Kurz: Schrittzähler-Nudging

Seit ein paar Wochen wurden unsere Diensthandys auf Geräte von Apple umgestellt. Bisher hatte ich privat vor allem Android-Geräte; an die eine oder andere iPhone-Eigenheit habe ich mich bis heute nicht gewöhnt. Doch darum soll es hier ebenso wenig gehen wie um den Aufwand Siri und ähnliche Späße mehr zu deaktivieren. Nein: Anlass für diesen kurzen Blogeintrag ist vielmehr die vorinstallierte Gesundheitsapp. Ohne zusätzliche Geräte oder Datenquellen kann die nicht viel.

Was sie aber kann, und munter macht, ist das Zählen von Schritten, zu Fuß zurückgelegten Kilometern und Treppenstufen. Das lässt sich dann Tag für Tag darstellen, nach wöchentlichen und monatlichen Mittelwerten analysieren und vieles mehr.

Dass es diese App gibt, hat mich zunächst einmal überrascht; ebenso, dass sie – wenn ich das richtig sehe – nicht wirklich deaktivierbar ist. Gleichzeitig hat sie mich neugierig gemacht. Die Daten mögen ungenau sein, aber an Arbeitstagen in Stuttgart kommen, auch dank S21-Baustelle und Umwegen, doch ein paar Kilometer zusammen. Im Home Office sieht es dagegen mau aus. Und, Stichwort Nudging, also Verhaltensbeeinflussung durch Design und Gestaltung, ich ertappe mich inzwischen dabei, zum Teil zu Fuß zu gehen, weil das iPhone ja mitzählt und ein paar mehr Schritte sicher nicht schaden.

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2 Kommentare zu Kurz: Schrittzähler-Nudging

  1. Jörg sagt:

    Ach,ihr habt keine Fairphones? Wie überraschend^^

  2. Till sagt:

    Privat bin ich nach wie vor stolzer Besitzer eines Fairphone 1U. Leider kann das kein LTE und hat auch sonst die eine oder andere Macke.

    Beim Fairphone 2 wäre ich mir nicht sicher, ob ich das für den Produktivbetrieb einsetzen würde. Ich lese regelmäßig in diversen Fairphone-Foren mit und nehme da leider wahr, dass es doch eine recht große Häufung von Macken gibt. Wie sehen deine Erfahrungen aus?

    Für die Fraktion: Wir haben da nur recht kleine Handlungsspielräume. Die Landtags-IT ist der begründeten Auffassung, dass sie nur bei Apple-Geräten (und auf dem Desktop/Notebook: Windows 10, Office, …) eine umfassende Informationssicherheit gewährleisten kann. Ob es da nicht doch andere Wege gäbe, kann ich nicht wirklich beurteilen.

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