Noch so ein Foto aus dem Zoo. In Basel.
Neu erschienen: Ländliche Arbeit im Wandel
Wer schon immer mal wissen wollte, was bei meinem Forschungen zu forstlichen Dienstleistungsunternehmen (lang ist’s her) herausgekommen ist, hat jetzt die Chance, ein handliches Buch (knapp 300 Seiten) dazu zu lesen: Zusammen mit Prof. Dr. Siegfried Lewark und Dr. Edgar Kastenholz habe ich den Band Ländliche Arbeit im Wandel: Nachhaltige Gestaltung forstlicher Dienstleistungsarbeit herausgegeben, erschienen ganz frisch im Verlag Kessel.
In eigener Sache: Länderratsbewerbung
Ich habe lange gezögert, habe jetzt aber doch meinen Hut in den Ring geworfen für die Wahl der Länderratsdelegierten bei unserem Parteitag am nächsten Wochenende. Wer möchte, kann nach dem Klick mein gerade eingereichtes Bewerbungsschreiben lesen und kommentieren.
Photo of the week: Big fish
Im Zoo in Basel gibt es ein paar beeindruckende Aquarien (auch wenn die Hälfte davon bei unserem Besuch vor ein paar Wochen gerade im Umbau befindlich waren). Schön sind vor allem auch die, bei denen der Blick sowohl von oben (z.B. Krokodile, Pinguine) als auch von „unten“ (Fischschwärme, Pinguine) möglich ist. Ist insgesamt ein ganz netter Zoo.
Tag der deutschen Einheit
Schon über zwanzig Jahre Einheit – 1989 war ich 14 Jahre alt. Und war politisch interessiert genug, um das westdeutsch-linke Lebensgefühl schon so weit verinnerlicht zu haben, dass ich damals und in den folgenden Jahren die deutsche Einheit erstmal als Verlust empfand. Klingt aus heutiger Sicht seltsam, war aber so.
Deutschland war für mich damals die BRD, die Bundesrepublik – und eine Wiedervereinigung etwas, das nur die dunkelsten und konservativsten Teile der Kohl-Regierung anstrebten, Ewiggestrige, die auch Polen noch dazugenommen hätten, wenn es ihnen angeboten worden wäre.
Linkes Lebensgefühl: In den 1980er Jahren war es zu so einer Art Waffenstillstand zwischen dem konservativen Establishment und der links-alternativen Bewegung gekommen. Die einen hatten sich so halbwegs damit angefreundet, dass eine grüne Partei in Parlament saß, dass es Ökoläden, Aktionen der Friedensbewegung und soziokulturelle Zentren gab – die anderen glaubten, ihre subkulturelle Nische gefunden zu haben, in der es sich einigermaßen leben ließ, und von der aus dem etablierten Regime nach und nach das eine oder andere Zugeständnis abgerungen werden konnte.
Bonn war ein Provinznest und der besondere Status der BRD sorgte effektiv dafür, dass sowas wie Nationalgefühl oder Großmachtgelüste im rheinisch Kapitalismus klein gehalten wurde. War doch prima, oder?
Und dann kam die Wende in der DDR. Die Wende fand mein damaliges Teenager-Ich durchaus gut. Solange es bei „Wir sind das Volk!“ blieb, und versucht wurde, die guten Ideen und die schlechte Praxis auf eine neue Grundlage zu stellen.
Aber dann kamen, so mein damaliger Eindruck, Kohl und Genscher und machten daraus „Wir sind ein Volk!“. Und aus zwei mittelgroßen Staaten wurde ein Land, das plötzlich nur noch Deutschland hieß, dass (DDR-Import?) plötzlich wieder offen Nationalismus zeigte, sich als Großmacht fühlte und nach innen hin zu vergessen schien, was es in den 1980ern an Toleranz („Multikulti“) gelernt hatte. Ein Land, das seine Verfassung nicht verbessern wollte, sondern lieber das Asylrecht cancelte. (Und dann flogen im nationalen Einheitsrausch 1990 auch noch die Grünen aus dem Bundestag!)
Und das sollte dann auch noch jährlich gefeiert werden?!
Warum blogge ich das? Weil einiges davon sich aus heutiger Sicht sehr seltsam anfühlt.



