Archiv der Kategorie: Digitales Leben

In eigener Sache: Keine Panik!

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Nach einem wunderbar sonnigen Sonntagsspaziergang sehe ich mich in der Lage, der Tatsache ins Auge zu blicken: Dieses Blog verliert an Attraktivität.

Zum einen geht die Zahl der Zugriffe deutlich zurück, Flattr wirft nur noch Groschen ab, ähnliches gilt für die VG Wort; auch die Zahl der Kommentare sinkt rapide. Zum anderen habe ich das Gefühl, dass die Themen, zu denen ich wirklich interessante Dinge zu sagen hätte, oft zu nah an meinem Job dran sind. Das führt zu einer ganzen Galerie von Scheren im Kopf. Ein Beispiel: Gefühlt könnte ich zu großen hochschulpolitischen Ereignissen wie dem Hochschulfinanzierungsvertrag Perspektive 2020, der in wenigen Tagen unterzeichnet wird, zwar einen Artikel schreiben, in dem die damit verbundenen Errungenschaften gelobt werden (und da gibt es in der Tat einige), würde mich aber schwer damit tun, eine ausgewogene Analyse zu schreiben, in der auch kritische Punkte beleuchtet werden. Also sage ich tendenziell eher nichts dazu.

Gleichzeitig ist so ein Rückblick am Anfang des Jahres natürlich auch eine gute Gelegenheit, nochmal die Frage zu stellen, wer mein Blog eigentlich liest (zum Teil weiß ich das – Verwandte, Freunde, Follower, politisch Nahestehende) und was die jeweiligen Erwartungen sind, und ob das Blog diesen (noch) gerecht wird. Auch das möchte ich hiermit tun, nach wie vor besteht die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Und wer will, darf sich auch gerne per Mail oder auf anderen Wegen an mich wenden. (Und ja, ich habe diese Frage vor einem halben Jahr schon einmal gestellt – die Diskussion dort gibt durchaus einige Hinweise).

Damit aber zu den Details des Attraktivitätsrückgangs – und aus diesem Anlass auch zu ein paar Überlegungen zum Medium Blog. (Und als Bonus für alle, die keine Lust auf Statistiken haben: ganz am Ende des Beitrags findet sich noch eine Liste mit Beiträgen aus 2014, die ich gerne zum Lesen empfehle …)

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Eine Frage nach der öko-digitalen Schnittmenge

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In dem Venn-Diagramm oben steht links (falls jemand meine Schrift nicht lesen kann) »Umweltbewegung, Postwachstum, Degrowth …«. Das soll ein Milieu oder eine Szene beschreiben. Rechts steht »›Netzgemeinde‹, Start-ups, Open Source, Open Data …«. Auch das soll, ebenso vage, eine Szene oder Bewegung definieren.

Mich interessiert jetzt, was in der Mitte steht. Klar, ich selbst würde mich da sehen, und ich kenne auch einige andere. Aber gibt es jenseits individueller Verortungen Themen, Initiativen, Unternehmen, Aktionen, die an Stelle des Fragezeichens passen? Da bin ich auf – gerne auch konkrete – Antworten gespannt.

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Auf dem Weg zum digitalen Privatarchiv

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Paperless

Geht das auch anderen so, dass sich Papierstapel ansammeln, abgeheftet werden, Ordner die Regale füllen? Bei mir ist das der Fall, und ich möchte gerne etwas daran ändern. Deswegen spiele ich schon lange mit dem Gedanken, ein paar Schritte hin zum »papierlosen Archiv« zu machen; nicht zuletzt deswegen, weil viele Regale mit Ordnern und eine letztlich eher kleine Wohnung nicht so richtig gut zusammenpassen.

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Kurz: Magenta goes Meshnet?

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Mein Telekom-Telefonanschluss wurde heute auf VoIP umgestellt. Wie irgend jemand schrieb: früher gab es Internet über die Telefonleitung, heute Telefon über die Internetleitung. Kein Festnetz mehr; letztlich will die Telekom davon ganz weg. Das ganze hat diverse Vor- und Nachteile – statt einer habe ich jetzt drei Telefonnummern; welche wo klingelt, ist konfigurierbar. Sollte der Router allerdings mal ausfallen oder ohne Strom dastehen, ist damit jetzt auch das Telefon weg. Aber es gibt ja noch Handys …

Wie dem auch sei – das ganze war für mich Anlass, auch noch mal in die Tarife zu schauen, auch weil ich für »Festnetz« und Mobiltelefonie relativ hohe Preise zahle. Ein Vorteil davon, Kunde der Telekom zu sein, ist es, denn Hotspot pauschal nutzen zu können, etwa im ICE. Zumindest dann, wenn er denn tut. Bisher war der Hotspot, wenn ich das richtig sehe, sowohl im Festnetztarif als auch im Mobilfunktarif inklusive. Beim Festnetz (Call & Surf) bin ich mir nicht ganz sicher, weil ich als Zugangskennung immer den mobilen Zugang verwendet habe. Ich meine jedenfalls, dass das so war. Jetzt entfällt er zumeist.

In meinem alten Mobilfunktarif ist der Hotspot nach wie vor enthalten. In den neuen »Magenta«-Tarifen ist er dagegen nur noch eine zubuchbare Option (4,95 €). Ich habe mal geschaut – wenn ich es richtig sehe, käme ich, wenn ich Datenvolumen (das schrumpfte auch) und Hotspot haben wollte, im Ende wieder bei etwa dem selben Preis heraus. Ein Wechsel scheint sich für mich nicht zu lohnen, wobei das Tarifgefüge etwas unübersichtlich ist. Interessant – der eigentliche Anlass dieses Textes ist jedoch die neue »Festnetz«-Tarifoption »Wlan to go & Hotspot«. Die wäre, wenn ich den Speedport V724 als Router hätte, kostenfrei zubuchbar (habe ich aber nicht). In Kooperation mit Fon gibt es hier die alte Hotspot-Flatrate – mit der Neuerung, dass auch der eigene Router »ungenutzte Bandbreite« als Telekom-Hotspot anbietet. Anders gesagt: Die Änderungen in der Tarifstruktur bieten einen Anreiz dafür, die eigene Kabel-Bandbreite für ein engmaschigeres, öffentlich (gegen Gebühr) nutzbares WLAN-Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Das würde das Mobilfunknetz der Telekom entlasten. Ob es tatsächlich dazu kommt, dass demnächst »überall« WLAN der Telekom zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten. Ein interessanter Schachzug – auch mit Blick auf »Share Economy« – wäre es jedenfalls allemal.

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Digitalisierung als Baustein einer grünen Innovationspolitik

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Stadtteilfest 2014 - 53

»Unterm Strich würde ich gerne in dem Baden-Württemberg leben, das Kretschmann da grade entwirft.«, schrieb ich bei Twitter als Fazit zur »Heimat, Hightech, Highspeed«-Regierungserklärung, und das ist vielleicht erklärungsbedürftig.

Um ganz vorne anzufangen: eine Regierungserklärung im baden-württembergischen Landtag funktioniert so, dass der Ministerpräsident (oder eine andere VertreterIn der Landesregierung) sich ausführlich, grundsätzlich und übergreifend äußert, und – üblicherweise – die Fraktionsvorsitzenden darauf reagieren. Und zwar in »Debatte mit freier Redezeit«, was ganz schön lang sein kann. In dieser Regierungserklärung ging es um »Digitalisierung«, und um die (insbesondere auch wirtschaftlichen) Chancen von Dingen, die mit so schönen Buzzwords wie »Induschdrie 4.0«, »digitaler Wandel«, »Cloud« oder »Cybersecurity« umreißen lassen.

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