Science Fiction und Fantasy im Februar 2026

Landtag at night, Stuttgart

Im Febru­ar bin ich lei­der kaum dazu gekom­men, Sci­ence Fic­tion und Fan­ta­sy zu, hm, kon­su­mie­ren. Als Ablen­kung von Wahl­kampf etc. dien­te dann eher Wordfeud. 

Was ich gele­sen habe, ist Charles Stross Abschluss der Laun­dry-Files-Serie im Buch The Regi­ci­de Report (2026). Das Buch bil­det einen gelun­ge­nen Abschluss die­ser Hor­ror-als-ange­wand­te-Mathe­ma­tik-Büro­kra­tie-Come­dy-Rei­he, und ist erfolg­reich dar­in, ein paar lose Enden zu ver­knüp­fen. Wir dür­fen – im Eng­land des Jah­res 2015 oder so – noch ein­mal einen Blick auf Bob / The Eater of Souls und Mo wer­fen. Über allem schwebt schon das „New Manage­ment“ des Pre­mier­mi­nis­ters Fabi­an Ever­y­man, Ava­tar Nyarlat­ho­teps, zu des­sen Regie­rungs­stil Hin­rich­tun­gen und Men­schen­op­fer gehö­ren. Bob und Mo müs­sen sich jeweils in neu­en Rol­len im Seni­or Manage­ment der Laun­dry zurecht­fin­den – Mee­tings, Public-Rela­ti­ons-Auf­trit­te vor ungläu­bi­gen Tei­len der Bevöl­ke­rung („magic is real“) – und wer­den dann einer Ein­satz­grup­pe zuge­ord­net, die einen geplan­ten Anschlag auf die Queen ver­hin­dern soll. Queen Eliza­beth ist allein durch ihre Rol­le und lan­ge Regie­rungs­zeit ein extre­mer Kon­zen­tra­ti­ons­punkt von Mana. Und das weckt Begier­den. So taucht etwa ein gewis­ser Dr. Phi­bes auf (und setzt die Tra­di­ti­on der fil­mi­schen bzw. lite­ra­ri­schen Vor­la­gen für die ein­zel­nen Laun­dry-Bücher fort). Wer die Rei­he nicht kennt, wird mit dem Regi­ci­de Report wenig anfan­gen kön­nen. Für alle ande­ren: unbe­dingt lesens­wert. Danach schläft man ruhiger. 

Gele­sen habe ich zudem Hope­land von Ian McDo­nald, da bin ich aber noch dran – eine Rezen­si­on folgt, wenn ich durch bin.

Ange­schaut habe ich wei­te­re Fol­gen von Star Trek: Star­fleet Aca­de­my (Para­mount+), genau­er gesagt: die Fol­gen 6 bis 8 der aktu­ell lau­fen­den ers­ten Staf­fel. Und, wow – was als High­school-Film im Welt­raum begon­nen hat, gewinnt jetzt doch eini­ges an Sub­stanz und Tie­fe. Eine Exkur­si­on zu einem Raum­schiff-Wrack, die als Übung gedacht ist, wird schnell zu bit­te­rer Rea­li­tät. Und die Trau­ma­ta, die sich da ent­wi­ckeln, sind in der nächs­ten Fol­ge nicht ein­fach weg­ge­wischt, son­dern zie­hen sich durch und ver­än­dern die Cha­rak­te­re. Wie dies geschieht, dazu will ich hier gar nicht mehr ver­ra­ten – nur der Hin­weis, dass so viel Cha­rak­ter­ent­wick­lung bei Star Trek sel­ten war; weit weg von „jede Woche ein neu­es Aben­teu­er auf einem neu­en Pla­ne­ten“. Umso bes­ser, dass das Zusam­men­wach­sen unse­rer Haupt­per­so­nen, der Umgang mit tief sit­zen­den Ver­let­zun­gen und ver­stö­ren­den Erleb­nis­sen hier so viel Raum einnimmt. 

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