Photo of the week: Frosted forest VI

Frosted forest VI

 
So rich­tig vie­le rich­ti­ge Win­ter­ta­ge gab es die­ses Jahr nicht – das höchs­te der Gefüh­le waren fros­ti­ge Tem­pe­ra­tu­ren und wei­ßer Reif, der alles über­zog. Wenn dann, wie hier im Wald ober­halb von Wild­tal, die Son­ne ihren Weg durch die weiß behan­ge­nen Bäu­me sucht, ist’s dann doch mär­chen­haft winterlich. 

Kurz: Mehrgenerationenprojekt

Ich schrei­be ja nicht oft Leser­brie­fe, aber die­ser Kom­men­tar von BZ-Chef­re­dak­teur Tho­mas Fri­cker ärger­te mich. Des­we­gen habe ich was dazu geschrieben.

Vie­les an dem Kom­men­tie­rung stimmt: die Regie­rungs­be­tei­li­gung im Bund stellt Bünd­nis 90/Die Grü­nen vor neue Her­aus­for­de­run­gen, die Erwar­tun­gen sind groß, und dass es zwi­schen der Not­wen­dig­keit, Kom­pro­mis­se ein­zu­ge­hen, und dem Wunsch, an not­wen­di­gen Idea­len fest­zu­hal­ten, zu Kon­flik­ten kom­men wird, ist absehbar.

Geär­gert habe ich mich aller­dings über die War­nung vor dem „Ein-Gene­ra­tio­nen-Pro­jekt“. Die­se Dia­gno­se ist in etwa so alt wie die Par­tei selbst (die vor kur­zem ihren 42. Geburts­tag fei­er­te), über das „Ergrau­en der Grü­nen“ wur­de schon in den 1990er-Jah­ren spekuliert. 

Die Wirk­lich­keit des grü­nen Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­pro­jekts sieht anders aus. Die Par­tei­struk­tur zeigt ein über die Jah­re gleich­blei­ben­des Durch­schnitts­al­ter bei stark stei­gen­den Mit­glie­der­zah­len. Die jüngs­te Abge­ord­ne­te, Emi­lia Fes­ter, kam 1998 zur Welt, für sie liegt die ers­te grü­ne Regie­rungs­be­tei­li­gung also in der frü­hen Kind­heit. Und sowohl Außen­mi­nis­te­rin Anna­le­na Baer­bock wie auch Fami­li­en­mi­nis­te­rin Anne Spie­gel sind Jahr­gang 1980, also etwa so alt wie die Par­tei. Nicht zuletzt der Blick auf die Demo­gra­fie der Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler zeigt, dass das Bild des Ein-Gene­ra­tio­nen-Pro­jekts falsch ist.

Anders­her­um wird ein Schuh dar­aus: dass Bünd­nis 90/Die Grü­nen erfolg­reich sind, hat auch etwas damit zu tun, dass es bis­her gut gelingt, Hal­tung und Erneue­rung zusam­men zu brin­gen. Das in den nächs­ten Jah­ren fort­zu­set­zen, wird die Auf­ga­be der neu­en (gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­den) Grünen-Spitze.

Farbpaletten der Monate

Mit den ers­ten son­ni­gen Janu­ar­ta­gen ist mir mal wie­der auf­ge­fal­len, wie sehr ich das Licht und die Far­ben im Spät­herbst und Win­ter ver­misst habe. Links mein völ­lig sub­jek­ti­ver Ver­such, aus mei­nen Fotos des letz­ten Jah­res mehr oder weni­ger ide­al­ty­pi­sche Palet­ten für die jewei­li­ge Jah­res­zeit und den jewei­li­gen Monat zusam­men­zu­stel­len. Hier: von Hand, auch wenn ich mir gut vor­stel­len kann, dass es auch fan­cy Pro­gram­me geben könn­te, die genau so etwas machen. Und natür­lich spie­len mei­ne Vor­stel­lun­gen, wel­che Far­ben zu wel­chem Monat pas­sen, in die Aus­wahl der Far­ben aus den jewei­li­gen Fotos mit rein. 

Unge­fähr so sieht jeden­falls das letz­te Jahr aus, redu­ziert auf zwölf mal fünf Farb­tö­ne. Samt einer gewis­sen Prä­fe­renz für Sonnenuntergänge. 

Photo of the week: Sunday walk

Sunday walk

 
Nach zwei eher gold­gel­ben Son­nen­un­ter­gangs­fo­tos ein Bild, das ver­deut­licht, dass der Win­ter auch tief­blau kann. Abge­bil­det ist der Wal­ters­ho­fe­ner See (neben dem Opfin­ger See, nicht zu ver­wech­seln mit dem Klei­nen Opfin­ger See), wie er vor ein paar Tagen bei recht kla­rem Win­ter­wet­ter zeig­te. In der See­mit­te übri­gens eine Anla­ge, die dem Was­ser Sau­er­stoff zuführt – anders als beim Opfin­ger See ist die Was­ser­qua­li­tät hier nicht so rich­tig gut.

Photo of the week: Freiburg III

Freiburg III

 
Nach­dem der Son­nen­un­ter­gang letz­te Woche Frei­burgs indus­tri­el­le Sei­te her­vor­he­ben durf­te, hier im sel­ben Licht klas­sisch Müns­ter und Schwarzwald.