Auf dem Weg vom Stuttgarter Hauptbahnhof zu meinem Arbeitsplatz im Haus der Abgeordneten komme ich am Eckensee vorbei. Und der ist zwar manchmal eine ziemlich schlammig-stinkende Angelegenheit (und muss mehrmals im Jahr gesäubert werden), sieht aber hübsch aus. Gerade kurz vor Sonnenuntergang, wie hier auf dem Bild. Insofern habe ich vermutlich inzwischen hunderte (Flickr sagt: 67) Fotos davon gemacht. Aber: immer wieder anders. Was Wasser und Licht und ein paar drumherumstehende Bäume und Häuser halt so zuwege bringen.
Photo of the week: Eckensee lights, Stuttgart
Nach der in goldenes Morgenlicht getauchten Szene aus Esslingen mache ich mit Lichtern aus der Region Stuttgart weiter – hier der Eckensee mit den sich spiegelnden Fenstern der umliegenden Gebäude. Dass das alles leicht verschwommen ist, ist, behaupte ich einfach mal, natürlich Absicht, um einen impressionistischen Effekt zu erzielen, und liegt keinesfalls an der Bildqualität des iPhone.
Photo of the week: Evening flight traffic, Stuttgart
Photo of the week: Water, light and darkness, Stuttgart
Photo of the week: Hands off, Stuttgart
Hinter jedem Schild steckt eine Geschichte. Und ich frage mich, warum es notwendig war, dieses improvisierte Klimakrisendenkmal mit einem Betreten-Verboten-Hände-Weg-Schild auszustatten. Das zusammengefaltete, bei einem der letzten Stürme herabgewehte Kupferdach des Stuttgarter Opernhauses wird mitten im Eckensee vor dem Landtag präsentiert. Dahin kommt man also nur, wenn der See zugefroren ist. Es kann nicht darum gehen, dass das Kunstwerk nicht zerstört werden soll. Schließlich gibt es hier keine Künstler*in – das Dach wurde vom Wind zerbeult und heruntergeweht, und dann gab es die Entscheidung, es als Mahnmal liegen zu lassen. Vermutlich also – sehr deutsch – Haftungsfragen. Oder schlicht: Hände weg vom Klima!





