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Das Blog von Till Westermayer – seit 2002

Gerade läuft Twitter heiß: der stellvertretende Vorsitzende der Piraten, Popp, hat der sehr sehr rechten Wochenzeitung »Junge Freiheit« ein Interview gegeben. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder war es Unwissen – dann spricht das Bände gegen die politische Professionalität der Piraten. Oder das Interview war Absicht (im Sinne eines »Meinungsfreiheit muss für alle gelten« und als Pol für »nicht links, nicht rechts«) – dann ist das der Warnschuss vor den Bug jedeR WählerIn, die mit den Piraten liebäugelt und eine Spur antifaschistische Überzeugung in sich trägt. Beides nichts, was für die Piraten kurz vor der Bundestagswahl gut ausgehen kann (es sei denn, die wollen jetzt noch ein paar rechtslastige Protestwählerstimmen aufsammeln).

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 14. September 2009 und wurde abgelegt unter "Digitales Leben, Politik & Gesellschaft". Du kannst die Kommentare verfolgen mit dem Kommentarfeed. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

2 Kommentare

  1. 1TimNo Gravatar am Dienstag, 15. September 2009 um 01:08 – Permalink

    Ich würde mich wehren, wenn jemand meine antifaschistische Überzeugung in Abrede stellt, aber ich neige dennoch zu dem amerikanischen Verständnis von »free speech2, was eben volksverhetzung ungestraft lässt.
    Aber: Wir sind nicht in Amerika. Und selbst wenn wir daß wären: Es ist eben auch ein politisches Statement, zu wem man in die Talkshow geht und von wem man sich interviewen lässt. Und in Zeiten von Google und Wikipedia ist Naivität schiere Dummheit und unentschuldbar,

  2. 2TillNo Gravatar am Dienstag, 15. September 2009 um 10:23 – Permalink

    Nachtrag: Inzwischen liegt ein Statement von Andi Popp vor, das sehr für These 1 – Unprofessionalität und Naivität – spricht. Macht die Sache trotzdem nicht besser. Chris/fixmbr schreibt dazu treffend:

    Es ist für mich als politisch interessierten und sozial engagierten Menschen unmöglich, eine Partei zu wählen, bei der der Vize-Bundesvorsitzende nach einem, um es diplomatisch auszudrücken, naiven Fehler zugibt, es musste erst einmal die Wikipedia zu Rate ziehen

    @Tim: diesen Clash of Cultures finde ich ganz spannend; allerdings scheint mir selbst in den USA – im Sinne der ganzen »hate speech«-Debatte – die Freiheit von free speech nicht absolut zu sein.

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