Kurz: Ungeliebte Chatbots

Einer der Neben­ef­fek­te der Zeit der gro­ßen Sprach­mo­del­le sind Chat­bots als Erst­kon­takt bzw. Ersatz für Kund*innen-Kontakt. Zumin­dest in mei­ner erwei­ter­ten Bubble kom­men die­se nicht so gut an:

Screen­shot einer Umfra­ge auf Mastodon.

Nur drei Pro­zent der Teilnehmer*innen an der Umfra­ge nut­zen Chat­bots ger­ne. Sechs Pro­zent wür­den sie ger­ne nut­zen, wenn sie bes­ser funk­tio­nie­ren wür­den, der Rest nutzt sie wider­wil­lig (16 Pro­zent) oder ver­sucht, die Nut­zung zu ver­mei­den (75 Prozent). 

Das fin­de ich durch­aus erstaun­lich für etwas, das gefühlt jede Behör­de und jedes Unter­neh­men „haben muss“. Klar, aus der Sicht der Orga­ni­sa­ti­on spart so ein „nied­rig­schwel­li­ger“ Chat Per­so­nal. Trotz­dem klingt das so, als wäre eine gut gepfleg­te Website/FAQ und ein E‑Mail-Kon­takt (und ggf. eine Tele­fon­num­mer) viel ziel­füh­ren­der als ein Bot-pop-up.

Ich wür­de ger­ne wis­sen, ob die­se Wahr­neh­mung empi­risch bestä­tigt wird, sprich, ob es Unter­su­chun­gen dazu gibt, was zu höhe­rer Kund*innen-Zufriedenheit führt. Hin­wei­se dazu ger­ne im Kommentarfeld.

Projekte und die Mitte

No. Five is alive II

Man kann sich auch auf Mast­o­don wun­der­bar in die Haa­re krie­gen. Und manch­mal ist das sogar pro­duk­tiv. Bei­spiels­wei­se ist das Ergeb­nis einer sol­chen Pos­ting-Schlacht ges­tern, dass ich seit­dem dar­über nach­den­ke, wie das mit Pro­jek­ten und der Mit­te ist, und ob der Main­stream sich umlei­ten lässt.

Ober­fläch­lich ging’s in der Debat­te um sozia­le Netz­wer­ke. Unab­hän­gig davon kann ich dazu emp­feh­len, was Dejan Miha­j­lo­vić heu­te mor­gen zu sozia­len Netz­wer­ken zwi­schen Demo­kra­tie und Dienst­leis­tung geschrie­ben hat. Das hat aller­dings nur tan­gen­ti­al mit dem zu tun, um was es mir geht. Näm­lich um die Fra­ge, wie im wei­tes­ten Sin­ne „lin­ke“ Netz­werk­pro­jek­te mit Inklu­si­on und Exklu­si­on umge­hen. Und die­se Fra­ge geht weit über sozia­le Netz­wer­ke und Open-Source-Digi­tal­pro­jek­te hinaus.

Mir scheint es hier zwei Her­an­ge­hens­wei­sen zu geben, die – zumin­dest in ihren Extre­men gedacht – nicht, zumin­dest nur schlecht mit­ein­an­der zu ver­ein­ba­ren sind. Und ich bin mir nicht sicher, ob allen immer klar ist, in wel­chem die­ser Modi sie gera­de unter­wegs sind. „Pro­jek­te und die Mit­te“ wei­ter­le­sen