Meine Tochter meint, dieses Foto hier erinnere sie an das Schloss des bösen Ritters Kato in Astrid Lindgrens Geschichte Mio, mein Mio. Ich habe mich jedenfalls in das traumhafte Blau dieses Fotos verliebt – und mich gefreut, dass ich einen der freien, frühlingshaften Tage zwischen Weihnachten und Neujahr zu einem kleinen Fotoausflug an den großen Opfinger genutzt habe. Der lag ziemlich still und magisch blau da, und da stand dann eben auch diese Burg.
Ein paar Notizen zu David Brin, Existence

Gute Vorsätze, da war doch was. Genau: Ich habe mir vorgenommen, häufiger über das, was ich lese, zu schreiben. Das betrifft vor allem Science Fiction. Nicht mit dem Anspruch einer hochwertigen Kritik von vorne bis hinten, und auch nicht immer, aber dafür öfter. Zu dem, was mir so aufgefallen ist beim Lesen, und was nach dem Lesen hängengeblieben ist.
Ich fange mal mit David Brins 2012 erschienenem Roman Existence an, der mich mehrere Nächte dazu verleitete, viel zu lange wach zu bleiben. Brin ist einer der esoterischeren Hard-SF-Autoren; seine Bücher sind – wie es sich für einen akademisch tätigen Astrophysiker gehört – zunächst wissenschaftsnah und sehr realistisch, fangen aber irgendwann an, extrem spekulativ zu werden (wenn auch nicht in dem Ausmaß wie bei Greg Egan). Trotzdem gefällt mir die erste Hälfte des um die 650 Seiten umfassenden Werkes Existence deutlich besser als die zweite Hälfte. Gleich mehr dazu, warum, aber zunächst ein Blick aus der Vogelperspektive.
Photo of the week: 22-Uhr-Feuerwerk XXXIV
Diesmal habe ich mich schwer getan mit dem Foto der Woche – das erste im neuen Jahr muss natürlich ein Silvesterfoto sein, auch wenn ich in den Tagen zwischen den Jahren die Zeit und den Sonnenschein für eine ganze Reihe weiterer Fotos gefunden habe, die ebenfalls alle gut dafür geeignet wären, als Foto der Woche verwendet zu werden.
Da mich jetzt der Arbeitsalltag wieder hat (na gut, nach dem verlängerten Wochenende) – am Dienstag geht es mit der meist sehr intensiven Fraktionsklausur los, demnächst wird das Landeshochschulgesetz ins parlamentarische Verfahren kommen, … – wird es vermutlich die eine oder andere Gelegenheit in den nächsten Wochen geben, eines dieser Zwischen-den-Jahren-Fotos hier zu präsentieren. Wer schon mal spickeln will, kann dies hier tun.
Damit also, auch wenn’s Beitrag Nr. 2 im Jahr 2014 ist, auch im Blog die besten Wünsche zum Jahreswechsel. Möge 2014 ein bisschen weniger interessant und dafür ein bisschen entspannter sein als 2013.
Kurz: Exzellent verunsichert
Altkanzleramtsminister Pofalla bekommt einen Posten bei der Bahn – als Cheflobbyist. Die Medien berichten, verkehrs- und antikorruptionspolitische Empörung.
Die Satireseite Postillon behauptet, bereits am 1.1. entsprechendes berichtet zu haben. Der Schluss liegt nahe (warum eigentlich?): Die Medienmaschine hat feiertagsbedingt Satire für Ernst genommen und dann schlicht voneinander abgeschrieben. Pofalla – eine gigantische Ente?
Oder doch Metasatire? Denn Blogposts zurückdatieren kann jeder. Pofalla bei der Bahn ist also doch der Ernstfall, die Ente sind wir – aber für einen Moment verwischten die Grenzen. Allein schon die Plausibilität, dass es eben Satire hätte sein können, zeigt die Absurdität dieser Personalie. Verunsicherung par excellence. Und dafür Chapeau, lieber Postillon!
P.S.: Der Thomas Knüwer schreibt sehr viel ausführlicher eine kluge Analyse dazu, was hier passiert ist.
In eigener Sache: Leistungsschau 2013
Das Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber ich präsentiere doch einfach jetzt schon den ultimativen, kennzahlengesättigten Rückblick auf mein Blogjahr 2013.



