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In der Buchhandlung

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Books I

Seit fast einem Jahr war da noch dieser Gutschein über 25 Euro, den ich geschenkt bekommen hatte, und den ich in der großen Buchhandlung hier vor Ort einlösen konnte.

Eigentlich eine gute Sache, so ein Gutschein: Ich lese ziemlich viel; die letzten Bücher, die ich zur Unterhaltung gelesen habe, können hier besichtigt werden. Dann habe ich – darauf werde ich gleich noch zurückkommen – manchmal ziemlich spezielle Vorstellungen davon, was ich gerne lese. Insofern: Gute Idee, einen Gutschein statt ein Buch zu verschenken, das mir vielleicht letztlich doch nicht gefallen hätte.

Dass der Gutschein noch immer uneingelöst von mir hierher und dorther geschleppt wurde, hatte wohl etwas damit zu tun, dass ich seltener in die Innenstadt kam. Aber, das muss ich zugeben, die Tatsache, dass ich den ganz überwiegenden Teil meiner Bucheinkäufe seit einigen Jahren über ein großes Internetversandhandelsunternehmen abwickle – auch diese Tatsache wird dazu beigetragen haben, dass der Gutschein so lange uneingelöst blieb. Kurzum: Erst heute hatte ich die Zeit und die Muße, mich in die große Buchhandlung im Stadtzentrum zu begeben, um das Geschenk endlich aus dem Virtuellen ins Reale zu verwandeln.

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In eigener Sache: dieses Blog unterstützen

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Ich habe ja so ein bißchen den Anspruch, dass mein Blog, wenn es schon einiges an Zeit in Anspruch nimmt, sich zumindest selbst finanzieren können soll. Was es bisher nicht tut: Auch mit Flattr und ein bißchen Amazon-Werbelinks ist dies bisher nicht wirklich der Fall. Und für VG-Wort-Zahlungen habe ich derzeit (noch?) zuwenig Zugriffe – die müssten sich (so ganz genau lässt sich das nicht sagen) in etwa verdoppeln. Deswegen hier fünf Wege, dieses Blog zu unterstützen (bzw. meine Arbeit daran mehr oder weniger symbolisch zu honorieren):

1. Flattr

Einfach mal nach rechts in die Leiste schauen: da ist der Flattr-Button (»Kaffeekasse«). Wer bei Flattr dabei ist, kann mir durch einen Klick darauf (oder auf die einzelnen Artikel) monatlich ein paar Cent zahlen. So sieht das bisher aus (kurz gesagt: ein bis zwei Euro Gewinn pro Monat). Auch einzelne Artikel können geflattrt werden.

2. Lesen, weitergeben und verlinken

Wie bereits angesprochen, liege ich bisher noch unter den Abrufmarken, ab denen die VG Wort für Blogbeiträge zahlt. Je mehr Leute hier regelmäßig mitlesen und interessante Texte – ich hoffe, die gibt es – auch weitergeben/verlinken, desto wahrscheinlicher ist es, dass Blogbeiträge in die VG-Wort-Ausschüttung rutschen. Da geht es um etwa 30 Euro pro Text, der die Zugriffszahlen erreicht und von mir verpixelt wurde. Und natürlich ist es auch ganz unabhängig von diesem monetären Anreizmechanismus für mich eine Anerkennung, wenn mein Blog gelesen, weitergegeben und verlinkt wird.

3. Weihnachtsgeschenke kaufen

Über das Amazon-Partnerprogramm erhalte ich für alles, was über diese Suchbox gesucht und gekauft wird, etwa 5% Provision (und ja, Amazon lässt sich durchaus kritisieren – ich nutze es trotzdem). Wer mir was Gutes tun will, kann also seine Suche nach Weihnachtsgeschenken hier unten beginnen.*

4. Weihnachtsgeschenke kaufen

Das hier ist mein Amazon-Wunschzettel – wer möchte, darf auch gerne mir was schenken ;-)

5. Auf einen Kaffee einladen

Und nicht zuletzt bleiben völlig unvirtuelle Wege: wer möchte, kann mich auch gerne auf einen Kaffee einladen. Falls ich zufällig mal am selben Ort bin. Oder so.

P.S.: Falls das jemand interessiert: ja, die so erzielten Einnahmen (1./2./3.) werden ordentlich versteuert, auch wenn das immer wieder (auch an völlig unerwarteten Stellen wie z.B. bei der Beantragung von Zuschüssen zu den Kindergartenkosten) zu einem Haufen völlig unnötiger Bürokratie führt.

* Ursprünglich wollte ich auch noch ganz viele tolle Geschenkideen raussuchen und mit Amazon-Einzeltitellinks versehen. Aber irgendwie ist mir das zu blöd: wenn es sinnvolle Ideen sein sollen, dann ist damit doch einiges an Aufwand verbunden, und den Bedarf dafür sehe ich nicht wirklich. Oder sieht das jemand anders?

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Kurz: Transparente Werbung auf diesem Blog

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Ich versuche ja, mein Blog weitgehend werbefrei zu halten, also keine Google-Ads etc., und keine gekauften Beiträge oder PR-Platzierungen. Die einzige Ausnahme ist der Kasten rechts in der Seitenleiste, der zwei Funktionen hat. Oben werden Bücher gezeigt, die ich selbst gerne gelesen habe. Sie verlinken auf die entsprechende Seite bei amazon.de. Wen jemand über den Link dorthin kommt, und das Buch kauft, erhalte ich ungefähr fünf Prozent »Werbekostenerstattung« gutgeschrieben. Die Auswahl der Bücher erfolgt von Hand, sie werden in zufälliger Reihenfolge angezeigt. Ich hatte auch schon mal mit kontextsensitiven Buchempfehlungen experimentiert, habe aber bisher nicht den Eindruck, dass das sinnvolle Ergebnisse zu Tage bringt.

Unter dem Buchcover ist zweitens ein Suchkasten zu sehen (wer über www.westermayer.de/till hierher kommt, und nicht über die eigentliche URL des Blogs, blog.till-westermayer.de, kennt den schon. Mittelfristig möchte ich beide Seiten zu dieser hier vereinen.

Auch der Suchkasten ist mit dem amazon-Partnerprogramm verlinkt, d.h. auch hier gilt: wer darüber ein Buch sucht und bei amazon.de kauft, beschert mir ungefähr fünf Prozent Werbekostenerstattung. Anders gesagt: wer dieses Blog gut findet, mir eine virtuelle Tasse Kaffee spendieren möchte und eh was bei amazon kaufen wollte, darf das gerne über den Suchkasten rechts tun.

P.S.: Wie gut oder schlecht selbst-aktualisierende Werbung funktioniert, lässt sich an diesem Kasten sehen:


Update: alles, was zum Suchkasten oben steht, stimmt weiterhin, die Buchauswahl läuft jetzt aber über Librarything, und da klappt es mit der Amazon-Vernetzung noch nicht so richtig. Dafür sind die Bücher wirklich empfehlenswert …

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Kurz zu Amazonfail, und dann darüber hinaus

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Nur ein kurzer Hinweis auf die Causa Amazonfail (etwa »Amazon-Fehlschlag«). Seit einiger Zeit listet Amazon keine Bücher mit LGBT-Content (Lesbian, Gay, Bi, Trans) in den Rankings, und damit auch nicht mehr in den Bestseller-Listen und Empfehlungen. Großer Netzaufschrei, weil Amazon-Amis das Netz »sauber« halten wollen, um die prüden Mainstream-KundInnen nicht zu verprellen.

Unerwartete Wendung: möglicherweise war Amazon nur sehr indirekt schuld – tehdely skizziert die Möglichkeit eines »Angriffs« auf das Reputationssystem von Amazon, und weev behauptet, es gewesen zu sein (oder vielleicht auch nicht). Das dort skizzierte Vorgehen: erstelle über die Programmierschnittstelle eine Liste sämtlicher Produkte, die mit »gay« oder »lesbian« gekennzeichnet sind, nutze ein paar Sicherheitslücken bzw. die Möglichkeit des billigen Outsourcens von Routinetasks aus, und bewerte all diese Titel hunderte Male als »adult only«. Fertig. Und Amazon wundert sich über verärgerte AutorInnen und KundInnen.

Keine Ahnung, was wirklich dahintersteckt. Zwei Dinge werden durch »amazonfail« aber definitiv sichtbar: das Potenzial von Nahezumonopolisten wie Amazon, zu steuern, was im Netz sichtbar ist und was nicht, und damit so etwas ähnliches wie Zensur auszuüben – ganz ohne Legitimation –, und zweitens, dass Trust- und Reputationssysteme sich mit genügend Geduld leicht »hacken« und zu allem möglichen missbrauchen lassen.

Eine weit vom eigentlich Fall entfernt liegende Schlussfolgerung, über die ich mir (unabhängig von den hundert damit verbundenen Umsetzungsproblemen) immer mal wieder Gedanken mache: wäre es an der Zeit, eine Verstaatlichung nahezumonopolisierter Netzräume zu fordern? Durch die Netzwerkstruktur des Internet gibt es immer wieder Nahezumonopole für bestimmte Funktionen – diejenigen, die diese als erste oder als für einen bestimmten Zeitraum beste anbieten, und dann verwendet werden, weil alle sie verwenden. Bei Google oder Amazon ist diese Monopolisierung nicht notwendigerweise gegeben, bei allem, was in Richtung »social software« geht, liegt es in der Natur der Sache, dass die Plattform oder das Medium, das »alle« verwenden, am ehesten auch von den denen genutzt wird, die später dazu kommen (Bsp. Facebook). Aufmerksamkeitsspiralen.

Interessant wird es, wenn diese Anbieter quasi-öffentliche Leistungen zur Verfügung stellen. Die Navigation im Netz (Google). Die Kommunikation in einem neuen sozialen Raum (Facebook). Ein Medium für schnelle, synchrone, auf bestimmter Nutzerkreise beschränkte many-to-many-Kurznachrichten (Twitter). Der Zugriff auf gedruckte Bücher weltweit (Amazon)? Wenn hier Nahezu-Monopol und böse Absicht zusammenkommen – oder auch nur Sicherheitslücken und damit Ausfälle – dann fallen relativ essentielle gesellschaftliche Leistungen aus. Die Sichtbarkeit von lesbischer oder schwuler Literatur, im aktuellen Fall.

Ist es tatsächlich der Markt, der hier am besten agiert. Oder bräuchte es – wenn schon keine Verstaatlichung dieser Leistungen; wie die EU-Suchmaschinenprojekte gezeigt haben, kommt dabei nicht unbedingt sinnvolles heraus – zumindest einen globalen ordnungspolitischen Rahmen, der garantiert, dass die Nahezu-Monopolisten eben nicht politisch nicht legitimierte Zensur etc. ausüben, bzw. Schnittstellen anbieten, um Aufmerksamkeitsmonopole aufzubrechen. Nur mal so als Denkanregung.

Warum blogge ich das? Nach fast zwei Tagen offline und Familie bin ich heute »ins Netz zurückgekehrt« – und habe dann (neben Mixas Osterwünschen) erstmal #amazonfail gesehen. Und mich gewundert.

Update: Charles Stross verweist auf eine Entschuldigung seitens Amazon – und auf die Möglichkeit menschlichen Versagens als Ursache.

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