Schlagwort-Archive: Freiburg

#12von12 mal ausprobiert

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#12von12 Mai 2015Dass ich heute bei der Aktion #12von12 mitmachen will, ist mir erst spät am Morgen eingefallen – also um kurz vor 7 Uhr. Sonst wäre jetzt noch ein schönes Sommerstimmungsfoto vom Bahnhof zu sehen.

Um 6.43 Uhr bin ich in den einzig durchgehenden Zug des Tages eingestiegen, um nach Stuttgart zu pendeln. Wie jedes Mal hält der Zug irgendwo zwischen Freiburg und Lahr, um den ICE überholen zu lassen. Der ICE fährt in Freiburg später los, trifft aber in Karlsruhe wieder auf den IC. Deswegen das Überholmanöver, deswegen ein paar Minuten Standzeit, und deswegen ein Foto eines Kabelkanals neben den Gleisen. 

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Taschengeldgeschichten

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Zur Kindheit im vollendeten Kapitalismus gehört die Investition von Taschengeld in – aus Elternsicht eher schrecklichen – Plastikkruscht, gerne in Form von Sammelfiguren. R. hat gestern abend ausgerechnet, dass er sich zwei Figuren kaufen kann, und mir heute morgen extra noch mitgeteilt, dass wir doch bitte nach dem Kindergarten zum Discounter gehen sollen, um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Gesagt, getan – ich hole R. vom Kindergarten ab, gemeinsam finden wir den Discounter (in dem ich sonst nie einkaufe), und auch der Aktionsbereich kurz vor der Kasse ist schnell lokalisiert. Ein hilfsbereites Kind informiert uns – die Figuren sind nicht ausgezeichnet – über Preise und Erwerbsstrategien, R. kauft seine beiden roten Figuren, packt sie schon auf dem Weg zum Fahrradanhänger aus und ist zunächst glücklich.

Es wird jetzt aber auch höchste Zeit, Z. vom Hort abzuholen. Also die Rieselfeldallee entlanggesaust – bis das muntere Spiel-Gebrabbel aus dem Anhänger jäh unterbrochen wird. »Papa, eine Figur ist weg!«

Ich halte am Straßenrand an, wir schauen im Anhänger nach, unter der Kuscheldecke, in R.s Jackentaschen. Da ist die Figur nicht. Und wirklich – der Anhänger hat an einigen Stellen Öffnungen, aus denen die Figur gekullert sein könnte. R. bleibt beim Rad (könnte ja gestohlen werden, meint er), ich gehe nochmal ein ganzes Stück zurück, angestrengt Ausschau haltend nach einer kleinen roten Plastikfigur. Finde aber keine. Den kommenden Wutausbruch schon vor dem inneren Auge, teile ich dies R. mit. Er ist traurig, nur die Ansage, dass ich den finanziellen Verlust zu teilen bereit bin, heitert ihn auf. Aber es hilft alles nichts, wir müssen weiter.

Kaum will ich los, sehe ich eine Sammelfigur im Straßendreck liegen. Grün, nicht rot, aber aus der gleichen Serie. Müssen gerade alle haben. R. ist glücklich über die grüne Figur. Ich denke, dass es doch eine Karmaverrechnung gibt – da wird sich dann wohl ein anderes Kind über R.s verlorene Figur freuen. Ausgleichende Gerechtigkeit, aber jetzt auf zum Hort.

Z. wartet schon, gemeinsam trödeln wir uns nach Hause. Am späten Nachmittag ist das ein langer Weg. Endlich in der Tiefgarage angekommen, das Rad verstaut, die Treppen zur Wohnung hoch, bleibt R. plötzlich stehen. Verdutzt präsentiert er uns – die rote, die verloren geglaubte Figur. Die wohl in den Ärmel gerutscht war. »Hatte ich die ganze Zeit in der Hand, ohne es zu merken«, meint R. dazu.

Morgen will er dann weitere Figuren kaufen. Ich hoffe, er hält sie gut fest.

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Kurz: Servicelinks zum grünen Wahlsonntag Europa – Freiburg – Südbaden

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Die Stimmen zur Europawahl sind in Freiburg ausgezählt – mit 27,7% liegen Grüne hier vorne*, haben allerdings fast 5 Prozentpunkte gegenüber 2009 verloren. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ging es von 18,7 % auf 16,3 %. Und landesweit werden derzeit (etwa zwei Drittel der Kreise ausgezählt) 1,5 Prozentpunkte Verlust gehandelt (Ergebnisse in den einzelnen Land- und Stadtkreisen). Insgesamt passt das gut ins Bild dieser Europawahl, bei der wir Grüne in Deutschland mit einem blauen Auge davongekommen sind – besser als bei der Bundestagswahl, aber deutlich schlechter als 2009 (Wahlseite Tagesschau). Mit etwas Glück werden es 11 Sitze – dann ist Maria Heubuch als baden-württembergische grüne EP-Kandidatin drin.

Einen Überblick über die landesweiten Hochrechnungen gibt es wie immer bei Wahlrecht.de. Die europaweiten Daten sammelt Electionista (Twitter-Account); eine Übersicht gibt es als Google Doc. Auch auf European Greens gibt es einige Resultate aus ganz Europa (in Schweden z.B. sind Grüne zweitstärkste Kraft geworden – in Frankreich dagegen liegen sie mit gut 10 % weit hinter der Front National, die erschreckende 25 % bekommen haben soll).

Die Kommunalwahlen werden in Freiburg erst Montag ausgezählt. Da wird es spannend, ob Grüne die stärkste Fraktion bleiben, ob Freiburg Lebenswert sich als lokale AFD erweist, und ob die SPD-Zugewinne ein Schulz-Europa-Einmaleffekt waren (»ein deutscher Patriot für Europa«), oder ob mehr dahinter steht. Auch aus dem Landkreis stehen noch keine Ergebnisse zur Verfügung. Wenn sie da sind, sollten hier Infos zu finden sein:

* In meinem Stadtviertel Rieselfeld ist das grüne Ergebnis rund 34 %, im Vauban wird mit 50,1 % bei der Europawahl noch so gerade eben die absolute Mehrheit erreicht.

P.S. Kommunalwahlen gab es auch in Großbritannien und Irland; in Belgien wurde das Parlament gewählt.

P.P.S. Einige Gemeinden bietet dieses Jahr die Ergebnisse auch per App an.

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Kurz: Häufeln Sie auch immer schön?

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Ich hadere ja noch etwas mit der am 25. Mai anstehenden Kommunalwahl. Oder, genauer gesagt, nicht mit der Kommunalwahl selbst, sondern mit der Frage, wie ich meine 48 Stimmen verteilen soll. (Sollten hier Menschen mitlesen, die nicht aus Baden-Württemberg sind: Nein, das ist kein Tippfehler. Bei der Kommunalwahl gibt es hier soviel Stimmen wie Sitze – in einer größeren Stadt wie Freiburg eben z.B. 48, in Stuttgart sogar 60. Diese Stimmen können beliebig auf die – in Freiburg 13 – antretenden Listen verteilt werden, je KandidatIn sind bis zu drei Stimmen möglich. Kumulieren und Panaschieren nennen wir das.)

Eigentlich ist es ja ganz einfach. Ich bin zu 90 Prozent grün, und finde die Arbeit der grünen Stadtratsfraktion durchaus erfolgreich. (Übrigens: Es gibt im Freiburger Stadtrat keine 5%-Hürde und es gibt wechselnde Mehrheiten. Auch OB und Fraktion sind nicht immer einer Meinung. Weswegen es mal sehr sinnvolle Entscheidungen gibt – zum Beispiel zum Thema Wagenstellplätze, mit den Grünen –, und mal ziemlich dämliche – zum Beispiel die Einführung eines kommunalen Ordnungsdienstes, CDU und SPD gegen Grün). Insofern wird die übergroße Zahl meiner Stimmen sicherlich an die grüne Liste 1 gehen. Aber was mache ich mit den 10 Prozent, wo ich nicht grün mit den Grünen bin? Unser wunderbares Wahlsystem erweckt den Eindruck, dass ich das in meinem Wahlverhalten abbilden kann – ich könnte Stimmen an Personen auf einer der links-alternativen Listen geben. Allerdings ist das mit dem Panaschieren in der Praxis etwas komplizierter: Ich gebe meine Stimmen zwar einer Person, letztlich, kommen sie aber der jeweiligen Liste insgesamt zu Gute. Je weiter unten eine präferierte Person auf der Liste steht, desto wahrscheinlicher ist es, dass mit meiner Stimme jemand anderes (nämlich Platz 1 oder 2) in den Gemeinderat wähle. Was die Sache nicht einfacher macht.

Aber selbst wenn ich mich für eine rein grüne Stimmabgabe entscheide, bleiben Fragen offen, wenn ich mich über den umfangreichen Stimmzettelblock beuge. Laut statistischem Amt der Stadt Freiburg gibt ca. ein Viertel der WählerInnen einen unveränderte Stimmzettel abgeben. Der Rest kumuliert (gewichtet also) oder schreibt Namen von anderen Listen dazu – übrigens gibt es in der städtischen Wahlanalyse auch schöne Aussagen dazu, welche Kombinationen besonders oft vorkommen. Die unveränderten Stimmzettel erhöhen die Chancen der oberen Listenplätze deutlich. Hier durch Häufeln von Stimmen selbst Schwerpunkte zu setzen, die dann etwas an der Zusammensetzung der Fraktion setzen, muss also wohl überlegt sein. Eine Woche habe ich noch dafür …

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Fortsetzung folgt: Was wurde eigentlich aus …?

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Workbench II

Ich habe in den letzten Monaten ja einige Beiträge gepostet, die sich grob mit Veränderungen in meinem alltäglichen Technikumgang befasst haben. Zu ein paar davon kann ich jetzt was zur »Fortsetzung« sagen. Falls das jemand interessiert.

Bereits im Mai 2013 hatte ich erklärt, wie ich Tiny Tiny RSS installiert habe, um eine Alternative zum Google Reader zu finden. Leider entpuppte sich die Kombination aus eigener Tiny-Tiny-RSS-Installation und den Android-Klienten dafür als unbequem, so dass ich letztlich immer seltener in meine RSS-Feeds schaute (wenn, dann eher im Menü von Firefox als auf dem Smartphone). Gestern habe ich nun Firefox durch Chrome ersetzt, das keinen eingebauten RSS-Support (mehr) hat. Bei der Durchsicht der verschiedenen Alternativen bin ich dann auf feedly.com gestoßen, dass mir zunächst mal erstaunlich gut gefallen hat.

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