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Kurz von der Social Media Consumption Messe

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Vielleicht war es dieser Moment, als unter dem Logo von Daimler über Marx und die kritische Netzbewegung diskutiert wurde. Oder eines der Gespräche am Rand der Konferenz. Jedenfalls hat diese Schizophrenie – gesponserte Kapitalismuskritik, das Klassentreffen der BloggerInnen und die gleichzeitig stattfindende Marketingmesse der Social Media ManagerInnen, freies Netz featuring Windows 8 – etwas mit dem Unwohlsein zu tun, das meinen re:publica-Besuch begleitet. Die Welt kommt nach Berlin, und mit der richtigen Mischung aus Startup-Funding, Rant und Revolution klappt das schon, ist die latente Botschaft hinter der hell ins Licht strebenden Inszenierung.

Seid optimistisch! Lernt Euphorie! Lebt das Projekt! Gründet Guru-Gemeinden!

Nicht mein Ding. Meine allergische Reaktion ist Missmut und eine gesteigerte Sensibilität. Entsprechend motzig ist bisher meine Twitter-Begleitung der Konferenz ausgefallen. Das ist nicht persönlich gemeint. Mir fehlt einfach das, was ich an sozialen Medien mag: Die Leichtigkeit der Kommunikation. Das Zusammenbringen unterschiedlicher Sphären. Medienproduktion als Austausch und Feedback-Zirkel. Statt dessen: Passiver Konsum. Auf Berieselung ausgerichtete Formate. Kennenlernen nur der schon Bekannten. Selbstbestätigung der Gemeinde statt produktiver Provokation, aus der Neues entsteht. Mir fehlt da was.

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Warum ich nicht zum Linkentreffen fahre

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Morgen findet der zweite Kongress von grün.links.denken statt. Beim letzten war ich, und war durchaus angetan. Beim diesjährigen kann ich leider nicht in Berlin dabei sein, weil morgen in Heidelberg die Veranstaltung zu grüner Forschungspolitik zwischen Freiheit und Verantwortung der LAG Hochschule BaWü stattfindet (Programm hier).

Da musste ich mich zwischen zwei spannenden Veranstaltungen entscheiden, und habe mich für Heidelberg (und gegen Berlin, und gegen urban gardening im Rieselfeld) entschieden.

Auch Jörg Rupp fährt nicht zum Linkentreffen. Ich finde es schade, dass er das damit begründet, was ihm alles an grün.links.denken nicht gefällt. Ich selbst erlebe grün.links.denken als stärker inhaltlich akzentuierte, stärker als Ideenwerkstatt und Diskussionsort ausgeformte Ergänzung im linken Spektrum meiner Partei, offener und weniger als Hinterzimmergeklüngel gestaltet als andere Ausformungen dieses Flügels. Ich finde es genau deshalb wichtig, dass es grün.links.denken gibt.

P.S.: Ich würde beim grün.links.denken-Kongress auch nicht von dem »Linkentreffen« sprechen.

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Photo of the week: Happy, it says

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Happy, it says

 
Eigentlich wollte ich ja jetzt nicht schon wieder eines der in Berlin aufgenommenen Fotos posten. Aber erstens bin ich noch nicht dazu gekommen, die anderen auf den Rechner zu kopieren und zu bearbeiten, und zweitens passt das hier doch sehr schön, nachdem der Artikel zu Johannes Ponader, Arbeit und Grundeinkommen – für mich ziemlich überraschend – eine für dieses Blog extrem weite Verbreitung gefunden hat, und innerhalb von drei Tagen mehr als 3000 mal aufgerufen wurde. CARTA hat den Text übernommen und hat wohl bis dato eine ähnlich große Leserschaft erreicht. Freut mich sehr, und ich hoffe, auch über den Tag hinaus (Blogzugriffe auf neue Artikel haben eine Halbwertszeit von ungefähr einem Tag – 1600 Aufrufe, 800 Aufrufe, 400 Aufrufe …) damit die eine oder andere Denkanregung gegeben zu haben. Manchmal lohnt es sich doch, sich hinzusetzen und den im Kopf rumspukenden Rant runterzuschreiben.

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Photo of the week: Nightly reflection

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Nightly reflection

 
Zur Mitte des Jahres 2012 mal eine kurze Leistungsbilanz. Nach offizieller WordPress-Statistik wurde mein Blog in den letzten sechs Monaten so oft angeschaut (»views«):

Januar 2012 2439 78,7 pro Tag
Februar 2012 6114 210,8 pro Tag
März 2012 4636 149,5 pro Tag
April 2012 4129 137,6 pro Tag
Mai 2012 3949 127,4 pro Tag
Juni 2012 3461 115,4 pro Tag

Im Schnitt sind das 4121 Views pro Monat im ersten Halbjahr 2012. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es 4326 Views pro Monat (mit einem massiven Peak zur Landtagswahl 2011). Im zweiten Halbjahr 2011 sank diese Zahl dann massiv auf durchschnittlich 2261 Views pro Monat – das hat auch einiges mit dem Reinkommen in meinen neuen Job zu tun. Insofern finde ich die Zahlen für das erste Halbjahr 2012 durchaus erfreulich – und danke allen, die mitlesend, kommentierend oder auch flatternd zum Gelingen dieses Hobbys beitragen.

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Photo of the week: Pink pipe II

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Pink pipe II

 
Ihr habt gesprochen: Aus meinem kleinen Set Berlinfotos wurde dieses hier in den letzten Tagen am häufigsten angeklickt. So sah’s vor zwei Wochen in Berlin aus, und so sieht’s da, wie ich gestern feststellen konnte, eigentlich immer noch aus. Aufgefallen ist mir übrigens nicht nur der Häuserkampf an der Spree (auf der Rückseite dieses Gebäudes steht groß »Stopp Mediaspree!« oder so), sondern auch die gefühlt deutliche Zunahme des Fahrradverkehrs. Ob’s an den legendär häufigen S-Bahn-Pannen liegt?

P.S.: Diese komischen rosa Rohre dienen übrigens, wenn ich richtig informiert bin, dem Grundwassermanagement für diverse Baugruben.

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