Archiv der Kategorie: Kinder

Gefrorene Zeit

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Patterns of frost I

Z., die bald elf Jahre alt wird, meinte vor kurzem zu mir, dass sie es bedaure, sich an viele Ereignisse aus ihrer frühen Kindheit nicht erinnern zu können. Ich kann das gut nachvollziehen, denn mir geht es so ähnlich. Was ich nahezu auswendig kenne, ist dagegen die Sequenz der Fotos in meinem – von meiner Mutter angelegten – Fotoalbum (zwei Bände). In meinem Fall ist es ein großformatiges Buch, mit Seiten aus Karton, getrennt durch Transparenzpapier. Die Fotos – Papierabzüge analoger Fotografie –, vor allem die aus den ersten Lebensjahren, haben die typische orangestichige Färbung angenommen, die alle aus meiner Generation kennen dürften, und die heute »1970er« signalisiert.

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Photo of the week: Ferris wheel

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Ferris wheel

 
Wir haben an diesem Wochenende Plätzchen gebacken (blau glasiert). Dann den Adventskranz angezündet. Zwischendurch unsere schon seit geraumer Zeit laufende Auseinandersetzung in Civilization IV (meine Tochter: Alexander der Große, mein Sohn: Montezuma) vorangetrieben. Und auf Drängen der Tochter am heutigen Nachmittag auch den Freiburger Weihnachtsmarkt besucht. Inklusive Gedränge, noch mehr Gedränge, Zuckerwatte und zum Abschluss einer Fahrt mit dem Riesenrad. Jetzt müsste es dann demnächst mal anfangen zu schneien.

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Kurz: Adulting

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Ich bin 41 Jahre alt, habe – zumindest die Hälfte jeder Woche – zwei Kinder, seit längerem einen Uniabschluss und seit einiger Zeit auch eine feste Stelle. Ich lebe in einer eher kleinen Mietswohnung, habe weder Führerschein noch Auto, und finde trotz dem frühen Aufstehen, das sich durch das Pendeln zur Arbeit bzw. das In-die-Schule-Schicken der Kinder ergibt, ab und zu doch, dass sich mein Leben gar nicht so sehr verändert hat seit der Zeit, als ich studiert habe. Im englischsprachigen Raum (bzw. in dem Ausschnitt, der bei mir via Twitter davon ankommt …) findet hinter dem Begriff »adulting« (in etwa: »erwachsene Dinge tun«) immer mal wieder eine Debatte darüber statt, was Erwachsensein im 21. Jahrhundert eigentlich ausmacht. Ich lese zum Beispiel immer noch viel Science Fiction und Fantasy – machen Erwachsene sowas? Lego für Erwachsene, Popmusik, viel Zeit zum Vergnügen vor dem Bildschirm, ob das jetzt – bei mir eher nicht so – der Serienkonsum via Netflix, Computerspiele oder – das doch viel – soziale Medien sind, eine nur vage Annäherung an erwachsene Kleidungstandards. Lesenswert ist hier z.B. der Beitrag und die darunter stehende Debatte im Blog des SF-Autors Charles Stross unter dem Titel »Forever young?«. Haben sich die Konventionen geändert und passen schlicht nicht mehr zu den in der Kindheit gelernten Erwartungen? Oder hat unsere Gesellschaft (jedesmal, wenn ich aus Berlin komme, denke ich, da vielleicht noch mehr als anderswo) das Erwachsensein verlernt?

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Photo of the week: Silver North Sea I

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Silver North Sea I

 
Links die Landaufschüttung, auf der die (nicht öffentliche) Lorenbahn zu den Halligen Oland und Langeneß fährt. In der Mitte die silbrig glänzende Nordsee. Und rechts der Grasstrand und Deich von Dagebüll, mit Schienen der Lorenbahn. Nicht im Bild: die sonst obligatorischen, frei auf dem Deich herumlaufenden Schafe.

Nach und nach komme ich dazu, Fotos vom Urlaub zu sortieren und hochzuladen. Und fünf »lessons learned« aus dem Aufenthalt in Nordfriesland (ich und meine zwei energiegeladenen, manchmal etwas sturen Kinder) bringe ich auch mit:

  1. Statt des dicken Buchs für mich, das zu lesen ich weder Zeit noch Energie hatte, hätte ich lieber doch Kindergummistiefel einpacken sollen. Nicht wegen des Watts – das ist barfuß besser – sondern für die Pfützen auf dem Weg zur Mole. 
  2. Noch was, was ich hätte mitnehmen sollen: ein oder zwei Gesellschaftsspiele mehr. Und vielleicht noch ein Vorlesebuch mehr. Und Salz (Dagebüll-Mole hat zwar einen kleinen Kaufmannsladen, aber dort gibt es nur eine begrenzte Auswahl, und die Dinge sind recht teuer). Was dagegen nicht hätte mit müssen: die Frisbee-Scheibe. Denn Nordfriesland ist windig. Wenn’s nicht gerade stürmt und regnet. 
  3. Wer – zum Beispiel, weil wir alle drei Vegetarier*innen sind – keinen Fisch ist, wird von den ubiquitären Fischbrötchen, Krabben-Specials und Backfisch-, Rollmops- oder Makrelentellern nichts haben. Vegetarische Gerichte sind eher rar. Insofern heißt Dagebüll auch: Nudeln in der Ferienwohnung, Pommes vom (sehr guten) Imbiss, Brot und Brötchen lieben lernen. 
  4. Für die lange Zugfahrt (mit Zwischenstopp in Frankfurt bzw. Bonn auf dem Hin- bzw. Rückweg waren es doch sieben bis acht Stunden auf einmal …) bietet sich ein dickes Buch (für Z., 10) bzw. ein toleranter und entspannter Umgang mit der eigentlich begrenzten Computerspielzeit und dem Tablet (für R., 7) an. Dass beide wenig Interesse an Landschaft und am Zugfenster vorbeiziehenden Sehenswürdigkeiten haben, ist dabei hinzunehmen. 
  5. Richtig gut war der Tagesausflug nach Amrum (die Insel haben wir mit dem Fahrrad erkundet, Fahrradvermietungen gibt es dort fast so viel wie Sand). Der ÖPNV an der Küste jenseits der Bahnstrecken ist dagegen wenig ausgebaut. Beispielsweise wären die Halligen nicht über Dagebüll-Mole, sondern nur ab Schlüttsiel erreichbar gewesen (oder per dreistündiger Wattwanderung, was dann doch etwas viel gewesen wäre). Luftlinie sind das vielleicht zehn Kilometer zwischen Dagebüll und Schlüttsiel, laut Google Maps wären es zu Fuß rund zwei Stunden. Die ÖPNV-Verbindung ist dagegen sieben Stunden lang – von Dagebüll mit dem Schiff nach Amrum, von dort mit dem Schiff nach Schlüttsiel. Etwas realistischer: Dagebüll – Niebüll – Bredstedt – Schlüttsiel mit Zug und Bus, mindestens 2,5 Stunden. Also kein Halligbesuch.

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Photo of the week: Wildtal V

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Wildtal V

 
Heute Nacht um 4.30 hat es massiv gewittert, seitdem regnet es immer wieder. Bis dahin war’s heiß und sonnig, und dementsprechend heiß wurde es uns auch beim Einstieg in die Sommerferien mit einem Ausflug durchs Wildtal zur Zähringer Burg. Wobei wir die selbst links liegen gelassen haben und uns dann lieber ins Gasthaus gesetzt haben. Auf dem gewählten Weg sind das rund sieben Kilometer, mit Kindern und viel, viel Sonne, als wir außerhalb des Waldes das Wildtal durchquerten (vom Schümperlehof zum Waldbrunnerhof), hat’s dann doch etwas gedauert. Dafür gab’s Muffins (unterwegs), Eis und Limo (im Gasthof), einen Bussard und auf dem Rückweg sogar eine Ringelnatter.

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