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Kulturkampf um das imaginäre Land

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Adopt a pop culture I

Um die Zukunft und die Vergangenheit – so weit sie als Science Fiction bzw. als Fantasy imaginiert werden – findet derzeit, von der größeren Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, ein Kulturkampf statt. Unbemerkt, aber nicht unwichtig, denn wo anders als in diesem Genre entsteht das kollektive Imaginäre? Ein heiß diskutiertes Symptom für diesen Kulturkampf sind die vor wenigen Tagen bekanntgegebenen Hugo-Nominierungen. Um das zu verstehen, ist allerdings etwas Hintergrund notwendig.

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Kurz: Orwell, die FDP und die Grünen (Update)

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Im Jahr 1984, dem titelgebenden Jahr von George Orwells Erzählung über den großen Bruder und den totalitären Staat, erschien ein von Fritz Kuhn und Wolfgang Schmitt im Auftrag des damaligen Landesarbeitskreises »Neue Medien« der Grünen herausgegebenes Buch mit dem schönen Titel Einsam, überwacht und arbeitslos – Technokraten verdaten unser Leben. Das Buch ist ein spannendes Dokument der Zeitgeschichte – nicht zuletzt als Vergleichsfolie dafür, wie sich grüne Netzpolitik seit 1984 weiterentwickelt hat. Auch ich habe es deswegen schon herangezogen – eben als historische Vergleichsfolie. Schließlich ist seit 1984 mehr als ein Vierteljahrhundert vergangen, und die beteiligten Personen ebenso wie die Partei der Grünen – heute Bündnis 90/Die Grünen – hat sich deutlich weiterentwickelt. Umso spannender ist der Vergleich.

Ich bin allerdings nicht der einzige, der Einsam, überwacht und arbeitslos gerne heranzieht. Die damalige sehr kritische Auseinandersetzung mit ISDN, Breitbandkabeln und BTX ist auch der FDP in Erinnerung geblieben. Vielleicht, weil die FDP gerne an die 1980er Jahre zurückdenkt, oder vielleicht auch, weil sie glaubt, sich noch immer dort zu befinden. Wie dem auch sei: Wer nur die Slogans der FDP betrachtet, könnte glauben, dass Einsam, überwacht und arbeitslos auch heute noch Position der Grünen sei. Quatsch!

Leider ist das Dokument nicht online zugänglich, damit sich jede/r selbst ein Bild machen kann. Ich habe jetzt zumindest mal den Titel, das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort abfotografiert (da grade kein Scanner zur Hand) – bitte sehr:

Einsam, überwacht und arbeitslos - Titel Einsam, überwacht und arbeitslos - Impressum Einsam, überwacht und arbeitslos - Inhalt Einsam, überwacht und arbeitslos - Vorwort I Einsam, überwacht und arbeitslos - Vorwort II

P.S.: Hier noch ein paar Gedanken zum Wandel der Ökos im Verhältnis zu Technik.

P.P.S.: Um die Diskussion zu erleichtern, habe ich das Vorwort mal durch eine OCR gejagt – online, so sind die modernen Informationstechnologien – und dokumentiere es nach dem Klick auf Weiterlesen:

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Kurz: Asynchrone Neuheitshorizonte

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Henning fragt sich, was nach Twitter kommt, und Benedikt stellt schon mal fünf Kriterien für das »nächste große Ding« auf.

Pink chrysanthemum with spider
Was geht als nächstes ins Netz?

Das eine habe ich wieder rausgekramt, als ich das andere gelesen haben, und beides zusammen bringt mich zur Beobachtung, dass das Zusammenwirken von internettypischer Teilöffentlichkeitsbildung mit den generell beschleunigten Innovations- und Adaptionszeiten im IT-Bereich den interessanten Aspekt hat, asynchrone Neuheitshorizonte zu generieren.

Damit meine ich zum einen, dass die »early adopters« schon längst bei Twitter sind, wenn die Masse und die Massenmedien gerade mal Blogs entdecken (durchaus durch das letzte große Ding synchronisiert), zum anderen aber auch, dass es möglicherweise generelle »early adopters« in Bezug auf Web 2.0 gar nicht mal unbedingt gibt. Was für A schon längst in den Alltag integriert ist, ist für B noch eine spannende Neuentdeckung – aber umgekehrt mag es Web2.0-Anwendungen geben, die bei B schon als alter Hut durch sind, die A aber noch gar nicht endeckt hat. Dazu dann noch eine Prise Spezialisierung auf unterschiedliche Felder im Sinne des Long-Tail-Endes, und wir haben eine mögliche Erklärung dafür, warum Web2.0-Blogposts so oft selbstreferentiell sind und sich so sehr damit beschäftigen, was jetzt neu und spannend ist. Oder spannend sein könnte.

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Was haben Dieter Salomon und Leonardo DiCaprio gemeinsam? (Update)

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Die Frage könnte auch lauten: was verbindet Angela Merkel und den ehemaligen Sänger von Midnight Oil, Peter Garrett?

Alle finden sich auf der Liste »50 people who could save the world«, die der Guardian aufgestellt hat (gefunden bei SEED). Über Salomon (oder eigentlich über Freiburg, ganz passend zum neuen Image als »green city«) lesen wir da:

Freiburg in southern Germany is the most ecologically-aware town in Europe and possibly the rich world. The city of 250,000 people dubs itself a »solar region« and gathers nearly as much power from the sun as is collected in all of Britain. It’s stacked with research establishments and its solar firms employ thousands of people. It is also the playground of architect Rolf Disch, who builds houses that need to be heated for only a week each year and whose cost is paid for by the electricity generated by the panels on their roofs. Salomon, 47, says that by 2010, at least 10% of all the energy consumed in Freiburg will come from renewables. To attain this, a huge area of the city centre has been turned into a pedestrian zone and there are 500km of bike paths. More than a third of all journeys are made by bike, and there are fewer than 200 parking places for cars in the centre compar ed with 5,000 for bikes. The snag? The quality of life is so good in Freiburg that too many people want to live there and it’s hard for anyone to buy a house.

Und zu Merkel heißt es u.a.:

Angela Merkel, 53, has inherited Tony Blair’s mantle as the politician forcing climate change the hardest on to the world stage, and she is a formidable advocate. The only major player left who helped hammer out the original global warming agreement at Kyoto in 1997, she is one of the very few with a grasp of what it means if humanity fails.

Warum blogge ich das? Mal unabhängig davon, ob diese Liste so Sinn ergibt (auch Björn Lomborg steht mit dabei …) – es ist auf jeden Fall ganz interessant, zu lesen, wie die Fremdwahrnehmung über Merkel, Salomon und Scheer in einer eher kritischen britischen Zeitung aussieht. Und wer demnach die wichtigsten »player« im Spiel um die Zukunft sind.

Update: (15.01.2008) Inzwischen haben auch taz und Badische Zeitung (nur Abo) die Guardian-Liste aufgegriffen.

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Klimawandelvideos (und Javascript)

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Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir die Finalisten anzuschauen, bin aber sicher, dass sich unter den von der Site Treehugger gesammelten Clips zum Klimawandel die eine oder andere Perle findet. Auch ein Weg der politischen Überzeugungsarbeit.

Via Seed’s Daily Zeitgeist

Warum blogge ich das? Zum einen als Merkposten für mich selbst (normalerweise verwende ich del.icio.us dafür), zum anderen, weil’s mir verbreitungswürdig erscheint.

P.S.: Außerdem ist das hier der Beitrag, um das Kommentarbegrenzungsjavascript auszuprobieren ;-)

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