Spannend, dass Konflikte in der grün-schwarzen Koalition sich gerne an scheinbaren Nebensächlichkeiten wie dem Reisekostenrecht entzünden. Unsere grüne Finanzministerin will’s vereinfachen, die CDU stellt sich quer und fordert nicht nur höhere Kilometersätze für dienstliche Autofahrten, sondern auch – so ist es zumindest der Presse zu entnehmen – generell 1.-Klasse-Tickets für dienstlich Zug fahrende Landesbedienstete. Argument: an Arbeit im Zug sei sonst nicht zu denken.
Finde ich lustig, weil das Problem für Arbeit im Zug meiner Erfahrung nach nicht 2. Klasse heißt, sondern überfüllte Züge, ruckeliges Internet und spontane Zugausfälle. Gerade bei Dienstreisen lassen sich durchaus Sitzplätze reservieren. Klar ist in der 1. Klasse mehr Platz und Ruhe – aber zum Aktenstudium oder zum Maillesen reicht die 2. Klasse völlig aus. Und gegen schlechtes Management bei der DB hilft das Reisekostenrecht des Landes leider nicht.
Wofür es tatsächlich einen Hebel bietet: keine Anreize für unnötige Autofahrten, Erstattungen auch für Rad/ÖPMV, und auch so Dinge wie Klimaschutzabgaben und eine bessere Familienvereinbarkeit bei beruflichen Reisen wären regelbar.

Die Genealogie lässt mich nicht los – und beim Stöbern in alten Unterlagen, die mein Vater aufbewahrt und ausgewertet hat, bin ich auch auf die interessante, Anfang des 20. Jahrhunderts als Manuskript gedruckte Auflistung der Nachkommen des Salzburger Emigranten Georg Mayerhoffer gestoßen; wohl aus dem Nachlass einer meiner Urgroßtanten. Das vom damaligen Leutkircher Stadtpfarrer Braun zusammengestellte Heftlein ist ziemlich schlecht erhalten, deswegen habe ich es eingescannt und den Scan in ein PDF gepackt, das hier heruntergeladen werden kann.

