Der kalte Sommer des Jahres Zweitausendsechsundzwanzig

Dry summer, Freiburg-Rieselfeld

Alle, die dabei waren, wis­sen, dass die­se Über­schrift bei­ßen­der Spott ist. Irgend­wann haben wir auf­ge­hört, die Hit­ze­wel­len zu zäh­len. Viel­leicht nach der drit­ten? Die­ser Som­mer war der mit dem sehr hei­ßen Juni, dem sehr hei­ßen Juli und dem sehr hei­ßen August. Plötz­lich war 35° Cel­si­us eine ganz nor­ma­le Tem­pe­ra­tur, rich­tig heiß war es erst, als es in Rich­tung 40° Grad ging. 

Um ehr­lich zu sein: auch davor war es schon kaum aus­zu­hal­ten. Nachts kühl­te es auf viel­leicht 25° ab; ein geschick­tes Manage­ment des Lüf­tens und Ver­dun­kelns ermög­lich­te es dann, die Tem­pe­ra­tur in der Woh­nung unter 30° zu hal­ten, jeden­falls im Rei­hen­haus in Gun­del­fin­gen. Die Dach­ge­schoss­woh­nung in Ess­lin­gen war noch­mals ein ganz ande­rer Fall, der mich lehr­te, wie unan­ge­nehm und wenig erhol­sam es ist, bei 30° und mehr zu schla­fen, und wie sehr die tage­lan­ge und wochen­lan­ge Hit­ze an einem zehrt. 


Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur im Haus (inkl. Keller)


Tem­pe­ra­tur auf dem Balkon

Raus­ge­hen? Eher nicht, wenn es sich ver­mei­den lässt. Wenn nicht, dann mit viel Son­nen­creme und Hut. Gro­ße stei­ner­ne Plät­ze zei­gen allen, die sie betre­ten, wie wich­tig Begrü­nung und Hit­ze­schutz wären. In Gun­del­fin­gen fällt in die hei­ßen Tage die Ent­schei­dung, den Son­ne-Platz dann doch zumin­dest ein biss­chen zu begrü­nen, Ver­neb­ler und einen Trink­brun­nen auf­zu­stel­len. Immer­hin. Eigent­lich müss­te bei öffent­li­chen Gebäu­den bereits die Küh­lung mit bedacht wer­den. So weit sind wir aller­dings noch nicht.

Zu die­sem Som­mer – unan­ge­nehm heiß, kör­per­lich spür­bar, nein, mehr als das: töd­lich heiß, dazu reicht ein Blick auf die Zahl der Hit­ze­to­ten – gehört die Dür­re. Über­all ist es gelb. Wir sehen ver­dorr­tes Gras und Bäu­me im Herbst­mo­dus. Und das geht schon seit Mit­te Juni so. Reich­lich Toma­ten, das auch, aber die wol­len auch jeden Tag gegos­sen wer­den. Die Regen­ton­ne ist natür­lich längt leer. Die Land­wirt­schaft warnt vor dro­hen­den Ern­te­ver­lus­ten. Ich gehe davon aus, dass die Lebens­mit­tel­prei­se im Herbst erneut stei­gen wer­den. Nicht wegen der hohen Kos­ten, son­dern weil das Ange­bot sin­ken wird. 

Und zu die­sem Som­mer gehö­ren die Wald­brän­de – erst in Frank­reich und Spa­ni­en, also weit weg. Bei uns nur klein und schnell gelöscht, dort ein Böschungs­brand, dort ein Wäld­chen, seit eini­gen Tagen nun die Nach­rich­ten aus der Eifel und der bel­gi­schen Hohen Venn – größ­ter Wald­brand, den es in NRW je gab; größ­ter Wald­brand in Bel­gi­en, dort brennt inzwi­schen auch der Torf im Hoch­moor. Eva­ku­ier­te Orte, hun­der­te Hekt­ar in Flam­men. In die­sem Aus­maß ist das neu, glau­be ich. Und natür­lich sind unse­re Öko­sys­te­me nicht auf eine „Feu­er­sai­son“ vorbereitet.

Das gro­ße „told you so“ umfasst auch das Ener­gie­sys­tem. Flüs­se füh­ren Nied­rig­was­ser, Mas­sen­trans­por­te per Schiff, Koh­le zum Bei­spiel, fal­len eben­so aus wie die Küh­lung der Atom­kraft­wer­ke in den Nach­bar­län­dern. Viel­leicht braucht es mehr Solar­an­la­gen über den Fel­dern, Agri-PV als Schattenspender. 

Heu­te früh hat es dann zum ers­ten Mal seit lan­gem wie­der gereg­net. Die Tem­pe­ra­tur ist nicht mehr ganz so hoch. Mit dem Regen­duft kommt Ener­gie zurück. Mal sehen, wie die aus­ge­brann­ten Böden damit umge­hen, wenn in den nächs­ten Tagen Gewit­ter grö­ße­re Men­gen Regen brin­gen. Am Nach­mit­tag war jeden­falls alles, was heu­te früh gefal­len ist, schon wie­der ver­duns­tet, der Boden tro­cken wie eh und je. 

Der Som­mer 2026 wird als einer der Hit­ze­som­mer in Erin­ne­rung blei­ben. Fragt sich nur, wie lan­ge. Wann der nächs­te „Rekord­som­mer“ ihn ablöst, wann es als nor­mal gel­ten wird, dass es im Som­mer in Deutsch­land tro­pi­sche Näch­te und 40° am Tag hat. Und irgend­wann wird die­ser Som­mer dann zu einem der käl­te­ren werden. 

Vor­be­rei­tet sind wir dar­auf nicht. Immer­hin: die SPD im Bund fängt jetzt mal an, dar­über nach­zu­den­ken, ob ein Bun­des­kli­ma­an­pas­sungs­pa­ket nicht hilf­reich sein könn­te. Die Kom­mu­nen jeden­falls sind eher über­for­dert, ob in den Län­dern etwas geschieht, hängt vom Zufall der jewei­li­gen Regie­rungs­kon­stel­la­ti­on ab. Eigent­lich müss­ten jetzt Kli­ma­schutz – um die mit­tel­fris­ti­ge Zukunft nicht noch schlim­mer wer­den zu las­sen – und Kli­ma­an­pas­sung in all ihren Aspek­ten von der Gesund­heit über den Städ­te­bau bis zu Wald und Land­wirt­schaft jetzt mas­siv an Bedeu­tung gewin­nen. In einer Par­al­lel­welt wür­de ein Bun­des­kanz­ler hier Ori­en­tie­rung geben, einen Mas­ter­plan auf den Tisch legen, davon spre­chen, dass jetzt alle von der Zivil­be­völ­ke­rung über die Ver­ei­ne und Gewerk­schaf­ten, alle von Poli­tik bis Wirt­schaft an einem Strang zie­hen müss­ten, und dass wir es gemein­sam schaf­fen kön­nen, schnel­le Kli­ma­an­pas­sungs­maß­nah­men umzu­set­zen, ambi­tio­nier­te Kli­ma­schutz­plä­ne nicht nur auf­zu­schrei­ben, son­dern sie zu ver­wirk­li­chen und die Wirt­schaft so auf­zu­stel­len, dass sie nicht mehr von fos­si­len Sys­te­men abhän­gig ist. In die­ser Time­line bleibt das ein Traum, statt­des­sen wird davon gespro­chen, Sub­ven­tio­nen für Agrar­die­sel aus­zu­bau­en, die Ener­gie­wen­de abzu­brem­sen und die Kli­ma­zie­le nach hin­ten zu schie­ben. Alles ande­re ist Wet­ter, und wir sol­len uns mal nicht so anstellen.

Zumin­dest die SPD im Bund scheint auf­ge­wacht zu sein in die­sem Som­mer des Jah­res 2026. Es wäre zu hof­fen, dass die­ser Vor­stoß Erfolg hat. Und dass wir alle nicht in zwei Wochen wie­der ver­ges­sen haben, wie uner­träg­lich die Fol­gen der Kli­ma­ka­ta­stro­phe heu­te schon sind. 

Zeit des Virus, Update II

All­mäh­lich ent­wi­ckeln sich neue Rou­ti­nen. Drau­ßen blü­hen die Obst­bäu­me und die For­sy­thi­en, die Wie­sen sind von Gän­se­blüm­chen über­sät. Drin­nen wech­seln sich Tage, an denen eine Video­kon­fe­renz auf die ande­re folgt, mit Tagen ab, an denen mei­ne Kin­der bei mir sind, und an denen die Frak­ti­ons­ar­beit in den Hin­ter­grund rückt.

Ich beob­ach­te, dass auch Tele­fo­na­te mit Kolleg*innen inzwi­schen häu­fi­ger als frü­her als Video­te­le­fo­nat statt­fin­den. Das mag eine Unacht­sam­keit sein, weil unser Tele­fon­sys­tem hier sei­ne Eigen­hei­ten hat, mag aber auch dem Wunsch ent­spre­chen, die Kol­le­gin bzw. den Kol­le­gen zumin­dest mal zu sehen. Und manch­mal ertap­pe ich mich dabei, die Tasche für das Pen­deln packen zu wol­len und früh ins Bett gehen zu wollen.

Aber das ist jetzt anders. Wir blei­ben län­ger wach und ste­hen spä­ter auf.

Die Kin­der dazu zu moti­vie­ren, die Auf­ga­ben­zet­tel abzu­ar­bei­ten, fällt wei­ter­hin schwer. Wenn schon Schu­le, dann doch lie­ber Dokus zu kom­plett ande­ren The­men anschau­en oder die Mathe­app durch­ar­bei­ten. Ich bin froh, dass der Schul­lei­ter der Schu­le mei­ner Kin­der in einem Rund­schrei­ben dar­auf hin­weist, dass die­ses Schul­jahr kein nor­ma­les Schul­jahr sein wird, und dass alle ihre Erwar­tun­gen ändern müssen.

Nach­mit­tags spielt R. nicht mit dem Nach­bars­jun­gen auf dem Hof, son­dern mit sei­nem Cou­sin aus Bonn auf einem Mine­craft-Ser­ver. Für Z. ist Whats­app der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal der Wahl, um mit ihren Freund*innen in Kon­takt zu bleiben.

Ich ver­su­che wei­ter­hin, die Woh­nung mög­lichst sel­ten zu ver­las­sen. Das hat zu einem auf­ge­räum­ten Bal­kon geführt und zu aus­ge­mis­te­ten Zei­tungs­sta­peln. Gut, dass es Twit­ter und Net­flix gibt, dass eBooks wei­ter lie­fer­bar sind, und gut, dass es Com­pu­ter­spie­le gibt, die ich mag (der­zeit neben Star­dew Val­ley v.a. Mini­me­tro). Ehr­lich gesagt: ganz so groß sind die Unter­schie­de in mei­ner Frei­zeit­ge­stal­tung nicht – manch­mal hat Intro­ver­tiert­heit auch Vorteile.

Raus­ge­gan­gen bin ich in den letz­ten Tagen ein­mal zum Ein­kau­fen und zwei­mal, um beim Rad­fah­ren bzw. Spa­zie­ren­ge­hen etwas fri­sche Luft und Bewe­gung zu bekom­men. Ich bin froh, in einem Bun­des­land zu leben, dass die nöti­gen Maß­nah­men zur Kon­takt­ver­mei­dung nicht unnö­tig streng aus­legt – anders als in Ber­lin sind Pick­nick­de­cken und Park­bän­ke nicht per se ver­bo­ten, anders als in Sach­sen wird die Ent­fer­nung zur Woh­nung nicht kon­trol­liert. Aller­dings kann es drau­ßen ganz schön voll sein – ges­tern, bei schö­nem Früh­lings­wet­ter, bot es sich dann an, von den Haupt­rou­ten abzu­zwei­gen, um nicht alle paar Meter jemand aus­wei­chen zu müssen.

Hefe gibt es wei­ter­hin nicht. Der net­te Bio­la­den ver­wan­delt sich nach und nach in eine Indus­trie­hal­le: Ple­xi­glas­schei­ben an der Kas­se, gelb-schwarz abge­kleb­te Sperr­zo­nen und Abstands­mar­kie­run­gen. Es ist recht leer. Beim Ein­kau­fen füh­le ich mich wei­ter­hin unsi­cher: Ist es ris­kant, das nicht abge­pack­te Gemü­se zu kau­fen? Wie vie­le Packun­gen Milch, wie viel Mehl ist ange­mes­sen? Ist es ein Pro­blem, den Stift für die bar­geld­lo­se Unter­schrift anzufassen?

War­um Hefe? Offen­bar bin ich nicht der ein­zi­ge, der jetzt ver­su­chen möch­te, selbst Brot zu backen, statt zum Bäcker zu gehen. Viel­leicht geht es dabei um das Gefühl, sich not­falls selbst ver­sor­gen zu kön­nen – „Angst­ba­cken“ nann­te das jemand auf Twitter.

Wie geht es wei­ter? Das Land befin­det sich im War­te­zu­stand. Die Zahl der neu­en Fäl­le steigt lang­sa­mer an als vor ein paar Tagen, aber es ist unklar, ob das ein Abfla­chen der Kur­ve ist oder nur ein Arte­fakt begrenz­ter Test­ka­pa­zi­tä­ten und eines ver­än­der­ten Test­re­gimes. Wäh­rend­des­sen stei­gen die Todes­fäl­le wei­ter expo­nen­ti­ell an. Der Blick nach Frank­reich, nach Ita­li­en, in die USA beun­ru­higt. Wir war­ten weiter.

Zeit des Virus, Update I

Vor einer Woche schrieb ich über die Not­wen­dig­keit von Maß­nah­men, um die Aus­brei­tung des Coro­na-Virus ein­zu­däm­men. Im Lauf die­ser Woche ist eini­ges pas­siert – inzwi­schen gibt es in Frei­burg de fac­to Aus­gangs­sper­ren, das Betre­ten öffent­li­cher Stra­ßen und Plät­ze ist nur noch in begrün­de­ten Fäl­len bzw. durch Grup­pen von maxi­mal drei Per­so­nen oder Fami­li­en erlaubt, der ÖPNV darf nur für drin­gend not­wen­di­ge Fahr­ten genutzt wer­den. In Baden-Würt­tem­berg sind nach drei Rechts­ver­ord­nun­gen und Anspra­chen des Minis­ter­prä­si­den­ten und der Kanz­le­rin Schu­len und Kitas sind zu, die Spiel­plät­ze abgesperrt. 

Bis auf den Ein­zel­han­del für Lebens­mit­tel und Apo­the­ken (und ein paar wei­te­re Aus­nah­men) muss­ten alle Geschäf­te schlie­ßen, Restau­rants dür­fen nur noch Essen „to go“ ver­kau­fen. Zudem ist es heu­te, anders als es die Woche über war, kalt und reg­ne­risch. All das trägt dazu bei, dass sich jetzt wirk­lich nur noch sehr weni­ge Men­schen drau­ßen bewe­gen. Die Fall­zah­len stei­gen zunächst noch expo­nen­ti­ell an. Der­weil tobt der wis­sen­schaft­li­che Streit dar­über, ob #flat­ten­the­cur­ve die rich­ti­ge Stra­te­gie ist, und wenn ja, wie lan­ge die strik­ten Beschrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens dau­ern müs­sen – abseh­bar ist, dass es auch über das Ende der Oster­fe­ri­en hin­aus Ein­schrän­kun­gen geben muss. Schul­prak­ti­ka und die Eng­land­fahrt der Toch­ter wur­den jeden­falls schon abgesagt.

Was neh­me ich nun aus die­ser beweg­ten Woche mit? 

Bis­her war Home-Office der Aus­nah­me­fall, jetzt wird es zur Regel. Nur noch ein ganz rudi­men­tä­rer Stab ist in der Frak­ti­on, alle ande­ren Kolleg*innen arbei­ten von zu Hau­se aus. Ent­spre­chend fan­den in die­ser Woche dut­zen­de Tele­fon- und Video­kon­fe­ren­zen statt (hier zahlt sich halb­wegs gute Tech­nik und Stumm­schalt­dis­zi­plin aus). Die Berater*innen-Runde mit rund 20 Leu­ten funk­tio­niert gut als Video­kon­fe­renz, bei der Frak­ti­ons­sit­zung mit alles in allem 80 oder 90 Per­so­nen wird’s schon etwas schwie­ri­ger, aber auch das geht. Gelernt habe ich aber auch: nicht jede Kom­mu­ni­ka­ti­on braucht gleich eine Video­kon­fe­renz, manch­mal reicht die gute alte E‑Mail.

Was weni­ger gut funk­tio­niert, ist die Kom­bi­na­ti­on aus Home-Office und Kin­der­zu­stän­dig­keit. Ich habe den Luxus, dass das bei mir nur die hal­be Woche der Fall ist. Die Kin­der haben von der Schu­le Auf­ga­ben­pa­ke­te und Arbeits­blät­ter mit­ge­bracht, die sie erle­di­gen sol­len. In der Theo­rie kön­nen sie das auch, schon in der Grund­schu­le haben sie Frei­ar­beit gelernt, jetzt, in der wei­ter­füh­ren­den Schu­le, geht viel über Arbeits­plä­ne und indi­vi­du­el­les Ler­nen. In der Pra­xis ist ihre Moti­va­ti­on dafür aber gering, so in hal­ber selt­sa­mer Feri­en­stim­mung – alle Akti­vi­tä­ten fal­len aus – und ohne Mög­lich­keit, raus zu gehen, um Freun­de zu tref­fen, sind Han­dy und Tablet extrem ver­lo­ckend. Kin­der moti­vie­ren oder kon­zen­triert arbei­ten – das geht nicht bei­des auf ein­mal. Mal sehen, wie sich das wei­ter ein­spielt. (Und ja: nicht nur ich, son­dern auch die Kin­der wol­len Früh­stück und Mit­tag­essen und Abend­essen und und und … auch das muss erle­digt wer­den). Also: alles nicht so ein­fach. Und ein Mehr an Zeit für „end­lich mal …“ fin­de ich zumin­dest nicht.

Raus gehen, um ein­zu­kau­fen fühlt sich selt­sam an. Über­haupt, raus gehen – oder lie­ber selbst dafür nicht? Selt­sam fühlt sich’s an, weil der Laden vol­ler Hin­wei­se hängt, doch bit­te Abstand zu hal­ten, und weil bei­spiels­wei­se der Kaf­fee­aus­schank abge­stellt wur­de, und auch, weil selbst im Bio­la­den eini­ge Rega­le leer sind. Neben dem sprich­wört­li­chen Klo­pa­pier geht’s da um basa­le Din­ge – Mehl, Nudeln, Zwie­beln, Hefe, Brot … Beglei­tet wird der Ein­kauf von Unsi­cher­heit: Lie­ber abge­pack­te Pro­duk­te kau­fen? Wie viel ein­zu­kau­fen ist sozi­al ange­mes­sen? Wo lau­ert das Virus?

Nicht zuletzt: bedrü­cken­de Nach­rich­ten aus dem Elsass und aus Ita­li­en. Und der sor­gen­vol­le Blick auf die Ver­laufs­kur­ve der Fälle. 

Experimenteller Technikoptimismus – Update 2017

Man with dog III

Judith Hor­chert, Mat­thi­as Kremp und Chris Stö­cker schrie­ben vor zwei Jah­ren über fünf Tech­no­lo­gien, die unse­ren All­tag rasant ver­än­dern wer­den. Ich war skep­tisch, ob Robo­tik, auto­no­me Fahr­zeu­ge, künst­li­che Intel­li­genz, VR und auto­ma­ti­sche Über­set­zun­gen „on the fly“ sich wirk­lich so schnell durch­set­zen wer­den, wie Hor­chert, Kremp und Stö­cker das damals vermuteten.

Vor einem Jahr habe ich mir den dama­li­gen Ent­wick­lungs­stand ange­schaut. Mein dama­li­ges Fazit:

Vor einem Jahr war ich noch sehr skep­tisch, dass es hier tat­säch­lich zu Durch­brü­chen kommt und ent­spre­chen­de Tech­no­lo­gien – von den Robo­tern bis zur all­ge­gen­wär­ti­gen KI – Ein­zug in den All­tag fin­den und sich auch tat­säch­lich durch­set­zen. Gera­de was die Sprach- und Bil­der­ken­nung angeht, und alles, was dar­auf auf­baut, ist in den letz­ten Mona­ten extrem viel passiert. 

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#12von12 im November 2015

Schön an dem For­mat 12 von 12 fin­de ich ja den Ein­blick in unter­schied­li­che All­ta­ge, der dadurch ent­steht. Bei mir bei­spiels­wei­se war heu­te ein ziem­lich nor­ma­ler Stutt­gar­t­ar­beits­tag. Der fängt im Dun­keln und mit dem übli­chen Früh­stück im Zug an. Anfangs, in Frei­burg, ist der Zug noch ziem­lich leer, ab Karls­ru­he gibt es dann nur noch Stehplätze.

2015-11-12-01 2015-11-12-02

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