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Wir halten zusammen. Hartnäckig. Visionär. Verantwortlich.

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»Wir halten zusammen. Hartnäckig. Visionär. Verantwortlich. Grün.« stand nicht auf dem Backdrop, also dem Bühnenhintergrund, bei der Bundesdelegiertenkonferenz in Münster, die an diesem Wochenende stattgefunden hat. Wäre keine werbetechnisch tolle Zuspitzung gewesen. Ein bisschen viel Text vielleicht. Stattdessen stand da »Wir bleiben unbequem«. Das ist kürzer, und wurde von vielen, vielen Menschen aufgegriffen – in Reden, in Tweets, auch in Artikeln und Berichten. Die dann leider oft mit »… haben es sich bequem eingerichtet« endeten.

Wenn es stimmt, dass wir in ernsten Zeiten leben, wenn es stimmt, dass eine der ganz großen Herausforderungen – neben dem Klimawandel – die Frage ist, wie eine Gesellschaft im Angesicht von Hass zusammengehalten wird, dann hätte ich mir eine Botschaft der BDK gewünscht, die weniger das Auf-die-Füße-Treten zum Markenkern erklärt als vielmehr die sehr ernsthafte Bereitschaft, im Angesicht der zu lösenden Weltprobleme Verantwortung zu übernehmen. Durchaus nicht als besseres Verwaltungshandeln, und auch nicht im Modus bürgerlicher Behäbigkeit, sondern so, wie wir Grüne sind, also hartnäckig, und mit klaren Zielen. Die können auch gerne als Visionen bezeichnet werden.

Unbequem zu sein ist für mich kein Wert an sich. Unbequem zu sein kann die Folge davon sein, hartnäckig Visionen und Problemlösungen zu verfolgen, ohne Schere im Kopf und ohne den immer gleich schon mitgedachten Kompromiss. Wenn es so ist, dann ist es gut, unbequem zu sein. Aber »wir bleiben unbequem« – da ist mir zu viel Weg, und Mittel, und viel zu wenig Zweck und Mitte.

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Fundstück 2010-01: »Handy, nein danke!«

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x_SDC15545 Lfd. Nr. 2010-01
Beschreibung
Derzeit sind in der Haltestellenwerbung – wie auch im Zettelaushang innerhalb der Straßenbahnen der VAG – teilweise Plakate zu sehen, auf denen ein Mann (vermutlich Bundestrainer Jogi Löw) dargestellt ist, der gerade ein Mobiltelefon in der Hand hält. Das Bild wird durch einen Text ergänzt, der dazu auffordert, eine SMS an eine bestimmte Telefonnummer zu schicken, um so 4,82 Euro an den Münsterbauverein zu spenden. Als Gegenleistung wird ein Klingelton »Münsterläuten« versprochen.
An der Haltestelle Maria-von-Rudloff-Platz waren diese Plakate mit kleinen runden Aufklebern beklebt, auf denen mit roter Schrift auf blauem Grund – der ein bißchen ungleichmäßig wirkte – der Text »Handy NEIN DANKE!« vermerkt ist. Weitere Informationen sind den Aufklebern nicht zu entnehmen.
Auffällig ist, dass die Aufkleber – mehrere pro Plakat – mehr oder weniger zufällig verteilt sind. Die Option, durch ein Überkleben der SMS-Nummer die Werbewirksamkeit drastisch zu reduzieren, wurde – zumindest bei diesem Plakat – nicht gewählt.
Fundort Freiburg, Rieselfeld, Haltestelle Maria-von-Rudloff-Platz Funddatum 14. April 2010, mittags

Auftakt zu einer neuen Serie – mal schauen, was daraus wird.

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Photo of the week: Münsterplatz III

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Münsterplatz III

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