Photo of the week: Pink winter evening II

Pink winter evening II

 
Zu den net­ten Din­gen an den unschö­nen Sei­ten des Win­ters gehört die­ses Bild. Beim regel­mä­ßi­gen Pen­deln zwi­schen Frei­burg und Stutt­gart mer­ke ich gera­de sehr deut­lich, wie die Tage kür­zer wer­den. Im Dun­keln aus dem Haus raus, und irgend­wo zwi­schen Offen­burg und Karls­ru­he fängt dann die Mor­gen­däm­me­rung an. In Stutt­gart gera­de noch im Hel­len aus dem Land­tag raus, und irgend­wo bei Vai­hin­gen wird es rich­tig dunkel. 

In die­ser Woche war es so, dass ich pünkt­lich zu groß­ar­ti­gen Son­nen­un­ter­gän­gen mei­nen Arbeits­platz ver­las­sen habe. Sowohl am Diens­tag als auch am Don­ners­tag bot sich eine ganz beson­de­re Abend­stim­mung mit pink und laven­del, oran­ge und blau über der Sky­line des Stutt­gar­ter Land­tags­are­als. Ein Bei­spiel dafür zeigt die­ses Han­dy­fo­to. Aber auch aus mei­nem Büro­fens­ter betrach­tet war die Abend­stim­mung – Groß­stadt vor Son­nen­un­ter­gang – gran­di­os. Das sind die schö­nen Sei­ten am dunk­len Winter.

Photo of the week: Neues Schloß at night III

Neues Schloß at night III

 
Was ich ja sehr ger­ne mag, sind tief­blaue, rela­tiv kla­re Herbst- und Win­ter­näch­te. Wobei, als Som­mer­näch­te mag ich die eigent­lich sogar noch mehr – denn dann ist es noch dazu warm. An den Regie­rungs- und Par­la­ments­ge­bäu­den in Stutt­gart kom­me ich aber nur im Herbst und Win­ter bei blau­er Dun­kel­heit vor­bei; ganz so lan­ge gehen mei­ne Arbeits­ta­ge in Stutt­gart auch nicht, dass sich die­ses Bild auch im Som­mer bie­ten wür­de. Des­we­gen asso­zi­ie­re ich mit dem hell erleuch­te­ten Schloß und dem gol­den glän­zen­den Hirsch auf dem Kunst­ge­bäu­de den Herbst – jetzt schon zum drit­ten Mal.

Kurz besprochen: Slow

imageHeu­te hat­te der Film Slow von Sascha Sei­fert in Stutt­gart Pre­mie­re. Vor­ne­weg: So gro­ße Auf­nah­men von Schne­cken habe ich noch nie gese­hen. Schmat­zen­de Schne­cken, krie­chend dahin­glei­ten­de Schne­cken, Bäu­me erklim­men­de Schne­cken. Tote Schne­cken. Leben­de Schne­cken. Mit Haus und ohne, durch­sich­tig schim­mernd oder grell orange. 

Und dazwi­schen beein­dru­cken­de, beweg­te Natur- und Makro­auf­nah­men von Bee­ren, Pil­zen und aller­hand Getier, Auf­nah­men, denen die Tiefen(un)schärfe etwas mys­tisch-ver­zau­ber­tes mit­ge­ge­ben hat. Ich mag die­se Art der Makro­fo­to­gra­fie sehr. Das gan­ze arran­giert zu – wenn ich rich­tig mit­ge­zählt habe – zwölf Medi­ta­tio­nen aus dem schwä­bi­schen Regen­wald, jeweils ein­ge­lei­tet durch einen Gong­schlag und einem Zitat des bud­dhis­ti­schen Leh­rers Thích Nhãt Hanh („Atme, läch­le, gehe langsam“). 

Mehr Text kommt in die­sem Film nicht vor, mehr Plot auch nicht. Das lässt Raum fürs Sel­ber­den­ken, für die unwill­kür­li­che Suche nach Mus­tern. Die meis­te Zeit über sind dabei Natur­ge­räu­sche zu hören – ab und zu gemischt mit CC-Musik (für mei­nen Geschmack: etwas unmo­ti­viert ein­ge­setzt). Der Film läuft 89 Minu­ten – das kann ganz schön lang wer­den, vor allem, weil Schne­cken ganz schön hek­ti­sche Tie­re sein kön­nen. Defi­ni­tiv Ent­schleu­ni­gung – aber manch­mal, für mei­nen Geschmack, etwas zu unent­schie­den zwi­schen Nah­ge­biets-Natur­film und medi­ta­ti­vem Fluß, in dem Ver­sen­kung mög­lich ist. Jeden­falls: ein ganz ande­res Film­for­mat, das auf der gro­ßen Kino­lein­wand erst rich­tig zur Gel­tung gekom­men ist.

Dis­clai­mer: Ich habe eine Frei­kar­te für die Pre­mie­re erhalten.

Photo of the week: GENO-Haus III

GENO-Haus III

 
Am Don­ners­tag war ich beim 4. Stutt­gar­ter Medi­en­kon­gress. Der war ganz inter­es­sant, auch wenn ich wie­der Mal das Gefühl hat­te, eigent­lich nicht die rich­ti­ge Ziel­grup­pe zu sein. That’s life. Der Kon­gress fand im „GENO-Haus“ statt, dem Haupt­quar­tier der genos­sen­schaft­li­chen Ban­ken im Stutt­gar­ter Hoch­haus­vier­tel. Bis ich vom Bahn­hof zu Fuß durch diver­se Bau­stel­len­um­lei­tun­gen dahin gefun­den hat­te, dau­er­te etwas – irgend­wann tauch­te dann end­lich das Bild oben auf. Genau­er gesagt, die­ses hier. Das ich dann mit dem Smart­phone foto­gra­fie­ren musste. 

Die Netz­ab­de­ckung beim Kon­gress war nur so halb­wegs erträg­lich, es hät­te wohl auch WLAN-Vou­ch­er gege­ben, hat­te ich aber nicht. Ich ver­such­te dann trotz­dem, das Foto bei Flickr hoch­zu­la­den. Das Ergeb­nis war inter­es­sant – so inter­es­sant, dass ich es dann mit den Über­tra­gungs­feh­ler-Arte­fak­ten und leich­ten Nach­be­ar­bei­tun­gen als Bild der Woche aus­ge­wählt habe. Voila!