Einer der beiden großen Plätze im Freiburger Rieselfeld liegt fast direkt vor meiner Haustür – der Maria-von-Rudloff-Platz, auf dem das Glashaus (mit diversen kommunalen und bürgerschaftlichen) Einrichtungen und die ökumenische Maria-Magdalena-Kirche den Mittelpunkt des Stadtteils bilden. Zweimal in der Woche ist hier Markt. Eine Besonderheit des Maria-von-Rudloff-Platzes, die hier von oben schön zu sehen ist, ist die Tatsache, dass ein großer Teil des Platzes nicht gepflastert ist, sondern aus Sand besteht. Mit der dunstigen Vorfrühlingsluft zusammen fühlte sich der Platz zum Teil fast nach Mittelmeer-Anrainer an.
Photo of the week: Dietenbach-Niederungen I
Eigentlich müsste ich jetzt einen langen Blogpost über die Tagung zur „grünen Transformation“ schreiben, an der ich am Wochenende teilgenommen habe. War auf jeden Fall interessant und anregend, gerade in der Verbindung von eher wissenschaftlich-politischen Tagesordnungspunkten und einer ganzen Reihe von Beiträgen zur praktischen Ästhetik der Nachhaltigkeit. Aber erstens bin ich jetzt nach Tagung, Bahnfahrt und Geburtstagsnachfeier im Familienkreis heute nicht mehr so ganz textproduktionsfähig, zum anderen müssen sich die Eindrücke von der Tagung – mit Grünen und Nahestehenden v.a. aus Bayern, Österreich und der Schweiz – erst einmal setzen. Vielleicht schaffe ich es ja in den nächsten Tagen, der von einigen schon geäußerten Erwartungshaltung nachzukommen und was zu schreiben.
Ich habe zwar auch in Dietmarszell-Linden ein paar (Landschafts-)Fotos gemacht, die aber noch nicht sortiert. Auch das Bild stammt deswegen nicht von der Transformationstagung, sondern ist vor einer Woche beim Spaziergang im Rieselfeld, bzw. hier in den benachbarten Dietenbach-Niederungen, entstanden. Da hatte es so schönes Aprilwetter.
Photo of the week: Small waterfall II
Der kleine Wasserfall, hier in der Wintersonne in Bewegung erstarrt, findet sich am Übergang zum Opfinger See. Ein schönes Beispiel dafür, dass eine Form – eine „Gestalt“, um in den Tiefen meines Psychologiestudiums zu kramen – nicht darauf angewiesen ist, statisch zu sein. Das „alles fließt“ der Antike wird nirgends deutlicher als hier.
Photo of the week: Roof view V
Eigentlich hasse ich es, wenn zwischen zwei Fotos der Woche keine weiteren Blogbeiträge stehen – diese Woche hatte ich aber schlicht keine Zeit dazu gefunden. Neben Kinderkrams war vor allem das Landeshochschulgesetz daran nicht ganz unschuldig – am Dienstagabend haben wir als Landtagsfraktion GRÜNE gemeinsam mit der SPD vorgestellt, was sich aus Sicht der beiden Regierungsfraktionen am Gesetzentwurf noch ändern soll. Das stieß auf reges Interesse – und insbesondere beim Plan, den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (andernorts auch als Fachhochschulen bekannt) perspektivisch die Möglichkeit zu geben, in forschungsstarken, thematischen Zusammenschlüssen selbst promovieren zu können, gab es letzte Woche ja bekanntermaßen einige Aufregung. Dazu vielleicht bei Gelegenheit noch mehr.
Deswegen also nur ein Foto – vom Dach des Chemiehochhauses der Universität Freiburg, mit Blick auf den Freiburger Nordosten und einige Bauten des Institutsviertels.
Kurz: Umsteigefrei, aber trödelig
Dass es jetzt einmal am Tag wieder eine durchgehende Verbindung von Freiburg nach Stuttgart gibt, ist eigentlich eine tolle Sache. Bisher musste ich immer in Karlsruhe umsteigen. Das war meist kein Problem, weil ICE aus Freiburg und IC nach Stuttgart aufeinander abgestimmt sind, aber es heißt doch jedesmal: Sachen zusammensuchen, Mantel anziehen, von Gleis 2 zu Gleis 7/8/9 laufen, einen neuen Sitzplatz finden. Und manchmal klappt es mit dem Anschluss doch nicht.
Jetzt gibt es die durchgehende Verbindung, aber so richtig warm geworden bin ich damit noch nicht. Irgendwie fühlt es sich „trödelig“ an, den durchgehenden IC zu nehmen. Das hat etwas damit zu tun, dass dieser langsamer fährt und im Gegensatz zum ICE auch in Lahr hält. Wichtiger aber noch ist die schlechte Vertaktung mit dem ÖPNV. Bisher ist mein Standardzug der ICE um 6.23. Um den zu erreichen, muss ich im Rieselfeld um 5.59 eine Bahn nehmen, einmal umsteigen, und habe dann am Hauptbahnhof gerade noch Zeit, schnell einen Kaffee zu kaufen.
Der durchgehende IC fährt um 6.43 ab. Faktisch heißt das, dass ich – wenn ich nicht mehrfach zwischen Bus und Straßenbahn umsteigen will – dass ich im Rieselfeld um 5.59 in die Straßenbahn steige, nicht umsteige, am Hauptbahnhof den vorherigen ICE gerade noch abfahren sehe und dann fast 20 Minuten warten muss. Letztlich bin ich bei gleicher Startzeit an der Haustür 19 Minuten später in Stuttgart. Oder anders gesagt: Ich könnte auch eine halbe Stunde später als üblich im Rieselfeld los, würde den 6.52-ICE erwischen (der den IC in Lahr überholt) – und wäre genau so schnell in Stuttgart. Ob das bequeme Sitzenbleiben und die Chance, theoretisch ohne Unterbrechung im Zug arbeiten zu können, dies aufwiegen, muss ich noch sehen.




