Eigentlich gäbe es gerade unheimlich viel zu posten – zu Hochschulpolitik ebenso wie zu den Wahlen in Niedersachsen und Österreich. Ich komme allerdings gerade schlicht nicht dazu – diverse grüne und jobbedingte Termine und ein umfangreich dem Kinderzimmerum- und ‑aufräumen hindern mich. Gerade mal für ein Foto der Woche reicht es …
Photo of the week: Opfinger See in October II
Kurz: Nachhaltigkeit, ins Digitale übertragen
Der Zusammenhang von Digitalisierung und Nachhaltigkeit beschäftigt mich immer mal wieder. Interessiert beobachte ich beispielsweise, was die Forschungsgruppe Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation des IÖW treibt.
Das Thema lässt sich aber auch anders angehen. Malte Spitz, grüner Netzpolitiker, hat nun ein Buch herausgegeben, das den Titel Daten – das Öl des 21. Jahrhunderts? Nachhaltigkeit im digitalen Zeitalter trägt. Dabei geht es allerdings nicht in erster Linie um die Frage, ob Digitalisierung zu ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit beitragen kann bzw. diese gefährdet. Vielmehr nimmt Malte die beliebte Metapher von den Daten als dem Öl des 21. Jahrhunderts als Ausgangspunkt, um der Frage nachzugehen, was sich strukturell von den Fehlern und Erfolgen der Politik des 20. Jahrhunderts lernen lässt, um im 21. Jahrhundert zu einem generationsübergreifend sinnvollem Umgang mit allgegenwärtigen Daten und Digitalisierung insgesamt zu kommen.
Wer mehr dazu wissen will: Ich habe eine längere Rezension dazu geschrieben – diese ist bei CARTA zu finden und kann dort gelesen werden.
Grüne Heimat: die Suche nach dem richtigen Maß an Distanz
Mal wieder, aber diesmal mit einer gewissen Dringlichkeit, diskutieren Grüne über „Heimat“.
Mal wieder, weil beispielsweise die Kulturkonferenz der grünen Bundestagsfraktion 2009 unter dem Motto „Heimat. Wir suchen noch.“ stand. Weil die bayrischen Grünen sich – schon 2011 – intensiv mit Heimat befasst haben (danke, Ulrich!). Weil die Landtagsfraktion der baden-württembergischen Grünen als Claim der 15. Legislaturperiode – 2011 bis 2016 – den Spruch „Im Grünen daheim“ verwendeten. Oder weil in Schleswig-Holstein Robert Habeck bereits 2012 als einer charakterisiert wird, der „problemlos von ‚Heimat‘ spricht“. Und in Österreich hat Alexander van der Bellen offensiv auf den Begriff „Heimat“ gesetzt und damit eine Wahl gewonnen. Auch eines der Plakate der niedersächsischen Grünen für die diesjährige Landtagswahl trägt – etwas anders akzentuiert – den Slogan „Eine offene Gesellschaft ist die beste Heimat“.
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Photo of the week: Red green bike
Ich mag mein Fahrrad. Es hat ein paar Macken, und ist auch erst durch den Austausch diverser Teile fahrtauglich geworden, aber: ich mag es. Die Dreigang-Naben-Schaltung (heute schon fast eine vergessene Kulturtechnik), also eher was für gemächliche Fahrten, ist zum Beispiel eine neue, weil die alte – noch mit klassischem Schalthebel – irgendwann mal nicht mehr tat. Die Pedalen wurden mal ausgetauscht. Dass das Fahrrad nicht umkippt, liegt an einem Ständer, der auch so nicht vorgesehen war. Auch die Mäntel sind eher so Verbrauchsteile. Und die Beleuchtung ist nicht mehr die originale. Der grüne Sattelschoner kommt aus dem letzten Landtagswahlkampf.
Das Fahrrad hat Geschichte: gekauft hatte ich es damals, vor ziemlich genau zehn Jahren, mehr so als Akt der Solidarität. In Nordhausen hatten Arbeiter*innen eine Fahrradfabrik besetzt, die geschlossen werden sollte. Und produzierten dann in Eigenregie Räder. „Strike Bike“ steht deswegen auch auf dem knallig roten Rahmen. Und ein Katzenkopf.
Die Kindersitzhalterung könnte ich allmählich mal abbauen. Anders als den Anhänger, der sich noch als Transportmedium für Sperriges eignet, kommt der Kindersitz nämlich schon seit einiger Zeit nicht mehr zum Einsatz.
P.S.: Update



