Auch wenn dieser März immer wieder durch Schneefälle und eisige Temperaturen überrascht: Es ist heller geworden, Frühling liegt in der Luft, und wenn die Sonne scheint, ist es doch vorstellbar, dass der Winter jetzt allmählich mal zu Ende sein könnte. In diesem Sinne noch alles Gute zur gestrigen Tag-und-Nacht-Gleiche!
Kurz: Kaffee im eigenen Becher
Ich hatte hier vor einiger Zeit mal geschrieben, dass ich statt Kaffee morgens Tee in der Thermoskanne zum Pendeln mitnehme, um der Einwegbecherproblematik zu entgehen (Tee, weil der im Halbschlaf kurz vor Aufbruch zuzubereiten ist). Inzwischen bin ich doch wieder beim Kaffee gelandet – überwiegend im Mehrwegbecher. Den hatte ich mal von meinen Eltern zu Weihnachten geschenkt bekommen, im Schrank verstaut, und jetzt nach längerer Zeit wieder rausgekramt.
Was hat sich geändert? Den Anstoß, das mit dem Mehrwegbecher mal auszuprobieren, hat für mich der Aufkleber „Eigenen Becher mitbringen – gerne“ (sinngemäß) an der Scheibe des Backwarenimbiss am Bahnhof gegeben. Und der klebt da, weil sich das allgemeine politische Klima in dieser Sache verschoben hat. Einmal ausprobiert, zeigte sich: das geht ganz gut. Der Becher hat einen Deckel, der verhindert das Auslaufen von Milchkaffeeresten in die Tasche; mein Büro verfügt über ein Waschbecken – das Ausspülen ist also auch kein Problem, wenn ich’s nicht vergesse.
Manchmal habe ich den Mehrwegbecher nicht dabei; manchmal auch bewusst, weil es organisatorisch nicht passt, oder ich das zumindest glaube, oder denke, dass die Bechermitnahme umständlich wäre. Aber im Regelfall trinke ich den Mitnahmekaffee fürs Sonnenaufgangsfrühstück im Zug inzwischen aus meinem eigenen Becher statt aus Papier.
Photo of the week: Alte Parteischule, Erfurt (GDR, 1969)
Letzte Woche bin ich nicht zum Foto der Woche gekommen, und jetzt ist es auch schon wieder Dienstag – aber dafür gibt’s zwei Fotos der Woche (wer sie größer sehen will, anklicken und zu Flickr) gehen, die ich am Wochenende aufgenommen habe, als in Erfurt zum Thema Onlinebeteiligung vorgetragen habe. Zu sehen ist die Alte Parteischule („Rotes Kloster“) – einst Ort der DDR-Indoktrination, heute, wenn ich das richtig verstanden habe, eine Mischung aus Veranstaltungsort, Gästehaus, Platz für Techno-Parties und Billard-Clubs usw.
Nicht nur der hier gezeigte Bereich über dem Foyer mit Strukturtapete, 1960er-Jahre-Kronleuchtern und Wandgemälde, auch die Hörsäle wirkten noch weitgehend original, inklusive verschließener Bezüge auf den Holz-Klappsitzen und inklusive der Elektroinstallation … Historisch jedenfalls, und ein bisschen gruselig.
Kurz: Netzbeteiligungsgeschichte
Kurzer Hinweis, dass ich heute bei der schnuckelig kleinen #evotecon18 in Erfurt über den Virtuellen Parteitag (der im Jahr 2000 stattfand und 2001 das Thema meiner Magisterarbeit war) und Online-/Offline-Beteiligung bei Bündnis 90/Die Grünen vorgetragen habe. Die Folien können auf SlideShare angeschaut werden, wenn ich dazu komme, schreibe ich auch noch ein bisschen ausführlicher etwas dazu.
Photo of the week: And suddenly, snow XIV
Schnee liegt hier zwar keiner mehr, nachdem es ein oder zwei Tage im Februar noch einmal welchen hatte, aber eisig kalt (und sternklar) ist es. Und das alles wegen der Polarluft und den Temperaturanomalien rund um den Nordpol.




