Photo of the week: Cat box

Cat box

 
Nein, es geht hier nicht um Kat­zen­klos. Und auch nicht um die Kis­ten aus Pap­pe, in die Kat­zen jeder Grö­ße sich ger­ne set­zen (unse­re bei­den machen das eher nicht). Dafür hat Miri eine gan­ze Rei­he Lieb­lings­plät­ze – oben auf Schrän­ken; im hohen Gras in einer Höh­le; oder eben hier, in einem klei­nen Regal auf der Ter­ras­se. Und weil Kat­zen bekannt­lich sehr viel schla­fen, dösen, chil­len, liegt sie da häu­fi­ger, im Wech­sel mit den ande­ren Lieblingsorten. 

Wahlprüfstein Natur- und Artenschutz

Ich kan­di­die­re ja in Gun­del­fin­gen für den Gemein­de­rat (Platz 8 unse­rer Lis­te, bis­her sind wir mit sechs Rät*innen ver­tre­ten). Der Gun­del­fin­ger BUND hat jetzt die Kandidat*innen aller Par­tei­en gebe­ten, per­sön­li­che Aus­sa­gen zum The­ma Natur- und Arten­schutz zu tref­fen. Mei­ne Ant­wort doku­men­tie­re ich auch ger­ne hier.

Von klein nach groß mei­ne per­sön­li­chen Prioritäten:

Natur­na­he Gär­ten, Bäu­me und arten­rei­che Grün­flä­chen und Kleinst­bio­to­pe im Ort – hier kann die Gemein­de ent­we­der selbst etwas tun, wenn es um die öko­lo­gi­sche Auf­wer­tung gemein­de­ei­ge­ner Flä­chen geht, oder durch För­de­rung und Infor­ma­ti­on Anrei­ze set­zen. Auch eine Baum­schutz­sat­zung wäre drin­gend ange­zeigt. Und der Gun­del­fin­ger Wald soll­te unbe­dingt erhal­ten, natur­nah bewirt­schaf­tet und durch öko­lo­gi­sche Schutz­zo­nen auf­ge­wer­tet werden. 

Flä­chen spa­ren: wir spre­chen uns dafür aus, kei­ne wei­te­ren Bau­ge­bie­te aus­zu­wei­sen und auch kei­ne neu­en Gewer­be­flä­chen. Für Näge­le­see-Nord gab es in einem Bür­ger­ent­scheid eine Mehr­heit. Wenn Näge­le­see-Nord gebaut wird, dann soll­te dies aus mei­ner Sicht mög­lichst vor­bild­lich gesche­hen – auto­frei, dicht und begrünt. Es sol­len kei­ne wei­te­ren Flä­chen außer­orts bebaut wer­den. Inner­orts geht es dar­um, klug Wohn­raum zu schaf­fen (und auch dar­um, das bestehen­de Gewer­be­ge­biet zu über­pla­nen, statt neue Gewer­be­flä­chen auszuweisen).

Kli­ma­schutz: Manch­mal ste­hen Kli­ma­schutz und Arten­schutz sich im Weg. Trotz­dem gilt auch hier: die Kli­ma­kri­se bedroht nicht nur das mensch­li­che Leben, son­dern eben­so Arten­viel­falt und bestehen­de Bio­to­pe. Des­we­gen ist Kli­ma­schutz für mich die Auf­ga­be unse­rer Zeit. Da, wo es Kon­flik­te gibt, muss sorg­sam abge­wo­gen wer­den. Plötz­lich die Lie­be zur Natur zu ent­de­cken, um Rad­we­ge, Stra­ßen­bah­nen oder Wind­rä­der zu ver­hin­dern – Bei­spie­le dafür gab es auch in unse­rem Ort in den letz­ten Jah­ren zu Genü­ge -, hal­te ich aller­dings für heuch­le­risch und in der Sum­me für zu kurz gesprungen.

Nordlichter!

Kurz nach 22 Uhr las ich ges­tern von ers­ten Bewun­de­run­gen in mei­nen Feeds. Der Blick in der Nord­him­mel ließ dann nur ganz schwach etwas erah­nen, einen dun­kel­ro­ten oder pur­pur­far­be­nen Schim­mer in der Nachthimmelfarbe.

Das änder­te sich, als ich das iPho­ne mit sei­ner tat­säch­lich her­vor­ra­gen­den Lang­zeit­be­lich­tung an die sel­be Stel­le schau­en ließ – da waren dann lila Fel­der zu sehen, und am Hori­zont mög­li­cher­wei­se auch schwach grü­ne. Nicht ganz so ein­drucks­voll wie das, was ande­re gese­hen hat­ten, aber immer­hin: der stärks­te Son­nen­sturm seit zwan­zig Jah­ren hat­te tat­säch­lich auch hier in der Frei­bur­ger Regi­on, also ganz im Süden der Repu­blik, noch eine sicht­ba­re Wirkung.

Ich bin dann noch ein paar Schrit­te raus­ge­gan­gen, um dunk­le­re Stel­len zu fin­den. Mit blo­ßem Auge wei­ter kaum bis gar nicht sicht­bar, im für eine Sekun­de belich­te­ten Han­dy­bild aber schön zu sehen.

Aurora borealis Aurora borealis Aurora borealis

 
P.S.: Ich lade mal den Akku der digi­ta­len Spie­gel­re­flex – falls da heu­te Abend noch­mal was zu sehen sein soll­te, dann mit Sta­tiv und DSLR statt frei­hän­dig mit dem Handy …

P.P.S.: Und natür­lich blieb die Nacht heu­te – zumin­dest hier im Süden der Repu­blik – schwarz.. Dafür gab es ein ESC-Design in Mal­mö, das immer wie­der an Nord­lich­ter erinnerte.

Photo of the week: Sky

Sky

 
Das Foto wur­de noch vor dem Win­ter­ein­bruch der letz­ten Tage auf­ge­nom­men, jetzt scheint es aber wie­der wär­mer zu wer­den – und da, wo die Obst­blü­ten saßen, die sich hier in Rich­tung Him­mel stre­cken, sind jetzt an den Obst­bäu­men im Gar­ten Frucht­an­sät­ze zu fin­den. Zum Glück schei­nen die­se die kal­ten Tage unbe­scha­det über­stan­den zu haben.

Kurz: 2500 Bücher

Viel­leicht ist es ein etwas quat­schi­ges Pro­jekt, aber irgend­wie dann doch cool: bei uns ste­hen ziem­lich vie­le Bücher rum – mei­ne, aber auch vie­le, die von mei­nen Eltern, teil­wei­se auch von mei­nen Groß­el­tern stam­men. Und die Fra­ge „Haben wir eigent­lich …?“ ließ sich nicht immer leicht beant­wor­ten. In den letz­ten zwei Wochen habe ich mit Hil­fe der App von Zote­ro, die Bar­codes scan­nen kann, hilfs­wei­se mit der Ein­ga­be der ISBN, 2500 Bücher erfasst und in eine für die Fami­li­en­mit­glie­der frei­ge­ge­be­ne Zote­ro-Grup­pe gepackt. Das sind noch längst nicht alle (z.B. steht da noch ein Bücher­schrank mit Büchern, die zumeist 50 bis 100 Jah­re alt sind, und die natür­lich noch kei­ne ISBN und erst recht kei­nen Bar­code haben), und auch die Samm­lung im Gäs­te­zim­mer ist noch nicht in der Datenbank.

Lear­nings: Bücher vor ca. 1970 – Wiki­pe­dia sagt: 1972 – haben kei­ne ISBN-Num­mern, und erst ab ca. 1980 tau­chen Bar­codes auf. Es gibt Ver­la­ge, die ISBN-Num­mern mehr­fach ver­ge­ben (Fre­vel!), und Bar­codes auf ame­ri­ka­ni­schen Sci­ence-Fic­tion-Taschen­bü­chern aus den 1990ern wer­den von Zote­ro nicht erkannt. Ansons­ten geht das alles recht rei­bungs­los. Bar­code­scan per Han­dy, teil­wei­se ein­fach „Buch raus­zie­hen, scan­nen, Buch wie­der rein­stel­len“. Die Ein­ga­be von ISBN (oder da, wo es kei­ne gibt, den Buch­da­ten) geht dage­gen am PC sehr viel schnel­ler als mobil. Und auch wenn Zote­ro gut ist, und in der Libra­ry of Con­gress und im Open­World­Cat nach biblio­gra­fi­schen Daten sucht, kommt manch­mal Mist raus. In sel­te­nen Fäl­len das völ­lig fal­sche Buch – und häu­fig nicht ganz kor­rek­te Anga­ben, die fal­sche Auf­la­ge, feh­len­de Umlau­te oder eine Zuord­nung der Autor*in als „con­tri­bu­tor“ statt als „aut­hor“. Aber: alles bes­ser als nichts. 

Auch gelernt: Joan Vin­ges World’s End hat­te ich dop­pelt. Was mir nicht bewusst war. Und in älte­ren Büchern steht oft kein Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum. Das ältes­te Buch, das mir unter die Fin­ger kam, war ein Pilz­be­stim­mungs­buch von 1890. Beson­ders cool: dank ISBN wur­de auch ein chi­ne­si­scher Rei­se­füh­rer (in chi­ne­sisch) und ein mir unkla­res Buch in kyril­li­scher Schrift kor­rekt in Zote­ro erfasst. Und: 2500 Bücher sind zwar vie­le, aber weit von den 70.000 des ver­stor­be­nen Arno-Schmidt-Fans aus dem Ruhr­ge­biet entfernt. 

Nächs­ter Schritt wäre mir dann mal die Plug­in-Archi­tek­tur von Zote­ro anzu­schau­en und zu gucken, ob sich damit noch irgend­was inter­es­san­tes anfan­gen las­sen könnte.