In den letzten Tagen sind mir zwei ganz unterschiedliche Bücher über den Weg gelaufen, die sich mit dem Großwerden von Kindern und Jugendlichen mit Asperger-Syndrom befassen. Dabei handelt es sich zum einen um The Quarry, das letzte Buch des zu früh verstorbenen schottischen Autors Iain Banks, und zum anderen um die Graphic Novel Schattenspringer, in die ich auf der Website der Autorin Daniela Schreiter hineinblättern konnte.
Routinebruch
Wie schnell die Dinge doch vertraut werden! Und wie sehr sie, wenn sie denn praktisch sind, so in alltägliche Routinen und Praktiken eingebunden werden, dass der Umgang kein Nachdenken mehr erfordert.
Dass das so ist, fällt – eine alte Weisheit der Techniksoziologie – immer dann auf, wenn die eingeübten Routinen scheitern. Also latente Panik und Organisationsstress, weil morgen der öffentliche Nahverkehr in Freiburg bestreikt wird. Kein Schlafwandeln zur Straßenbahnhaltestelle, sondern die aktive Überlegung, wie ich bloß zum Bahnhof komme – und abends wieder weg davon. Aber der Anlass für diesen Text ist nicht der Streik der öffentlichen Dienste, so lästig wie nachvollziehbar er sein mag. Ein anderes Stück Technik tut nicht mehr: das Nexus 7, mein Tablet, gut eineinhalb Jahre ist es alt geworden.
Kurz: Die BAGen
Gestern und vorgestern fand das halbjährliche Treffen der grünen BAG-SprecherInnen statt, der BAG-SprecherInnen-Rat. BAGen sind … ja, was eigentlich? Manche würden sagen, sie sind die inhaltlichen Thinktanks der Partei, andere sehen darin eher eine Koordinierungsplattform für bestimmte Politikfelder. Oder Zusammenschlüsse der AktivistInnen eines Themas. Jedenfalls gibt es knapp zwei Dutzend Bundesarbeitsgemeinschaften, jeweils mit gewählten Delegierten aus den Ländern und Fraktionen, und zwei SprecherInnen. Letztere haben sich getroffen. Als Sprecher der BAG Wissenschaft, Hochschule und Technologiepolitik war ich dabei.
Während manche früheren BAG-SprecherInnen-Räte eher an den Rand von Parteitagen geklatscht waren, hatten wir diesmal tatsächlich ein bisschen Zeit, und das war gut so. Neben eher organisatorischen Fragen (Wahl der geschäftsführenden SprecherInnen, Wahl der Länderratsdelegierten, Finanzen der BAGen) konnten wir so auch inhaltlich und strategisch diskutieren. Zum einen gab es ein Gespräch mit dem Bundesvorstand über zentrale Vorhaben der nächsten eineinhalb Jahre – auch ein Zeichen der gestiegenen Wertschätzung für die BAGen in der Partei. Zum anderen diskutierten wir zwei inhaltliche Papiere: Die AG „Kultur und Nachhaltigkeit“ stellte Thesen zum Zusammenhang dieser beiden Felder vor. Und aus „meiner“ BAG hatten wir einen Diskussionsanstoß zum Verhältnis von Wissenschaft und (grüner) Politik dabei, der rege debattiert wurde – zu diesem Papier werde ich sicherlich bei Gelegenheit noch mehr schreiben.
Auch wenn’s ein bisschen Streit darum gab, ob wir BAG-SprecherInnen uns eher als Speerspitze der Parteibasis sehen – oder ob wir mehrheitlich, bei Lichte betrachtet, typische Exemplare der mittleren Funktionärsebene dieser Partei darstellen, hatte ich insgesamt, und das ist ja nicht bei allen Terminen so, den Eindruck, dass sich die lange Zugfahrt Freiburg – Berlin gelohnt hat. In dieser Form gerne wieder!
Photo of the week: Enter the dark side
Meine ersten Schritte mit dem Raspberry Pi
Aus einer Laune heraus habe ich mir vor ein paar Tagen – am Pi-Day – den Raspberry Pi, Model B, bestellt. Das ist ein ziemlich kleiner Computer, auf dem Linux läuft – im Prinzip so etwas wie das Innenleben eines Smartphones. Gekauft habe ich neben dem Raspberry Pi gleich noch ein schmuckes, farblich passendes Gehäuse (zusammen machte das dann genau 42,23 €).
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