Archiv der Kategorie: Politik und Gesellschaft

Neue Beschäftigung für Mittagspausen und Abende

Eigentlich ist es ja nicht so, dass ich zuviel Zeit hätte. Trotzdem habe ich die nicht andersweitig genutzte Zeit in der letzten Zeit eher damit verbracht, zusammen mit Henning und der Koordinationsgruppe das hier vorzubereiten: Das Blog zur Debatte der baden-württembergischen Grünen um Grundsicherung und Grundeinkommen, oder kurz: »Grüne Grundsicherungsdebatte« (oder noch kürzer: Grundsicherung-BW).

Es juckt mich nach den Erfahrungen damit jetzt ja in den Fingern, auch mein Blog auf WordPress umzustellen (da gäbe es so viele schöne Konfigurationsmöglichkeiten), aber vielleicht muss das auf den Zeitpunkt t+1 verschoben werden – bis dahin bleibe ich beim LiveJournal.

Und in der heutigen Mittagspause gab’s eh noch was anderes: der BUND Südlicher Oberrhein und diverse grüne KVs haben heute vor der Freiburger IHK protestiert. Ich war auch mit dabei. Wieso, weshalb, warum? Die Regionalisierungsmittel für die Bahn wurden gekürzt. Andere Ländern haben daraufhin mit keinen oder moderaten Einschnitten im Nahverkehr reagiert, Baden-Württemberg hat dagegen ziemlich zugeschlagen. Dahinter steckt vermutlich der Gedanke, eine Finanzierung für das Milliardengrab »Stuttgart 21″ zu finden (also die Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofs). Heute gab es dazu (zum Nahverkehr) eine regionale Fahrplankonferenz (= Verkündung der Kürzung an die Bürgermeister und VertreterInnen der Tourismusverbände), und die wurde mit einer kleinen Protestaktion begleitet. Lokale Internetnachrichten gibt’s für Südbaden leider kaum, und auch die Badische Zeitung berichtet (noch?) nicht darüber – zumeist dann leider eh nur für AbonnentInnen. Wäre vielleicht auch mal was, falls ich irgendwann mal wieder sehr viel Zeit haben sollte …

Nachtrag: Auf der BZ-Kreisseite scheint es einen Bericht zur BUND-Aktion zu geben; Zugriff leider nur für AbonnentInnen.

Warum blogge ich das? Punkt 1, weil ich richtig stolz auf das Ergebnis bin, Punkt 2, weil, wenn es schon niemand sonst berichtet, zumindest hier was dazu stehen soll.

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Neues vom Logo

Erstens: es ist wieder da!

Zweitens: Der Bundesvorstand hat einen Brief an alle Parteigliederungen verschickt, in dem das weitere Vorgehen dargestellt wird. Demnach soll das neue Logo – wenn denn ein neues Logo eingeführt wird – erst nach den Landtagswahlen im Frühjahr 2008 publik gemacht werden. Vorher steht ein interner Beratungsprozess mit einer neuen Agentur, und einer BDK-Abstimmung. Klingt alles so, als würde es stimmen, dass Bündnis 90/Die Grünen eine lernfreudige Partei sind.

Drittens: Ironische Selbstkritik, oder so.

Warum blogge ich das? Weil ich mich auch ziemlich in diese Debatte eingemischt hatte, und finde, dass es wichtig ist, jetzt auch das vorläufige Ergebnis mitzuteilen.

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Bunte Mischung

Während in Wörlitz vielleicht mal wieder oder auch doch nicht ein dritter Flügel (Aufbruch 1988, anyone?) der Partei ins Leben gerufen wird, werden anderswo die Karten neu gemischt: im neuen grünen Blog Remix Generation. Eingeladen dazu hat Parteirätin Julia Seeliger. Worum geht’s? Jüngere Grüne aus der Breite der Partei nehmen Stellung zu allem, was für Grüne wichtig ist. Noch ist das ganze eher experimentell, was einmal daraus werden wird, ist noch offen. Sicher bin ich mir jedenfalls, dass Remix Generation eine interessante Plattform für den inner-grünen Diskurs darstellt. Oder wie es in der Selbstdarstellung heißt: »Derzeit bewegt sich eine Menge im grünen Spektrum – die Zeit ist reif für neue Ideen.« Und deswegen bin ich auch dabei.

Warum blogge ich das? Um Werbung für Remix Generation zu machen, wieso sonst?

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Eine Landkarte politischer Ökologie

Über einen Link in Bruce Sterlings »Viridian Notes« bin ich auf ein interessantes PDF gestoßen – Alex Foti und Mirko Bozzato aus Italien visualisieren dort unterschiedliche Arten grüner Ideologie; zum einen als Segmente, die von der »ökologischen Modernisierung« bis zur Tiefenökologie reichen, und zum anderen als Koordinatensystem (links-rechts-Achse + Nord-Süd-Achse), auf dem verschiedene grüne Bewegungen (in einem weiteren Sinne) aus der ganzen Welt eingetragen sind.

Hier geht’s zur Green Map

Warum blogge ich das? Erstens, weil es im Blog des SF-Schriftstellers Charles Stross gerade eine heftige Debatte darüber gibt, was einen »environmentalist« ausmacht; zweitens, weil ich es horizonterweiternd finde, sich mal vor Augen zu halten, wie breit das grüne Werte- und Ideenspektrum eigentlich ist (und dazu ist eine Visualisierung gut geeignet) und drittens, weil ich es spannend finde, darüber nachzudenken, wo ich mich eigentlich verorten würde.

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Loske: »Parteipolitik macht dumm«

Reinhard Loske – in letzter Zeit bereits durch den einen oder anderen Profilierungsversuch (neue Radikalität im Umweltschutz etc.) aufgefallen, darf sich in der taz von heute in einem ganzseitigen Interview äußern. Ein paar Aussagen finde ich spannend genug, um hier darauf hinzuweisen – etwa den durchaus negativ für die Parteipolitik ausfallenden Vergleich von politischer Tätigkeit und vorheriger wissenschaftlicher Tätigkeit, oder auch die relativ ausführliche Darstellung von Loskes Vorstellungen eines Grundeinkommens. Zur Rolle des »Vordenkers«, wie sie ihm der interviewende Redakteur Hannes Koch schmackhaft machen will, reicht es aber doch noch nicht so ganz.

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