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Kurz: Servicelinks zum grünen Wahlsonntag Europa – Freiburg – Südbaden

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Die Stimmen zur Europawahl sind in Freiburg ausgezählt – mit 27,7% liegen Grüne hier vorne*, haben allerdings fast 5 Prozentpunkte gegenüber 2009 verloren. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald ging es von 18,7 % auf 16,3 %. Und landesweit werden derzeit (etwa zwei Drittel der Kreise ausgezählt) 1,5 Prozentpunkte Verlust gehandelt (Ergebnisse in den einzelnen Land- und Stadtkreisen). Insgesamt passt das gut ins Bild dieser Europawahl, bei der wir Grüne in Deutschland mit einem blauen Auge davongekommen sind – besser als bei der Bundestagswahl, aber deutlich schlechter als 2009 (Wahlseite Tagesschau). Mit etwas Glück werden es 11 Sitze – dann ist Maria Heubuch als baden-württembergische grüne EP-Kandidatin drin.

Einen Überblick über die landesweiten Hochrechnungen gibt es wie immer bei Wahlrecht.de. Die europaweiten Daten sammelt Electionista (Twitter-Account); eine Übersicht gibt es als Google Doc. Auch auf European Greens gibt es einige Resultate aus ganz Europa (in Schweden z.B. sind Grüne zweitstärkste Kraft geworden – in Frankreich dagegen liegen sie mit gut 10 % weit hinter der Front National, die erschreckende 25 % bekommen haben soll).

Die Kommunalwahlen werden in Freiburg erst Montag ausgezählt. Da wird es spannend, ob Grüne die stärkste Fraktion bleiben, ob Freiburg Lebenswert sich als lokale AFD erweist, und ob die SPD-Zugewinne ein Schulz-Europa-Einmaleffekt waren (»ein deutscher Patriot für Europa«), oder ob mehr dahinter steht. Auch aus dem Landkreis stehen noch keine Ergebnisse zur Verfügung. Wenn sie da sind, sollten hier Infos zu finden sein:

* In meinem Stadtviertel Rieselfeld ist das grüne Ergebnis rund 34 %, im Vauban wird mit 50,1 % bei der Europawahl noch so gerade eben die absolute Mehrheit erreicht.

P.S. Kommunalwahlen gab es auch in Großbritannien und Irland; in Belgien wurde das Parlament gewählt.

P.P.S. Einige Gemeinden bietet dieses Jahr die Ergebnisse auch per App an.

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Kurz: Häufeln Sie auch immer schön?

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Ich hadere ja noch etwas mit der am 25. Mai anstehenden Kommunalwahl. Oder, genauer gesagt, nicht mit der Kommunalwahl selbst, sondern mit der Frage, wie ich meine 48 Stimmen verteilen soll. (Sollten hier Menschen mitlesen, die nicht aus Baden-Württemberg sind: Nein, das ist kein Tippfehler. Bei der Kommunalwahl gibt es hier soviel Stimmen wie Sitze – in einer größeren Stadt wie Freiburg eben z.B. 48, in Stuttgart sogar 60. Diese Stimmen können beliebig auf die – in Freiburg 13 – antretenden Listen verteilt werden, je KandidatIn sind bis zu drei Stimmen möglich. Kumulieren und Panaschieren nennen wir das.)

Eigentlich ist es ja ganz einfach. Ich bin zu 90 Prozent grün, und finde die Arbeit der grünen Stadtratsfraktion durchaus erfolgreich. (Übrigens: Es gibt im Freiburger Stadtrat keine 5%-Hürde und es gibt wechselnde Mehrheiten. Auch OB und Fraktion sind nicht immer einer Meinung. Weswegen es mal sehr sinnvolle Entscheidungen gibt – zum Beispiel zum Thema Wagenstellplätze, mit den Grünen –, und mal ziemlich dämliche – zum Beispiel die Einführung eines kommunalen Ordnungsdienstes, CDU und SPD gegen Grün). Insofern wird die übergroße Zahl meiner Stimmen sicherlich an die grüne Liste 1 gehen. Aber was mache ich mit den 10 Prozent, wo ich nicht grün mit den Grünen bin? Unser wunderbares Wahlsystem erweckt den Eindruck, dass ich das in meinem Wahlverhalten abbilden kann – ich könnte Stimmen an Personen auf einer der links-alternativen Listen geben. Allerdings ist das mit dem Panaschieren in der Praxis etwas komplizierter: Ich gebe meine Stimmen zwar einer Person, letztlich, kommen sie aber der jeweiligen Liste insgesamt zu Gute. Je weiter unten eine präferierte Person auf der Liste steht, desto wahrscheinlicher ist es, dass mit meiner Stimme jemand anderes (nämlich Platz 1 oder 2) in den Gemeinderat wähle. Was die Sache nicht einfacher macht.

Aber selbst wenn ich mich für eine rein grüne Stimmabgabe entscheide, bleiben Fragen offen, wenn ich mich über den umfangreichen Stimmzettelblock beuge. Laut statistischem Amt der Stadt Freiburg gibt ca. ein Viertel der WählerInnen einen unveränderte Stimmzettel abgeben. Der Rest kumuliert (gewichtet also) oder schreibt Namen von anderen Listen dazu – übrigens gibt es in der städtischen Wahlanalyse auch schöne Aussagen dazu, welche Kombinationen besonders oft vorkommen. Die unveränderten Stimmzettel erhöhen die Chancen der oberen Listenplätze deutlich. Hier durch Häufeln von Stimmen selbst Schwerpunkte zu setzen, die dann etwas an der Zusammensetzung der Fraktion setzen, muss also wohl überlegt sein. Eine Woche habe ich noch dafür …

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Fortsetzung folgt: Was wurde eigentlich aus …?

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Workbench II

Ich habe in den letzten Monaten ja einige Beiträge gepostet, die sich grob mit Veränderungen in meinem alltäglichen Technikumgang befasst haben. Zu ein paar davon kann ich jetzt was zur »Fortsetzung« sagen. Falls das jemand interessiert.

Bereits im Mai 2013 hatte ich erklärt, wie ich Tiny Tiny RSS installiert habe, um eine Alternative zum Google Reader zu finden. Leider entpuppte sich die Kombination aus eigener Tiny-Tiny-RSS-Installation und den Android-Klienten dafür als unbequem, so dass ich letztlich immer seltener in meine RSS-Feeds schaute (wenn, dann eher im Menü von Firefox als auf dem Smartphone). Gestern habe ich nun Firefox durch Chrome ersetzt, das keinen eingebauten RSS-Support (mehr) hat. Bei der Durchsicht der verschiedenen Alternativen bin ich dann auf feedly.com gestoßen, dass mir zunächst mal erstaunlich gut gefallen hat.

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Wer kandidiert 2014 in Freiburg? (Teil III)

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Aller guten Dinge sind drei (siehe auch Teil I zu Alter und Geschlecht und Teil II zur geographischen Verteilung der KandidatInnen für die Kommunalwahl 2014 in Freiburg). Unten folgt ein Versuch, die Angaben zu den ausgeübten Berufen zu erfassen und zu ordnen.

Das ist nicht ganz einfach, weil zum einen oft zwei Berufe angegeben wurden, zum anderen manchmal gar nicht so ganz klar ist, was eine »Angestellte«, ein »Geschäftsführer« oder eine »Referentin« eigentlich tun. Insofern sind die Daten unten mit Vorsicht zu genießen.
tw 2014-04 berufe kommunalwahl 2014 freiburg (insg.)

Zunächst einmal der Blick auf alle 591 KandidatInnen. Vorne liegen LehrerInnen und andere mit Erziehung und Weiterbildung befasste Personen, dann folgen diverse akademische Berufe (von der Doktorandin bis zur Professorin), das große Feld »Kunst, Journalismus, PR«, Studentinnen und Studenten sowie RuheständlerInnen.

tw 2014-04 berufe kommunalwahl 2014 freiburg (nach listen)

Werden die einzelnen Listen betrachtet, so verteilen sich die Berufe nicht gleichmäßig. Auffällig ist zum einen »Junges Freiburg« mit vielen SchülerInnen und Azubis sowie die PARTEI als vorrangig studentische Liste. »Für Freiburg« hat den höchsten Anteil an Lehrkräften und Erziehungspersonal. Bei »Freiburg lebenswert« fallen viele RuheständlerInnen auf, aber auch viele AkademikerInnen und ÄrztInnen. Bei dne unabhängigen Frauen spielen Sozialarbeit und Sozialpädagogik eine relevante Rolle, aber auch Pflege- und Therapieberufe kommen hier häufig vor. Die GAF ist recht bunt gemischt.

Die Kulturliste zeichnet sich durch Kulturschaffende aus. Bei den Freien Wählern spielen Lehrkräfte und akademische Berufe nur eine geringe Rolle, dafür tauchen viele Angestelle, in der Gastronomie und im Handel Tätige, HandwerkerInnen, UnternehmerInnen und GeschäftsführerInnen auf. Auch JuristInnen sind einige auf der Liste. Bei der Linken mischen sich Akademie und Ruhestand einerseits mit Pflege, Sozialarbeit und dem Buchhandel andererseits.

Die FDP ähnelt den Freien Wählern, nur dass es hier keine Angestellten gibt, dafür RuheständlerInnen. An die Stelle der Angestellten rückt das Feld der »Beratung«. Die SPD ist in Freiburg vor allem eine Partei des Erziehungswesens, der Hochschulen inkl. der StudentInnen, von RuheständlerInnen und Hausfrauen. Die CDU ähnelt FDP und FW im recht geringen LehrerInnen-Anteil, auffällig sind hier Forst- und Landwirtschaft (na gut, Winzerei) und die Polizei. Grüne sind schließlich in Freiburg weit weniger eine LehrerInnen-Partei als SPD und Linke. Auffällig sind einige in Politik oder als Betriebsrat tätige Menschen sowie Selbstständige.

P.S.: Wer sich selbst ein Bild machen will: die Originalangaben der KandidatInnen, sortiert nach Beruf.

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Wer kandidiert 2014 in Freiburg? (Teil II)

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tw 2014-04 geographische verteilung 2014 freiburg

Mit der Hilfe eines Skripts für Google Docs (danke, _stk!) ist es mir gelungen, die Adressdaten in geographische Koordinaten umzuwandeln. Das klappt nicht bei allen Adressen (eine Handvoll sind rausgeflogen, eine wollte Mapquest in Freiburg an der Elbe unterbringen), die Überlagerung identischer Adressen ist nicht sichtbar, und interaktiv ist das ganze auch nicht, aber einen ersten Eindruck gibt es doch, welche Listen in welchen Stadtteilen besonders stark sind.

(Und auf einzelne Nachfrage noch drei Detailkarten – draufklicken zum Vergrößern:

tw 2014-04 geographische verteilung 2014 freiburg - i tw 2014-04 geographische verteilung 2014 freiburg - ii tw 2014-04 geographische verteilung 2014 freiburg - iii

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