Archiv der Kategorie: Fiktional

Im Eisenbahnamt (nach einer wahren Begebenheit)

Journey of waiting VIII: train flection

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Dramatis personae

Der BITTSTELLER mit zuviel Zeit, eine ganz und gar durchschnittliche Person.

BAN-NI, ein Bonze im kaiserlichen Eisenbahnamt.

Der CHOR der Geister verblichener Bittsteller und Bittstellerinnen.

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Im Eisenbahnamt (nach einer wahren Begebenheit)

Ein kleine Kammer, in deren Halbdunkel gerade der wuchtige Schreibtisch hineinpasst, hinter dem BAN-NI Platz genommen hat. Vor BAN-NI liegt eine abgegriffene Lederkladde. Außerdem steht auf dem Schreibtisch ein reich verziertes, altmodisches Telefon. Auf einem Tischchen in der Ecke brennt ein Räucherstäbchen.

Ein Gong ertönt.

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Mona Lisa überzeichnet

Wenn sie später danach gefragt wurde, wie alles angefangen hatte, rückte Rita Klein erst zu fortgeschrittener Stunde damit heraus, wenn überhaupt. Es war der Kunsthistorikerin zugegebenermaßen peinlich, dass sie damals, zu Anfang des Jahres 2012, den Beginn der Epidemie fast verpasst hatte. Wer sie nach dem dritten oder vierten Glas Rotwein danach fragt, konnte dagegen erfahren, dass es einer der hippen jungen Institutsassistenten gewesen war, mit standesgemäßer schwarzer Hornbrille, der ihr den Ausdruck einer Internetseite in die Hand gedrückt hatte.

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Brandung (18)

Bevor wir uns wieder Martha zuwenden, geht es erst einmal mit Kath weiter.

The making of apple pie, part I

Brandung (18)

Kath musste Guy ziemlich verständnislos angeschaut haben. Einen Moment lang sagte niemand etwas. Mit gequältem Gesichtsausdruck ergriff Guy schließlich das Wort. »Wenn es gestattet ist, muss ich um Entschuldigung bitten und einige Dinge erklären. Darf ich?« – letzteres an den roten Fürsten gerichtet. Dieser nickte ungeduldig.

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Brandung (17)

Endlich geht es weiter mit meiner SF-Fortsetzungsgeschichte »Brandung«. Zur Erinnerung: im vorerst letzten Kapitel stand Martha in Barcelona vor einer schwierigen Frage. Wer wissen will, wie sie diese Frage beantwortet, muss sich allerdings noch etwas gedulden. Heute geht es zunächst mit Kath weiter, die zuletzt auf der Ladeplattform eines Lastwagens gesehen wurde.

Hotel Mozart V

Brandung (17)

Eine Möwe, die sich in diesen Teil der Stadt am Meer verirrte, hätte ein paar Kreise hoch über den halb verlassenen Bürotürmen gedreht, über den Ruinen der eiligst errichteten Containerhallen und über den schlecht gepflegten Straßen, um dann gelangweilt wieder kehr zu machen. Keine Mülltonnen, keine Fischmärkte, keine Fleischereien. Aus Möwensicht ein Ort so interessant wie eine Facebookseite ohne Einträge oder ein Twitterstrom ohne Tweets.

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Brandung (16)

Und gleich geht’s weiter.

UB-Cafe: Tasse

Brandung (16)

„Trinken Sie einen Kaffee mit mir?“ – Martha war Dr. Maymoth zwei Treppen hinauf gefolgt, bis diese angehalten hatte. Sie standen jetzt in einer kleinen Cafeteria mit einem Selbstbedienungsautomaten. „Wir müssen uns unterhalten, meine Liebe. Kommen Sie mit heraus.“

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