Archiv der Kategorie: Digitales Leben

»Heute bringst du aber mal den Spam runter, Schatz!«

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Happy Kreuzberg

Große Rätsel können sich in alltäglichen Kleinigkeiten verbergen. Das ist einer der Gründe, warum mich Soziologie und verwandte Wissenschaften schon immer fasziniert haben: Warum machen andere das anders? Das ist doch komisch!

Ein Beispiel einer solchen Praxis, die das eigene Verhalten in Frage stellt, sind E-Mail-Accounts. Für mich ist ein E-Mail-Account etwas persönliches – einer Person zugeordnet, möglicherweise auch nur einem bestimmten Rollenaspekt einer Person (beruflich, privat, Ehrenamt …). Genauso, wie das eben auch bei Smartphones, Facebook- und Google-Accounts ist. Die einzige Ausnahme, die mir ad hoc einfällt, sind info@-Accounts von Organisationen; also Sammelpostfächer für eine bestimmte Art von Anfragen.

Nun gibt es aber immer wieder Menschen, die das anders sehen.

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Kurz: Facebook-Einladungen

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Hallo Welt,

wie sieht eigentlich die aktuelle Etiquette hinsichtlich Facebook-Kontaktanfragen aus? Der Grund, warum ich frage: Mir passiert es ständig, dass Leute mich bei Facebook befreunden wollen, die ich nicht kenne. Meistens auch Grüne (wie sich aus den gemeinsamen FreundInnen schließen lässt), manchmal nicht.

Ich meine, wenn mich irgendwer »abonniert«, oder mir auf Twitter folgt, dann ist das so. Aber Kontakte bestätigen, die mir überhaupt nichts sagen? Ich bin da skeptisch und ignoriere derartige Anfragen meist. Oder andersherum: Wer unbekannterweise meine Facebookfreundschaft haben will, tut gut daran, mir eine Nachricht oder Mail zu schicken.

Wie geht ihr mit solchen Kontaktanfragen von Unbekannt um?

Schöne Grüße

Till

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Über die Schwierigkeit, Datenschutz an Schulen umzusetzen

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Spider

»Grüne wollen Facebook verbieten« – das ist die zugespitzte Lesart einer vor kurzem aktualisierten Handreichung des – nach wie vor SPD-geführten – Kultusministeriums Baden-Württemberg, die im Sommerloch für einigen Wirbel in neuen und alten Medien sorgte.

Aber nicht nur die Parteifarbe wird falsch zugeordnet. Eigentlich steht in der Handreichung für LehrerInnen auch etwas ganz anderes als das, was in den Überschriften zu finden ist.

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Kurz beobachtet: Das Netz ist schuld

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Heute debattierte der Landtag Baden-Württemberg (als TOP 1, Aktuelle Debatte SPD) das Thema PRISM. In der lebhaften Debatte, die in den nächsten Tagen in der Mediathek nachschaubar und in den nächsten Wochen im Protokoll nachlesbar sein wird, ist mir ein Unterton aufgefallen, den ich doch schnell ins Blog packen wollte.

Und zwar gab es bei einigen Rednern (ich meine es bei CDU und SPD gehört zu haben) etwa das folgende Argument: »Das Internet ist unsicher. Das hat sich jetzt deutlich gezeigt. Das Netz führt zu Cyberkriminalität, zur Erosion der Privatsphäre und eben auch zu Überwachung.« Oder noch kürzer: Das Netz ist unsicher und führt zu Gewalt.

Dieses ließe sich leicht auf andere Techniken übertragen:

  • Über Telefonkabel und Funknetze verabreden sich Kriminelle. Das Telefonnetz ist unsicher und führt zu Gewalt.
  • Per Brief werden Anleitungen zum Bombenbau verschickt. Die Briefpost ist unsicher und führt zu Gewalt.
  • Autos auf öffentlichen Straßen verursachen Unfälle. Öffentliche Straßen und Autos sind unsicher und führen zu Gewalt.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

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Vertraute Technik und die Verschlüsselung

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Black key

Ein Strang in der – durch die von Edward Snowden aufgedeckte permanente Überwachung der Netzkommunikation durch die NSA und andere Geheimdienste ausgelösten – Debatte dreht sich darum, warum verfügbare Kryptographie-Tools nicht eingesetzt werden.

map hat dazu einiges erhellendes geschrieben, unter dem Titel »Wir haben versagt«. Kernthese: Kryptotechnologie – also etwa das Verschlüsseln von eMails – wird deswegen nicht eingesetzt, weil es keine einfachen Oberflächen und Tools dafür gibt. Gepaart mit der Arroganz der technologischen Elite. map vergleicht diese – uns? – mit der »Outer Party« in Orwells 1984:

Wir machen doch immer so gerne Neunzehnvierundachtzigvergleiche: Wir sind die Outer Party. Und die Proles gehen uns am Arsch vorbei. Diese DAUs, die iPhones und Facebook benutzen. Die ihre Daten an US-amerikanische Server schicken. Die Gmail oder GMX benutzen, statt ihre Mail selbst zu hosten. Unseren Ekel verbergen wir hinter zynischen Ratschlägen. Mit TOR zu surfen ist objektiv von eine »funktional kaputten« Drosselung nicht zu unterscheiden. Wir haben kein Gefühl mehr für Menschen die mit diesen grauen Kisten nur ein bisschen mit ihren Freunden reden und rumsurfen wollen, statt ihre komplette Freizeit darin zu versenken. Nicht mit GNU/Linux handverschlüsselt? Ätschbätschselberschuld.

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