Was wächst denn da? (Update)

Vor gut einem Jahr haben wir von einer Kin­der­gar­ten­freun­din von Z. einen Obst­kern bekom­men, den wir dann in die Erde gesteckt haben. Inzwi­schen ist dar­aus eine ansehn­li­che Pflan­ze gewach­sen – nur was für eine, das ist unklar. 

Hier ist die gan­ze, inzwi­schen etwa 40 cm hohe Pflan­ze zu sehen (nicht der Kaktus!):

Window plants

Und hier der Trieb:

Unknown plant

Bis­her blüht die Pflan­ze nicht. Sie hat auf­fäl­lig gro­ße (etwa 20 cm lang), „flau­mig-wol­li­ge“ Blät­ter. Die Blät­ter füh­len sich fest an, sind grob gezackt und – das kann aller­dings auch an feh­len­der Pfle­ge lie­gen – rol­len sich auf. Auf der Unter­sei­te sind sie hel­ler und haben gro­ße Adern, auf der Ober­sei­te sind sie dun­kel­grün und haben einen abwisch­ba­ren Flaum. Soweit ich das sehe, tritt bei Ver­let­zun­gen kei­ne Milch aus.

Es han­delt sich nicht um: Apfel, Avo­ca­do (viel fes­te­re Blät­ter, dunk­le­res grün, Blät­ter wach­sen ver­setzt und nicht in Büscheln), Arti­scho­cke, und wohl auch nicht um Pfir­sich etc. oder um Kaki (Blät­ter sehen jeweils anders aus).

Der Kern war, wenn ich mich recht erin­ne­re, rela­tiv groß und eher zylin­drisch als rund – ein biss­chen wie ein Dat­tel­kern. Da kann ich mich aber täuschen.

Hat irgend­wer Ideen? (Dank schon mal an alle, die bis­her auf Face­book und Twit­ter Tipps dazu gege­ben haben).

Update: Das Rät­sel ist wohl gelöst. 

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Photo of the week: Tomato colors I

Tomato colors I

 
Auch wenn’s auf dem eige­nen Bal­kon die­ses Jahr nur rote Cock­tail-Toma­ten sind, hat mir das Selbst-Toma­ten-Anpflan­zen (und z.T. selbst aus Samen aus dem Bio­la­den, d.h. aus Eich­stet­ten, zie­hen) doch sehr viel deut­li­cher gemacht, dass die­se roten, ten­nis­ball­gro­ßen und lang­wei­lig schme­cken­den Toma­ten nicht der Nor­mal­fall sein müs­sen. Gelb, oran­ge, rot, pur­pur­far­ben, rund und bir­nen­för­mig – und alle schme­cken unter­schied­lich. Vor­satz für nächs­tes Jahr: min­des­tens zwei ver­schie­de­ne Sor­ten auf dem Bal­kon anpflanzen!

Ach so: War­um die übli­chen Toma­ten nach nichts schme­cken? Angeb­lich liegt das vor allem dar­an, dass beim Züch­ten auf Ein­far­big­keit geach­tet wur­de. Da sind dann gleich­mä­ßig rei­fen­de, knall­ro­te Toma­ten raus­ge­kom­men – und unter­wegs ist lei­der das Gen ver­lo­ren gegan­gen, das für a. Fle­cken und b. Geschmack sorgt.

Haushaltsverhandlungen als Gradmesser politischer Nachhaltigkeit

Günterstal landscape with mountains
Zuwachs­fä­hi­ger Ver­dich­tungs­raum oder so

Der stell­ver­tre­ten­de Minis­ter­prä­si­dent von Baden-Würt­tem­berg, Lan­des­chef unse­res Lieb­lings­ko­ali­ti­ons­part­ners SPD und Finanz- und Wirt­schafts­mi­nis­ter, Dr. Nils Schmid, hat ja bekann­ter­ma­ßen kurz vor sei­nem fünf­wö­chi­gen Urlaub noch ein Inter­view gege­ben, in dem wohl unter ande­rem der Satz gefal­len sein muss, dass dann halt im Schwarz­wald mal ein Tal zuwach­se. Sel­ten war danach so gro­ße Einig­keit zwi­schen Grü­nen und Bau­ern­ver­bän­den, Natur­schutz­lob­by und CDU.

Mein ers­ter Gedan­ke, als ich im Urlaub davon las, war so etwas wie „typisch Sozi­al­de­mo­kra­tie“: länd­li­cher Raum, Agrar­po­li­tik, Natur­schutz, Umwelt – alles nicht so wich­tig wie Bil­dung (da besteht ja noch eine gewis­se Einig­keit) und Beton (in dem Arti­kel oben: Schwer­punkt in der „ver­kehr­li­chen Infra­struk­tur“). Und das in einem Land, das ger­ne als „Länd­le“ titu­liert wird, in dem zwar fak­tisch nur ein Drit­tel der Bevöl­ke­rung im hier­zu­lan­de star­ken länd­li­chen Raum wohnt, in dem sich aber etwa zwei Drit­tel mit dem länd­li­chen Raum iden­ti­fi­zie­ren. Je nach Stand­punkt ein kla­res Eigen­tor oder ein kla­rer Bei­trag zur Pro­fil­bil­dung – der SPD schei­nen gro­ße Tei­le des Lan­des nicht so wich­tig zu sein, ganz egal, ob da Wäh­le­rIn­nen wohn­ten oder nicht.

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Drei Komponenten grüner Hochschul- und Forschungspolitik

Concrete meets light

Seit eini­gen Jah­ren beschäf­ti­ge ich mich ehren­amt­lich und inzwi­schen auch beruf­lich mit grü­ner Hoch­schul- und For­schungs­po­li­tik. Hoch­schul- und For­schungs­po­li­tik ist dabei eines die­ser mit­tel­gro­ßen Poli­tik­fel­der, das oft als weni­ger wich­tig ange­se­hen wird. Wer etwas auf sich hält, macht Außen­po­li­tik, oder Wirt­schafts­po­li­tik, oder doch zumin­dest Innen­po­li­tik. Oder eben Öko­lo­gie. Aber Hoch­schul­po­li­tik? For­schungs­po­li­tik gar? Was soll denn dar­an grün sein?

Das jeden­falls ist eine Hal­tung, die einem manch­mal ent­ge­gen­schlägt, bei ent­spre­chen­den Anträ­gen, auf der Suche nach Zeit­fens­ter oder Res­sour­cen in der Par­tei. Hoch­schu­le? Klar sind Stu­die­ren­de eine wich­ti­ge Wäh­le­rIn­nen-Grup­pe, aber die zwei Mil­lio­nen allei­ne machen den Kohl auch nicht fett. Und der Mit­tel­bau wählt uns doch sowie­so wegen der gro­ßen Poli­tik­fel­der. So oder ähn­lich wird dann ger­ne mal argumentiert.

Und dann bleibt es zunächst ein­mal eine offe­ne Fra­ge, ob es den tat­säch­lich sowas wie eine grü­ne Hoch­schul- oder For­schungs­po­li­tik sui gene­ris gibt. Oder ob es sich dabei nicht ein­fach um eine Mischung aus den gera­de übli­chen Mode­trends und All­ge­mein­plät­zen und aus Kli­en­tel­po­li­tik für Stu­die­ren­de bzw. Aka­de­mi­ke­rIn­nen han­delt. Oder um ein doch stark tech­no­kra­ti­sches Feld, in dem Poli­tik eigent­lich gar nicht stattfindet.

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Kurz: Kartoffelernte vom Balkon

Kar­tof­feln, die etwas lie­gen­blei­ben, fan­gen bekann­ter­ma­ßen an zu kei­men. Vor eini­ger Zeit hat­ten wir eine beim bes­ten Wil­len nicht mehr ver­zehr­fä­hi­ge Kar­tof­fel. Die haben wir auf Z.s Wunsch dann auf dem Bal­kon in einem gro­ßen Blu­men­topf  ein­ge­pflanzt. Seit ein paar Tagen fing die Kar­tof­fel­pflan­ze, die sich dar­aus ent­wi­ckelt hat­te, zu ver­dor­ren an.

Heu­te haben wir dann Kar­tof­feln geern­tet – eine gan­ze Por­ti­on, deut­lich mehr als die erwar­te­ten Pup­pen­kartöf­fel­chen. Z. hat sich gefreut – und ich auch:

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