Archiv der Kategorie: Digitales Leben

Die ausbleibende Aufregung

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Hölderlebach High II

Eigentlich sind es ungeheuerliche Enthüllungen. Programme – im doppelten Sinne, Software und groß angelegte Überwachungsprojekte – wie Prism, Tempora, XKeyscore tauchen auf. Der Bundesnachrichtendienst kooperiert mit der NSA und übergibt massenweise auf Vorrat gespeicherte Metadaten. Was wirklich passiert, ist hinter dem Nebel von Geheimhaltung und Ablenkung nur zu erahnen. Jedenfalls scheint es plausibel zu sein, davon auszugehen, dass wir alle, die wir das Netz benutzen, in einem weit größeren Maß überwacht werden, als dies bisher vermutet wurde. Grundgesetz hin oder her.

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»Heute bringst du aber mal den Spam runter, Schatz!«

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Happy Kreuzberg

Große Rätsel können sich in alltäglichen Kleinigkeiten verbergen. Das ist einer der Gründe, warum mich Soziologie und verwandte Wissenschaften schon immer fasziniert haben: Warum machen andere das anders? Das ist doch komisch!

Ein Beispiel einer solchen Praxis, die das eigene Verhalten in Frage stellt, sind E-Mail-Accounts. Für mich ist ein E-Mail-Account etwas persönliches – einer Person zugeordnet, möglicherweise auch nur einem bestimmten Rollenaspekt einer Person (beruflich, privat, Ehrenamt …). Genauso, wie das eben auch bei Smartphones, Facebook- und Google-Accounts ist. Die einzige Ausnahme, die mir ad hoc einfällt, sind info@-Accounts von Organisationen; also Sammelpostfächer für eine bestimmte Art von Anfragen.

Nun gibt es aber immer wieder Menschen, die das anders sehen.

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Kurz: Facebook-Einladungen

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Hallo Welt,

wie sieht eigentlich die aktuelle Etiquette hinsichtlich Facebook-Kontaktanfragen aus? Der Grund, warum ich frage: Mir passiert es ständig, dass Leute mich bei Facebook befreunden wollen, die ich nicht kenne. Meistens auch Grüne (wie sich aus den gemeinsamen FreundInnen schließen lässt), manchmal nicht.

Ich meine, wenn mich irgendwer »abonniert«, oder mir auf Twitter folgt, dann ist das so. Aber Kontakte bestätigen, die mir überhaupt nichts sagen? Ich bin da skeptisch und ignoriere derartige Anfragen meist. Oder andersherum: Wer unbekannterweise meine Facebookfreundschaft haben will, tut gut daran, mir eine Nachricht oder Mail zu schicken.

Wie geht ihr mit solchen Kontaktanfragen von Unbekannt um?

Schöne Grüße

Till

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Über die Schwierigkeit, Datenschutz an Schulen umzusetzen

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Spider

»Grüne wollen Facebook verbieten« – das ist die zugespitzte Lesart einer vor kurzem aktualisierten Handreichung des – nach wie vor SPD-geführten – Kultusministeriums Baden-Württemberg, die im Sommerloch für einigen Wirbel in neuen und alten Medien sorgte.

Aber nicht nur die Parteifarbe wird falsch zugeordnet. Eigentlich steht in der Handreichung für LehrerInnen auch etwas ganz anderes als das, was in den Überschriften zu finden ist.

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Kurz beobachtet: Das Netz ist schuld

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Heute debattierte der Landtag Baden-Württemberg (als TOP 1, Aktuelle Debatte SPD) das Thema PRISM. In der lebhaften Debatte, die in den nächsten Tagen in der Mediathek nachschaubar und in den nächsten Wochen im Protokoll nachlesbar sein wird, ist mir ein Unterton aufgefallen, den ich doch schnell ins Blog packen wollte.

Und zwar gab es bei einigen Rednern (ich meine es bei CDU und SPD gehört zu haben) etwa das folgende Argument: »Das Internet ist unsicher. Das hat sich jetzt deutlich gezeigt. Das Netz führt zu Cyberkriminalität, zur Erosion der Privatsphäre und eben auch zu Überwachung.« Oder noch kürzer: Das Netz ist unsicher und führt zu Gewalt.

Dieses ließe sich leicht auf andere Techniken übertragen:

  • Über Telefonkabel und Funknetze verabreden sich Kriminelle. Das Telefonnetz ist unsicher und führt zu Gewalt.
  • Per Brief werden Anleitungen zum Bombenbau verschickt. Die Briefpost ist unsicher und führt zu Gewalt.
  • Autos auf öffentlichen Straßen verursachen Unfälle. Öffentliche Straßen und Autos sind unsicher und führen zu Gewalt.

Die Liste ließe sich fortsetzen.

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