Archiv der Kategorie: Kinder

Kurz: Fußball und Jugend – immer ein Problem

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Wie bei jedem großen internationalen Fußballereignis weist die Grüne Jugend – heuer mit großem medialen Echo – darauf hin, dass eine Überdosis nationaler Flaggen auch dazu beiträgt, die gesellschaftliche Hemmschwelle dafür, Nationalismus normal zu finden, deutlich senkt. Mag ein spezifisch deutsches Problem sein, ist aber eben auch eine deutsche Geschichte. Insofern habe ich gewisse Sympathien für die Position der Grünen Jugend und finde manches »altgrüne«, eilig aus dem Hut gezauberte Bekenntnis zu schwarz-rot-goldenen Faninsignien ein bisschen peinlich.

Ich bin jedenfalls alt genug, um mich an Zeiten – vor 1990 – zu erinnern, als ’schland-Begeisterung noch nicht so üblich war. Fußball soll damals auch schon gespielt worden sein.

Apropos alt genug: meine Kinder sind deutlich stärker an Fußball interessiert als ich es bin. Was dann nicht nur zu Konflikten bezüglich Spiel-im-Fernsehen-schauen führt, sondern auch zum Besitz von Fan-T-Shirts und schwarz-rot-goldenen Kindertattoos. Mal sehen, wie das wird, wenn die beiden ins Jugendverbandsalter kommen.

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Zwei Väter aufs Podest gestellt – und der Rest?

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Playhouse for R.

Die Großbäckerei »Mestemacher« vergibt seit elf Jahren einen Preis »Spitzenvater des Jahres« um gelebte partnerschaftliche Familienmodelle zu würdigen. Klingt erst einmal gut, ärgert mich aber. Und zwar aufgrund einer einfachen Rechenaufgabe:

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Kurz: Der Wind verstreut die Samen der Pusteblume

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Street lifeDandelion flow

All zu einfache Medienwirkungstheorien rufen in mir immer noch Skepsis hervor. Dennoch war es – sage ich als Kind der 1980er Jahre – völlig gerechtfertigt, dass der Tod des Fernsehmoderators Peter Lustig es bis auf die Titelseite der FAZ geschafft hat. Löwenzahn war eine Sendung, die in tiefer Resonanz mit dem Zeitgeist der 1980er Jahre stand. Für mich stellte der öko-besserwissende Tüftler im Bauwagen, der Konventionen mit entwaffnender Freundlichkeit außer Kraft setzte, den Ein-anderes-Leben-ist-möglich-Gegenpol zu den als Jugendbuch getarnten Dystopien von Gudrun Pausewang dar. Und das zur Hauptkindersendezeit im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Insofern bin ich mir ganz sicher, dass Löwenzahn gewirkt hat – als Welterklärsendung, aber auch als moralsetzende Instanz für eine ganze Generation. So jemand wie Paschulke wollten wir nie werden. Jedenfalls hat Peter Lustig seinen Teil dazu beigetragen, dass Umweltschutz, Toleranz und ganz unterschiedliche Lebensmodelle zum westdeutschen Maßstab wurden. Und ja: als Welterklärer im besseren Sinne. Als einer, der Experimente macht, der tüftelt, der Dinge lernt und der für Neues offen ist. Der nicht nur auf »öko« setzt, sondern sich auch einen Roboter bastelt. Einer, der für seine Haltung Belege mitbringt und gegen die Autoritäten nicht mit Wut, sondern mit Expertise vorgeht. Und am Ende bricht der Löwenzahn durch den Asphalt und verwandelt die Stadt in eine grüne Welt.

Die Sendung Löwenzahn lief bis 2005 mit Peter Lustig. Dank meiner Kinder habe ich inzwischen die eine oder andere Folge mit seinem Sendungsnachfolger Guido Hammesfahr alias »Fritz Fuchs« gesehen. Und ich bin froh, dass im manchmal doch schon sehr kommerziell wirkenden Programm des Kika weiterhin ein unkonventioneller Mensch im Bauwagen vorbildlich die Welt erklärt, und dabei nebenbei die Werte vermittelt, die wir dringend brauchen.

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Photo of the week: Snow in the Black Forest IV

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Snow in the Black Forest IV

 
Endlich Winter – zumindest oben im Schwarzwald, hier in Titisee. Da war heute Neujahrsempfang des grünen Kreisverbands Breisgau-Hochschwarzwald mit Winne Hermann als Gastredner. Und wo ich samt Kindern schon mal oben war, haben wir die Gelegenheit genutzt, um doch noch ein wenig Schnee live anzuschauen. Hier unten im Tal – d.h. in Freiburg – hat’s zwar gestern auch geschneit, liegen geblieben ist aber kaum etwas. 45 Minuten weiter oben im Schwarzwald machen da schon einen Unterschied. (Was ich meinen Kindern ad hoc nicht erklären konnte: Wieso ist es eigentlich oben auf den Bergen kälter?)

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#12von12 im November 2015

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Schön an dem Format 12 von 12 finde ich ja den Einblick in unterschiedliche Alltage, der dadurch entsteht. Bei mir beispielsweise war heute ein ziemlich normaler Stuttgartarbeitstag. Der fängt im Dunkeln und mit dem üblichen Frühstück im Zug an. Anfangs, in Freiburg, ist der Zug noch ziemlich leer, ab Karlsruhe gibt es dann nur noch Stehplätze.

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