Archiv des Autors: Till

Vogelperspektive auf Übermorgen

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Z_Punkt, eine Zukunftsforschungsfirma, hat jetzt ein nettes PDF mit den 20 »Megatrends« zusammengestellt. Megatrends meint damit die groben Richtungen des globalen sozialen Wandels. Genauer gesagt:

Megatrends sind langfristige und übergreifende Transformationsprozesse.Wir sehen sie als wirkungsmächtige Einflussgrößen, die die Märkte der Zukunft prägen.

Teilweise geht es dabei um technische Entwicklungen, teilweise um den sozialen Wandel. Zusammen ergibt das Bild, das Z_Punkt hier – natürlich vor allem aus der Perspektive: darauf müssen Unternehmen reagieren – eine ziemlich klare Vorstellung darüber, was in vielleicht zwanzig Jahren der Kontext von Alltagsleben und Politik sein wird.

Die Trends reichen vom demografischen Wandel, einer neuen Stufe der Indivdualisierung und dem wachsenden Gesundheitsmarkt über steigende Beteiligung von Frauen oder die Wissensökonomie bis hin zu Klimawandel, Urbanisierung, dem Aufstieg Indien und Chinas und einer wachsenden globalen Bedrohung. Vieles davon ist inzwischen (soziologisches oder feullietonistisches) Allgemeingut, anderes wird auch anderswo diskutiert – das Schöne an der Zusammenstellung von Z_Punkt ist der Eindruck, einen Überblick über wichtige Entwicklungen zu gewinnen, von denen anderswo eben oft nur ein Teil gesehen und ein großer Teil ausgeblendet bleibt. Also die Vogelperspektive auf Übermorgen.

Warum blogge ich das? Weil ich krank im Bett liege, gerade kein unterhaltsames Buch da ist, und mein Laptop so schön klein ist.

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Photo of the week: Red moon IV

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Red moon IV

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Lesenswertes zum Frauentag

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Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages möchte ich auf zwei Links hinweisen, die für Menschen jeglichen Geschlechts, die sich mit Geschlechterrollen, Gender Mainstreaming, Chancengleichheit, Feminismus, Emanzipation und ähnlichen Themen beschäftigten, ziemlich spannend sind.

Das eine gibt es nur heute: das taz-Dossier »Miss Feminismus«, das eine ganze Reihe lesenswerter Artikel zum Thema alter und neuer Feminismus im In- und Ausland vereint.

Das andere gibt es immer, aber heute ist es besonders lesenswert: Der/die/das Genderblog mit Beiträgen von Frauen (und an anderen Tagen auch von Männern) zu allem rund um Frauen- und Geschlechterforschung, Queer Studies, Feminismus und Geschlechterpolitik.

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40.000 Views in FlickR erreicht!

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Auch wenn andere da in ganz andere Dimensionen vorstoßen, freut es mich doch, dass mein FlickR-Account inzwischen über 40.000 Mal angeschaut wurde (bei etwa 4200 Fotos, von denen etwa 1000 nicht öffentlich sichtbar sind). Die beliebsten Fotos (nach der »Interestingness«-Skala) sind die folgenden:

Pastel Street
Pastel street
634 views / 8 people count this as a favorite / 29 comments

Hamamelis III
Hamamelis III
342 views / 5 people count this as a favorite / 23 comments

Werden nur die Abrufe angeschaut, liegen die folgenden beiden Bilder an der Spitze:

Acrobat (detail)
Acrobat (detail)
882 views / 36 people count this as a favorite / 20 comments

Explore the orange world
Explore the orange world
712 views / 16 people count this as a favorite / 12 comments

Ebenso sieht es aus, wenn die meisten Favoriten gezählt werden. Bei den Kommentaren liegt »Pastel Street« (s.o.) vorne, danach folgt:

Abstract Wine
Abstract wine
279 views / 3 people count this as a favorite / 27 comments

Zusammengefasst: Wichtig sind bunt leuchtende Farben, möglichst im Sonnenlicht, klare (und gerne etwas – aber nicht zu sehr) ungewöhnliche Motive oder Perspektiven, und eine optimistische Grundhaltung ;-)

Was ich selbst als die interessantesten meiner Fotos ansehe, habe ich im Set One out of ten zusammengefasst (hier ist jeweils für etwa zehn hochgeladene Fotos eines, das mir besonders gut oder interessant erschien, zu finden):

One out of ten
One out of ten

Warum blogge ich das? Naja, 40.000 »Views« erschienen mir dann doch als guter Grund, zur Feier des Tages mal außerhalb der »Photo of the week«-Reihe auf meine FlickR-Aktivitäten hinzuweisen. 20.000 gab’s übrigens im Juli 2006.

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Neu: jetzt mit Klimafaktor

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Die Nachrichtenlage der letzten paar Tage ist verwirrend. Ich meine damit Schlagzeilen wie die folgenden:

Oder anders gesagt: zur Zeit ist Klimaschutz so »in«, dass selbst die CSU, die Deutsche Bank, die Bundesregierung und so gut wie jedes Nachrichtenmedium nichts besseres zu tun hat, als Dinge zu fordern, für die die Grünen vor einigen Jahren noch Wahlen (Tempolimit, Autofahren muss teurer werden) oder Posten (Fernreiseverbote!) verloren haben. Und jetzt überschlagen sich die einzelnen Akteure mit Vorschlägen, was noch alles getan werden könnte (Glühbirnen verbieten, …)? Und das alles »nur«, weil der IPCC-Bericht feststellt, dass der menschengemachte Klimawandel erstens hochwahrscheinlich und zweitens nicht mehr komplett aufzuhalten sein wird? Oder, weil irgendwelche Stars schon seit einem halben Jahr lieber Hybrid als SUV fahren und das auch bei der Oscar-Verleihung verkünden? Ich möchte ja gerne glauben, dass die CSU, die Deutsche Bank, die Bundesregierung und überhaupt alle jetzt von der Notwendigkeit sofortigen Handelns für die Rettung des Klimas überzeugt sind (die Kompetenz dafür wird übrigens weiterhin eher den Grünen zugeschrieben). Aber so ganz überzeugt bin ich noch nicht. So ein bißchen zu schnell war das Umschalten auf grüne Parolen doch, ein bißchen zu sehr erinnert das ganze an die ganzen anderen medialen Katastrophen der letzten Zeit, die von null auf hundert in aller Munde waren. Und eine Woche später vergessen. Ich bin also gespannt, ob den vielen Ankündigungen und Vorschlägen jetzt tatsächlich Taten folgen – und was davon in ein, zwei Monaten doch wieder ganz anders aussieht.

Nachtrag: Die Telepolis von heute hat einen Artikel, der in eine ganz ähnliche Richtung geht, wie ich gerade sehe: Thorsten Stegemann: Strategiespiele mit grüner Tarnfarbe.

Warum blogge ich das? Dass beim Klimaschutz (und der Anpassung an den Klimawandel) was passieren muss, finde ich politisch notwendig. Die Diskurssituation finde ich dagegen eher umweltsoziologisch spannend.

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