Archiv der Kategorie: Digitales Leben

Zivilgesellschaft, transformative Wissenschaft, und was die Netzgemeinde damit zu tun hat

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WrasenbildungDas Bild, dass ich von der re:publica 14 habe, ist sicherlich verzerrt, nehme ich sie doch nur durch den Filter der sozialen Medien wahr, in denen Menschen aus meinem weiteren Umfeld das eine oder andere darüber schreiben. Aus dieser verzerrten, vermittelten Wahrnehmung heraus gewinne ich den Eindruck, dass doch vieles ähnlich ist wie 2013, und dass meine Entscheidung, dieses Jahr nicht zum »Klassentreffen des Internets« – zum Treffen der digitalen Klasse? – zu fahren, daher so falsch nicht war.

Ich war dennoch heute in Berlin, allerdings ganz woanders, nämlich bei einer Tagung der ForschungsWende, bei der es um mögliche neue Allianzen zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft ging. Ich will jetzt gar keinen Tagungsbericht abliefern, aber vielleicht sind ein paar Worte zum Kontext notwendig:

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In eigener Sache: Der digitale Wandel ist da

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2014-04-22digitalerwandelHeute flatterte mir digital wie auch in gedruckter Form die Erstausgabe von Der digitale Wandel – Magazin für Internet und Gesellschaft ins Haus. Als ich vor ein paar Wochen angefragt wurde, ob ich für dieses neue Projekt des co:llaboratory einen meiner Texte – die abgedruckte Collage zu Enzensberger im Wandel der Zeit – freigeben würde, freute mich das. Gut, das co:llaboratory ist wegen seiner immer noch engen Verbindung zu Google manchmal nicht ganz unumstritten, aber von dem, was ich bisher mitgekriegt habe, macht das Colab gute Sachen zur Förderung der Forschung zu Internet und Gesellschaft. Wichtiges Feld usw.

Insofern bin ich jetzt einerseits stolz, in der Erstausgabe des Digitalen Wandels mit einem Text vertreten zu sein. Andererseits ärgert es mich ein bisschen, dass es keine Fahnenkopie gab – dann wären nämlich zwei weitere der Enzensbergerzitate auch so gekennzeichnet und würden nicht so aussehen, als stammten sie von mir. In meinem Blog steht’s richtig. Das größere Aber ist jedoch die Frage, ob diese Form der kuratierten Zusammenstellung von Netztexten überhaupt einen Mehrwert bringt (und wenn ja, wem). (Und ob es dann nicht besser wäre, die Texte nochmal zu überarbeiten – für was gedrucktes hätte ich vermutlich zwei, drei Fußnoten eingefügt …)

Insofern bin ich gespannt, wie das Heft »da draußen« ankommt, und ob es wahrgenommen wird. Oder ob es statt digitalem Diskurstreiber eher sowas wie die Mobil des Colab sein wird. Also eine Art Kundenzeitschrift, nur halt schick mit CC-Lizenz und digitalem Schnickschnack.

Und dann hat das Format »kuratierte Zusammenstellung« einen gewaltigen Nachteil: Es reproduziert zu großen Teilen die Relevanzzuschreibungen der digitalen Szene. Das lässt sich unter anderem daran festmachen, welche Autoren (und ganz wenige Autorinnen) ausgewählt worden sind (hier mehr dazu). (Diese Reproduktion von Asymmetrien, für die das Geschlechterverhältnis ein Indikator ist, entspricht ein bisschen dem Problem, auf das ich auch im Zusammenhang mit CARTA mal hingewiesen hatte …).

Aber gut: Ausgabe Q1 ist die Pilotausgabe von Der digitale Wandel – insofern gehe ich durchaus davon aus, dass das Redaktionsteam des Colab für die nächste Ausgabe das eine oder andere hinzugelernt haben wird. Neugierig, was daraus wird, bin ich auf jeden Fall.

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Fortsetzung folgt: Was wurde eigentlich aus …?

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Workbench II

Ich habe in den letzten Monaten ja einige Beiträge gepostet, die sich grob mit Veränderungen in meinem alltäglichen Technikumgang befasst haben. Zu ein paar davon kann ich jetzt was zur »Fortsetzung« sagen. Falls das jemand interessiert.

Bereits im Mai 2013 hatte ich erklärt, wie ich Tiny Tiny RSS installiert habe, um eine Alternative zum Google Reader zu finden. Leider entpuppte sich die Kombination aus eigener Tiny-Tiny-RSS-Installation und den Android-Klienten dafür als unbequem, so dass ich letztlich immer seltener in meine RSS-Feeds schaute (wenn, dann eher im Menü von Firefox als auf dem Smartphone). Gestern habe ich nun Firefox durch Chrome ersetzt, das keinen eingebauten RSS-Support (mehr) hat. Bei der Durchsicht der verschiedenen Alternativen bin ich dann auf feedly.com gestoßen, dass mir zunächst mal erstaunlich gut gefallen hat.

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Home, sweet office

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Desktop work break

Wie die meisten hier Lesenden wissen dürften, wohne ich in Freiburg und arbeite in Stuttgart. Was erstens ziemlich viel an Pendelei nach sich zieht und zweitens nicht ganz stimmt, denn einen Teil meiner Arbeitszeit verbringe ich im »Home office«.

Wobei das mit dem »office« aufgrund der Freiburger Mietpreise eher ein Euphemismus ist – kein dezidiertes Arbeitszimmer, sondern eine Arbeitsecke mit Schreibtisch und Bürostuhl im Wohnzimmer.

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Kurz: 2048

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imageDas Spielprinzip von 2048 – ich verlinke wegen einer gewissen Suchtgefahr jetzt nicht – ist simpel: In einer Matrix von 4 x 4 Feldern müssen – durch gemeinsames Schieben aller »Plättchen«, die an freie Felder grenzen – Plättchen fusioniert werden. 2 und 2 gibt 4, 4 und 4 gibt 8 … und so weiter, bis am Schluss 2048 dasteht. Bei jedem Zug regnet es ein neues »Plättchen«, entweder eine 2 oder eine 4.

Klingt einfach, ist anfangs auch einfach, aber ab ca. 512 wird es schwierig: der freie Platz nimmt rapide ab, und die zur Erreichung der nächsten Zahl notwendige Anzahl an vorhergehenden Fusionsschritten nimmt rapide zu. Die Produktion der höherwertigen Plättchen kann somit als Mischung aus Rekursion (2^1: pl(1); 2^n: pl(n): fusioniere pl(n-1), pl(n-1)) und etwas Glück verstanden werden. Je effizienter die Produktion neuer Plättchen stattfindet, desto eher ist das Ziel 2048 zu erreichen.* Allerdings hilft es auch nicht, jedesmal von 2 anzufangen, d.h. ein paar Zwischenprodukte müssen auch gelagert werden.

Am Anfang läuft 2048 fast automatisch, dann kommt der Switch zu Situationen, die Aufmerksamkeit benötigen – und zwar gleichzeitig für das Gesamtfeld wie für einzelne, »fusionierbare« Plättchen. Die Zielzahl 2048 habe ich bisher zwei- oder dreimal erreicht. Jedesmal war auch etwas Glück im Spiel – fast »zugelaufene« Spielfelder, bei denen dann wiederholt die nötige 2 oder 4 kam. Oder eben kein Glück, und Spielende kurz vor oder nach 1024.

Vermutung: Es werden mindestens zwischen (m/4)+1 und (m/2)+1 Schritte benötigt, bei 2048 also zwischen 513 und 1025.

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