Archiv der Kategorie: Digitales Leben

Auf dem Weg zum digitalen Privatarchiv

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Paperless

Geht das auch anderen so, dass sich Papierstapel ansammeln, abgeheftet werden, Ordner die Regale füllen? Bei mir ist das der Fall, und ich möchte gerne etwas daran ändern. Deswegen spiele ich schon lange mit dem Gedanken, ein paar Schritte hin zum »papierlosen Archiv« zu machen; nicht zuletzt deswegen, weil viele Regale mit Ordnern und eine letztlich eher kleine Wohnung nicht so richtig gut zusammenpassen.

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Kurz: Magenta goes Meshnet?

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Mein Telekom-Telefonanschluss wurde heute auf VoIP umgestellt. Wie irgend jemand schrieb: früher gab es Internet über die Telefonleitung, heute Telefon über die Internetleitung. Kein Festnetz mehr; letztlich will die Telekom davon ganz weg. Das ganze hat diverse Vor- und Nachteile – statt einer habe ich jetzt drei Telefonnummern; welche wo klingelt, ist konfigurierbar. Sollte der Router allerdings mal ausfallen oder ohne Strom dastehen, ist damit jetzt auch das Telefon weg. Aber es gibt ja noch Handys …

Wie dem auch sei – das ganze war für mich Anlass, auch noch mal in die Tarife zu schauen, auch weil ich für »Festnetz« und Mobiltelefonie relativ hohe Preise zahle. Ein Vorteil davon, Kunde der Telekom zu sein, ist es, denn Hotspot pauschal nutzen zu können, etwa im ICE. Zumindest dann, wenn er denn tut. Bisher war der Hotspot, wenn ich das richtig sehe, sowohl im Festnetztarif als auch im Mobilfunktarif inklusive. Beim Festnetz (Call & Surf) bin ich mir nicht ganz sicher, weil ich als Zugangskennung immer den mobilen Zugang verwendet habe. Ich meine jedenfalls, dass das so war. Jetzt entfällt er zumeist.

In meinem alten Mobilfunktarif ist der Hotspot nach wie vor enthalten. In den neuen »Magenta«-Tarifen ist er dagegen nur noch eine zubuchbare Option (4,95 €). Ich habe mal geschaut – wenn ich es richtig sehe, käme ich, wenn ich Datenvolumen (das schrumpfte auch) und Hotspot haben wollte, im Ende wieder bei etwa dem selben Preis heraus. Ein Wechsel scheint sich für mich nicht zu lohnen, wobei das Tarifgefüge etwas unübersichtlich ist. Interessant – der eigentliche Anlass dieses Textes ist jedoch die neue »Festnetz«-Tarifoption »Wlan to go & Hotspot«. Die wäre, wenn ich den Speedport V724 als Router hätte, kostenfrei zubuchbar (habe ich aber nicht). In Kooperation mit Fon gibt es hier die alte Hotspot-Flatrate – mit der Neuerung, dass auch der eigene Router »ungenutzte Bandbreite« als Telekom-Hotspot anbietet. Anders gesagt: Die Änderungen in der Tarifstruktur bieten einen Anreiz dafür, die eigene Kabel-Bandbreite für ein engmaschigeres, öffentlich (gegen Gebühr) nutzbares WLAN-Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Das würde das Mobilfunknetz der Telekom entlasten. Ob es tatsächlich dazu kommt, dass demnächst »überall« WLAN der Telekom zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten. Ein interessanter Schachzug – auch mit Blick auf »Share Economy« – wäre es jedenfalls allemal.

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Digitalisierung als Baustein einer grünen Innovationspolitik

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Stadtteilfest 2014 - 53

»Unterm Strich würde ich gerne in dem Baden-Württemberg leben, das Kretschmann da grade entwirft.«, schrieb ich bei Twitter als Fazit zur »Heimat, Hightech, Highspeed«-Regierungserklärung, und das ist vielleicht erklärungsbedürftig.

Um ganz vorne anzufangen: eine Regierungserklärung im baden-württembergischen Landtag funktioniert so, dass der Ministerpräsident (oder eine andere VertreterIn der Landesregierung) sich ausführlich, grundsätzlich und übergreifend äußert, und – üblicherweise – die Fraktionsvorsitzenden darauf reagieren. Und zwar in »Debatte mit freier Redezeit«, was ganz schön lang sein kann. In dieser Regierungserklärung ging es um »Digitalisierung«, und um die (insbesondere auch wirtschaftlichen) Chancen von Dingen, die mit so schönen Buzzwords wie »Induschdrie 4.0«, »digitaler Wandel«, »Cloud« oder »Cybersecurity« umreißen lassen.

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Kurz: Heute mal ohne materielle Identität

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Mir ist gestern mein Geldbeutel abhanden gekommen. Entweder ist er mir im Zug aus der Tasche gerutscht, oder er wurde mir geklaut. Bisher ist er jedenfalls nicht wieder aufgetaucht, und dementsprechend hatte ich gestern einigen Ärger damit, diverse Karten sperren zu lassen, und werde noch einige Zeit damit verbringen, Ersatzkarten zu beschaffen. Geld war glücklicherweise nur wenig im Geldbeutel, insofern hält sich der materielle Verlust in Grenzen.

Neben Ärger ist sowas aber auch für absurde Erfahrungen gut. Etwa im Hinblick auf die alte Frage »Wer bin ich – und wie weise ich das nach, wenn alles, womit ich meine Identität beweisen könnte, im verloren gegangenen Geldbeutel ist?«. Das war dann selbst bei der »Fahrpreisnacherhebung« – ich musste irgendwie wieder von Stuttgart nach Freiburg kommen, ein Ersatzdokument für die Bahncard 100 kann nicht einfach mal eben am Schalter ausgestellt werden, und nicht alle Zugbegleiterinnen sind so kulant, einen nach Erklärung der Situation einfach fahr- und ausweislos fahren zu lassen – ein längeres Problem. Letztlich spuckte das Gerät der Schaffnerin einen Zettel aus, auf dem ich bestätigte, ich zu sein, und der dann als Grundlage dafür diente, mir einen erhöhten Fahrpreis in Rechnung stellen zu können, den ich letztlich bis auf eine Bearbeitungsgebühr nicht zahlen muss.

Oder dieses Gefühl, an diversen Geschäften vorbeizukommen, bis auf 50 Cent, die sich irgendwie in die Tasche verirrt hatten, kein Geld dabei zu haben, sich also noch nicht einmal eine Butterbrezel kaufen zu können – aber gleichzeitig ein Smartphone in der Hand zu halten, mit dem ich sofort und auf der Stelle eine größere Anschaffung hätte tätigen können. Für einen Moment habe ich überlegt, ob ich einen Pizzaservice mit Online-Lastschrifteinzugsverfahren suchen sollte.

Und das ambivalente Gefühl, dass einem in so einer Situation deutlich wird, wie einfach social engineering als Hackmethode sein muss: an diversen Hotlines musste ich mich telefonisch ausweisen (auch, weil ich teilweise die Kartennummern nicht hatte). Dazu reichte dann der Name und die Kenntnis über ein paar persönliche Daten, die aber wiederum recht einfach zugänglich sind. In meiner Situation gestern fand ich das hilfreich, und ich kann mir auch schlecht vorstellen, wie eine Bürokratie anders damit umgehen soll, wenn es doch diesen Spielraum braucht – aber das Tor stünde auch anderen offen.

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Nachtrag zur fehlenden Diversität in »Medienwandel kompakt«

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Below

Gestern hatte ich ja kurz auf Medienwandel kompakt 2011 – 2013 hingewiesen. Ein Punkt, den ich dabei nur in einem Nebensatz angesprochen habe, ist die arge Unterrepräsentanz von Frauen in diesem Sammelband. Genauer gesagt: sechs Beiträge sind von Autorinnen, 67 von Autoren, einer von einem Mann und einer Frau gemeinsam geschrieben. Wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe, aber es kommt hier auf die Größenordnungen an, nicht auf die genauen Zahlen.

Das ist auch anderen aufgefallen, und seit gestern grummelt es ein bisschen in den sozialen Medien. Es grummelt so sehr, dass sich mit Christoph Kappes einer der Herausgeber genötigt sah, zu erklären, wie dieser Frauenanteil von unter zehn Prozent zustande gekommen ist.

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