Kleines Experiment: Bürgerliche Werte – oder wie wir uns unsere WählerInnen vorstellen

Wie gra­de auf Twit­ter ange­kün­digt, möch­te ich ger­ne im Nach­klapp der Kuhn-Wahl noch was über »Bür­ger­li­che Wer­te – oder wie wir uns unse­re Wäh­le­rIn­nen vor­stel­len« schrei­ben. Heu­te nicht mehr, muss mor­gen früh wie­der nach Stutt­gart fah­ren. Aber weil es schon so vie­le span­nen­de Reak­tio­nen allein auf die Ankün­di­gung gab – viel­leicht hat ja wer Ideen und Kom­men­ta­re. Bevor der Text geschrie­ben ist. Dann wäre hier der rich­ti­ge Platz dafür. (Aller­dings kann ich da jetzt nicht moderieren).

Wer noch ein biss­chen Hin­ter­grund sucht: grü­nes Revo­lu­ti­ön­le in der Süd­deut­schen, Unfried in der taz, Schul­te in der taz, Wer­te-Stu­die Göt­tin­gen zum grü­nen Wahl­sieg 2011, kon­ser­va­ti­ve Ana­ly­se der LpB (pdf ist ganz unten auf der Sei­te), Citoy­en, Bour­geois, SINUS-Milieus (pdf) und poli­ti­sche Lager (pdf). Und das Lebensgefühl!

2 Antworten auf „Kleines Experiment: Bürgerliche Werte – oder wie wir uns unsere WählerInnen vorstellen“

  1. Nur mal in Stichworten:
    – Natür­lich: Bewah­rung der Schöpfung
    – Spa­ren in guten Zei­ten, um gerüs­tet zu sein für Notzeiten
    – Bil­dung ist das bes­te Kapital
    – Sub­si­dia­ri­tät: Was die Fami­lie sel­ber schafft, soll der Staat nicht machen, was die Kom­mu­ne kann, nicht das Land, etc. bis nach Europa
    – Ehren­amt: Wem es gut geht, der soll sich auch um ande­re kümmern
    – Leis­tung darf sich loh­nen wenn der Rah­men fair ist – aber nicht Abzo­cke, Wucher, Monopole
    – Soli­de, nach­hal­tig, mit­tel­fris­tig wirt­schaf­ten, nicht Quar­tals­zah­len und shareholder-orientiert
    – Und schließ­lich Sicher­heit und Ord­nung: Ver­än­de­rung wo nötig, Moder­ni­sie­rung auch, aber nicht Zer­stö­rung des bewähr­ten. Unsi­cher­heit, Angst ist doof. Gewalt­mo­no­pol des Staa­tes: Aus­rei­chend grün auf den Straßen

    Was das für Grü­ne heißt, schreib ich dir – oder du mir – morgen

  2. Bei »Grü­ner Bür­ger­lich­keit« den­ke ich immer zwangs­läu­fig an die­ses schwarz-grü­ne Milieu von Wieh­re­be­woh­nern, wel­che in ihren reno­vier­ten und gen­tri­fi­zier­ten Alt­bau­ten hocken, im Bio­markt ein­kau­fen und sich dann abends über die Jugend­li­chen auf­re­gen und Ver­bo­te von was auch immer for­dern. Werf daher auch mal einen Blick unter den Tep­pich, wo die Din­ge, über die man eher unger­ne spricht, hin­ge­kehrt wer­den. Reden von Bewah­rung der Schöp­fung, Par­ti­zi­pa­ti­on, Basis­de­mo­kra­tie, Ehren­amt oder sons­ti­gen grü­nen Wer­ten ist schön, grü­ne Wer­te kön­nen aber auch strik­te Kon­trol­le (etwa durch erzwun­ge­ne Ver­hal­tens­um­stel­lung durch dras­tisch erhöh­te Ener­gie­prei­se oder dem immer wie­der auf­tau­chen­den »Alle sol­len Vege­ta­ri­er wer­den«) oder eben auch anti­de­mo­kra­ti­sche Züge sein. Schau genau hin!

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