Kurz: Das Ende ist nah?

Nein, ich rede nicht vom IPCC-Bericht und auch nicht von der Pan­de­mie, son­dern davon, dass Elon Musk heu­te ange­kün­digt hat, die Mehr­heit an Twit­ter über­neh­men zu wol­len. Es gibt unter­schied­li­che Ein­schät­zun­gen dazu, ob das ernst gemeint ist oder ob es ihm dar­um geht, über in Reak­ti­on auf sei­ne Ankün­di­gung erfol­gen­de Akti­en­käu­fe viel Geld zu machen. 

Die Ankün­di­gung macht auf jeden Fall eines deut­lich: Twit­ter als für mich extrem wich­ti­ger qua­si-öffent­li­cher Dis­kus­si­ons­raum steht auf dün­nem Eis. Das sind nicht nur die immer mal wie­der vor­kom­men­den Rede­signs, Wer­bung, tech­ni­schen Neue­run­gen usw. (nein, ich will kei­ne Start­sei­te, dan­ke, mei­ne chro­no­lo­gi­sche Time­line ist mir lieb und teu­er), son­dern auch das schlich­te Wis­sen dar­um, dass die­ser kom­mu­ni­ka­ti­ve Raum eben ein pri­va­ter Raum ist, der einer Akti­en­ge­sell­schaft gehört, die durch­aus das Inter­es­se hat, damit einen Gewinn zu erzie­len. Und die damit tun und las­sen kann, was sie will. 

Als Reak­ti­on dar­auf habe ich des­we­gen zumin­dest mal @_tillwe_@mastodon.social regis­triert und eine App damit beauf­tragt, dort mei­ne Twit­ter-Bei­trä­ge zu spie­geln. Ich pla­ne aktu­ell nicht, wirk­lich aktiv auf Mastodon/im Fedi­ver­se zu wer­den, auch wenn ich das im Grund­satz sinn­voll fin­de. Noch ist mei­ne gut kura­tier­te Time­line auf Twit­ter „mein Ort“ im Netz. Soll­te es not­wen­dig sein, zu wech­seln, weiß ich zumin­dest, wohin.

Photo of the week: More tulip

More tulip

 
Nach Schnee­glöck­chen und Schlüs­sel­blu­men, Oster­glo­cken und Perl­blüm­chen (und natür­lich: den Obst­bäu­men) sind jetzt die Tul­pen dran, die hier und da im Gar­ten wach­sen. Freue mich am orga­ni­schen Cha­os, und selbst ver­blü­hend machen sie – hier ein Vasen­ex­em­plar – noch einen guten Eindruck.

Photo of the week: View from the Schönberg – XVI

View from the Schönberg - XVI

 
Im Febru­ar (dau­er­te etwas, bis ich zum Sor­tie­ren der Fotos kam) habe ich bei stür­mi­schem Wet­ter einen Aus­flug auf den Schön­berg ober­halb von Frei­burg-St. Geor­gen gemacht. Von dort sieht Frei­burg ziem­lich nach Sied­lungs­brei aus, gleich­zei­tig schön zu sehen, wie vie­le Häu­ser Solar­an­la­gen auf dem Dach haben. Und die Ber­ge! Mehr Fotos aus die­ser Rei­he auf Flickr.

Kurz: Keine Zeit für Scherze

Irgend­wie erle­ben wir so etwas wie eine April­scherz­däm­me­rung; die mehr­fa­che Kri­se, in der wir uns befin­den, ist für die­se Art des Humors, die mit Wahr­hei­ten spielt und unglaub­wür­di­ges glaub­wür­dig erschei­nen lässt, nicht so rich­tig gut geeig­net. Wenn jeden Tag Din­ge berich­tet wer­den, die viel­leicht nicht stim­men, oder die stim­men, aber die vor weni­gen Jah­ren kaum jemand geglaubt hät­te, dann passt der April­scherz nicht. Es gab ges­tern trotz­dem den einen oder ande­ren Ver­such, ins­be­son­de­re von insti­tu­tio­nel­len Accounts (eine M100-ÖPNV-Linie statt der Auto­bahn A100, BVG; ein Kon­zern, der sei­ne Sala­mi-Piz­za angeb­lich auf vegan umstellt, …). War aber alles eher halb­her­zig und nicht wirk­lich lus­tig. Und auf der ande­ren Sei­te kamen dann Mel­dun­gen (die re:publica die­ses Jahr vege­ta­risch), die auf den ers­ten Blick wie April­scher­ze wirk­ten, aber kei­ne waren. 

Mein Ver­such eines Meta-April­scher­zes – ges­tern, am 1. April zu schrei­ben, dass April­scher­ze ver­bo­ten wor­den sind – half auch nicht wirk­lich weiter. 

Stim­mungs­la­ge also: Kei­ne Zeit für Scher­ze! Viel­leicht irgend­wann in der Zukunft mal wie­der. Oder viel­leicht endet die Tra­di­ti­on, an einem Tag im Jahr zu ver­su­chen, alle her­ein­zu­le­gen, auch, und wird in Ver­ges­sen­heit geraten.

Photo of the week: Flowering

Flowering

 
Einer mei­ner Lieb­lings­mo­men­te im Jah­res­ver­lauf ist das Blü­hen der Obst­bäu­me (und einer der Grün­de, war­um mir das Com­pu­ter­spiel Star­dew Val­ley gut gefällt, auch wenn ich aktu­ell gar nicht dazu kom­me, es zu spie­len, ist der dort sehr hüb­sche Wech­sel der Jah­res­zei­ten samt her­um­we­hen­den Blü­ten­blät­tern). Hier im Bild: Blü­ten an abge­schnit­te­nen Ästen eines Pflaumenbaumes.