Schlagwort-Archive: gender

Zum Abend des Tags der Arbeit

Veröffentlicht unter Grundeinkommen, Politik & Gesellschaft, Soziologisch gesehen | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , ,  

Desktop work break

Jutta Allmendinger, Wissenschaftszentrum Berlin, spricht sich u.a. in der Brigitte dafür aus, die reguläre Vollzeitarbeitszeit auf 32 Stunden zu verkürzen. Ähnlich ein Aufruf diverser Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem Februar 2013 für die 30-Stunden-Woche.

Finde ich gut. Auch wenn eine Verkürzung auf 32 oder 30 Stunden gar keine ganz so revolutionäre Maßnahme ist – dem einen oder der anderen wird noch die Parole »35-Stunden-Woche« der IG Metall aus den 1980er Jahren in Erinnerung sein, die dann in dieser Branche auch umgesetzt wurde. So groß sind die Differenzen nicht, auch wenn die reale Entwicklung in den letzten Jahren in eine andere Richtung gegangen ist.

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Regieren nach Zahlen: Was auf der BDK 2013 ansteht (Update)

Veröffentlicht unter So grün, so grün | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , ,  

»Zeit für den grünen Wandel« – unter diesem Motto steht der Antrag des Bundesvorstands für das grüne Wahlprogramm 2013. Der Antrag und alle etwa 2500 Änderungsanträge sind hier abrufbar. Wir sind also noch fleißiger gewesen als sonst und haben damit vermutlich die Bundesgeschäftsstelle an ihre absoluten Belastungsgrenzen gebracht. Ab Freitag wird dann entschieden, wie das endgültige Programm aussieht – und ob wir Himbeeren oder Erdbeeren als Beispiel für außer der Saison angebotene Früchte bevorzugen.

Nachdem jetzt alles auf dem Tisch liegt (bis auf die Antragsübersichten der Antragskommission, aus denen ersichtlich ist, für welche Anträge Übernahmen empfohlen werden – aber die sollen ab morgen kommen), habe ich mir mal den Spaß gemacht, und Programm und Änderungsanträge in Excel gekippt. Genauer gesagt habe ich zwei Dinge gezählt: die Zahl der Zeilen pro Kapitel, und die Zahl der Änderungsanträge pro Kapitel (hier die Daten dazu). Erstere sind durchnummeriert, insofern war das relativ einfach – bei letzteren habe ich mich möglicherweise an der einen oder anderen Stelle verzählt. Trotzdem lassen sich damit ein paar interessante Aussagen dazu treffen, wo wir im Wahlkampf Schwerpunkte setzen – und wo die Partei besonders diskussionsfreudig ist.

Zunächst einmal zum Aufbau des Programms. Der sieht, in Zahlen gefasst, so aus:

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Kurz: SPD und die Quote

Veröffentlicht unter Politik & Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , ,  

Item 1. Spiegel online stellt fest, dass die SPD dreist lügt, wenn sie behauptet, als einzige Partei für eine echte Frauenquote zu sein – Grüne (und z.T. Linke) waren hier deutlich schneller und gründlicher.

Item 2. Der neue Tumblr Herrenclubs, der schön visualisiert, wie ungebrochen die männliche Herrschaft vielerorts ist.

Item 3. Aus 1 und 2 folgt logisch die Frage danach, wie viele Kanzlerinnen, weibliche Parteivorsitzende und weibliche Fraktionsvorsitzende die SPD bisher hatte. Und der Tumblr gibt auch gleich (weil auch andere wohl auf diesen logischen Gedanken gekommen sind) die Antwort: null.

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Im Blog kommentieren und andere Zumutungen

Veröffentlicht unter Digitales Leben | Verschlagwortet mit , , , , , , , ,  

Garden party II

Mein Artikel zur Zahl der bei Carta von Frauen und von Männern geschriebenen Beiträge hat ja eine heftige Debatte ausgelöst. Dazu folgt ein längerer Reflektionstext über Blogkommentare, Geschlechterverhältnisse und nicht zuletzt die Frage, welchen Sinn ich in Blogkommentaren sehe. Mit teilweise unschönen Beispielen.

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Kurz: Carta, mal durchgezählt (mit langen Updates)

Veröffentlicht unter Digitales Leben, Politik & Gesellschaft, Soziologisch gesehen | Verschlagwortet mit , , , , , , ,  

Ich schätze Carta sehr. Laut Selbstbeschreibung ist Carta ein »Autorenblog für digitale Öffentlichkeit, Politik und Ökonomie«. Ich nehme es eher als kuratierte, neue Form digitaler Öffentlichkeit wahr denn als Blog, fast schon mehr ein Magazin neuen Typs. Umso mehr freut es mich, dass einige meiner Texte auch bei Carta erschienen sind. Und ich lese Carta ebenfalls sehr gerne.

Heute allerdings wunderte ich mich – nicht zum ersten Mal – über das Gefühl, in einem reinen Männermedium zu lesen. Jeder Artikel ist mit einem kleinen, schwarz-weißen Autorenbild versehen, und es sind eben ganz überwiegend Männer, die einen da anblicken. So jedenfalls mein Gefühl. Und weil so ein Gefühl trügen kann, habe ich halbwegs empirisch einfach mal die letzten 100 Beiträge genommen – ein Zeitraum, der von Mitte Februar bis heute reicht – und durchgezählt. Meinem subjektiven Empfinden nach ist das kein Zeitraum, der durch besondere Männerthemen gekennzeichnet gewesen wäre, Fußball oder so; ich kenne mich da allerdings zugegebenermaßen nicht so besonders aus, was Männerthemen wären.


AutorInnen der zwischen Mitte Februar und heute erschienenen 100 Artikel in Carta, geordnet nach Anzahl der Artikel pro Autor/pro Autorin. Lesebeispiel: Der Autor mit den meisten Artikeln hat im Untersuchungszeitraum elf Artikel veröffentlicht, die Autorin mit den meisten Artikeln zwei. Kleines Bild: Geschlechterverteilung der AutorInnen bezogen auf die 100 zuletzt erschienen Artikel.

Jedenfalls bestätigen die Daten mein Gefühl doch recht deutlich. 89 Prozent der Beiträge stammten von Männern. Von den 53 Personen, die in diesem Zeitraum auf Carta veröffentlich haben oder veröffentlicht wurden, waren gerade einmal sieben Frauen (13% der Personen, 8/100 Beiträgen). Fast alle davon sind nur mit einem einzigen Beitrag in diesem Zeitraum vertreten, eine einzige Frau mit zwei Beiträgen. Das wundert mich dann doch, weil es natürlich sehr viel mehr Frauen gibt, die zu »digitale[r] Öffentlichkeit, Politik und Ökonomie« lesenswerte Dinge im Netz schreiben. Warum tauchen die auf Carta kaum auf? Ich lasse das jetzt einfach mal so stehen. Vielleicht löst es ja eine Debatte aus.

* * *

P.S.: Vera Bunse von Carta machte mich darauf aufmerksam, dass diese Debatte nicht ganz neu ist (und sie keine Lust darauf hat, sich aktuell daran zu beteiligen). Was ich ein Stück weit nachvollziehbar finde.

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