Warum Click-Aktivismus etwas ändern kann

Eine ers­te gro­ße Wel­le von poli­tisch moti­vier­ten Pro­fil­bild­än­de­run­gen bei Face­book fand – mit tech­ni­scher Unter­stüt­zung durch den Kon­zern – im Som­mer 2015 anläss­lich eines weg­wei­sen­den Urteils des Supre­me Court zur gleich­ge­schlecht­li­chen Ehe (Ober­ge­fell v. Hod­ges) statt. Der fol­gen­de Text ist als Kom­men­tar dazu entstanden.

2015rainbowFace­book-Ava­tare in Regen­bo­gen­far­ben – und schon bricht eine Debat­te dar­über aus, ob das a. nur eine kon­for­mis­ti­sche Mode­wel­le, b. poli­ti­sches Enga­ge­ment oder c. ein fie­ser Trick Face­books ist, um an noch mehr Daten zu kom­men. (Lesen­wer­ter Hin­ter­grund auch zu c. und dazu, wie­so Face­book plötz­lich ein Tool anbie­tet, um das eige­ne Pro­fil­bild für »cele­bra­te pri­de« in einen Regen­bo­gen zu tau­chen, fin­det sich hier). Und dann gibt es noch die Debat­te d. dar­um, ob die Ehe für alle in den USA über­haupt – auch aus pro­gres­si­ver Sicht – das rich­ti­ge Ziel ist, und ob ein damit ver­bun­de­nes Fär­ben der Pro­fil­bil­der nicht letzt­lich das fal­sche feiert.

Natür­lich ist es »Click­ti­vism«, wenn jede/​r durch ein paar Maus­klicks das Pro­fil­bild ein­fär­ben kann, um damit eine Hal­tung aus­zu­drü­cken. Ich bin trotz­dem über­zeugt davon, dass die­se Form des Akti­vis­mus nicht unter­schätzt wer­den soll­te. Auch das Demons­trie­ren auf der Stra­ße, die Teil­nah­me an einem CSD oder das Tra­gen eines Anti-AKW-Auf­kle­bers auf der Akten­ta­sche sind nicht mehr – und nicht weni­ger – als sym­bo­li­sche Hand­lun­gen. Und wer eine Unter­schrif­ten­lis­te unter­zeich­net, mög­li­cher­wei­se sogar noch anonym, tut eben­falls etwas, ohne viel zu tun. So scheint es zumindest.

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Photo of the week: Vineyard IX

Vineyard IX

 
Qua­si das Gegen­stück zum letz­ten Foto der Woche: Das ist von der Stadt­bahn­brü­cke aus Rich­tung Schön­berg auf­ge­nom­men wor­den, die­ses hier ist auf dem Schön­berg ent­stan­den, mit Blick in die Stadt (und auf die Roß­kopf-Wind­rä­der). Etwa im ers­ten Drit­tel des Bil­des sind die Bahn­hofs­hoch­häu­ser Frei­burgs zu sehen.

Klei­ne Anek­do­te hier­zu noch: Ich hat­te schon seit eini­gen Wochen vor, mal einen Aus­flug zum Schön­berg zu machen, und habe das dann immer wie­der vor mir her­ge­scho­ben. Letz­ten Sams­tag – kin­der­frei und ohne Par­tei­ter­min – ist es mir dann end­lich gelun­gen, eigent­lich liegt er vom Rie­sel­feld aus ja auch ganz nah mit dem Rad. Kaum war ich beim Schön­berg ange­langt, fing’s dann recht hef­tig an zu reg­nen. Umdre­hen oder wei­ter­ge­hen? Ich bin den Berg hoch spa­ziert – und wur­de von einem fan­tas­ti­schen Regen­bo­gen belohnt. Wer ganz genau hin­schaut, sieht auf einem der Bil­der sogar einen hoff­nungs­fro­hen Dop­pel­re­gen­bo­gen. (Dass die Tem­pe­ra­tu­ren in den letz­ten Tagen dann auf 3–6 °C gesun­ken sind, ist eine ande­re Geschichte).