Science Fiction und Fantasy im September 2026

Museum Atlantikwall Raversyde - XXX

Ganz über­wie­gend habe ich den Sep­tem­ber damit zuge­bracht, die emp­feh­lens­wer­te Valor-Serie von Tanya Huff – kana­di­sche MilSF – zu lesen. Dazu unten mehr. 

Gele­sen habe ich außer­dem Mary Robi­net­te Kowals The Mar­ti­an Con­tin­gen­cy (2025), den vier­ten Band ihrer Lady-Astro­naut-Serie. Robi­net­te Kowal schreibt im Nach­wort, dass die­ser Band nicht ein­fach zu schrei­ben war. Das Ergeb­nis ist jeden­falls gelun­gen, gera­de auch im Ver­gleich zur an der einen oder ande­ren Stel­le erstaun­lich par­al­lel gela­ger­ten Serie For All Man­kind. Im Mit­tel­punkt des Buchs steht die zwei­te Mars-Expe­di­ti­on, die 100 Men­schen aus unter­schied­li­chen Natio­nen auf den Mars brin­gen soll. Die Astro­nau­tin Dr. Elma York ist das Gesicht des inter­na­tio­na­len Raum­fahrt­pro­gramms. In die­ser Zeit­li­nie wur­de es gegen­über unse­rer Wirk­lich­keit (und auch gegen­über For All Man­kind) deut­lich beschleu­nigt, weil ein Meteo­ri­ten­ein­schlag in Nord­ame­ri­ka ein­drück­lich vor Augen geführt hat, wie zer­brech­lich die Erde ist. Inso­fern fin­det die Mars-Expe­di­ti­on hier in den spä­ten 1960ern oder frü­hen 1970er Jah­ren statt – den Hin­ter­grund bil­det eine bun­te Mischung aus Offen­heit für neue Erfah­run­gen (indi­sche Gewür­ze, ara­bi­sche Musik, sexu­el­le Revo­lu­ti­on) einer­seits und über­kom­me­nen Moral­vor­stel­lun­gen, alt­her­ge­brach­ter Poli­tik plus Ras­sis­mus und Sexis­mus ande­rer­seits. Und natür­lich ist auch die Tech­no­lo­gie zwar weit fort­ge­schrit­ten, was Rake­ten und Raum­fahrt anbe­trifft; gerech­net wird aber nach wie vor eher mit dem Rechen­schie­ber. Digi­ta­le Bild­über­tra­gun­gen scheint es bei­spiels­wei­se auch noch nicht zu geben. Wäh­rend der ers­ten Mars-Expe­di­ti­on betrat York nie den Mars­bo­den. Nun ist sie als „second in com­mand“ gemein­sam mit ihrem Ehe­mann eine der zwan­zig, die das Habi­tat wie­der in Betrieb neh­men und alles für den Bau eines zwei­ten Habi­tats vor­be­rei­ten sol­len. Und stellt bald fest, dass irgend­et­was nicht stimmt. Die­je­ni­gen, die bei der ers­ten Lan­dung dabei waren, rücken spür­bar nicht mit der Wahr­heit her­aus, son­dern hal­ten sie außen vor. Dass nicht alles glatt läuft, und die Expe­di­ti­on irgend­wann kurz vor dem Abbruch steht, macht es für Dr. York nicht ein­fa­cher, den Din­gen auf den Grund zu gehen. Robi­net­te Kowal ver­steht es, gro­ße poli­ti­sche Fra­gen und die zwi­schen Thril­ler und Detek­tiv­ro­man chan­gie­ren­de Auf­klä­rung mit lebens­na­hen Sze­nen aus dem Mars-All­tag und des Trans­port­raum­schif­fes zusam­men­zu­brin­gen. Das gan­ze ist nicht nur ein Sit­ten­ge­mäl­de einer Ver­gan­gen­heit, die es so nicht gab, son­dern lässt sich auch mit Blick auf denen einen oder ande­ren heu­ti­gen Bezug lesen.

Recht gut gefal­len hat mir auch der von Jona­than Stra­han her­aus­ge­ge­be­ne Sam­mel­band Revo­lu­ti­on in the Heart (2026), der aus Geschich­ten von 15 Autor*innen besteht, die als Hom­mage an Ursu­la K. Le Guin zu ver­ste­hen sind. Wenn ich in den Bio­gra­fien nichts über­se­hen habe, kom­men alle Autor*innen aus dem FLIN­TA-Spek­trum; dar­un­ter gro­ße Namen wie Char­lie Jane Anders, Kel­ly Link, Ann Leckie und Dar­cie Litt­le Bad­ger. Die Geschich­ten sind ganz unter­schied­lich – man­che bezie­hen sich the­ma­tisch auf Le Guin und könn­ten in z.B. ihr Hai­nish-Uni­ver­sum ein­ge­fügt wer­den, man­che zitie­ren sie direkt, wie­der ande­re nähern sich ihr über den Stil und die Atmo­sphä­re an. Wenn ich ver­su­chen wür­de, ein gemein­sa­mes Fazit zu zie­hen, dann das, dass es hier um huma­nis­ti­sche spe­ku­la­ti­ve Fik­ti­on geht, und um die gro­ßen Fra­gen, die sich aus dem Umgang mit Unter­drü­ckung und Auf­be­geh­ren ergeben. 

Damit zu Tanya Huff und Staff Ser­geant Torin Kerr, auf die ich zufäl­lig gesto­ßen bin; irgend­je­mand hat­te sich auf einem Social-Media-Kanal abfäl­lig dar­über geäu­ßert, dass hier Gesell­schaf­ten exis­tie­ren sol­len, die nicht wis­sen, was eine Pis­to­le ist, wenn ich es rich­tig zusam­men­brin­ge. In den ins­ge­samt sie­ben Roma­nen (und einer Kurz­ge­schich­ten­samm­lung) ist Torin Kerr Fokus­punkt der Geschich­te, die sich über ein oder zwei Jahr­zehn­te hin­zieht. Das Set­ting: es gibt eine inter­stel­la­re Kon­fö­de­ra­ti­on der „elder races“, die sich im Krieg mit „the Others“ befin­det, auch das, wie wir spä­ter erfah­ren, ein Zusam­men­schluss ganz unter­schied­li­cher Spe­zi­es. Die­se „elder races“ sind fried­lie­bend und haben längst Abschied von krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen genom­men – des­we­gen haben sie die Mensch­heit und zwei ande­re Spe­zi­es in die Kon­fö­de­ra­ti­on ein­ge­la­den. Der Deal: die­se bekom­men Raum­fahrt­ka­pa­zi­tä­ten, tol­le Tech­no­lo­gien und Pla­ne­ten, die sie besie­deln kön­nen, etwa Kerrs Hei­mat­pla­net „Para­di­se“ – dafür kämp­fen Men­schen, Di’­Tay­kan und Krai für die Kon­fö­de­ra­ti­on. Dass Di’­Tay­kan gewis­se Ähn­lich­kei­ten mit Elfen haben (wenn die­se knall­bun­te Haar­füh­ler und Augen hät­ten, und in ihrer „Di“-Phase Sexua­li­tät in etwa so ein­set­zen, wie dies von Bono­bo­nos berich­tet wird), und die Krai auch für Trol­le oder Kobol­de gehal­ten wer­den könn­ten (jeden­falls haben sie fast unzer­brech­li­che Kno­chen und kön­nen so gut wie alles essen), macht die Sache noch­mal inter­es­san­ter. Die „midd­le races“ (die H’san als eigent­li­che „elder race“ tau­chen so gut wie gar nicht auf, zie­hen aber alle Fäden) haben dage­gen Kat­zen oder Wara­ne zum Vor­bild; da oder dort wirk­te das dann ein biss­chen wie Urmel aus dem Eis mit spre­chen­den Tie­ren. Huff macht aber klar, dass z.B. die kat­zen­ar­ti­gen Ali­ens eben kei­ne Kat­zen sind, auch wenn sie ent­spre­chen­de Refle­xe bei Men­schen aus­lö­sen. Neben (Mili­tär­ein­sät­zen auf) Pla­ne­ten neh­men Raum­sta­tio­nen und Raum­schif­fe – und ein big dumb object – eine wich­ti­ge Rol­le ein, gro­ße Tei­le der Geschich­te spie­len dort. 

Zur Zeit des ers­ten Romans zieht sich die­ser Krieg schon eini­ge Gene­ra­tio­nen hin, es gibt immer wie­der har­te Gefech­te, neue Waf­fen, umstrit­te­ne Pla­ne­ten­sys­te­me in den äuße­ren Wel­ten etc. etc. – ein Ende oder ein Sieg der einen oder ande­ren Sei­te ist jedoch nicht in Sicht. Was die­se Rei­he beson­ders macht, ist Huffs genau­er Blick – auf das Innen­le­ben der aus den genann­ten drei Spe­zi­es zusam­men­ge­setz­ten mili­tä­ri­schen Ein­hei­ten, aber auch auf das Ver­hält­nis zwi­schen kämp­fen­der Trup­pe einer­seits und Offizier*innen ande­rer­seits; und den Mit­teln, mit denen Kerr ihre Vor­ge­setz­ten führt und dazu bringt, die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Stel­len­wei­se ist das dich­te Beschrei­bung mili­tä­ri­scher Orga­ni­sa­ti­ons­prak­ti­ken im etwas ver­frem­de­ten Set­ting. Dass ist die Bücher in mei­nem Urlaub in Bel­gi­en gele­sen habe, der mich auch zu einem Teil des „Atlan­tik­walls“ führ­te, samt Rekon­struk­ti­on der Lebens­be­din­gun­gen der dama­li­gen Trup­pen, ver­lieh der Lek­tü­re dann noch­mals eine Beson­der­heit. Manch­mal schreibt Huff arg for­ma­lis­tisch, etwa wenn sie die Beson­der­hei­ten der Di’­Tay­kan oder Krai immer wie­der mit fast wort­glei­chen For­mu­lie­run­gen ein­flie­ßen lässt. Das tut der Unter­hal­tung – unter deren Ober­flä­che mora­li­sche Fra­gen ver­han­delt wer­den – aber kei­nen Abbruch. 

  • Valor’s Choice (2000) – Kerr ist Staff Ser­geant und soll mit ihrem Mari­nes-Pla­toon aus Men­schen, Di’­Tay­kan und Krai eine diplo­ma­ti­sche Mis­si­on unter­stüt­zen, die dazu bei­tra­gen soll, Bezie­hun­gen zwi­schen der Kon­fö­de­ra­ti­on und den Sils­viss – bru­ta­len Dino­sau­rie­ren – aufzubauen.
  • The Bet­ter Part of Valor (2002) – Das bereits erwähn­te „big dumb object“, ein gro­ßes Raum­schiff, das von unbe­kann­ten Ali­ens zu stam­men scheint, wird erforscht. Gefun­den hat es ein Schrott­samm­ler Craig Ryder (klei­ner Spoi­ler: er wird auch in den fol­gen­den Bän­den auf­tau­chen). Kerrs Pla­toon soll Wissenschaftler*innen und eine Repor­te­rin schüt­zen – und natür­lich kommt alles anders, als man erst mal den­ken würde.
  • The Heart of Valor (2007) – Zum Gun­nery Ser­geant beför­dert, beglei­tet Kerr neue Rekrut*innen zu einem Trai­nings­pla­ne­ten – der sich als gefähr­li­cher als gedacht erweist.
  • Valor’s Tri­al (2008) – Mit Blick auf die Zahl der Toten (und die Auf­lö­sung eines Rät­sels, dass in den letz­ten drei Bän­den lang­sam auf­ge­baut wur­de) sicher­lich der düs­ters­te Band der Serie. Die Wiki­pe­dia beschreibt ihn als „Gun­nery Ser­geant Kerr fights her way out of an under­ground POW camp.“ – das stimmt zwar irgend­wie, trifft aber den Kern nur so halb. Aller­dings wäre es auch arg spoi­lernd, mehr dazu zu sagen.
  • The Truth of Valor (2010) – Die Ereig­nis­se des letz­ten Ban­des haben bei Kerr ihre Spu­ren hin­ter­las­sen. Sie ver­sucht, sich ein neu­es Leben jen­seits der Mari­nes auf­zu­bau­en – Pirat*innen machen ihr einen Strich durch die Rechnung.
  • An Anci­ent Peace (2015) – Ex-Gun­nery Ser­geant Kerr lei­tet jetzt eine neu auf­ge­bau­te Poli­zei­trup­pe (die „War­den“), die dem Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um unter­stellt ist. Einer ihrer ers­ten Fäl­le: uralte Arte­fak­te aus H’san-Gräbern – von deren Grab­pla­net – tau­chen auf dem Schwarz­markt auf.
  • A Peace Divi­ded (2017) – Wissenschaftler*innen, die auf einem restrik­tiv unter Qua­ran­tä­ne ste­hen­den Pla­ne­ten Aus­gra­bun­gen vor­neh­men, wer­den gekid­nappt. Kerr und ihre War­den sol­len sie befrei­en – mög­lichst, ohne dass Gei­seln umkom­men. Zugleich spinnt Huff hier meh­re­re Fäden zusam­men, die aus den ers­ten Bän­den bzw. aus An Anci­ent Peace noch offen sind.
  • The Pri­vi­le­ge of Peace (2018) – das „big dumb object“ ist wie­der da – Kerr woll­te damit nichts mehr zu tun haben, das Uni­ver­sum hat ande­re Pläne.
  • The Shorter Parts of Valor (2022) – Kurz­ge­schich­ten­samm­lung; die letz­te Geschich­te gibt einen kras­sen Blick in eine mög­li­che Zukunft des von Huff auf­ge­bau­ten Universums.

Ange­guckt habe ich die drit­te Staf­fel von Silo (Apple TV), und kann die­se sehr emp­feh­len. Anfangs war ich skep­tisch bezüg­lich der bei­den par­al­lel geführ­ten Hand­lungs­strän­ge. Silo spielt ja in einem unter­ir­di­schen Bun­ker. In die­ser Staf­fel wird klar, dass es meh­re­re sol­che Bun­ker gibt, in denen jeweils 10.000 Men­schen leben. In einem Strang geht es um Revo­lu­ti­on inner­halb des Silos, und um mora­li­sche Ambi­va­lenz, Revol­ten und den Kampf gegen die Silo-IT, die mit Aus­lö­schung und Gedächt­nis­ver­lust droht, soll­ten die Regeln nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Der ande­re Strang spielt im Ame­ri­ka der nahen Zukunft, samt einer Lie­bes­ge­schich­te zwi­schen einem jun­gen Abge­ord­ne­ten und einer Jour­na­lis­tin. Erst in den letz­ten Fol­gen wird klar, wie bei­de Strän­ge zusam­men­ge­hö­ren – bit­ter und herz­zer­rei­ßend. Ich bin gespannt auf die Fort­set­zung, die im nächs­ten Som­mer lau­fen soll. 

Eben­falls zu Ende gegan­gen ist die vier­te Staf­fel von Star Trek: Stran­ge New Worlds (Para­mount +). Ich hat­te erst über­legt, dazu aus­führ­li­cher etwas zu schrei­ben, aber eigent­lich trifft die­se Kri­tik ganz gut mei­ne Mei­nung. Tol­le Cha­rak­te­re, groß­ar­ti­ge Schauspieler*innen (gera­de in den Her­aus­for­de­run­gen der Quatsch-Fol­gen), ein span­nen­des und für den Anschluss an TOS klug aus­ge­dach­tes Set(ting) – aber eine sehr durch­wach­se­ne Staf­fel mit eini­gen Fol­gen, die ein­fach nicht ernst genom­men wer­den konn­ten („alles nur ein Traum“), eini­gen Fol­gen, die auf selt­sa­me Gim­micks set­zen (Noir, Soap, …), um die per­sön­li­che Ent­wick­lung von Spock, Laan, Scot­ty etc. plau­si­bel zu machen – und eini­ge rich­tig, rich­tig gute Fol­gen (ins­be­son­de­re Orders of Magni­tu­de, Off-Hour und Tomorrow’s Enter­pri­se). Was ich tat­säch­lich auch posi­tiv fand: dass es kei­nen Staf­fel-Böse­wicht mit Boss­fight am Schluss gab. Auch hier bin ich gespannt auf die fünf­te und letz­te Staf­fel, die wohl kür­zer aus­fällt und sich auf den Anschluss von SNW zu TOS kon­zen­trie­ren wird.

Science Fiction und Fantasy im August 2026

Trainjourney morning

Kurz hat­te ich mit dem Gedan­ken gespielt, um 5 Uhr wach genug zu sein, um mir die dies­jäh­ri­ge Ver­lei­hung der Hugo-Awards anzu­schau­en – die World­con fin­det in Los Ange­les statt, dort ist es das Abend­pro­gramm. Ganz gelun­gen ist es mir nicht, aber immer­hin habe ich dann doch zuge­schaut, wie T. King­fi­sher mit wech­seln­den Hüten und bio­lo­gi­schen Fak­to­iden die letz­ten paar Awards anmoderierte. 

Die kom­plet­te Über­sicht dar­über, wer was gewon­nen hat (und die sehr in die Tie­fe gehen­den admi­nis­tra­ti­ven Berich­te über die Wahl) fin­den sich auf der Sei­te der LACon V. In den meis­ten Kate­go­rien lan­de­ten mei­ne per­sön­li­chen Favo­ri­ten auf dem zwei­ten oder drit­ten Platz. Cool fin­de ich, dass Ada Pal­mers Inven­ting the Renais­sance als best rela­ted work gewon­nen hat. 

Und wie jedes Jahr hat der Hugo-Award auch die Funk­ti­on – für mich jeden­falls – mich auf Bücher, Seri­en, Com­pu­ter­spie­le, Kurz­ge­schich­ten usw. hin­zu­wei­sen, die ich bis­her nicht kann­te. Die aus­führ­li­che Lis­te der Nomi­nie­run­gen ist da hilf­reich. Neben­ef­fekt: mein (vir­tu­el­ler) Sta­pel der zu lesen­den Bücher wird nicht klei­ner, selbst nach die­sem August nicht, in dem ich recht viel Zeit zum Lesen (und zum Anschau­en von Fil­men) gefun­den habe.

„Sci­ence Fic­tion und Fan­ta­sy im August 2026“ wei­ter­le­sen

Science Fiction im Juni (und Juli) 2026

Shadows of fall VI

Über die Metro­pol­con, die ich letz­tes Wochen­en­de besuch­te, muss ich mal an ande­rer Stel­le noch schrei­ben. Erwäh­nen kann ich aber schon mal das dort ent­deck­te Sci Phi Jour­nal, ein Online-Maga­zin für phi­lo­so­phisch ange­hauch­te Sci­ence Fic­tion. Auf der Rück­fahrt aus Ber­lin habe ich etwas dar­in her­um­ge­stö­bert und war sehr angetan. 

Ange­guckt habe ich mir den Rest der zwei­ten Staf­fel von One Pie­ce (Net­flix), und fühl­te mich bei allem bun­ten Quatsch dann doch ganz gut und tief­sin­ni­ger als erwar­tet unter­hal­ten. Und außer­dem habe ich mir Paul (2011) ange­schaut (zwei Nerds fah­ren zu einer Con­ven­ti­on, kom­men an der Area 51 vor­bei und gabeln ein eher unaus­steh­li­ches Ali­en auf, mit dem sie ein Road Movie erle­ben). Eher Fan Ser­vice, aber ganz amüsant. 

Gele­sen habe ich zum einen den gera­de her­aus­ge­kom­me­nen neu­en Mur­der­bot-Roman von Mar­tha Wells (Plat­form Decay, 2026). Eine Ret­tungs­mis­si­on auf einem rie­si­gen Orbi­tal­ring geht erst ein­mal ziem­lich schief. Neben dem Innen­le­ben von Mur­der­bot (und eini­gen Über­le­gun­gen zu Befrei­ungs­be­we­gun­gen) fand ich hier vor allem das World­buil­ding inter­es­sant – so ein Orbi­tal ist sehr, sehr groß und bie­tet Platz für ganz unter­schied­li­che Interieurs …

Vor allem habe ich den Juni und den Juli bis jetzt aber damit zuge­bracht, Ken Lius Dan­de­l­ion-Dynasty-Epos zu Ende zu lesen. Und, wow, ich bin beein­druckt! Vor­ne­weg: Epos ist hier wört­lich zu neh­men. Wäh­rend der ers­te Band, The Grace of Kings (2015), 640 Sei­ten hat­te, und der zwei­te, The Wall of Storms (2016), den ich im April gele­sen habe, bei 880 Sei­ten raus­kommt, bil­den der drit­te und der vier­te Band zusam­men eine Geschich­te. The Vei­led Thro­ne (2021) und Spea­king Bones (2022) kom­men zusam­men auf gut 2000 Sei­ten. Das ist lang, und manch­mal nimmt Liu auch eher unge­wöhn­li­che Abzwei­gun­gen (etwa, wenn es auf vie­len Sei­ten um die Aus­ein­an­der­set­zung zwei­er kon­kur­rie­ren­der Restau­rants geht). Kate­go­ri­siert wird die Dan­de­l­ion Dynasty von Liu als Silk­punk. Gemeint ist mit Silk­punk hier dann doch etwas mehr, als dass gro­ße Tei­le der Geschich­te in einer Art Asi­en spie­len, Sei­de als Schrift­trä­ger und als Grund­la­ge der „silkmo­tic force“ – elek­tri­scher Ladung – die Basis für vie­le Erfin­dun­gen und Ele­men­te die­ser Welt dar­stellt. Und ja, so eine Art Dra­chen tau­chen auch auf. Genau­so gut jedoch könn­te das Epos als lan­ge, lan­ge Aus­ein­an­der­set­zung um die Mög­lich­kei­ten und Gren­zen von Poli­tik ver­stan­den wer­den. (Oder, um noch­mal Liu selbst zu fol­gen, als Re-Inter­pre­ta­ti­on des ame­ri­ka­ni­schen Grün­dungs­my­thos vor dem Hin­ter­grund des han-chi­ne­si­schen Impe­ri­ums, und spricht von einer Remy­tho­lo­gi­sie­rung der Moder­ne – spannend). 

Eini­ge Cha­rak­te­re spie­len sehr lan­ge Spie­le, ande­re kämp­fen heiß­blü­tig für Refor­men, und wie­der ande­re erle­ben Intri­gen und gera­ten wider Wil­len in Posi­tio­nen der Macht. Oder, noch­mal anders beschrie­ben, geht es im drit­ten und vier­ten Band der Dan­de­l­ion Dynasty dar­um, wie der Kreis­lauf aus Erobe­rung, Gräu­el­ta­ten, Trau­ma und Rache ver­las­sen wer­den kann. Den, das zeich­net die­se Bücher aus: Han­deln hat hier Kon­se­quen­zen, man­che gute Tat zieht viel spä­ter schreck­li­che Fol­gen nach sich. Die ver­schie­de­nen Phi­lo­so­phien und Gott­hei­ten von Lius Welt wir­ken genau­so lebens­echt wie die fan­tas­ti­sche Tier­welt die­ser Inseln (und des Kon­ti­nents hin­ter dem Sturmwall). 

Der lan­ge Bogen die­ser 2000 Sei­ten erzählt, wie es nach der Inva­si­on der Lyu­cu im Reich Dara wei­ter­geht. Wir fol­gen den ver­schlun­ge­nen Pfa­den von Kuni Garus Kin­dern und Kai­se­rin Jia. Timu ver­schlägt es als Kon­sor­te der Pékyu Tan­va­na­ki in die von Lyu­cu erober­ten Inseln Dasu und Rui (Ukyu-taa­sa bzw. „unre­de­e­med Dasu“, je nach poli­ti­scher Sicht­wei­se), Thé­ra geht den „inter­es­san­ten Weg“ hin­ter den Sturm­wall nach Ukyu-Gon­dé, um die Agon – die dor­ti­gen Gegen­spie­ler der Lyu­cu, die die­sen von außen sehr ähn­lich wir­ken – als Ver­bün­de­te zu gewin­nen (und es kommt natür­lich anders als gedacht), Kron­prinz Phy­ro wird von sei­ner Stief­mut­ter Jia vom Thron fern­ge­hal­ten und Fara, Deck­na­me „Dan­de­l­ion“, die wir als klei­ne Schwes­ter ken­nen­ge­lernt haben, wür­de sich am liebs­ten Kunst und Male­rei wid­men. Und das ist nur ein klei­ner Teil der han­deln­den Per­so­nen – Zomi Kido­su taucht eben­so auf die wie wild zusam­men­ge­wür­fel­te „Blos­som Gang“, deren Talen­te zusam­men die Welt ver­än­dern könn­ten. Und und und. (Und neben arran­gier­ten, poli­ti­schen Hei­ra­ten gibt es auch die eine oder ande­re Liebesgeschichte.)

Ken Liu selbst spricht auf sei­ner Web­site davon, dass es ihm hier um „Ingenieur*innen statt Magier*innen“ geht – die auf das zurück­grei­fen, was mit west­li­chem Blick als „asia­tisch“ gele­sen wird:

„In the silk­punk world of my novels, this view of tech­no­lo­gy is domi­nant. The voca­bu­la­ry of the tech­no­lo­gy lan­guage reli­es on mate­ri­als of his­to­ri­cal importance to the peo­p­le of East Asia and the Paci­fic islands: bam­boo, shells, coral, paper, silk, fea­thers, sinew, etc. The grammar of the lan­guage puts more empha­sis on biomimetics–the air­ships regu­la­te their lift by ana­lo­gy with the swim blad­ders of fish, and the sub­ma­ri­nes move like wha­les through the water. The engi­neers are cele­bra­ted as gre­at artists who trans­form the exis­ting lan­guage and evol­ve it toward ever more beau­tiful forms.“

Kurz gesagt: „It’s epic fan­ta­sy with a hea­vy dose of sci­fi — I mean, Luan Zya lite­ral­ly pro­claims, ‘the uni­ver­se is kno­wa­ble,’ a mani­festo of the sci­en­ti­fic view of the cosmos.“

(In Ukyu-Gon­dé kom­men, um das zu ergän­zen, dann Kno­chen, Seh­nen und ande­re Kör­per­tei­le der Gari­na­fin und ande­rer Tie­re als Mate­ri­al zum Ein­satz – pas­send zur kul­tu­rel­len Spra­che die­ses Kontinents.)

Wer sich auf die Dan­de­l­ion Dynasty ein­lässt, erlebt vie­le Stun­den in einer plau­si­blen, aber kul­tu­rell ande­ren Regeln fol­gen­den Welt.Gleichzeitig ist das Buch auch da rea­lis­tisch, wo es um Gräu­el geht – aus einer Ideo­lo­gie der kul­tu­rel­len Rein­heit erwächst ein Ter­ror­re­gime, Ver­rat endet blu­tig, und bei aller Nach­voll­zieh­bar­keit der Moti­ve (und Begeis­te­rung über die dahin­ter ste­hen­de Inge­nieurs­kunst) blei­ben Waf­fen Waf­fen. Das Ende – Vignet­ten zei­gen, wie sich die Welt von Dara Jahr­zehn­te nach dem „Ende“ der Hand­lung wei­ter­ent­wi­ckelt hat – ver­söhnt dann eini­ger­ma­ßen. Viel­leicht steckt in die­sem Epos hier sogar der Kern einer rea­lis­ti­schen Uto­pie („mel­ding past-reinter­pre­ta­ti­on with future-hopecrafting“). 

Science Fiction und Fantasy im Mai 2026

Very little moon

Defi­ni­tiv weder Sci­ence Fic­tion noch Fan­ta­sy ist die ARTE-Doku, auf die ich auf­merk­sam gemacht wur­de, nach­dem ich auf Mast­o­don über mein Mai-Rab­bit­ho­le berich­tet hat­te. Das bestand, wie im neben­ste­hen­den Bild zu sehen, dar­in, in Brick­link Stu­dio viel Zeit damit zu ver­brin­gen, die typi­sche Archi­tek­tur von Städ­ten wie Kopen­ha­gen oder eben Ams­ter­dam in vir­tu­el­len Lego-Model­len nach­zu­bau­en. Das macht Spaß, weil anders als in rea­lem Lego a. viel Platz da ist (die aktu­el­le Datei mit über 140.000 Lego­bau­stei­nen bringt mei­nen PC dann aller­dings an sei­ne Gren­zen), b. die Model­le nichts kos­ten und c. modu­la­ri­sier­tes Bau­en ein­fach mög­lich ist. Jeden­falls führ­te das zu Tors­tens Hin­weis auf die lei­der nur noch bei You­tube und nicht mehr in der ARTE-Media­thek zu fin­den­de, drei­ein­halb­stün­di­ge Doku The Magni­fi­ci­ent Three: Ams­ter­dam – Lon­don – New York. Eigent­lich gar nicht mein Gen­re, aber dann doch ein sehr gut gemach­ter Blick auf die eng mit ein­an­der ver­wo­be­ne Geschich­te aus Kapi­ta­lis­mus, Reli­gi­ons­krie­ge, Städ­te­bau und Kolo­nia­li­sie­rung, die auch erklärt, war­um die drei Städ­te so aus­se­hen, wie sie aus­se­hen. Etwas diver­se­re Expert*innen hät­ten der Serie gut getan, aber das ist auch schon mein ein­zi­ger Kri­tik­punkt. Dan­ke also für die Empfehlung! 

Gele­sen habe ich natür­lich auch – unter ande­rem einen der dies­jäh­ri­gen Locus-Gewin­ner, näm­lich das sehr cute Comic­buch The Space Cat (2025) von Nne­di Oko­ra­for und Tana Ford. Die etwas außer­ir­di­sche Kat­ze Peri­wink­le erzählt von ihren Aben­teu­ern in den USA und in Nige­ria, und ret­tet neben­bei die Welt – es pas­siert also gar nicht so viel, trotz­dem eine sehr net­te Sache.

„Sci­ence Fic­tion und Fan­ta­sy im Mai 2026“ wei­ter­le­sen

Science Fiction und Fantasy im April 2026

Rebberg, Wildtal - II

Im April habe ich tat­säch­lich nur zwei Bücher gele­sen (und auf dem Bild­schirm nur ermat­tet das ZDF-Maga­zin Roya­le kon­su­miert) – gab einer­seits ande­res, und ande­rer­seits nach 10–12-Stunden-Tagen dann auch kei­ne Muße, zu lesen. Bei­de Bücher kann ich dafür wärms­tens empfehlen.

Zum einen war dies der Nach­fol­ge­band zu Ken Lius The Grace of Kings, den ich vor neun Jah­ren gele­sen habe. Damals befürch­te­te ich, dass der zwei­te Band, The Wall of Storms (2021) die Far­ce nur als Tra­gö­die wie­der­ho­len kön­ne. In gewis­ser Wei­se tut er das auch – wir sind im „hap­py ever after“ ange­kom­men, die Dan­de­l­ion Dynasty im Insel­reich Dara ist eta­bliert, und die ers­te Hälf­te des Buchs wid­met sich vor allem den inter­nen Macht­kämp­fen am Hof – Kuni Garu ist jetzt Kai­ser Ragin, sei­ne Gefähr­tin Risa­na und Kai­se­rin Jia kämp­fen am Hof um Ein­fluss, es ist noch nicht klar, wel­cher der bei­den Prin­zen – Temu oder Phy­ro – Thron­fol­ger wird. Poli­tisch und auch sonst schlau­er als bei­de zusam­men ist Prin­zes­sin The­ra. Refor­men gehen lang­sam und schwer­fäl­lig vor­an, neue Sys­te­me wie der Ver­such, höfi­sche Vor­rech­te durch ein auf Leis­tung aus­ge­rich­te­tes Sys­tem der Beför­de­rung zu erset­zen, haben ihre ganz eige­nen Schwä­chen (und die bril­li­an­te Zomi Kido­su – aus ein­fa­cher Her­kunft, Schü­le­rin von Luan Zya – wird nur mit Tricks zur Prü­fung über­haupt zuge­las­sen). Und der eine oder ande­re abge­setz­te Ade­li­ge plant schon die Revol­te. So könn­te es wei­ter­ge­hen – wenn nicht im das Insel­reich Dara umge­ben­den „Wall of Storms“ alle paar Jah­re ein Fens­ter auf­ge­hen wür­de. Die zwei­te Hälf­te des Buchs befasst sich mit der Inva­si­on der Lyu­cu (wenn Dara für Chi­na steht, dann haben wir es hier mit Mongol*innen zu tun, nur dass die­se statt Pfer­den die bis­her glaub­wür­digs­ten Dra­chen – die Gari­na­fin – mit­brin­gen, die man sich so aus­den­ken kann). 

Stich­wort glaub­wür­di­ge Dra­chen: neben jeder Men­ge mora­lisch frag­wür­di­ger Cha­rak­te­re, die aus guten Grün­den das fal­sche (oder aus fal­sche Grün­den das rich­ti­ge) tun, und einer natu­ra­lis­ti­schen Beschrei­bung poli­ti­scher Intri­gen und mili­tä­ri­scher Tak­ti­ken legt Liu gro­ßen Wert auf die wis­sen­schaft­li­che Fun­die­rung sei­ner Geschich­te. Vie­les, was wie Magie wirkt, könn­te auch ein­fach nur Natur und Tech­nik sein. Von sei­de­ner Elek­tro­sta­tik bis hin zu den genann­ten Dra­chen­we­sen, Pflan­zen­fres­sern, in deren Mägen brenn­ba­re Gase ent­ste­hen … auch das macht den Reiz die­ses Buches aus.

Wäh­rend ich nach dem ers­ten Band eher davor zurück­ge­scheut habe, wei­ter­zu­le­sen, bin ich jetzt auf den drit­ten Band gespannt. Vor­teil des lan­gen War­tens: der liegt schon vor und kann dann in Kür­ze begon­nen werden.

Auch das zwei­te Buch, das ich im April gele­sen habe, lag schon eine Wei­le her­um – in die­sem Fall ganz wört­lich, da ich V.E. Schwabs The Fra­gi­le Threads of Power (2023) nicht als e‑Book gekauft hat­te, son­dern als gedruck­tes Buch auf Papier, das mir beim Umräu­men eines kip­pen­den To-Read-Sta­pels in die Hän­de fiel. Threads of Power ist der vier­te Band von Schwabs Dar­ker-Sha­de-of-Magic-Rei­he, die in meh­re­ren magisch mit­ein­an­der ver­bun­de­nen Vari­an­ten von Lon­don spielt – unser „Grey Lon­don“, ein „Red Lon­don“, in dem Magie all­ge­gen­wär­tig ist, das „White Lon­don“, das in den ers­ten drei Bän­den zur gro­ßen Bedro­hung wur­de, und das „Black Lon­don“, wüs­te Quel­le der Magie. Es gibt unter­schied­li­che Magie­sys­te­me, je nach­dem, wel­che Ele­men­te dazu her­an­ge­zo­gen wer­den, und eini­ge weni­ge „Ant­a­ri“, die Meistermagier*innen, die die­se ver­schie­de­nen Sys­te­me ver­bin­den können. 

Threads of Power setzt nun eini­ge Jah­re nach dem Ende der ers­ten Tri­lo­gie an. In der Welt des „Red Lon­don“ ist Deli­lah Bard Kapi­tä­nin eines Mehr-oder-weni­ger-Pira­ten­schiffs, Kell Maresh ihr Gefähr­te, der wei­ter mit dem Ver­lust sei­ner magi­schen Fähig­kei­ten kämpft; sein Bru­der Rhy Maresh sitzt als König auf dem Thron, ver­hei­ra­tet mit Nadi­ya – eine poli­ti­sche Hei­rat, um eine der Adels­fa­mi­li­en ein­zu­bin­den; sei­ne Lie­be gilt wei­ter Alu­card Eme­ry, einem der Hel­den der Tri­lo­gie. Wäh­rend im roten Lon­don eine Bewe­gung der „Hand“ den König Rhy Maresh stür­zen will – Lila und Kell sol­len dem nach­ge­hen -, erweckt im wei­ßen Lon­don eine jun­ge Köni­gin Kosi­ka die Magie zu neu­em blu­ti­gen Leben – und lernt, zwi­schen Wel­ten zu wech­seln. Für mich die zen­tra­le Per­son die­ses Buchs ist aber Tes, die mit der Fähig­keit aus­ge­stat­tet ist, Magie zu sehen und zu repa­rie­ren. Sie flieht in einen Slum des roten Lon­dons, um einer poli­ti­schen Hei­rat zu ent­ge­hen, und kämpft sich dort mit einem klei­nen Tin­ker­shop durch. Bis eines Tages ein kaput­tes Arte­fakt in ihre Hän­de fällt, das alles auf den Kopf stellt.

Anders als beim Wall of Storms ist hier der Fol­ge­band lei­der noch nicht geschrie­ben, Schwab ver­folgt aktu­ell ande­re Pro­jek­te. Sehr scha­de, weil sie es ver­steht, die Fäden der ver­schie­de­nen Cha­rak­te­re – und der ver­schie­de­nen Lon­dons – meis­ter­haft zusam­men­zu­brin­gen, und ich ger­ne wis­sen wür­de, wie es nach dem Ende die­ses Ban­des wei­ter­geht, denn trotz des dich­ten Netz­werks, das sie knüpft, bleibt am Schluss eini­ges offen und ruft nach Fortsetzung.