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Heute schon eine Effizienzreserve gehoben?

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Dancer IV

Die Arbeit in der Politik bringt ihre eigenen Betriebsblindheiten mit sich. Manche davon verstecken sich hinter technokratisch anmutenden Phrasen. Das »Heben von Effizienzreserven« ist ein solches Sprachbild. Es steht in einem engen Zusammenhang mit der »Schuldenbremse« und den von den einzelnen Ressorts erwarteten »Konsolidierungsbeiträgen«.

Faktisch heißt »Heben von Effizienzreserven«: Es ist nicht genügend Geld vorhanden, um die rechtlich und politisch gewünschten Aufgaben zu erledigen, also sollen tendenziell weniger Beschäftigte (in der gleichen Zeit wie vorher) die gleiche Arbeit leisten. Sie sollen es nur »effizienter« tun. Bis zu einem gewissen Grad ist das sicherlich möglich, hier Arbeitsabläufe »zu optimieren«. Gerade Verwaltungsvorgängen hängt ja der Ruf nach, kein Vorbild für effiziente Organisation zu sein. Ob dieser schlechte Ruf stimmt, sei dahingestellt.

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Zum Abend des Tags der Arbeit

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Desktop work break

Jutta Allmendinger, Wissenschaftszentrum Berlin, spricht sich u.a. in der Brigitte dafür aus, die reguläre Vollzeitarbeitszeit auf 32 Stunden zu verkürzen. Ähnlich ein Aufruf diverser Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem Februar 2013 für die 30-Stunden-Woche.

Finde ich gut. Auch wenn eine Verkürzung auf 32 oder 30 Stunden gar keine ganz so revolutionäre Maßnahme ist – dem einen oder der anderen wird noch die Parole »35-Stunden-Woche« der IG Metall aus den 1980er Jahren in Erinnerung sein, die dann in dieser Branche auch umgesetzt wurde. So groß sind die Differenzen nicht, auch wenn die reale Entwicklung in den letzten Jahren in eine andere Richtung gegangen ist.

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