Heute ist Wintersonnenwende, also der eigentliche, kalendarische Winteranfang. Nach Rauhreif, Nebel und Minustemperaturen hat es jetzt wieder +10 °C, gerne mit Regen. Also die üblichen Weihnachten im Matsch. Immerhin wird es jetzt langsam wieder heller, die Tage ganz allmählich wieder länger. Ein Grund zum Feiern, und deswegen schon jetzt: Alles Gute für die kommenden Feiertage!
Tourist in der eigenen Stadt
Ich hatte diese Woche Urlaub, eigentlich eher aus familienarbeitslogistischen Gründen. Das hat zum einen dazu geführt, dass ich ständig mit dem Fotoapparat rumgelaufen bin. Wer mir auf Flickr folgt, wird’s gemerkt haben. Zum anderen hatte ich die Muße, heute morgen – spontan, angesichts eines extremen Wetterkontrasts zwischen dem nebelig-frostig-weißen Rieselfeld und Sonne in der Innenstadt – mal Tourist in Freiburg zu spielen. Natürlich mit dem Fotoapparat in der Hand.
Und habe dann gemacht, was TouristInnen so machen: Über Fischerau und Gerberau auf den Schloßberg hoch, über den Stadtgarten durch die Altstadt bis zum Münstermarkt, und dann noch einen kurzen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt. Und dann bin ich aus der Stadt mit ihren Sonnenflecken (was mich dran erinnert, dass ich unbedingt noch was längeres über die MERIAN-Schlagzeile „Stadt im Glück“ schreiben muss, aber dazu sollte ich das Heft mal lesen) wieder zurück ins Rieselfeld gefahren. In die Nebelwand hinein, in eine Puderzucker-Welt. Kein Schnee, aber den ganzen Tag über Raureif und Frost auf allen denkbaren Oberflächen. Insbesondere die Straßenbäume sahen regelrecht verzaubert aus.
Wer sich das selbst ansehen will, kann das unter dem Tag „Tourist in der eigenen Stadt“ (chronologisch rückwärts) auf meinem Flickr-Account tun. Oder hier einige typische touristische Highlights bewundern:
Warum blogge ich das? Na, aus dem Urlaub muss ja gebloggt werden, oder?
Photo of the week: Vineyard IX
Quasi das Gegenstück zum letzten Foto der Woche: Das ist von der Stadtbahnbrücke aus Richtung Schönberg aufgenommen worden, dieses hier ist auf dem Schönberg entstanden, mit Blick in die Stadt (und auf die Roßkopf-Windräder). Etwa im ersten Drittel des Bildes sind die Bahnhofshochhäuser Freiburgs zu sehen.
Kleine Anekdote hierzu noch: Ich hatte schon seit einigen Wochen vor, mal einen Ausflug zum Schönberg zu machen, und habe das dann immer wieder vor mir hergeschoben. Letzten Samstag – kinderfrei und ohne Parteitermin – ist es mir dann endlich gelungen, eigentlich liegt er vom Rieselfeld aus ja auch ganz nah mit dem Rad. Kaum war ich beim Schönberg angelangt, fing’s dann recht heftig an zu regnen. Umdrehen oder weitergehen? Ich bin den Berg hoch spaziert – und wurde von einem fantastischen Regenbogen belohnt. Wer ganz genau hinschaut, sieht auf einem der Bilder sogar einen hoffnungsfrohen Doppelregenbogen. (Dass die Temperaturen in den letzten Tagen dann auf 3–6 °C gesunken sind, ist eine andere Geschichte).
Photo of the week: Mount Doom
Harmlose Hausberge (das hier müsste der Schönberg sein, wenn ich mich nicht irre, und es der Lorettoberg ist) können, richtig schlechtes Wetter vorausgesetzt, dramatische Züge annehmen. Und verdeutlichen, wie klein irdische Hügel Wolkenbergen gegenüber sind. So ist das. Und ausnahmsweise steckt mal keine politische Allegorie im Bild. Es sei denn, ich habe eine übersehen. Dann bitte ich um Nachricht, c/o Bundeskontrollbehörde für unangemessene Bedeutungszuweisungen.
Photo of the week: Late summer evening – Dreisam river VI
Es wird Herbst. Aber davor war Sommer. Natürlich fließt die Dreisam in allen Jahreszeiten durch Freiburg. Aber im Sommer ist sie nicht nur der Fluß neben dem Radschnellweg (und der Autobahn), sondern ein Ort, an dem Leben stattfindet. Die Stadt lebt am Fluß. Und der wird nach und nach renaturiert – die großen Steinblöcke hier im Bild gehören dazu.













