphy, There and Back again

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Pat Murphy: There and Back againIch sage es ja ungern, aber manchmal ist Amazon wirklich Gold wert – zum Beispiel dann, wenn es darum geht, obskure englischsprache SF-Taschenbücher günstig zu erwerben. Im Dezember las ich bei BoingBoing in einem Nebensatz, dass die SF-Schriftstellerin Pat Murphy (die mir bisher nichts sagte), den Hobbit ins Weltall verlegt habe. Gesehen, bestellt, und inzwischen angekommen und gelesen.

Und: hat mir gut gefallen. In There and Back again, by Max Merriwell (1999) verschiebt Murphy Tolkiens Hobbit in den Weltraum: Der Norbit Bailey Beldon, im gemütlichen Astroidengürtel zuhause und dort mit einer Teekessel-Rakete unterwegs, eine Nachricht. Die mystische Gitana schaut vorbei, und weniger später dann auch die Klone. Das Abenteuer beginnt. Sehr erkennbar, und doch sehr anders. Jede Station in Tolkiens Hobbit findet ihr Äquivalent in der Bailey Beldons Reise durch Raum und Zeit. Das Buch unterhält auf zwei Ebenen: Da ist der Wiedererkennungseffekt (ach, das ist hier die Seestadt, und das ist Gollum!), der allen Spaß machen könnte, die den Hobbit – also das Buch – kennen. Aber There and Back again ist auch für sich genommen eine gelungene Queste mit eigener Tiefe, die deutlich über eine oberflächliche Parodie hinausweist. Auch ohne Mittelerde-Hintergrund ist Murphys Buch ein spannendes Weltraumabenteuer, das manchmal ins Surreale abdriftet.

Ach ja: Der Grund, warum There and Back again bei BoingBoing erwähnt wurde, ist vielleicht auch noch nennenswert. Das auffällig ungleiche Geschlechterverhältnis im Hobbit verkehrt sich hier ins Gegenteil. Funktioniert auch.

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In der Buchhandlung

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Books I

Seit fast einem Jahr war da noch dieser Gutschein über 25 Euro, den ich geschenkt bekommen hatte, und den ich in der großen Buchhandlung hier vor Ort einlösen konnte.

Eigentlich eine gute Sache, so ein Gutschein: Ich lese ziemlich viel; die letzten Bücher, die ich zur Unterhaltung gelesen habe, können hier besichtigt werden. Dann habe ich – darauf werde ich gleich noch zurückkommen – manchmal ziemlich spezielle Vorstellungen davon, was ich gerne lese. Insofern: Gute Idee, einen Gutschein statt ein Buch zu verschenken, das mir vielleicht letztlich doch nicht gefallen hätte.

Dass der Gutschein noch immer uneingelöst von mir hierher und dorther geschleppt wurde, hatte wohl etwas damit zu tun, dass ich seltener in die Innenstadt kam. Aber, das muss ich zugeben, die Tatsache, dass ich den ganz überwiegenden Teil meiner Bucheinkäufe seit einigen Jahren über ein großes Internetversandhandelsunternehmen abwickle – auch diese Tatsache wird dazu beigetragen haben, dass der Gutschein so lange uneingelöst blieb. Kurzum: Erst heute hatte ich die Zeit und die Muße, mich in die große Buchhandlung im Stadtzentrum zu begeben, um das Geschenk endlich aus dem Virtuellen ins Reale zu verwandeln.

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In eigener Sache: dieses Blog unterstützen

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Ich habe ja so ein bißchen den Anspruch, dass mein Blog, wenn es schon einiges an Zeit in Anspruch nimmt, sich zumindest selbst finanzieren können soll. Was es bisher nicht tut: Auch mit Flattr und ein bißchen Amazon-Werbelinks ist dies bisher nicht wirklich der Fall. Und für VG-Wort-Zahlungen habe ich derzeit (noch?) zuwenig Zugriffe – die müssten sich (so ganz genau lässt sich das nicht sagen) in etwa verdoppeln. Deswegen hier fünf Wege, dieses Blog zu unterstützen (bzw. meine Arbeit daran mehr oder weniger symbolisch zu honorieren):

1. Flattr

Einfach mal nach rechts in die Leiste schauen: da ist der Flattr-Button (»Kaffeekasse«). Wer bei Flattr dabei ist, kann mir durch einen Klick darauf (oder auf die einzelnen Artikel) monatlich ein paar Cent zahlen. So sieht das bisher aus (kurz gesagt: ein bis zwei Euro Gewinn pro Monat). Auch einzelne Artikel können geflattrt werden.

2. Lesen, weitergeben und verlinken

Wie bereits angesprochen, liege ich bisher noch unter den Abrufmarken, ab denen die VG Wort für Blogbeiträge zahlt. Je mehr Leute hier regelmäßig mitlesen und interessante Texte – ich hoffe, die gibt es – auch weitergeben/verlinken, desto wahrscheinlicher ist es, dass Blogbeiträge in die VG-Wort-Ausschüttung rutschen. Da geht es um etwa 30 Euro pro Text, der die Zugriffszahlen erreicht und von mir verpixelt wurde. Und natürlich ist es auch ganz unabhängig von diesem monetären Anreizmechanismus für mich eine Anerkennung, wenn mein Blog gelesen, weitergegeben und verlinkt wird.

3. Weihnachtsgeschenke kaufen

Über das Amazon-Partnerprogramm erhalte ich für alles, was über diese Suchbox gesucht und gekauft wird, etwa 5% Provision (und ja, Amazon lässt sich durchaus kritisieren – ich nutze es trotzdem). Wer mir was Gutes tun will, kann also seine Suche nach Weihnachtsgeschenken hier unten beginnen.*

4. Weihnachtsgeschenke kaufen

Das hier ist mein Amazon-Wunschzettel – wer möchte, darf auch gerne mir was schenken ;-)

5. Auf einen Kaffee einladen

Und nicht zuletzt bleiben völlig unvirtuelle Wege: wer möchte, kann mich auch gerne auf einen Kaffee einladen. Falls ich zufällig mal am selben Ort bin. Oder so.

P.S.: Falls das jemand interessiert: ja, die so erzielten Einnahmen (1./2./3.) werden ordentlich versteuert, auch wenn das immer wieder (auch an völlig unerwarteten Stellen wie z.B. bei der Beantragung von Zuschüssen zu den Kindergartenkosten) zu einem Haufen völlig unnötiger Bürokratie führt.

* Ursprünglich wollte ich auch noch ganz viele tolle Geschenkideen raussuchen und mit Amazon-Einzeltitellinks versehen. Aber irgendwie ist mir das zu blöd: wenn es sinnvolle Ideen sein sollen, dann ist damit doch einiges an Aufwand verbunden, und den Bedarf dafür sehe ich nicht wirklich. Oder sieht das jemand anders?

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Kurz: Transparente Werbung auf diesem Blog

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Ich versuche ja, mein Blog weitgehend werbefrei zu halten, also keine Google-Ads etc., und keine gekauften Beiträge oder PR-Platzierungen. Die einzige Ausnahme ist der Kasten rechts in der Seitenleiste, der zwei Funktionen hat. Oben werden Bücher gezeigt, die ich selbst gerne gelesen habe. Sie verlinken auf die entsprechende Seite bei amazon.de. Wen jemand über den Link dorthin kommt, und das Buch kauft, erhalte ich ungefähr fünf Prozent »Werbekostenerstattung« gutgeschrieben. Die Auswahl der Bücher erfolgt von Hand, sie werden in zufälliger Reihenfolge angezeigt. Ich hatte auch schon mal mit kontextsensitiven Buchempfehlungen experimentiert, habe aber bisher nicht den Eindruck, dass das sinnvolle Ergebnisse zu Tage bringt.

Unter dem Buchcover ist zweitens ein Suchkasten zu sehen (wer über www.westermayer.de/till hierher kommt, und nicht über die eigentliche URL des Blogs, blog.till-westermayer.de, kennt den schon. Mittelfristig möchte ich beide Seiten zu dieser hier vereinen.

Auch der Suchkasten ist mit dem amazon-Partnerprogramm verlinkt, d.h. auch hier gilt: wer darüber ein Buch sucht und bei amazon.de kauft, beschert mir ungefähr fünf Prozent Werbekostenerstattung. Anders gesagt: wer dieses Blog gut findet, mir eine virtuelle Tasse Kaffee spendieren möchte und eh was bei amazon kaufen wollte, darf das gerne über den Suchkasten rechts tun.

P.S.: Wie gut oder schlecht selbst-aktualisierende Werbung funktioniert, lässt sich an diesem Kasten sehen:


Update: alles, was zum Suchkasten oben steht, stimmt weiterhin, die Buchauswahl läuft jetzt aber über Librarything, und da klappt es mit der Amazon-Vernetzung noch nicht so richtig. Dafür sind die Bücher wirklich empfehlenswert …

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