Photo of the week: Dancing Faun

Dancing Faun

 
Her­vor­ra­gend eig­nen sich 3D-Dru­cker für die Gestal­tung halb­wegs kit­schi­ger Bal­kon­kas­ten­or­na­men­te (bei genaue­rem Hin­se­hen ist zu erken­nen, dass der Druck noch unter einer Rei­he von Schwä­chen lei­det, per­fekt ein­ge­stellt war und ist mein 3D-Dru­cker lei­der nicht; die selt­sa­me Struk­tur auf der rech­ten Sei­te sind die Über­res­te von Stüt­zen, die mit­ge­druckt wur­den, damit die Form des tan­zen­den Fauns über­haupt gedruckt wer­den konnte).

Die Druck­da­tei habe ich bei Thin­gi­ver­se gefun­den; es han­delt sich um den 3D-Scan eines Gips­ab­drucks (»Sta­tu­et­te eines tan­zen­den Satyrn« Basel) einer in den Rui­nen von Pom­pe­ji gefun­de­nen Bron­ze­skulp­tur, die 1830 ent­deckt wur­de und ent­we­der ein grie­chi­sches Ori­gi­nal oder eine römi­sche Kopie ist; jeden­falls über 2000 Jah­re alt. Und die Kopie der Kopie der Kopie erschreckt jetzt Amei­sen und Amseln in mei­nem Blumenkasten. 

Erste Erfahrungen mit dem Anycubic i3 Ultrabase

Anycubic i3 - I

Das Rat­tern einer Näh­ma­schi­ne. Das ist das ers­te, was mir ein­fällt, wenn ich mei­nen neu­en 3D-Dru­cker beim Dru­cken von Details höre. Ande­res erin­nert fast an das Fiep­sen alter Modems oder an Jahrmarktdrehorgeln.

Aber von vor­ne: dank der VG-Wort-Nach­zah­lung fühl­te ich mich ermu­tigt, rund 300 Euro in die Hand zu neh­men und einen Any­cu­bic [Pru­sa] i3 Ultra­ba­se zu erste­hen. Das ist ein Bau­satz, nicht ganz so kom­for­ta­bel wie der etwas teu­re­re Any­cu­bic i3 Mega, her­ge­stellt ver­mut­lich in Chi­na, und wenn ich das rich­tig ver­ste­he, ein evo­lu­tio­nä­rer Nach­fol­ger der RepRaps, also der Dru­cker, die sich (minus Metall­tei­le und Pla­ti­nen …) selbst dru­cken können. 

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Darf Politik das? Konstruktive Technologiepolitik am Beispiel 3D-Druck

Sand cake

Vor ein paar Tagen hat Rein­hard Büti­ko­fer eine Stu­die des Öko-Insti­tuts (20-Sei­ten-Fas­sung der Stu­die, pdf) vor­ge­stellt, die im Auf­trag der Frak­ti­on »Die Grünen/​Europäische Freie Alli­anz« im euro­päi­sche Par­la­ment die (öko­lo­gi­schen) Risi­ken und Chan­cen der Tech­no­lo­gie des 3D-Drucks bewer­tet hat. Auch Hei­se hat dar­über berich­tet; dort heißt es u.a., dass die grü­ne Frak­ti­on aus der Stu­die die For­de­rung ablei­tet, eine Arbeits­grup­pe ein­zu­set­zen, die sich Gedan­ken dazu macht, ob und wenn ja wie der 3D-Druck euro­pa­weit regu­liert wer­den soll.

Das hat – erwar­tungs­ge­mäß? – zu einem klei­nen Netz-Auf­schrei geführt. Der Ver­gleich mit dem Inter­net liegt nahe – was, eine neue Tech­no­lo­gie, die sich gera­de aus der Babykrip­pe erhebt, soll sofort tot­re­gu­liert wer­den?! Wie soll denn da eine Gold­grä­ber­stim­mung auf­kom­men! Und über­haupt! Technikfeinde!

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