So sieht das hier im Rieselfeld nachts aus. Unscheinbar, klotzig – nicht zu sehen sind die Tempo-30-Regelungen, die Solarpanels oben auf dem Glashaus, die Kinder- und Jugendmediathek, das ehrenamtliche Cafe, die Sozialberatung und der Bürgerverein, die innen drin stecken, die Carsharing-Autos vor der Tür, die Straßenbahnanbindung, die Vielfalt der Herkünfte und Hintergründe der Stadtteil-BewohnerInnen, die Grünflächen samt Picknickdecken und urbanem Garten, der Neunaugenbach, die Spielplätze und der nahe Wald mit seinen Waldkindergärten und den Mundenhof. Und so ein bisschen Stadt haben wir auch. All das halt, was das Rieselfeld zu einem besonderen Stadtteil macht. So können Fotos täuschen.
Grüne: Zerreißprobe – Zeit für Zusammenhalt

Foto: Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg, CC-BY-SA
Die Landesdelegiertenkonferenz der bayerischen Grünen hat sich gestern extrem knapp gegen einen Antrag ausgesprochen, der das am Freitag im Bundesrat durchgewunkene „Asylpaket“ abgelehnt hätte. Andere posten Austrittserklärungen, wechseln Landesverbände (aus NRW nach Thüringen) oder erklären laut, nicht mehr Grün wählen zu wollen.
Gegenschnitt: Vor einer Woche, Landesdelegiertenkonferenz der baden-württembergischen Grünen, in der Presse als „Krönungsmesse“ bezeichnet: nach einer 75-minütigen Rede, die etwa zur Hälfte die Flüchtlingssituation und das Handeln der Landesregierung, aber in recht deutlicher Form auch die anstehende Zustimmung zum „Asylpaket“ behandelte, gibt es minutenlang Beifall für Ministerpräsident Winfried Kretschmann, kurz darauf wird er mit einem Traumergebnis von 97 Prozent als Spitzenkandidat für 2016 aufgestellt.
Im Bundesrat melden sich ungewöhnlich viele RegierungschefInnen zum TOP Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz zu Wort.
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Photo of the week: Mushrooms of Mooswald III
Statt Pilze zum Essen zu suchen, habe ich jetzt mehrfach Fotosafaris durch den Mooswald gemacht, und festgestellt, dass bei näherem Hinsehen doch eine ganz schön große Zahl unterschiedlicher Pilze zu finden sind. Der Tintenfischpilz, den ich letztes Jahr gesehen, aber nicht fotografiert habe, ist mir zwar noch nicht wieder begegnet, aber dafür – tja, wenn ich mich jetzt mit Pilzen auskennen würde, könnte ich sagen, welche. So kann ich nur auf meine diesbezügliche Fotosammlung verweisen (weitere hier).
Wer mir zu dem einen oder anderen Pilz dazuschreiben möchte, was das ist, darf das gerne, auch gerne direkt bei Flickr, tun. Besonders eindrucksvoll fand ich den hier in den Bildern „I“ und „II“ zu sehenden Pilz: handtellergroß, erinnerte irgendwie an Ohren.
P.S.: Eigentlich müsste Google oder Flickr doch bald soweit sein, ein Tool zu haben, das nicht einfach nur „animal“, „outdoor“ oder „tower“ erkennt, sondern Hinweise zur taxonomischen Bestimmungen geben könnte …
Kurz: Digitaler Wandel als Chance für Teilen und Tauschen
Was ich ja sehr gespannt beobachte, ist der Wettbewerb ShareBW, bei dem – noch eine Woche lang, bis 19.10.2015 – die besten Ideen gesucht werden, um mit Hilfe der Digitalisierung Tauschen und Teilen („Share Economy“) zu erleichtern, und so nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit in Stadt und Land voranbringen. Oder, in der Sprache der Ausschreibung: ungehobene Digitalisierungspotenziale fördern. Der vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium ausgelobte Ideenwettbewerb ist mit einem Preisgeld von bis zu 180.000 € versehen, das dazu genutzt werden soll, die prämierten Ideen innerhalb der nächsten Monate zu realisieren. Mitmachen können Privatpersonen, Vereine, Unternehmen und Kommunen. Einzige Voraussetzung: Wohn- bzw. Geschäftssitz Baden-Württemberg.
Ich finde diesen Wettbewerb aus zwei Gründen sehr spannend. Hier berühren sich zwei Welten, die sonst nicht unbedingt viel miteinander zu tun haben – Menschen und Projekte, die „irgendwas mit Medien“ machen, IT-Startups, etc., auf der einen Seite, und auf der anderen Seite Umweltbewegte, lokal Engagierte, NachhaltigkeitsfreundInnen. Die These – und das Risiko hinter dem Wettbewerb – ist es, dass in der Schnittmenge dieser beiden Bereiche Neues entstehen kann. Innovationen, die zur Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs beitragen können. Wenn längst klar wäre, was die zentralen Projekte in dieser Schnittmenge sind, wäre der Wettbewerb langweilig. So aber fordert er dazu auf, Neues zu denken und dann auch tatsächlich umzusetzen – jenseits der üblichen Muster wissenschaftlicher Drittmittelprojekte und Businessplan-Pitches.
Ob das gelingt? Das wird nach dem 19.10. klar werden. Bis dahin gilt die Aufforderung, dass alle, die Ideen haben, die in diesen Bereich fallen, und die auf drei bis sechs Seiten konkretisiert werden können, unbedingt mitmachen sollten.



