Google ehrt den Frühlingsbeginn (und den 40. Geburtstag des Buches) mit einem Kinderbuchklassiker – der kleinen Raupe Nimmersatt von Eric Carle. Sehr schön.
Die Kinderwagenfrage
Bald kommt Zoras Geschwisterchen auf die Welt, und da stellt sich für uns jetzt doch die Kinderwagenfrage.
Bei Zora war für uns – allein schon aus Platzgründen – klar: Tragetuch und der notfalls als Kinderwagen verwendbare Fahrradanhänger müssen ausreichen (wobei so ein Burley nicht wirklich gut in eine Straßenbahn passt). Ein halbes Jahr später kam dann noch der kleinste No-Name-Buggy dazu. Bisher sind wir mit dieser Kombination auch ganz gut über die Runden gekommen.
Für Kind Nr. 2 soll es jetzt aber doch ein Kinderwagen sein. Wegen dem Tragen, und weil wir inzwischen ein bißchen mehr Platz haben. Und weil es halt zwei Kinder sind, die möglicherweise irgendwie transportiert werden müssen.
Damit stellt sich für uns die Frage nach Erwerbskriterien für diesen von seiner Modellvielfalt und Imageorientiertheit fast schon an die Automobilwelt herankommenden Markt. Bzw., Kriterien haben wir einige. Ob es einen Kinderwagen gibt, der diesen tatsächlich entspricht, ist das eigentliche Problem. Bisher sieht es nicht ganz so aus.
Was soll der Kinderwagen können: wir haben kein Auto, fahren aber mit viel mit Zug und ÖPNV. Er muss also im Nahverkehr mitnehmbar sein, also eher klein sein, und er sollte idealerweise wohl auch schnell zusammenlegbar sein. Das heißt: Stadttauglichkeit ist wichtig – aber ebenso müsste die Möglichkeit da sein, den Kinderwagen ohne größere Probleme und bequem auf dem Waldweg zu Zoras Kindergarten zu schieben (und auf dem in Freiburg allgegenwärtigen Kopfsteinpflaster). Ach ja: wir wohnen im ersten Stockwerk – und Abstellplatz gibt’s eher im Keller als im Erdgeschoss. Leicht muss er also auch sein (und trotzdem robust – wo sind die tollen Nanomaterialien?).
Dann muss er von unterschiedlich großen Menschen benutzbar sein. Und er sollte auch schon für ein Neugeborenes taugen – aber auch lange darüber hinaus. Die meisten schicken dreirädigren Sportkinderwägen fallen für Neugeborene wohl eher aus, weil die Einsatzwannen nicht so ganz das Wahre sind. Oder?
Schließlich: Platz für Einkäufe und die Möglichkeit, ein Anhängebrett für Zora anzubringen, wären auch nicht schlecht. (Ach ja: Öko darf er auch gerne sein ;-)).
Auch die Kinderwagenpreise orientiert sich wohl eher am Automobilmarkt – vieles ist uns eher zu teuer. Immerhin gibt es durchaus auch gebrauchte Kinderwägen. Umso wichtiger scheint es mir, vorher schon mal Erfahrungsberichte zu sammeln. Deswegen meine Bitte an alle, die was dazu sagen können: meldet euch zu Wort! Für Empfehlungen, Erfahrungsberichte und Hinweise sind wir jedenfalls dankbar.
Warum blogge ich das? Mal schauen, ob crowdsourcing in so einem Fall hilfreich ist.
Kurz: Meine Schwester macht Kunst (Update)
Am Samstag ist die Eröffnung einer Ausstellung, an der meine Schwester Steffi beteiligt ist. Gerade noch rechtzeitig dafür habe ich soeben ihre Website auf den neusten Stand gebracht.
Wer sich in der Eifel befindet, kann ab 31.1. (Eröffnung: 16 Uhr) und noch bis zum 15.3. im Kunst- und Kulturzentrum Monschau Plastiken, Bilder und Installationen von Dieter Call, Anja Voigt und eben Steffi Westermayer unter dem Titel „Wo ist hier“ anschauen – alle drei von der HBK Saar/Prof. Nestler. Eintritt frei. (Weitere Informationen aus der Lokalzeitung).
Und wo ich schon einmal dabei bin, kann ich natürlich auch gleich darauf hinweisen, dass Steffi ab 14.2. im „Raum für Kunst“ der Elisengalerei Aachen eine Einzelausstellung hat.
Update: (2.2.2009) Bericht der Aachener Zeitung.
Kurz: Fotos in der Hand halten
So prima Digitalfotografie auch ist – manchmal vermisse ich dann doch die anfassbaren, rumzeigbaren und nicht von Festplattencrashs oder Internetausfällen bedrohten Fotos auf Papier. Zusammen mit einer gewissen Neigung zur Gestaltung ist daraus aus meinen Photos of the week aus dem Jahr 2008 ein kleines Fotobuch geworden, mit Hardcover, Format 21 x 21 cm, 34 Seiten. Wenn’s nicht so teuer wäre, würde ich das häufiger machen. Ich bin jedenfalls ziemlich begeistert von dem Ergebnis, das heute in der Post war.
Innenraumverschönerung
Die letzten Tage habe ich dazu genutzt, IKEA zu überfallen besuchen und dort ein bißchen Weihnachtsgeld da zu lassen. Ziel der Aktion: Innenraumverschönerung.
U.a. habe ich ein Exemplar des IKEA-Klassikers „PÖANG“ erstanden, die rechts abgebildete Original-Kitsch-Lampe durch „RIMFROST“ ersetzt (interessant dabei: wer die schönere Lampenfassung haben will, muss eine andere fast vollständige Lampe, nämlich „JANUARI“, kanibalisieren) und ein neues Bücherbrett angeschraubt. Das brauchte ich, um mein überquellende SF-Regal so weit leerräumen zu können, dass ich dort einen kleinen Schrank einbauen konnte.
Dabei habe ich festgestellt, dass die kleinen „BILLY BYOM“-Vitrinentüren eigentlich nur für Aufsatzregale gedacht sind. Was mich nicht daran gehindert hat, in einem ganz normalen „BILLY“-Regal ein Vitrinentürpaar einzubauen, um so das Problem zu lösen, diverse Elektronikprodukte einigermaßen weit oben, d.h. kindersicher, und nicht ganz direkt im Staubeinfall, d.h. hinter Türen, unterzubringen.
Nicht zuletzt habe ich ein „DIGNITET“-Stahlseil aufgespannt, um daran a. Krimskrams aufzuhängen und b. eines meiner Ordnerregale hinter Vorhängen zu verstecken. Das Anbringen von „DIGNITET“ war allerdings nicht ganz unproblematisch. Wie oft bei IKEA-Produkten steckt der Teufel im Detail: die Endstücke werden jeweils an der Wand angeschraubt, dann wird das Stahlseil selbst mit Hilfe von zwei winzigkleinen Schrauben (kleinster Inbus-Schlüssel, den ich je gesehen habe), in dem Endstück festgeschraubt. Danach kann es mit Hilfe des einen Endstücks, das so verschraubt ist, dass es durch Drehen verkürzt werden kann, gespannt werden. Der Haken bei der Sache: das Stahlseil muss vorher auf die genaue Länge + max. 3,4 cm abgeschnitten werden, damit es straff gespannt werden kann. Bei mir war es erst zu lang, danach habe ich es dann so abgeklemmt, dass es genau gepasst hat, habe es allerdings zu straff gespannt, so dass es aus der Halterung raus sauste – und ausfranste. Mit ziemlich viel Frickelei ließ es sich dann doch noch irgendwie dort befestigen, wie haltbar dieses Provisorium ist, muss sich allerdings erst zeigen.
Nebenbei bemerkt ist so ein IKEA-Besuch auch aus anderen Gründen interessant. So gibt es ewig lange Schlangen, weil alle Welt wohl zwischen den Jahren dorthin eilt. Hier in Freiburg wohl auch aus Frankreich und der Schweiz, wenn ich die entsprechenden Sprachen und Akzente richtig eingeordnet habe. Auffällig fand ich die mehrfach zu beobachtende typische IKEA-Familie (Mama, Papa, zwei bis maximal drei kleinere Kinder). Sie legt Wert auf Design und sieht auch so aus, er ist gepflegt, großgewachsen und grauhaarig (Beamter, leitender Angestellter, Selbstständiger o.ä.), und auch die beiden Kinder entsprechen den Vorstellungen, wie sie ebenso im Textilkatalog von HESS oder in der JAKO-O-Werbung reproduziert werden, sind also aufgeweckt, eigenständig und ordentlich gekleidet.
Ebenso interessant wie die leibhaftige Zielgruppe (na gut, ich gehöre da wohl auch irgendwie dazu) fand ich die Vermarktungsstrategien, z.B. für massenhaft produzierte handbestickte florale Kissen, die (ebenso wie einige andere Waren) den Touch des Flohmartkfundstücks oder des ruralen Urlaubsmitbringsels, also das Gefühl individueller Alltagsstilisierung wunderbar mit den Produktionsbedingungen eines globalen Multis (überhaupt: die oben genannten IKEA-Produkte, die ich gekauft habe, sind maximal globalisiert: China, Italien, Bulgarien, schwedisch-deutsche Vermarktung. Das System IKEA (samt der „Inter-IKEA-Systems“) wäre glatt mal eine Fallstudie wert) zu vereinbaren. Oder die interne Diversifizierung: fast jede der großen Produktlinien gibt es in zwei, wenn nicht sogar drei Qualitätsabstufungen.
Warum blogge ich das? Als kleines Resultat meines Offline-Seins.



