Archiv des Autors: Till

Photo of the week: Birds of Rieselfeld IV

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Birds of Rieselfeld IV

 
Eigentlich mag ich das nicht, wenn zwei Fotos der Woche direkt aufeinander folgen. Und Ideen für Texte hätte ich auch, aber wegen Vorweihnachtsstress (im Job muss einiges vor dem 22.12. erledigt sein, und zu Hause gibt es auch dies und das vorzubereiten) komme ich gerade nicht dazu, die zu schreiben. Insofern müsst ihr euch mit einem – hm, wenn ich dem Vogelposter an der Wohnzimmertür glauben schenken darf – Gimpel zufrieden geben. Blogtextwünsche, Vogelbestimmungskorrekturen etc. gerne im Kommentarbereich.

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Photo of the week: Cookies

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Cookies

 
Ich bin ja halbwegs stolz darauf, dass ich Ende November zumindest mit jedem Kind einmal Plätzchen gebacken habe – wobei das eigentlich zu wenig ist. Und ich selbst gerne noch mehr backen würde. Wenn da nicht diese Parteitage und die genau dazwischen fallende Sitzung meiner BAG gewesen wären, die brav die Wochenenden belegt haben. Ich meine, es ist nicht so, als wären die Kinder nicht auch bei ihrer Mutter und bei R. dieses Jahr sogar in der Schule am Plätzchenbacken. Trotzdem ist es ja erst Halbzeit bis Weihnachten. Vielleicht gibt’s doch noch ein oder zwei Gelegenheiten. Wobei dann noch zu entscheiden wäre, was für Plätzchen – Ausstecherle sind zwar nett zu verzieren, aber eigentlich mag ich ja lieber welche in Richtung Lebkuchen, Gewürze, Orangeat tendierende. Was die Kinder wiederum nicht so toll finden. Schauen wir mal.

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Zur Erinnerung an Baldo Blinkert

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Am 26. November 2017 ist der Freiburger Soziologe Baldo Blinkert gestorben. Da ich, wie Generationen Freiburger Soziologiestudierender, viel von ihm gelernt habe, und ihn durchaus als prägenden Einfluss sehe, will ich doch ein paar Worte zur Erinnerung in mein Blog setzen.

Erstens war Blinkert derjenige, der am immer eher kleinen Freiburger Institut für Soziologie – und am FIFAS, seinem Forschungsinstitut – die sozialwissenschaftliche Methodenausbildung verkörperte, insbesondere mit Blick auf fortgeschrittenere Statistik. Leise und beharrlich erklärte er uns Alpha- und Beta-Fehler, Regressionen und Varianztests.

Zweitens war Blinkert für mich die Verkörperung des akademischen Mittelbaus. Lange, lange Jahre wirkte er als »akademischer Oberrat«, erst spät wurde er zum außerplanmäßigen Professor. Eingebracht hat er sich, so jedenfalls die damalige studentische Perspektive, nicht mehr oder weniger als die »ordentlichen« Professor*innen. Auch daran ließe sich viel über das akademische Berufsfeld erläutern.

Drittens und am wichtigsten für das Bild von Blinkert, wie es in meiner Erinnerung bleibt: im Wintersemester 1998 besuchte ich bei ihm ein Seminar zur Stadtsoziologie, genauer gesagt: zur Krise der Stadtentwicklung. Da ging es um Globalisierung, fordistische und postfordistische Theorien der Stadt und ähnliches mehr. Das war nicht nur inhaltlich spannend, sondern auch deswegen interessant, weil zum Seminar Radtouren in verschiedene Freiburger Stadtteile gehörten – Soziologie mit direkter Erkundung des Versuchsgegenstands wirkliche Welt, sozusagen.

Während der Blinkert der Methodenseminar trocken und manchmal auch schwer verständlich sein konnte, lernte ich hier einen engagierten Soziologen kennen, bei dem deutlich wurde, dass statistische Methoden kein Selbstzweck sind, sondern immer das Ziel haben, sich einem Gegenstand zu näheren und im besten Fall die Perspektive der Betroffenen sichtbar zu machen.

Auch über das soziologische Seminar hinaus wirkte Blinkert in die Stadt hinein: mit der Kinderstudie, die Frei- und Bewegungsräume von Kindern ins Sichtfeld der Stadt gezogen hat, und direkt auf die Gestaltung Freiburgs Wirkung zeigte, mit der jahrelangen Erstellung des Mietspiegels, und immer wieder als Stimme in Diskussionen und Gesprächsrunden.

Diese Stimme – leise und beharrlich, engagiert und zugleich bescheiden – ist jetzt verstummt. Aber etwas bleibt davon. Bei vielen, die in Freiburg studiert haben, und auch in der Stadt selbst.

Nachruf Stefan Kaufmann/Institut für Soziologie
Nachruf Thomas Goebel/Badische Zeitung

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Photo of the week: Autumn morning IX

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Autumn morning IX

 
Zwischen dem Moment des Fotografierens und dem Zeitpunkt, zu dem ich es schaffe, die Bilder von der Speicherkarte zu kopieren, sie auszuwählen und nachzubearbeiten, vergeht manchmal Zeit. Draußen schneit es inzwischen, aber das war an diesem Morgen in der zweiten Novemberwoche noch nicht zu ahnen. Die aufgehende Sonne über dem Schwarzwald setzte die Wolken in Szene, Tauben, Krähen und ein Falke oder Sperber oder so wollten gesehen werden, und – hier nicht im Bild – auch das letzte bunte Herbstlaub leuchtete noch in aller Farbenpracht.

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Flügelbilder

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Ein Nebenaspekt der grünen Parteitage sind die Flügeltreffen im Vorfeld. Ob und wieso die notwendig sind, wäre eine längere Debatte. Ich war aus alter Verbundenheit beim Treffen des linken Flügels (»grün links denken«), und habe den Redebeiträgen und auch der Applausverteilung zugeschaut. Und ein bisschen darüber nachgedacht, wie das mit den grünen Flügeln eigentlich ist.

Wenn wir ganz schematisch davon ausgehen, dass die Orientierung an »links« (was auch immer das sein möge) und »rechts« als politischer Grundeinstellung innerhalb der grünen Partei einer Normalverteilung folgt – wobei die Mitte der Partei dann nicht identisch mit der Mitte der Gesellschaft ist – ergibt sich, wie bei Normalverteilungen üblich, ein dicker »Bauch« mit zu den Rändern hin schnell abflachenden Ausläufern. Als Diagramm dargestellt, könnte das etwa so aussehen:

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