Die besten und mir liebsten Tage des Frühlings gefeiert, jetzt wird es hier in Freiburg fast schon sommerlich warm.
Meine Ur-Ur-Großeltern, Teil II
Nachdem ich im ersten Teil meine Ur-Urgroßeltern väterlicherseits vorgestellt habe, geht es diesmal um die Ur-Urgroßeltern mütterlicherseits. Damit geht es jetzt weg von Leutkirch und Bopfingen im Süden nach Norddeutschland – an den Harz, Richtung Bremen und umzu sowie an die Ostseeküste, nach Grömitz.
Grasdorf (heute Teil von Holle), zwischen Hildesheim, Goslar und Salzgitter, Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende, SRTM | Kartendarstellung: © OpenTopoMap (CC-BY-SA)
Photo of the week: Ihringen V
Photo of the week: First bee I
Schön, wenn die Kinder das mit der Ökologie auch gut finden. (Und erst recht großartig, wenn heute 300.000 bei Fridays for Future in Deutschland auf die Straße gegangen sind – in Freiburg 5000 trotz Regen und Sturm -, weltweit in über 100 Ländern wohl ein paar Millionen: „Respect existance, or expect resistance“ …)
Meine Ur-Ur-Großeltern, Teil I
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit – neu aufgeflammt durch ein Geschichtsprojekt aus dem Unterricht meiner Tochter – mit dem, was sich Genealogie nennt. Vor etwa einem Jahr hatte ich einen kurzen Text zu Georg Mayerhoffer geschrieben. Die Idee, zu den unterschiedlichen Herkunftsfamilien und ‑zweigen etwas zu schreiben, geistert ebenso lange durch meinen Kopf. Aber einerseits ist das nicht ganz so einfach, weil das mathematisch schnell unangenehm viel wird (2^x), insbesondere wenn’s nicht um patriarchale Väter und Vorväter geht, von Heteronormativität gar nicht erst zu reden -, andererseits rückt die Beschäftigung mit den eigenen Vorfahren schnell in ein seltsam heimattümelndes Licht. Ich finde den Blick auf die eigenen Vorfahren gar nicht so sehr spannend im Sinne eines „seht, ich stamme ab von …“ (18 19, 20 Generationen zurück dann Augsburger Fugger und irgendwelche Adelsfamilien, die restlichen 2^20 = 524.288 Vorfahren, die nicht adelig waren, sind halt nicht mehr dokumentiert …), sondern letztlich als Brennglas auf (Sozial-)Geschichte und historische Lebenswelten.
Darüber zu schreiben, das hatte ich mir zwar vorgenommen, es aber bisher nicht in die Tat umgesetzt. Bis mir heute die Idee kam, nicht einzelne Familienzweige beschreiben zu wollen, sondern erst einmal mit einem Querschnitt anzufangen. Und auch nicht mit dem 15. Jahrhundert, sondern – weit genug weg, damit es nicht zu nah ist, aber nah genug, damit es nicht zu viele sind – mit meinem Ur-Ur-Großeltern. 16 Personen – das ist noch halbwegs überschaubar.
Als ersten Aufschlag gibt es also eine kleine Ahnenreihe aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ich fange in diesem Beitrag mit den vier Ur-Ur-Großelternpaaren väterlicherseits an, die im Allgäu bzw. in der Nähe des ostwürttembergischen Ipfs lebten.



