Kurz: Seminomadische Digitalität

Geht euch das auch so, dass »der PC« inzwischen nicht viel mehr als ein schlankes Terminal ist, um auf Daten zuzugreifen, die anderswo liegen?

Es sind die kleinen Dinge. Wenn ich Mails checken will, stelle ich fest, dass ich das inzwischen auf zwei Wegen tue: über die App auf einem der verschiedenen Handheld-Geräte, oder über die Web-Oberfläche meines Mailproviders. Ich finde es spannend, dass ich meine beruflichen Dateien inzwischen nicht nur per Notebook abrufen kann, sondern auch mobil darauf zugreifen kann. Musik und Bücher im Speicherplatz eines Netzriesen sind zwar moralisch verwerflich, aber enorm praktisch. Die Fotos liegen bei Flickr, mein Kalender bei einem anderen Netzriesen … und all das hilft, wenn ich im Zug, im Büro in Stuttgart, auf dem Balkon oder am Baggersee irgendwie darauf zugreifen möchte.

Ich weiß über die dadurch erzeugten Abhängigkeiten samt infrastruktureller Energiebedarfe Bescheid. Die optimale Lösung wäre, das Haus nicht zu verlassen, oder all das auf einem physischen Datenträger mit herumzuschleppen. Die zweitbeste Lösung wäre, alles auf den eigenen Webspace zu packen, statt sich auf die Cloud-Lösungen diverser Anbieter zu verlassen – ach, Bequemlichkeit, ach Smartphone, du magisches Fenster.

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Photo of the week: BUGA XL

BUGA XL

 
Aus Gründen gibt es kein neueres Foto, sondern nochmal eines von unserem Betriebsausflug zur Bundesgartenschau Heilbronn – hier einen Pavillon des Umweltministeriums aus Recyclingglas. (Aber versprochen: sobald hier in Baden-Württemberg die Sommerferien anfangen, habe ich dann hoffentlich auch Zeit und Muße, diverse sich auf der Festplatte und der Speicherkarte sammelnden Bilder ins Netz zu stellen …)

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Nicht ablenken: die Klimakrise kann nur politisch gelöst werden

Frankfurt to Boston - IV
Oft sind Twitterdebatten furchtbar, aber manchmal sind sie tatsächlich fruchtbar.

Aber ich fange noch mal anders an. Nehmen wir an, ein Land hätte sich vorgenommen, den Mond zu erreichen. Ein milliardenteures Vorhaben. Es muss eine entsprechende Forschungslandschaft und Industrie aufgebaut werden. Astronaut*innen müssen gefunden und trainiert werden. Und so weiter. In diesem Land aber ist das anders. Es gibt eine breite öffentliche Debatte darüber, wie wichtig es sei, den Mond zu erreichen. Und deswegen würden alle Bürger*innen ab sofort dazu aufgerufen, Leitern auf ihren Hausdächern zu befestigen, gerne auch hohe. Jedes bisschen hilft! Wer Astronaut*in werden will, sollte selbstverständlich auf die höchste Leiter auf dem höchsten Haus klettern.

Der Vergleich hinkt. Trotzdem hilft er. In gewisser Weise ist die Lösung der Klimakrise ein Moonshot-Projekt. Alles muss sich darauf ausrichten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Senken zu schaffen (also zum Beispiel Bäume zu pflanzen). Ein relevanter Teil der öffentlichen Debatte beschäftigt sich damit, was jede und jeder selbst tun kann. Vegetarische Ernährung. Eine autofreie Mobilität. Keine Flüge.

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Photo of the week: BUGA XXX

BUGA XXX

 
Der Betriebsausflug der grünen Landtagsfraktion führte am letzten Montag auf die Bundesgartenschau (BUGA) nach Heilbronn. Interessant an dieser Bundesgartenschau erschien mir vor allem das, was auf den ersten Blick nicht viel mit einer Gartenschau zu tun hat: Die Wiedergewinnung einer Industriebrache. Klimaangepasste Pflanzen. Städtebauliche Experimente. Interkulturelle Gärten, ein großer Bienenpavillon, Recyclinginformationen und Experimente mit computerunterstützten Bauweisen (das Gebäude oben ist so eines, das Gerüste besteht aus von einem Roboter versponnenen Fasern). Sehenswert auch das Labyrinth – eine kleine Ausstellung zu biobasierten Materialien. Damit ist hier erst einmal nicht Holz und Kork gemeint, sondern abgedrehtere Dinge: Lampenschirme aus Pilzkörpern, zu Tassen verpresster Kaffeesatz-Kunststoff, in Form gewachsene Möbel – solche Dinge. (Weniger gut gefallen haben mir einige der klassischen gartenbaulichen Ausstellungen – ja, ok, es lässt sich ein Garten auch in Rostrot mit sehr viel Stein anlegen, aber schön erscheint sowas höchstens in Stuttgart …)

Wir waren einen Tag dort und haben eine umfangreiche Führung bekommen – trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, alles gesehen zu haben. Die Bundesgartenschau läuft noch bis Anfang Oktober, zusammen mit der neu eröffneten Experimenta – einem richtig großen Wissenschafts- und Ausprobiermuseum – stellt Heilbronn damit derzeit sicherlich eines der spannendesten Ausflugsziele im Ländle dar.

Ein paar mehr Eindrücke gibt es auf Flickr.

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Immer Ärger mit der Digitalisierung, hier: DHL

Letzten Freitag bestellte ich mit ein paar Klicks auf der Seite eines großen Spielzeugherstellers mit L ein interessant erscheinendes Bauset. Beim Ausfüllen des Adressformulars bot der Browser mir Ausfüllhilfen an. Manchmal gibt es Felder »Straße plus Hausnummer«, manchmal sind das zwei Felder. Es kam, wie es kommen musste: Im Endeffekt landete wohl keine Hausnummer bei LEGO. Mir fiel das allerdings weder beim Ausfüllen der Felder noch in der Bestellbestätigung auf.

Montag dann die freudigen Mails von DHL: das Paket sei unterwegs, es würde jetzt versandt. So weit, so gut. Mal abgesehen davon, dass mein Wunschzustelltag auf Mittwoch festgelegt worden sei. Das irgendwann mal angegeben zu haben, daran konnte ich mich nicht erinnern. Am Dienstag dann die nächste Mail: nein, eine Zustellung am Mittwoch sei nicht möglich, es werde jetzt doch schon Dienstag zugestellt. Dienstag Abend hieß es dann

»Leider konnten wir sie unter der angegebenen Adresse nicht finden. Wir versuchen es weiter. Sollte die Zustellung nicht gelingen, müssen wir Ihr Paket mit der Sendungsnummer … leider an den Absender zurück senden.«

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